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Jubel der U 19 nach dem Erfolg im Spitzenspiel (Foto privat)
Nach Sieg im Spitzenspiel warten drei Derbys auf die U 19
JFV 37 Göttingen ist Landesliga-Tabellenführer und wird „Held der Woche“
Von Kathrin Lienig, GT vom 30.10.26
Die A-Junioren-Fußballer des JFV 37 Göttingen sind nach der kurzen Herbstpause erfolgreich in den Landesliga-Schlussspurt gestartet. Mit einem klaren Sieg im Duell gegen den bis dahin punktgleichen Spitzenreiter Acosta Braunschweig hat die U19-Mannschaft aus Göttingen die Tabellenführung übernommen. Positive Begleiterscheinung: Das Team gewann auch das Tageblatt-Voting „Held der Woche“, es erhielt 61,9 Prozent der Stimmen und ließ damit Leo Johann Roy (TSV La/Seu/38,6) und Vanessa Schwarz (MF Göttingen/9,5) hinter sich.
Die bis zum vergangenen Wochenende einzige Saisonniederlage hatte der JFV 37 im Hinspiel gegen die Braunschweiger (0:2) kassiert. Nun drehten die Göttinger den Spieß um – ihr 5:1-Erfolg im Auswärtsspiel war nicht nur der bislang höchste Sieg in dieser Spielzeit, sondern auch ein Statement.
„Braunschweig war ein guter Gegner, der sehr abgeklärt gespielt hat, uns körperlich überlegen war und eigentlich auch sehr stark im Abschluss ist“, berichtete Lars Willmann, der gemeinsam mit Lennart Evers und Michael Lorenz ein Trainer-Trio bildet. Dass es in dieser Partie fünf verschiedene Torschützen auf Seiten der Göttinger gab, ist für den Coach nicht verwunderlich. „Wir haben keinen klassischen Goalgetter, bei uns kann jeder ein Tor schießen.“
Trotz einiger verletzungs- und ferienbedingter Ausfälle war die Mannschaft in Braunschweig von Beginn an hellwach und spielte eine konzentrierte erste Halbzeit, in der Jeronimo Cuneo (20.) und Béla Stephainski (28.) für die Pausenführung sorgten. Auf dem engen Kunstrasen setzten beide Teams auf frühes Pressing, dem JFV gelang es jedoch sehr gut, Acosta weitgehend vom eigenen Tor fernzuhalten.
Fünf Wechsel zur Halbzeit unterstrichen, dass Acosta die Punkte gern in Braunschweig behalten wollte. Der Gastgeber erhöhte das Tempo und kam nach rund einer Stunde zum 1:2‑Anschlusstreffer. Die Partie wurde intensiver und auch ruppiger. Doch die Göttinger zeigten Nervenstärke und Haris Lahmann (65.) lupfte den Ball zum 3:1 über den gegnerischen Keeper.
Acosta versuchte in der Schlussviertelstunde alles, um wenigstens einen Punkt zu retten, aber die JFV-Defensive stand sicher. Till Krieft (84.) per Freistoß und Gjulien Kucharski (87.) sorgten in der Schlussphase für den klaren Sieg. Der hätte sogar noch deutlicher ausfallen können, Chancen gab es jede Menge.
Trainer Willmann lobte sein Team: „Das ist ein junger Kader, etwa zwei Drittel der Spieler sind im Sommer aus der B-Jugend aufgerückt. Alle sind sehr leistungsorientiert und ziehen im Training gut mit. Sie sind aber auch außerhalb des Spielfeldes eine Gemeinschaft.“ Das habe sich schon in der Vorbereitung angedeutet. Während eines Trainingslagers in Gütersloh wurden die Grundlagen für diese Saison gelegt. Obwohl sich die meisten Spieler untereinander kannten und bereits in Teilen zusammengespielt hatten, habe sich – so Willmann – das Team doch erst finden müssen.
Nach dem Sieg gegen Braunschweig gab es lobende Worte vom Trainerteam – allerdings auch gleich den Hinweis auf die Marschroute für die kommenden Spiele: Der Sieg sei eine Momentaufnahme, es müsse weiter konzentriert gearbeitet werden.
Denn die nächsten drei Spieltage haben es in sich. Drei Derbys warten auf die Göttinger: Sie treten gegen den JFV Eichsfeld (31. Dezember in Duderstadt), die JSG Weser/Solling (7. November um 14 Uhr im SVG-Stadion) und Eintracht Northeim (14. November in Northeim) an. Und danach treffen sich alle Teams vielleicht beim Rewe Junior Cup in der Lokhalle wieder. „Wir hoffen darauf, wieder mit dabei zu sein“, sagt Willmann.

Tom Hobrecht (rotes 96-Trikot) wenige Minuten nach seiner Einwechslung im Duell mit Braunschweigs Mehmet Aydin; Foto: Imago/Steinsiek.CH
„Es war ein unfassbares Gefühl“
Ehemaliger Hainberger Jugendkicker Tom Hobrecht gibt für Hannover 96 sein Profidebüt
GZ vom 28.10, - von Gunnar Lonnemann
Das Niedersachsenderby zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig gehört zu einem der prestigeträchtigsten Duelle im deutschen Profifußball – und beim 185. Aufeinandertreffen am vergangenen Sonntag war ein Göttinger mittendrin.
Es lief die 78. Spielminute und Sandro Wagner zog seine letzten beiden Joker. Der Trainer von Hannover 96 brachte beim Stand von 0:1 zwei weitere Offensivkräfte. Für beide war es ein ganz besonderer Moment. Denn Merlin Sinanovic und Tom Hobrecht betraten zum ersten Mal in ihrem Leben die Bundesliga-Bühne.
Der gebürtige Göttinger Hobrecht wird das Spiel aber lange in Erinnerung behalten. „Es war ein unfassbares Gefühl, im Derby eingewechselt zu werden. Ich bin sehr dankbar, beim knappen Rückstand das Vertrauen bekommen zu haben und meine ersten Zweitligaminuten erlebt zu haben“, sagt Hobrecht.
Doch auch die beiden Offensivakteure brachten nicht die Wende. Am Ende verlor Hannover 96 nach einer schwachen Leistung mit 0:2. „Das Ergebnis haben wir uns alle aber natürlich anders vorgestellt“, stellt Hobrecht klar.
Für den 19-jährigen Stürmer ist das Profidebüt der vorläufige Höhepunkt eines rasanten Aufstiegs. „Das Debüt erfüllt mich mit unfassbarem Stolz. Es ist jetzt das Zeichen für mich, noch härter zu arbeiten, noch mehr zu investieren, damit sich das wiederholt“, sagt Hobrecht.
Im Sommer 2024 wechselte Hobrecht vom 1. SC Göttingen 05 zur U19 von Hannover 96. Dort ging der Angreifer kontinuierlich seinen Weg. In seiner ersten Saison absolvierte er 24 Pflichtspiele und erzielte zehn Treffer. Es folgte der Aufstieg in die U23, wo Hobrecht in der letzten Saison besonders auf sich aufmerksam machte.
In 16 Regionalligaspielen gelangen dem Stürmer 14 Tore sowie drei Vorlagen. Am Ende der Saison standen 16 Tore und fünf Vorlagen in 32 Einsätzen zu Buche. Zur Belohnung stand Hobrecht im letzten Saisonspiel von Hannover 96 gegen den 1. FC Nürnberg zum ersten Mal im Kader der Profis. Ex-Trainer Christian Titz wechselte ihn allerdings nicht ein. In der Sommerpause unterschrieb Hobrecht dann seinen ersten Profivertrag.
Den Stürmerinstinkt brachte Hobrecht aus Göttingen mit nach Hannover. 39 Tore hatte der Angreifer in der Fußballsaison 2023/24 für den 1. SC Göttingen 05 in der U19-Niedersachsenliga erzielt.
Schlussendlich wagte Hobrecht den Schritt in die niedersächsische Landeshauptstadt. Seit mehreren Jahren besteht im Jugendbereich eine Kooperation zwischen Hannover 96 und Göttingen 05. Bis zu seinem Wechsel 2024 spielte Hobrecht weiter bei den 05ern und trainierte nur einmal die Woche in der Jugendmannschaft von Hannover 96 mit.
Für viele Göttinger Jugendspieler dürfte das der Beweis sein, dass man es auch ohne komplette Ausbildung in einer Profiakademie schaffen kann.
Hobrechts Debüt dürfte auch bei seinem Jugendverein Jubelstürme ausgelöst haben. Vier Saisons spielte Hobrecht beim 1. SC Göttingen 05 – und diese Spielzeiten sind nun bares Geld wert.
Gemäß den Regularien der Deutschen Fußball-Liga (DFL) werden Jugendvereine späterer Profis im Rahmen der Ausbildungsvergütung am Erfolg der Spieler beteiligt. Von der Ausbildungshonorierung profitieren Amateurvereine, die Debütanten in der Bundesliga und 2. Bundesliga ausgebildet haben. Im Fall von Hobrecht wären das 27.000 Euro, die auf dem Konto von Göttingen 05 eingehen würden – 6750 Euro für jede der vier Saisons.
Auch der SC Hainberg könnte an einem Profieinsatz von Hobrecht mitverdienen. Der Stürmer begann als Fünfjähriger das Fußballspielen beim SCH, wo er von 2011 bis zu seinem Wechsel 2020 zu Göttingen 05 aktiv war. Damit dürfte der SC Hainberg nach einem Profidebüt von Hobrecht mindestens 18.750 Euro erhalten.
Hand- & Fingergymnastik
Immer Montag 13:45 Uhr
Hand- & Fingergymnastik.
Wann?
Immer Montag 13:45 Uhr
Wo?
Bertha-von-Suttner-Straße 2
Der Besuch der Göttinger Polizei am 27.10.26 fällt aus!
Für den 27.10.26 war ursprünglich ein Besuch der Göttinger Polizei für die Teilnehmer des Rollatorsports, der Hand- & Fingergymnastik sowie der Seniorengymnastik geplant.
Dieser Termin fällt ersatzlos aus. An diesem Dienstag findet ganz normal Rollatorsport von 10 - 11 Uhr im Vereinshaus statt.

Trainer Michael Maier (li) und Teamchef Tobias Wagner mit ihren Herbstmeistern der U 12 nach dem Spiel in Elliehausen
U 12 siegt im Spitzenspiel beim JFV West mit 2:1!
Herbstmeister nach 6 Spielen mit weißer Weste
(tw) Was für eine Hinrunde! Mit einem hart umkämpften, aber hochverdienten 2:1-Auswärtssieg beim JFV West Göttingen hat sich die U12 des SC Hainberg die Herbstmeisterschaft in der 1. Kreisklasse gesichert. Sechs Spiele, sechs Siege und 18 Punkte – eine beeindruckende Bilanz!
Spitzenspiel um die Herbstmeisterschaft
Die Ausgangslage hätte kaum spannender sein können: Beide Mannschaften hatten ihre bisherigen fünf Spiele gewonnen. Aufgrund des besseren Torverhältnisses lag der JFV West an der Tabellenspitze. Für unsere Jungs war deshalb klar: Nur ein Sieg würde zur Herbstmeisterschaft reichen!
Entsprechend engagiert startete die U12 in die Partie. In einem intensiven Spiel zeigten die Hainberger immer wieder ihre spielerischen Qualitäten, kombinierten sich nach vorne und erspielten sich ein deutliches Chancenplus.
In der 24. Minute brachte Leighton Mylan Forsythe den SC Hainberg verdient mit 1:0 in Führung. Nur vier Minuten später erhöhte Mattis Stöber auf 2:0 – ein wichtiger Doppelschlag kurz vor der Halbzeitpause!
Auch danach blieben unsere Jungs spielerisch überzeugend. Ein weiterer Treffer wurde aberkannt, zahlreiche gute Offensivaktionen hätten durchaus eine höhere Führung verdient gehabt.
Defensiv präsentierte sich die Mannschaft erneut äußerst stabil. Erst in der 50. Minute gelang dem JFV West nach einer Ecke der Anschlusstreffer zum 1:2. In der spannenden Schlussphase bewahrten die Hainberger jedoch die Ruhe und brachten den verdienten Sieg über die Zeit.
Der Jubel nach dem Schlusspfiff war riesig: Herbstmeister!
Eine beeindruckende Hinrunde
Die Bilanz nach sechs Spielen kann sich sehen lassen:
6 Spiele , 6 Siege ,18 Punkte , 24:6 Tore
Als einzige Mannschaft der Staffel blieb die U12 ohne Punktverlust und sicherte sich mit drei Punkten Vorsprung vor dem JFV West den ersten Tabellenplatz. Mit nur sechs Gegentoren stellte das Team zudem die beste Defensive der Liga.
Auch offensiv wusste die U12 zu überzeugen. Mit 24 Treffern zeigte sich die Mannschaft äußerst torgefährlich. Besonders erfolgreich vor dem Tor waren Mattis Stöber mit zehn Treffern, Kristoffer Wagner mit fünf und Leighton Mylan Forsythe mit vier Toren. Damit sind gleich drei Hainberger unter den besten Torschützen der Liga vertreten.
Der Schlüssel zum Erfolg: eine starke Mannschaft!
So erfreulich diese individuellen Leistungen sind, der eigentliche Schlüssel zum Erfolg ist das Team als Ganzes!
Tore werden gemeinsam vorbereitet, herausgespielt und erkämpft. Genauso wichtig sind die Spieler, die hinten für Sicherheit sorgen, Zweikämpfe gewinnen, Räume schließen und ihre Mitspieler unterstützen.
In allen sechs Begegnungen überzeugte die U12 nicht nur mit guten Ergebnissen, sondern vor allem mit spielerischer Qualität, Einsatzbereitschaft und großartigem Zusammenhalt.
Jeder Einzelne hat seinen Anteil an dieser Herbstmeisterschaft – unabhängig davon, wer die Tore schießt. Die Jungs kämpfen füreinander, unterstützen sich gegenseitig und haben vor allem eines gemeinsam: die Freude daran, als Team Fußball zu spielen!
Vorfreude auf die Meisterrunde
Nach dieser perfekten Hinrunde wartet in der Rückrunde die Meisterrunde der 1. Kreisklasse, in der sich unsere U12 mit weiteren starken Mannschaften messen darf.
Die Vorfreude ist groß! Schließlich wollen die Jungs nicht nur weiter erfolgreich sein, sondern sich auch spielerisch weiterentwickeln und gemeinsam die nächsten Herausforderungen meistern.
Gute Besserung, Junis!
Bei aller Freude über die Herbstmeisterschaft sind unsere Gedanken aktuell auch bei unserem Mitspieler Junis, dem es gesundheitlich leider gerade nicht gut geht.
Lieber Junis, die gesamte U12 drückt dir fest die Daumen und wünscht dir eine schnelle und vollständige Genesung! Wir hoffen, dich bald wieder auf dem Fußballplatz zu sehen. Dein Team steht hinter dir!
Herzlichen Glückwunsch, Jungs!
Sechs Siege aus sechs Spielen sind eine großartige Leistung. Noch schöner ist aber, mit welcher Begeisterung, welchem Teamgeist und welcher spielerischen Qualität ihr euch diese Herbstmeisterschaft verdient habt!
Weiter so, Jungs!
Rollatorabzeichen 2026
SC Hainberg- Rollatorsport vergibt 30 aktiven das Rollatorabzeichen 2026
Im Rahmen einer kleinen Feierstunde verlieh der SC Hainberg- Rollatorsport 30 aktiven das Rollatorabzeichen 2026.
Alle Teilnehmer * innen des Rollatorsports haben im Jahr 2026 tolle Leistungen beim Rollatorsportabzeichen gezeigt. Auch wenn es bei einigen wegen körperlichen Einschränkungen nicht so ganz für die volle Punktzahl gereicht hat. Gewiss ist eins: Gewinner * innen sind Alle ! Denn bereits die aktive Teilnahme am Rollatorsport ist ein Gewinn für die Gesundheit, Bewegung und Gemeinschaft. Das Team Rollatorsport gratuliert ganz herzlich zum Rollatorsportabzeichen 2026 und bedankt sich für den großartigen Einsatz.
Auch 2027 wird es die Möglichkeit geben das Rollatorsportabzeichen zu erlangen.
Rita Förster ist neue Vereinsheldin beim SC Hainberg
Vom Stadtsportbund Göttingen für ihr herausragendes Engagement ausgezeichnet
Der SC Hainberg hat eine neue Vereinsheldin. Es ist Rita Förster aus der Sparte Rollatorsport / Seniorengymnastik 60+ light.
Sie wurde vom Stadtsportbund Göttingen für ihr herausragendes Engagement ausgezeichnet. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Vereinsheim, an der rund 40 Aktive teilnahmen, erhielt sie die Ehrung zur " Vereinsheldin ". Die Auszeichnung würdigt ihren unermüdlichen Einsatz für den Verein und insbesondere für den Rollatorsport sowie die Seniorengymnastik 60+ light.
Rita Förster ist die gute Seele dieser beiden Sportangebote.
Sie unterstützt die Übungsstunden, hilft bei Veranstaltungen, ist bei Infoständen dabei und ist überall dort präsent, wo Unterstützung gebraucht wird.
Mit ihrem aufmerksamen Blicken, ihrer Hilfsbereitschaft und ihrer herzlich Art trägt sie maßgeblich dazu bei , dass sich die Teilnehmer * innen wohlfühlen. Der SC Hainberg und das Team sowie die aktiven des Rollatorsports und der Seniorengymnastik 60+ light gratulieren Rita Förster zu dieser verdienten Auszeichnung. Ohne Menschen wie sie wäre das Vereinsleben um vieles ärmer.

Quantität x Qualität - der Kader von Hainberg 3 von Trainer Kevin Prosser (mitte ganz rechts) und teammanager Bruno Kassenbrock (hinten, 2.v.l.)
DAUERMEISTER SC HAINBERG III ERKLÄRT SEINE NEUE SITUATION
Warum wieder nur 3. Kreisklasse?
In der vergangenen Saison wurde die 3. Mannschaft des SC Hainberg zum wiederholten Male Meister in ihrer Staffel der 3.Kreisklasse. Dennoch verzichtete das Team auf den Aufstieg. Das stieß in der Fußballszene gelegentlich auf Unverständnis. Grund genug, die Teamverantwortlichen nach dem Gründen zu fragen. Wir erhielten Antwort in ausführlicher Form:
„Die vergangenen Jahre waren für unsere 3. Mannschaft sportlich äußerst erfolgreich. Mehrfach konnten wir die Meisterschaft feiern. Dennoch entscheiden wir uns regelmäßig dafür, das Aufstiegsrecht nicht anzunehmen.
Von außen betrachtet, kann der Eindruck entstehen, dass wir uns nicht aus unserer „Komfortzone“ bewegen wollten. Hierzu ist klarzustellen, dass wir Jahr für Jahr rege Diskussionen innerhalb unseres Teams hatten und uns am Ende gemeinsam für diesen Weg entschieden.
Der Grund dafür lag nicht in fehlenden sportlichen Ambitionen, sondern zum einen darin, dass wir eine Altherrenmannschaft sind, die lediglich am Spielbetrieb der 3. Kreisklasse teilnimmt, da es im Kreis Göttingen keine eigene Altherren-Liga gibt. Zum anderen spielte die Entwicklung unseres Kaders eine entscheidende Rolle. In den vergangenen Jahren kamen nur noch wenige neue Spieler hinzu, sodass sich das ohnehin schon deutlich höhere Durchschnittsalter weiter nach oben entwickelt hat. Gleichzeitig wurde insbesondere in den letzten ein bis zwei Jahren die Zahl der Spieler, die regelmäßig am Trainings- und Spielbetrieb teilnehmen konnten, immer kleiner. Das zeigte sich zuletzt auch ganz konkret: In der vergangenen Saison mussten wir mehrfach auf Spieler aus unseren anderen Herrenmannschaften sowie aus der A-Jugend zurückgreifen, um überhaupt genügend Spieler für den Spielbetrieb zur Verfügung zu haben. Auch ein regelmäßiger Trainingsbetrieb war kaum noch möglich; teilweise konnten wir nur noch einmal im Monat gemeinsam trainieren.
Unter diesen Voraussetzungen haben wir uns trotz des sportlichen Erfolges bewusst gegen den Aufstieg entschieden. Die Entscheidung war vor allem der Frage geschuldet, ob wir die notwendige Kaderbreite und Verlässlichkeit für eine höhere Spielklasse gewährleisten können.
Auch in diesem Jahr musste die grundsätzliche Entscheidung über einen möglichen Aufstieg bereits bis Mitte Juni getroffen werden. Zu diesem Zeitpunkt stand die spätere Neuaufstellung im Umfeld der Mannschaft noch nicht fest. Die Entscheidung wurde daher unter den damaligen Rahmenbedingungen getroffen.
Mitte Juni wurde das Organisationsteam rund um die 3. Mannschaft neu aufgestellt. Durch die neuen Impulse ist eine Dynamik entstanden, die für uns in dieser Form vorher nicht absehbar war und mit der wir ehrlich gesagt selbst nicht gerechnet hätten.
Inzwischen haben sich mehrere neue Spieler und Rückkehrer der Mannschaft angeschlossen, sodass sich die personelle Situation deutlich verbessert hat und wieder eine ganz neue Energie innerhalb des Teams entstanden ist.
Nach Ablauf der Frist und nach den ersten deutlichen Veränderungen des Kaders wurde dennoch versucht, den Aufstieg in die 2. Kreisklasse nachträglich noch zu ermöglichen. Dies war zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht mehr möglich.
Bruno Kassenbrock
Damit haben sich auch die Voraussetzungen für die kommende Saison grundlegend verändert. Unser Ziel ist deshalb diesmal klar: Wir wollen um die Meisterschaft spielen und den möglichen Aufstieg dann am Ende auch wahrnehmen.
Dabei geht es nicht darum, andere Mannschaften zu unterschätzen oder die Meisterschaft/den Aufstieg als Selbstverständlichkeit zu sehen. Wir wissen, dass uns eine anspruchsvolle Saison erwartet und wir uns Woche für Woche beweisen müssen.
Wir freuen uns auf eine spannende Saison, viele gute Spiele und vor allem darauf, wieder gemeinsam auf dem Platz zu stehen.“
Man darf gespannt sein, ob das Team der Favoritenrolle gerecht wird.
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