24.11.2022

NFV in Bestbesetzung beim SC Hainberg zum Vereinsdialog

Austausch über Maßnahmen des DFB-Masterplanes und Wünsche des SC Hainberg

Vereinsdialog mit besonderer Fotolocation: Hainbergs Gastgeber und die Gäste vom NFV

Oben v.l. Thore Hachfeld, Thomas Hellmich, Stefan Voth, Jan Baßler, Andre Pfitzner, Lars Willmann, Ralph-Uwe Schaffert

Vorn v.l.: Roman Müller, Richard Jankowiak, Dieter Seliger, Gustav Bode, Ole Fröhlich

(rm) Der Schmerz der 1:2-Niederlage der deutschen Fußballnationalmannschaft war noch ganz frisch, da trafen sich am Mittwoch Vertreter des Niedersächsischen Fußballverbandes und des SC Hainberg zu einem Meinungsaustausch über den Fußball an der Basis. Unter dem Titel „Vereinsdialog“ sucht der NFV seit fünf Jahren den Kontakt mit den Vereinen vor Ort. Jetzt kam er auch in Göttingen vorbei.

Und der NFV trat in Bestbesetzung an: Angeführt vom im Frühjahr neu gewählten Präsidenten Ralph-Uwe Schaffert waren vom NFV Vize-Präsident Stefan Voth, Direktor Jan Baßler, der Koordinator Masterplan Thore Hachfeld und Manfred Finger (Leiter Kommunikation und Marketing) dabei. Dieter Seliger (Kreisvorsitzender) und Thomas Hellmich als Beauftragter für Qualifizierung im Fußballkreis Göttingen-Osterode komplettierten das NFV-Team. Gesprächspartner auf Hainberger Seite waren Gustav Bode, Andre Pfitzner und Roman Müller vom Vorstand sowie Lars Willmann (Gemeinwesenarbeit Zietenterrassen), Richard Jankowiak (Ehrenvorsitzender), Ole Fröhlich, Jugendtrainer und Lukas Lukas, Spieler und Auszubildender. Hainbergs Vorsitzender Jörg Lohse schaltete sich per Videoschalte von einer Verbandstagung in Frankfurt zu Beginn dazu.

Über zwei Stunden dauerte das Treffen zwischen den NFV-Vertretern und Akteuren des SC Hainberg. „Der Austausch mit Euch lief anders als sonst und das war auch gut so!“ zog NFV-Direktor Jan Baßler ein Fazit am Ende des Treffens. „Normalerweise geht es um die typischen Probleme des Fußballs an der Basis: Mangel an Trainer und Schiedsrichtern und Mitgliederschwund. Hier ging vor allem auch mal andere Themen!“ Die Gäste zeigten sich dabei beeindruckt, von den baulichen Möglichkeiten, die sich der SC Hainberg in den letzten Jahrzehnten mit viel Eigenarbeit, aber auch mit starken Partnern erbaut hat.

„Wir sind unabhängig vom Fußball. Ohne Fußball ginge es uns finanziell besser, aber wir wollen ihn natürlich, denn er ist unsere Vereinswurzel!“ sagte Andre Pfitzner, der beim SCH für Vereinsentwicklung zuständig ist.

Thore Hachfeld machte deutlich, was der NFV in den letzten Jahren an Programmen zur Unterstützung seiner Mitglieder im Rahmen des DFB-Masterplans aufgelegt hat. Der Masterplan ist ein ganzes Maßnahmenpaket, das bis 2024 die Vereinsqualität verbessern und den Vereinsfußball an der Basis stärken soll, unter anderem durch eine gezielte Ergänzung der bisherigen Verbandsangebote für Vereine. Übergeordnetes Ziel ist es, das weltweit einzigartige, bundesweit flächendeckende Netz von Fußballvereinen und Klubs mit Fußballangeboten in Deutschland zu erhalten und zu stärken. Die Ausbildungen zum Juniorcoach und, Refuge-Coach, das Projekt „Anpfiff für’s Lesen“ und  der „Nachhaltigkeitspreis“ sind nur vier von über 48 Einzelmaßnahmen.

Der SC Hainberg hat diese Angebote in den letzten Jahren regelmäßig genutzt und mitgestaltet. So findet Ende November ein neuer Refuge-Coach-Lehrgang am Hainberg statt. "Da haben wir schon von profitiert" gestand Lars Willmann, nachdem der NFV vorher einige Kritik hatte einstecken müssen. Willmann ist beim SC Hainberg u.a. für die NFV-Projekte wie für den Refugee-Lehrgang verantwortlich.

Zu den Einzelmaßnahmen zählen auch die Vermarktungsmaßnahmen wie z.B. die der Spielergebnisse. „Dafür benötigen wir die Meldung des Ergebnisses innerhalb von 60 Minuten nach Spielschluss“ erläuterte Jan Baßler und schaffte dabei bei Ole Fröhlich ein neues Verständnis für den Zeitdruck, „Nur knapp ein Zehntel des NFV-Etats wird von den Mitgliedsbeiträgen der Vereine und Gebühren gedeckt. Der Rest muss über Vermarktungserlöse und Zuschüsse des DFB finanziert werden“ erklärte Ralph-Uwe Schaffert. Da spiele das Abschneiden der Nationalmannschaft natürlich eine sehr große Rolle. „Wenn hier Erlöse wegfallen, müssen wir sparen oder die Ansätze für die Vereine erhöhen“ skizzierte der NFV-Präsident ein Szenario, das sich natürlich keiner Wünsche.

Unter den Wünschen des SC Hainberg ganz oben stand die politische Lobbyarbeit des Verbandes für das Ehrenamt und den Schutz der infrastrukturellen Rahmenbedingungen im Rahmen des Baurechts. „Vereinsarbeit ist Gesellschaftsarbeit und sollte auch als solche gewürdigt und vor Einzelinteressen geschützt werden“ so Richard Jankowiak, der den SC Hainberg 1979 mit aus der Taufe gehoben hatte.

Für neue Ideen aus Reihen der Vereine wie Unterstützung der Präventionsarbeit und Projekten zu Stärkung der personellen Nachhaltigkeit im Jugendbereich zeige sich der NFV jederzeit offen. "Eine direkte Unterstützung von als flächendeckende Förderung für alle der über 2600 Vereine, z.B. bei FSJ-Stellen, sei allerdings nicht möglich.

"Erfolge werden von Menschen gemacht" und deshalb waren sich beide Seiten am Ende vor dem gemeinsamen Rundgang durch die Vereinsräume und die Funsporthalle einig, dass das persönliche Kennenlernen der handelnden Akteure an diesem Abend für die nachhaltige Zusammenarbeit besonders wichtig war. Die Niederlage der DFB-Elf war zu diesem Zeitpunkt kein Thema mehr.

 

 

DFB-Masterplan

21.11.2022

„Rolli-Base“ beim SC Hainberg eröffnet

Der SC Hainberg bietet Rollstuhltraining an – dafür stehen 14 Rollstühle zur Verfügung

Marco Schnyder (2.v.l.) und sein Team bei der Eröffnung der Rolli-Base in der Funsporthalle

Foto: R. Müller

GT vom 21.11.22 - Von Mailin Matthies

 Hinter einem bunten Graffiti an einer Wand der Funsporthalle des SC Hainberg auf den Zietenterrassen versteckt sich die „Rolli-Base“ des SC Hainberg. 14 Rollstühle verschiedener Typen stehen dort seit der Eröffnung am Sonnabend zur Verfügung, um Menschen zu helfen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Hier können Menschen, die neu auf einen Rollstuhl angewiesen sind, lernen, damit umzugehen und sich mit dem „Rolli“ zu bewegen. Durch die neue Rolli-Base gibt es außerdem seit Kurzem die Möglichkeit, auch verschiedene Rollstühle auszuprobieren.

Der Kopf hinter diesem Projekt ist Marco Schnyder. Er sitzt selbst im Rollstuhl und hat seit 2019 das Rollstuhltraining beim SC Hainberg etabliert. Er und sein Team versorgen Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, mit Informationen und Unterstützung. Gebaut wurde die Rolli-Base ehrenamtlich von Adrian Körner aus dem Verein. Das Material wurde von der Aktion Mensch finanziert.

Bei der Eröffnung in der Funsporthalle haben die Gäste auch die Möglichkeit, sich selbst am Rollstuhl-Parcours zu versuchen – und zu erleben, welche scheinbar kleinen Hindernisse im Rollstuhl schnell ohne fremde Hilfe nahezu unüberwindbar werden. Bundestagsabgeordneter Andreas Philippi (SPD) ist ebenfalls zu Gast. Er habe für seinen Zivildienst bereits einmal Rollstuhltraining bekommen, erzählt er, und schnappt sich gleich einen der Rollstühle. Nachdem er einige der Rampen erfolgreich gemeistert hat, muss aber auch er feststellen: Schon eine kleine Stufe – jeder Bordstein ist höher – ist nur mit viel Mühe und einigen Balancierkünsten zu bewältigen.

„Überall sind Barrieren“, sagt Schnyder in seiner Eröffnungsrede – in Geschäften, Arztpraxen, ÖPNV, auf der Straße, in der Gastronomie, an so vielen verschiedenen Orten – und in den Köpfen. „Mir wurde der Rollstuhl einfach hingestellt und gesagt: Mach mal“, erzählt er. Niemand habe ihm zeigen können, wie er sich mit dem Rollstuhl bewege. Deswegen macht er das jetzt für andere. Als „Experten in eigener Sache“, wie er es nennt, haben er und sein Team inzwischen viele Erfahrungen sammeln können, die sie weitergeben können. Auch einen Lehrgang zum Rollstuhltraining hat er besucht.

Geschäfte bekommen Klapprampen geschenkt

„Wir arbeiten an der Überflüssigkeit unserer Arbeit“, umreißt Schnyder seine Motivation. Dazu hat er ein weiteres Projekt ins Leben gerufen: Als „Barriere-Scouts“ beraten sein Team und er Unternehmen und Institutionen in der Region, wie sie Barrieren abbauen können – und was diese Barrieren überhaupt alles sind. Viele praktische Kleinigkeiten seien das oft, so Schnyder. Einen Mülleimer auf die andere Seite stellen, beispielsweise. Aber auch behindertengerechte Toiletten und Eingänge seien natürlich ein großes Thema.

Um gleich Lösungen zu bieten, kooperiert Schnyder dabei mit dem Verein „Wege zur Inklusion“. Dieser sammelt Geld für Klapprampen aus Metall, die helfen können, ein bis zwei Stufen an Eingängen zu überwinden, und verteilt die Rampen zum Beispiel an Geschäfte, Restaurants oder öffentliche Gebäude. „Es ist eine Krücke, um in einen Laden reinzukommen“, sagt Damian Friedl, Mitgründer des Vereins. Je nach Höhe der Stufen seien die Rampen trotz allem meist zu steil, damit Rollstuhlfahrer aus eigener Kraft hinaufgelangen könnten, es brauche also noch jemanden, der hilft. Aber: Damit seien die Räume zumindest überhaupt zugänglich für Rollstuhlfahrer. In Göttingen haben beispielsweise das Weststadtzentrum, das Inti oder das Kartoffelhaus bereits Rampen im Wert von 80 bis 180 Euro geschenkt bekommen.

Interessierte Unternehmen oder Geschäfte, die eine Rampe bei sich haben möchten, können sich an Marco Schnyder wenden, per E-Mail an rollitraining@sc-hainberg.de oder unter Telefon 05 51 / 63 41 65 55. Wer einen Rollstuhl oder Rollstuhltraining braucht, kann sich so ebenfalls bei Schnyder melden.

21.11.2022

Fußball-Landesliga: Heimniederlage bei eisigen Temperaturen

1:3 gegen Eintracht Braunschweig II

Ensley Gariseb (blau), hier gegen zwei Braunschweiger Spieler, erzielte das zwischenzeitliche 1:1 für den SC Hainberg. Am Ende verloren die Gastgeber jedoch mit 1:3. Foto: Helge Schneemann

GT vom 21.11.22, von Jan-Philipp Brömsen: Bei eisigen Temperaturen um den Gefrierpunkt kassierte das Team der Trainer Oliver Hille und Lars Willmann auf dem Kunstrasenplatz am Jahnstadion eine verdiente 1:3-Niederlage, schlug sich aber mehr als tapfer. Die Partie lief von Beginn an erwartungsgemäß in Richtung des Göttinger Tores. Die technisch gut ausgebildeten Gäste spielten in der 5. Minute einen Angriff konsequent zu Ende: Nach einem Steckpass war Eintracht-Angreifer Moritz Hindermann völlig allein vor dem Tor der Gastgeber und nutzte diese Chance zur frühen Führung.

Hainberg steckte in der Folge keinesfalls auf und ließ bis zur Pause nur eine weitere gefährliche Aktion zu. Ein Abschluss von Florian Ohk (32.) landete am Außenpfosten. Und die Hainberg-Offensive? Die tat sich gegen die abgezockten Gäste zunächst schwer – daher stand in der ersten Halbzeit kein einziger Torabschluss zu Buche. Mit einer verdienten Eintracht-Führung ging es in die Pause.

Stark reagierte dann SCH-Keeper Malte Kinzel (54.), der einen Abschluss vom stärksten Gästespieler Jona Renner entschärfte. Und so kam es, wie es kommen musste. Der quirlige Ensley Gariseb nutzte die erste Unachtsamkeit der Gäste und erzielte den viel umjubelten Ausgleichstreffer (60.). Kippte jetzt die Partie und Hainberg fährt den ersten Saisonsieg ein? Die Hoffnung bei den rund 75 Zuschauer war rund eine halbe Stunde vor Schluss sichtbar. Braunschweig zog allerdings das Tempo wieder an. Immer wieder leitete Ex-Profi Damir Vrancic die Angriffe ein.

Nach einem Eckstoß von Renner erzielte Kapitän Nils Gehde mit einem präzisen Kopfball das 1:2. Die Hille-Elf versuchte in der Schlussviertelstunde noch einmal alles, zwingende Ausgleichschancen gab es jedoch nicht mehr. So machte Leander Petry in der 89. Minute den Deckel drauf. Nach einer schönen Kombination konnte er zum 1:3-Endstand einschieben.

„Nach dem frühen Rückstand hat sich das Team gefangen und ein gutes Spiel gemacht. Bei der Eintracht hat Vrancic clever die Fäden gezogen. Wir haben körperlich gut dagegen gehalten und sind mit der heutigen Leistung auf jeden Fall wettbewerbsfähig“, sagte SCH-Vorsitzender Jörg Lohse. – Tore: 0:1 Hindermann (5.), 1:1 Gariseb (60.), 1:2 Gehde (69.), 1:3 Petry (89.).

19.11.2022

F im Schnee - Novum in der Hainberger Vereinsgeschichte

F1 gewinnt gegen Weende 4:1

Mit perfekter Schusshaltung zum Ausgleich - Aron Fiedel

(rm) Noch nie hat es ein Spiel einer Hainberger F-Jugend unter solchen Bedingungen gegeben. Ein wie mit Puderzucker beschneiter Kunstrasen, Sonne, dazu Temperaturen unter dem Gefrierpunkt.

Das alles machte den beiden Team vom SC Hainberg und den Gästen aus Weende allerdings nichts aus. Sie lieferten sich eine packende Begegnung, bei der die Hainberger am Ende mit 4:1 die Nase vorn hatten.

Zur Pause hatten die Gäste durch einen Foulelfmeter noch in Führung gelegen. Nach dem Wechsel und mit tauendem Schnee nahmen die Blau-Weißen die Zweikämpfe besser an und kamen zu deutlich mehr Chancen.

Mit einen Doppelschlag innerhalb von zwei Minuten brachte Aaron Fiedel sein Team mit 2:1 in Front. Als Saaed Salam mit einem sehenswerten Distanzschuss auf 3:1 erhöht hatte, war der Widerstand der Nordstädter gebrochen. Niklas Birth sorgte für den 4-1-Endstand. Damit qualifizierte sich das Team von Elmar Schulte und Balin Willmann für die Kreisliga, in der in der Rückrunde die besten Teams aus allen Vorrundenstaffeln gegeneinander antreten.

19.11.2022

Hainbergs B kommt nicht an Werratal vorbei

1:1 im Mittelduell der Kreisliga

Kapitän Titus Mogg (links) und Sebastian Sandoval im Duell im Werratals Johannes Koch

(rm) Es sah lange Zeit gut aus für die Hainberger B-Junioren. Durch ein Tor des schnellen Benedikt Busch führten sie mit 1:0. In einem umkämpften Duelle, bei dem Werrtal in Halbzeit 1 ein leichtes Chancenplus hatte. Die Führung der Gastgeber war deshalb etwas glücklich, trotzdem gut herausgespielt, als Lars Barner den Torschützen in den Raum bediente.

Nach der Pause entwickelte sich ein spannendes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Dass der Ausgleich (65.) für die Werrataler aus Hedemünden und Umgebung durch ein Eigentor der Platzherren fiel, war unglücklich. Trainer Lukas war deshalb auch ein wenig geknickt nach dem Abpfiff, wären er und ein Team mit einem Sieg gern an den Gästen vorbei auf Platz 5 geklettert.

 

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19.11.2022

Wintereinbruch sorgt für Spielausfälle

C1-Junioren traurig über Ausfall des Spitzenspiels in Rotenberg

(rm) Der Wintereinbruch sorgt an diesem Wochenende für zahlreiche Spielausfälle. Betroffen sind auch die C1-Junioren, der beim SV Rotenberg in Pöhlde gern den Herbstmeistertitel geholt hätten.

Auch das Spiel der A2 vom JFV 37 gegen Herzberg fällt aus, Grund hierfür ist der hohe Krankenstand bei den Harzern.

Weiter Spielausfälle entnehmt bitte der offiziellen Ansetzungshomepage fussball.de

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18.11.2022

Manchester steht hoch im Kurs - „Rewe Juniorcup“ wird am Freitag ausgelost

Kapitän Kalle Gaisenhainer hofft auf attraktive Gegner

Ist heiß begehrt bei den regionalen Vertretern: das Team von Manchester United, hier beim Turniergewinn 2017.Foto: Helge Schneemann

GT vom 18.11.2022 - von Jan-Philipp Brömsen

Göttingen. Viele regionale A-Jugendfußballer warten gespannt auf ihre Gruppengegner: Der Auslosung für den „Rewe Juniorcup 2023“, die am Freitag um 17 Uhr im Forum der Sparkasse Göttingen stattfindet, fiebern die heimischen Klubs besonders entgegen – denn das Duell Klein gegen Groß, regionaler Nachwuchs gegen Profi-Nachwuchs macht den Reiz des internationalen Hallenfußballturniers in der Lokhalle aus. Wir haben uns vorab umgehört, welche Klubs sich die Regios für die nächste Auflage wünschen, die nach zweijähriger Pause Anfang Januar ausgespielt wird.

Mit guten Chancen auf die Zwischenrunde sollte der I. SC Göttingen 05, der in der Niedersachsenliga spielt, ins Turnier gehen. „Ich würde mich über Eintracht Northeim freuen. Dann hätten wir wieder ein Derby“, sagt 05-Kapitän Ali Riza Önder. Von den Profiteams wünscht sich Önder Manchester United oder FC Brügge. „Sich mit den besten Teams messen zu können, wäre ein unvergessliches Erlebnis“, ergänzt Önder. Auch Co-Trainer Yannick Broscheit würde sich über zwei internationale Klubs freuen.

Ebenfalls auf ein Südniedersachsen-Derby gegen 05 hofft Raphael Peinemann vom Eintracht Northeim: „Das wäre ein heißes Duell. Ich freue mich aber genauso über jeden anderen Gegner.“ Manchester sei aufgrund des großen Namens „besonders interessant“. Gespannt ist Peinemann auf die Premiere von Union Berlin. Der Offensivspieler der Eintracht spielt seit Saisonbeginn in der Landesliga-Herrenmannschaft der Northeimer und dürfte auch beim Cup auf Torejagd gehen.

Manchester und regionale Derbys stehen hoch im Kurs

Seine Cup-Premiere feiert der JFV 37 Göttingen. Der Klub aus dem Göttinger Süden ist aus dem RSV 05, SVG und SC Hainberg hervorgegangen und dürfte nicht nur aufgrund der Tabellenführung in der Bezirksliga zu den stärksten regionalen Klubs zählen. „Ich würde mich natürlich über 05 oder Northeim freuen. Das sind zwei Teams mit enormer Qualität, die guten Fußball spielen“, sagt Kalle Geisenhainer vom JFV 37. „Überregional wäre jedes Team cool – die internationalen Teilnehmer wie beispielsweise Manchester United wären aber besonders reizvoll für mich“, ergänzt Geisenhainer.

Die JSG Radolfshausen/Eichsfeld nimmt nach einigen Jahren wieder am Turnier teil. Bei Kapitän Hannes Kühn stehen Manchester United und Union Berlin hoch im Kurs. „Schalke wäre auch interessant, weil ich BVB-Fan bin“, sagt Kühn, der die regionalen Teams gar nicht so gut kennt. „Gegen viele haben wir noch nicht gespielt. Ob ich mir den JFV Eichsfeld wünsche, weiß ich nicht so genau, da ich in der vergangenen Saison dort gespielt habe“, ergänzt der JSG-Kapitän. Trainer Christian Nitsche würde sich bei der Auslosung über Union Berlin und Eintracht Frankfurt freuen. International könnten dem erfahrenen Lizenztrainer AZ Alkmaar und Manchester gefallen.

„Ich würde gerne gegen Radolfshausen und West spielen. Dort kennen wir viele Spieler“, sagt Elias Müller vom FC Gleichen. Zudem seien Manchester United und der FC Schalke 04 sehr lukrativ: „Manchester ist einer der größten Klubs der Welt, und Schalke überzeugt aufgrund der starken Jugendarbeit seit Jahren“, begründet Müller seinen Wunsch.

Derbys wären für Mattis Heine, Kapitän der JSG HöhBernSee, besonders interessant: „Gerade das Duell gegen Radolfshausen würde mich freuen. Aber auch Northeim wäre ein schönes Los, weil zwei aus dem aktuellen Team dort gespielt haben.“ Von den Profis sei jedes Team attraktiv. „Manchester oder Fulham wären aber ein Highlight – beide Klubs sind Aushängeschilder des Cups.“

Nach einigen Jahren nimmt die JSG Nörten wieder einmal am Turnier teil. Kapitän Justus Lohne würde sich besonders auf Teams aus dem Landkreis Northeim freuen: „Bei Northeim und Weper sind einige frühere Mitspieler dabei. Gegen Markoldendorf oder Weser/Solling wäre es sehr interessant, weil wir gegen beide Teams in der Liga spielen“, so Lohne. Von den Profiteams wünscht sich der Nörtener die englischen Klubs Manchester United oder FC Fulham. „Der Fußball in England soll sehr anspruchsvoll sein“, ergänzt Lohne.

Tobi Dietrich hofft auf Duell mit Ex-Klub Hannover 96

Mit einem bekannten Übungsleiter geht der JFV Eichsfeld den Lokhallen-Cup an. Tobias Dietrich, ehemaliger Spieler von Hannover 96 und Göttingen 05, hat einen Wunsch für die Auslosung: „05, Northeim und JFV 37 würde ich gern aus dem Weg gehen. Wir würden lieber Regios zugelost bekommen, gegen die wir bisher noch nie gespielt haben.“ Von den Profiteams nennt Dietrich seinen Ex-Klub Hannover 96. Und: „Da ich Gladbach-Fan bin, würde ich mir ein Duell wünschen. Manchester ist natürlich auch reizvoll“, so der JFV-Trainer.

Als Partnerverein des Turniers geht Kreisligist JFV West beim Turnier an den Start. Trainer Stefan Blum würde sich besonders auf ein Duell mit Schalke 04 freuen. „Ich bin dort Vereinsmitglied“, so Blum. Zudem sei Union Berlin ebenfalls reizvoll. „Von den regionalen Teams würde ich gern einmal gegen ein neues Team antreten. 05 würde mich aber auch reizen, da ich mit Jan Steiger ein gutes Verhältnis habe“, sagt Blum.

15.11.2022

Hainbergs D-Junioren dominieren die erste Runde

Hallenfußball: Viel Spaß und gute Stimmung beim Start der Kreismeisterschaft

Die D1 des SC Hainberg siegte in der Vorrunde ohne Punktverlust; hier freuen sich Elias Mabrouk, Constantin Jauer und Jan Hecht (v.l.)

GT vom 15.11.22, von Benjamin Greib

Bovenden. Die vergangenen Jahre war der Hallenfußball pandemiebedingt größtenteils auf Eis gelegt. Jetzt gehen die Hallenturniere wieder an den Start. Bei der ersten Runde der Hallenkreismeisterschaft (HKM) der D-Junioren am Sonnabend dominierte der SC Hainberg und sicherte sich den ersten Platz.

In den kalten Monaten geht es für die Jugendfußballer der Region um den Titel der Hallenkreismeisterschaft. Viele der jungen Akteure haben das Spiel auf dem kleinen Feld, mit vier Feldspielern und einem Torwart, vermisst. „Das macht Spaß. Das Spiel ist schneller und man muss auf viel achten“, sagt Niklas Scheele, der die D-Jugend des FC Gleichen trainiert. Sein Torwart Florian Klages stimmt ihm zu: „Man muss echt schnell im Kopf sein.“ Das Gleichener Team ist sich einig, dass die Hallenkreismeisterschaft eine „coole Abwechslung“ zur Feldserie ist, die sie jedoch bevorzugen. Ihr Favorit auf den Gesamtsieg der HKM ist neben dem I. SC Göttingen 05 „natürlich der FC Gleichen“, scherzen die Spieler.

Nach zwei Unentschieden und einer Niederlage aus den ersten drei Spielen ging es für den FC in der vierten Partie gegen die zweite Mannschaft des SC Hainberg bereits um wichtige Punkte. Schließlich ging es darum, eine Platzierung unter den besten drei Teams und den damit verbundenen Einzug in die nächste Runde zu schaffen. Die Gleichener gewannen die Partie mit 2:0 und hatten nun gute Chancen auf ein Weiterkommen. Der nächste Gegner war dann die erste Mannschaft des SCH, die bis dahin ungeschlagen durch das Turnier marschierte. Nach der frühen Führung für den FC schaltete der Favorit einen Gang hoch und dominierte die Partie von diesem Punkt an. Am Ende musste sich das Team von Scheele den Göttingern mit 1:3 geschlagen geben. Das Fazit vom hadernden Keeper Klages: „Wir hätten mindestens unentschieden spielen können.“ Am Ende sollte es für den FC knapp nicht für den dritten Platz reichen.

Stimmung in der Halle ist gut

Auch für die Eltern der jungen Fußballer sind die Hallenturniere etwas Besonderes. Neben gemütlicheren Plätzen als auf den meisten Rasenplätzen ist bei den Turnieren auch immer für Verpflegung gesorgt. Bernard Bätz verfolgt gerne die Hallenturniere von seinem Sohn, der für den Bovender SV aufläuft: „Hier in der Halle sind immer schöne Emotionen drin. Es ist auch immer etwas Besonderes, weil man viele Leute trifft.“ Die Eltern sorgten auch am Sonnabend für das besondere Hallen-Ambiente. Neben der ständigen positiven Anfeuerung für die Spieler bekamen allerdings auch die Schiedsrichter durch viele, nicht nur positive Kommentare zu ihren Entscheidungen die teilweise aufgeladene Stimmung zu spüren.

Der souveräne erste Platz gehörte in der Vorrunde der ersten Hainberger Mannschaft. Mit fünf Siegen aus fünf Spielen standen die Blau-Weißen letztendlich verdient auf dem ersten Platz. Der Trainer der Hainberger Junioren, Marian Klingebiel, zeigte sich nach dem Turnier noch nicht vollständig zufrieden: „Klar, ich bin zufrieden mit der Mannschaft, aber es geht immer noch besser.“ Wie die Gleichener Spieler mag auch Klingebiel die Feldserie lieber als das Ausspielen der Kreismeisterschaft in der Halle.

Neben den Hainbergern und der SVG Göttingen II sicherte sich die zweite Mannschaft des JFV West Göttingen das Ticket für die nächste Runde. Mit zehn Punkten erspielte sich der JFV II noch vor der SVG II den zweiten Platz. Ausgeschieden sind am Sonnabend die D-Junioren des BSV, des FCG sowie die zweite Mannschaft des SCH.

Hier in der Halle sind immer schöne Emotionen drin. Es ist auch immer etwas Besonderes, weil man viele Leute trifft.

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15.11.2022

Wieder knappes Ergebnis für die Landesliga-Elf

0:1 gegen SV Lengede

Was kommt jetzt? Ole Jandt, Paavo Gundlach und Jonthan Oberheim (v.l.) in der Erwartung eines Freistoßes.

(rm) Erneut war es knapp, erneut war es ein 0:1, erneut gab es keinen eigenen Treffer: Durch ein Tor in der 60 Minuten unterlag die Landesliga-Elf dem SV Lengede mit 0:1.

Bei gutem Wetter gestalteten die Hainberger das Spiel in der ersten Hälfte im Mittelfeld ausglichen. Gefährliche Aktionen im Strafraum gab es hingegen selten. In Halbzeit zwei bekam der Favorit das Spiel besser in den Griff und agierte selbstbewusster als die Platzherren.

Leider war es erneut eine Kette von individuellen Fehlern, die dem Gegner das entscheidende Tor ermöglichte. Hainbergs Trainerteam Oliver Hille/ Lars Willmann war deshalb auch sichtlich geknickt nach dem Spiel, saßen lange noch auf der Ersatzbank und dann am Ende doch wieder erhobenen Hauptes aufzustehen: "Es gab wieder kleine Fortschritte, doch leider reicht es noch nicht für einen eigenen Sieg!" so das Fazit von Lars Willmann.

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12.11.2022

B mit zweitem Sieg in Folge

3:0-Erfolg bei JSG Sparta/ Weende

Josue Kwizera (Bildmitte in blau) traf auch gegen Sparta

(rm) Mit einem 3:0-Auswärtssieg bei der JSG Sparta-Weende haben die B-Junioren ihren Aufwärtstrend bestätigt.

Josue Kwizera traf zur frühen Führung (10.). Max Schröter mit seinem fünften Saisontreffer und Kapitän Titus Moog bauten den Vorsprung bis zur Pause aus.

Nach dem Wechsel wurde die Partie unruhiger und zerfahrener. So blieb es am Ende beim klaren Erfolg der Hainberger, durch den sie sich in der Kreisliga auf Platz 6 verbesserten. Bis zur Winterpause stehen für das Team von Lukas Lukas und Mo Taboure noch drei Spiele auf dem Programm. Mit den gezeigten Leistungen und der Motivation der jüngsten Erfolge könnte es für die Hainberger durchaus noch etwas weiter nach oben gehen.

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0:2 in Nörten - Chancen zum Punktgewinn waren vorhanden

Erkner will auf der Einstellung aufbauen

"Nörten hatte nicht mehr Chancen, hat ihre aber besser genutzt als wir." Neu-Trainer Dennis Erkner war mit der Leistung und Einstellung seiner Mannschaft zufrieden.

Nach nur drei Trainingseinheiten, die Erkner mit der Mannschaft zusammen arbeiten konnte, entschied er sich dafür mit Yannick Broscheit einen A-Jugendlichen in der Viererkette zu bringen. Eines vorweg - er machte seine Sache sehr gut. Im Mittelfeld begannen die lange angeschlagenen und verletzten Lüdecke und Sange und "Boller" spielte ganz vorne im Sturmzentrum.

Und Hainberg legte los wie die Feuerwehr. Bissig in den Zweikämpfen und selbstbewusst im Spiel nach vorne erspielte sich die Erkner-Elf die ersten Chancen. Doch weder Gianni Weiß nach einem fulminanten Schuß aus 25 Metern an den Pfosten, noch Boller im Nachschuß hatten das Quentchen Glück auf ihrer Seite (4.). Nach etwas mehr als zwanzig Minuten musste der starke Frederic Pense (er steht auf http://goettingen.sportbuzzer.de/bezirksliga-braunschweig-staffel-4/artikel/wahl-zum-helden-der-woche-14/9337/8 zum Spieler der Woche zur Wahl) dann trotzdem hinter sich greifen. Nach einem Einwurf für Hainberg erkämpften sich die Nörtener den Ball und spielten ihn in ihrer gewohnt schneller Art und Weise zwischen die Viererkette. Thiele bedankte sich und schoss, noch von Erik Parusel abgefälscht, das 1:0 (23.).

Bis zur Pause passierte nicht mehr viel. Keseling schoss noch einen Freistoss aus aussichtsreicher Position in die Mauer. Dann ging es in die Kabine.

Nach dem Wechsel entwickelte sich eine hitzige, aber immer faire Partie. Steven Hühold gab das Comeback für seinen Heimatverein und brachte gleich viel Schwung auf die rechte Mittelfeldseite. Zu richtigen Torchancen reichte es aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Im Gegenteil: nach einem langen Befreiungsschlag der Hausherren war unsere Viererkette einmal nicht sortiert und Julian Keseling, Ex-Oberligaspieler vön Göttingen 05, spekulierte richtig und ließ Pense aus kurzer Distanz keine Chance. 2:0 (58.).

Aber wer jetzt erwartete das die Hainberger auseinander fielen, lag falsch. Immer wieder von draußen angetrieben (Erkner war emotional so engagiert, dass der Schiedsrichter ihn verwarnte) kamen sie nun zu echten Torchancen. Doch Paul Müller (73.) und Weiß (81.) vergaben aus guten Positionen. Und auch der Schiedsrichter spielte wieder einmal nicht mit. Nach einem klaren Foul an "Boller" im Sechzehner entschied der Referee das Spiel weiter laufen zu lassen (84.). Eine, später auch von Nörtener-Seite zugegebene Fehlentscheidung.

Seis drum. "Hainberg kämpft und lebt.", "Warum ihr da unten steht, versteh ich nicht!", "Ihr wart heute echt nicht nicht schlechter." waren nur einige Aussprüche von Nörtenern, Zuschauern und Presse.

Das wir uns davon nichts kaufern können, wissen wir auch. Trotzdem glauben wir noch an uns. Bis zum letzten Spiel, bis zur letzten Sekunde. Denn wir sind???     HAINBERG!!!!!!

 

Forza SCH

Bruno Kassenbrock

Yannick Broscheit aus der A-Jugend bekam von Neu-Trainer Erkner das Vertrauen und spielte über 90 Min eine gute Partie.