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27.10.2020

Franz Mertins trifft in der Nachspielzeit zum späten Glück

Fußball-Landesliga: 1. Herren siegt in Landolfshausen durch Last-Minute-Treffer mit 4:3

Der SC Hainberg bejubelt die 1:0-Führung, der TSV La/Seu hat wieder mal ein frühes Tor kassiert. Foto: Schneemann

GT vom 26.10. - Eduard Warda. Selten hat der TSV Landolfshausen/Seulingen eine schlimmere Heimniederlage erlebt als die am Sonntag: Im Derby der Fußball-Landesliga gegen den SC Hainberg lag der TSV auf eigenem Platz bereits mit 0:2 hinten, um durch drei Tore des überragenden Marius Münter das Spiel zu drehen. Doch ein Erfolgserlebnis ist dem TSV nicht vergönnt, denn der SCH schlug zurück, letztmals in der Nachspielzeit durch einen Kopfballtreffer von Franz-Maximilian Mertins zum 4:3 (2:1)-Auswärtssieg der Hainberger. Schlusslicht Landolfshausen/Seulingen ist damit das einzige Team der Landesliga-Staffel Hannover/Braunschweig, das noch ohne Punkt ist.

TSV-Trainer Florian Jünemann saß noch Minuten nach dem Abpfiff auf der Bank und konnte es nicht fassen: Seine Mannschaft hatte alles gegeben, und am Ende fehlte nach einer kräftezehrenden Aufholjagd vielleicht auch die Kraft, um sich in der entscheidenden Szene der Nachspielzeit adäquat zu wehren. Einen Freistoß aus halbrechter Position rund 35 Meter vor dem Gehäuse des Gastgebers hatte Julius Bujara hereingeschlagen – ein hoher, weiter Ball, dem landläufig gern mal attestiert wird: „Da lag Schnee drauf.“ Tatsache ist, dass TSV-Keeper Andreas Bartusch auf der Linie blieb, Mertins den Ball ohne Probleme ins Netz köpfen konnte, und der Gastgeber wieder mit leeren Händen dastand.

Jünemann: „Da fehlt dann Kraft und Aufmerksamkeit“

„Da fehlt dann Kraft und Aufmerksamkeit. Wir rennen die ganze Zeit an – da kann so etwas passieren. Aber es tut sehr weh“, sagte ein sichtlich geknickter Jünemann hinterher. In gewisser Weise hatte es sich der Gastgeber aber wieder mal selbst eingebrockt, als er erneut früh in Rückstand geriet: Der TSV brachte sich selbst in die Bredouille, als Paul Mähner völlig frei von rechts flanken konnte und Tim Krellmann beim Versuch, vor dem heranstürmenden Lukas Lukas zu klären, das Spielgerät über die eigene Linie bugsierte (10.).

Zur TSV-Situation passt, dass Münter kurz darauf den Ausgleich auf dem Fuß hatte, jedoch per Schlenzer nur das Quergebälk traf, und Jannik Meck beim Nachschuss an SC-Keeper Aleksandar Stankovic scheiterte (16.). Alles in allem war der SCH jedoch die spielbestimmende Mannschaft mit mehr Ballbesitz, und der Treffer zum 2:0 durch Lukas, der von Mähner geschickt worden war, kam nicht überraschend (28.).

Der TSV gab nie auf, und Jünemann lobte später auch „die Moral der Truppe“. Münter scheiterte zunächst im Eins gegen Eins an Stankovic (40.), wurde dann kurz vor dem Pausenpfiff vom Keeper von den Beinen geholt und verwandelte selbst links unten (45.+1). Kurios: Nur sieben Sekunden nach Wiederanpfiff wiederholte sich die Szene fast identisch, als Münter geschickt wurde und von SCH-Abwehrbeinen sowie Stankovic gelegt wurde – diesmal zielte der Angreifer nach rechts, und es hieß 2:2 (47.).

Das TSV-Herz quillt nur kurzzeitig über

Als Münter dann nach einem weiteren Pass in die Schnittstelle der SCH-Abwehr Stankovic zum dritten Mal überwand (74.), quoll das TSV-Herz über, allerdings nur für zwei Minuten, denn fast im Gegenzug gelang Maximilian Krebs der erneute Ausgleich (76.). Hainberg versuchte nun, das Spiel wieder an sich zu reißen, die besseren Möglichkeiten besaß jedoch der Gastgeber, etwa durch Weidenbach per Kopf (81.) und durch Kraus (83.), der links vorbeischoss. Schließlich entschied ein Standardtor, und es war der SCH, der überschwänglich jubelte.

„Wir haben 25 Minuten schon sehr gut gespielt, aber Landolfshausen war immer gefährlich. Konter beherrschen die“, fasste SCH-Trainer Lukas Zekas die Partie zusammen. „Es war ein Wechselbad der Gefühle“, fügte er hinzu. Das konnte Jünemann nur bestätigen – mit dem Unterschied, dass er das Wechselbad in der emotionalen Eistonne beendete. – Tore: 0:1 Krellmann (10./ET), 0:2 Lukas (28.), 1:2, 2:2, 3:2 Münter (45.+1, 47., 74.), 3:3 Krebs (76.), 3:4 Mertins (90.+1).

Sie erreichen den Autor unter E-Mail: e.warda@goettinger-tageblatt.de.

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13.10.2020

1. Herren Landesliga

SSV Nörten-Hardenberg vs SC Hainberg 1980 e.V.

11.08.2020

SC Hainberg präsentiert Neuzugänge  

Klassenerhalt als oberstes Ziel

Drei der fünf Hainberger Neuzugänge samt Trainerteam: Co-Trainer Arunas Zekas, Jona Willms, Paul Mähner und Vivakaran Paramarajah, Trainer Lukas Zekas, Co-Trainer Lars Willmann (v.l.).Foto: Heller

GT vom 08.08. von Jan-Philipp Brömsen

Fußball-Landesligist SC Hainberg hat am Donnerstagabend seinen Kader präsentiert. Mit fünf Neuzugängen und zwei Abgängen gibt es für das Team von Trainer Lukas Zekas wenige personelle Veränderungen – dennoch kommt die Mannschaft mit 32 Spielern ziemlich üppig daher. Der Klassenerhalt bleibt das erklärte Ziel.

Schmerzlich vermissen wird der SCH Kreativspieler Alexander Kern, den es zum Oberligisten SVG Göttingen zog. Zudem hat Jonas Hille den Verein studienbedingt verlassen. „Wir wünschen Alex alles Gute in der Oberliga. Er hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht“, sagt Lukas Zekas, der weiterhin zusammen mit seinem Vater Arunas und Lars Willmann das Trainer-Trio bildet.

Neu dabei sind Luis Kolenda (SV Groß Ellershausen/H.), Maximilian Krebs (VfB Sattenhausen), Paul Mähner (FC Eintracht Northeim), Jonathan Willms (eigene Jugend) und Rückkehrer Vivakaran Paramarajah, der zuletzt für Sparta aktiv war. „Wir haben uns gezielt verstärkt – und vor allem qualitativ gute Spieler dazubekommen. Somit können wir jede Position doppelt besetzen. Einige haben sogar Oberliga-Erfahrung“, so Lukas Zekas.

Die neue Landesliga wird in zwei Staffeln mit jeweils neun Mannschaften ausgespielt. Dass die Süd-Staffel, in der auch der SC Hainberg mit den vier anderen Klubs der Region antritt, schwächer sei, will Zekas zum jetzigen Zeitpunkt nicht bestätigen. „Das kann man noch gar nicht genau sagen. Beispielsweise hat sich Nörten sehr gut verstärkt. Zudem haben wir einige Derbys, die sicherlich wieder prickelnd werden“, so der SCH-Coach.

„Wir wollen die Liga halten. Der Start wird bei nur 16 Spielen entscheidend sein dafür, wo man sich am Ende platzieren wird“, betont Lukas Zekas. „Die generelle Planung für die Vereine war und ist schwierig. Durch die Corona-Krise hat sich eine ganz neue Situation ergeben“, sagt der Vorsitzende Jörg Lohse. Die vorgezogene Pokalrunde habe seinen Reiz und biete die Möglichkeit zu testen. „Es fangen alle Teams bei null an. Wir müssen gut aus den Startlöchern kommen. Letztlich sind wir dankbar, dass wir weiterhin Landesliga spielen können“, ergänzt Lohse.

Aufgrund der üppigen Personalauswahl in der ersten und zweiten Mannschaft meldet der SCH neben der „Oldie-Mannschaft“ noch eine dritte, um jedem Spieler eine Einsatzmöglichkeit zu bieten. Neu im Trainerteam der Zweiten, die in der 1. Kreisklasse spielt, ist Marijan Petkovic, der zuletzt beim Bovender SV aktiv war. „Unser Ziel ist es, die Philosophie aus der Landesligamannschaft nach unten weiter auszubauen“, so Lohse.

Erster Test in Dramfeld

Das erste Testspiel der Zekas-Elf findet am Mittwoch, 12. August, um 19 Uhr beim TSV Dramfeld statt. Auch wenn die heimische Sportstätte auf den Zietenterrassen derzeit einer Baustelle (Umbaumaßnahmen der GoeSF) gleicht, scheint der SCH gut vorbereitet zu sein, um am Ende nicht wieder um den Klassenerhalt bangen zu müssen. Bedingt durch die Erweiterung des Sportplatzes werden die Zuschauer allerdings nur zwei Heimspiele in der Hinserie sehen können.

Start in die Saison