Der SC Hainberg präsentiert sich bei Göttinger Entenrennen

Tolle Bedingungen beim Göttinger Enterrennen.

Bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Badetemperaturen fanden über 3000 Enten im erfrischenden Nass der Leine eine Abkühlung.

Während die z.T. als bemalte Kunstwerke gestalteten Enten in den Fluten planschen konnten, schwitzten zahlreiche Helferinnen und Helfer am Rande und trugen so zum Gelingen der Veranstaltung bei.

Ein schattiges und damit etwas kühleres Plätzchen hatten sich Sylvia Blinkenstein und Gustav Bode gesucht, um an ihrem Stand auf das attraktive Angebot des SC Hainberg aufmerksam zu machen.

Sie kamen mit zahlreichen sportinteressierten Besuchern ins Gespräch und konnten so zugleich auch auf das neu erschienene Hainberg Magazin sowie auf den großen Sport- und Begegnungstag des SC Hainberg am 10. September 2016 aufmerksam machen.

Mit einem Auge blinzelte Sylvia aber auch zum Stand der Organisatoren herüber, auf dem die „Themen-Enten“ ausgestellt waren, denn schließlich hatte Sylvia zusammen mit Babba Kloppmann ein eigenes Hainberg-Ententeam in den Wettbewerb geschickt (s. Bild). Die Siegerehrung, bei der den Hainbergern zum fünften Platz gratuliert wurde, hatten Sylvia Blinkenstein  und Gustv Bodedann noch einmal die Gelegenheit, die Besucher auf das kommende Hainbergfest hinzuweisen, in der Hoffnung, dass die zahlreichen Zuschauer dort dann bei sommerliche Bedingungen und abendlichem Tanz ebenfalls ordentlich ins Schwitzen kommen.

Babba (SK)

23.09.2020

Kulinarische Weltreise

- Interkulturelles Kochen beim SC Hainberg

Tamales aus Kolumbien probieren? Spezialitäten aus aller Welt erwarten Sie beim Interkulturellen Kochen beim SC Hainberg.

Der Runde Tisch Zieten Veranstaltet seit dem 23. September 2020 jeden Mittwoch ab 19:00 einen Interkulturellen Kochabend in den Räumlichkeiten des SC Hainberg. Tamales aus Kolumbien, Kapana aus Namibia, Minestrone aus Italien oder Kartoffelsalat aus Deutschland - jedes Gericht spiegelt Identität wieder und ist mit persönlichen Erinnerungen verknüpft. 

Die Zubereitung der Rezepte aus aller Welt wird vom jeweiligen Teilnehmer, der dieses mitgebracht hat selbst angeleitet. Währenddessen tauscht man sich sich über charakteristische Lebensarten aber auch persönliche Themen aus. Etwaige Sprachbarrieren werden mittels Händen und Füßen oder durch freiwillige Übersetzer überbrückt.

So trifft man neue Leute und erlebt eine kulinarische Reise in verschiedene Länder, und das gleich um die Ecke. Es entsteht ein interkultureller Dialog in einer herzlichen Gemeinschaft, der einen Einblick in andere Welten ermöglicht.

Das Angebot richtet sich insbesondere an die Anwohner*innen der Zietenterassen, sowie den Bewohnern aus der Bonveno Unterkunft auf den Zieten. Aufgrund der geltenden Abstandsregelungen wird vorab unter larswillmann@yahoo.de um
eine Anmeldung gebeten.

05.09.2020

Trainer mit Zertifikat

Soccer Refugee Coach: Grundlagen des Fußballs werden vermittelt

Teilnehmer der Ausbildung zum Soccer Refugee Coach.Foto: R

GT, 05.09.2020, von Eduard Warda

26 Teilnehmer aus acht Nationen haben die Soccer-Refugee-Coach-Ausbildung des Niedersächsischen Fußball-Verbandes (NFV) in Kooperation mit dem SC Hainberg durchlaufen. Auch neun Frauen waren dabei, die Aktion wurde finanziell vom Landessportbund Niedersachsen (LSB) unterstützt.

Dabei galt es für die Teilnehmer in Theorieblöcken Trainingsinhalte, Verhaltensregeln und das Ausbildungskonzept von NFV und DFB kennenzulernen. Im Praxisteil konnte das Gelernte umgesetzt werden – in der Rolle des Trainers wurden dadurch erste praktische Erfahrungen gesammelt.

Geleitet wurde die Ausbildung von Imanuel Andre (Referent Soccer Refugee Coach NFV) und Lars Willmann (Referent für Sport, Soziales und Integration beim SC Hainberg), die von den Teilnehmern begeistert waren. „Sie sind alle unheimlich wissbegierig“, unterstrich Andre. Die beiden Referenten hatten bereits 2017 zusammen einen Soccer-Refugee-Coach-Lehrgang in Göttingen umgesetzt und waren sich einig, dass beide Veranstaltungen besonders waren.

Andre und Willmann berichteten, dass die meisten Teilnehmer nach den Einheiten noch zusammensaßen, um sich auszutauschen und weitere gemeinsame Aktionen zu planen. So wird es demnächst beim SC Hainberg neben der Fußball-Freizeitmannschaft „Die Welt ist bunt…“ interkulturelle Kochabende, lateinamerikanische Tänze und Fahrradtouren geben, die mit Unterstützung des Vereins von den Teilnehmern selbstverantwortlich angeleitet werden.

Nach dem Lehrgang erhielten die Absolventen ein Zertifikat über die Lehrgangsteilnahme und ein T-Shirt. Überreicht wurde es von Andre, Willmann und Hans-Dieter Dethlefs, Vorsitzender des NFV-Kreises Göttingen-Osterode.

Am 23. September startet für einen Teil der Teilnehmer beim SC Hainberg ein Trainer-C-Lehrgang. Dieser wird unter der Leitung von Thomas Hellmich (Vorsitzender Ausschuss für Qualifizierung des NFV-Kreises) zusammen mit Lars Willmann und eventuell weiteren Referenten durchgeführt. Die Initiative dazu ging von Marion Demann (NFV) aus.

21.08.2020

„Es gab so viele schöne Momente“

Seit dem Sommer 2015 haben sich in Göttingen Hunderte Menschen für Geflüchtete engagiert – Lars Willmann erinnert sich

Geschichten der Flucht: Lars Willmann. Foto: Scharf

GT vom 14.08.2020; Göttingen. Eigentlich wäre Lars Willmann jetzt mit seinen eigenen Kindern im Urlaub. Stattdessen sitzt er vor dem Vereinsheim des SC Hainberg. In seiner Hand ein selbst gemaltes Bild: geflügelte Herzchen und Schnörkel. Ein Dankeschön von einem der Kinder, die an Willmanns integrativem Sommerferienprogramm teilnehmen. Auch wenn der Referent für Sport und Integration ganz sicher Vollprofi in Sachen Kinderbetreuung ist, freut ihn das Geschenk sichtlich.

Der 41-Jährige hat sich an diesem Tag zwischen dem Kindergewusel ein wenig Zeit genommen, um mit dem Tageblatt einen Rückblick auf die Flüchtlingsarbeit der vergangenen fünf Jahre zu werfen. Für eine Bilanz sei es eigentlich zu früh, denn die Arbeit sei noch lange nicht vorbei, sagt er vorab. „Wir haben noch so viel Potenzial bei den Menschen, die zu uns kommen. Das muss noch gehoben werden.“

Es begann im Sommer 2015. Der Vorstand des Vereins mit Sitz auf den Zietenterrassen hatte den Plan gefasst, sich nach seinen Möglichkeiten an der Integration der Geflüchteten zu beteiligen und beispielsweise Sportkurse anzubieten. Doch es sollte anders kommen. Die Sporthalle des SC wurde selbst zur städtischen Unterkunft und der Verein gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz zur festen Anlaufstelle.

Unterkunft aus dem Nichts

„Es passierte alles innerhalb weniger Stunden“, erinnert sich Willmann. Binnen kürzester Zeit stellten das DRK und der SC die Unterkunft für 200 Geflüchtete zur Verfügung. 40 Ehrenamtliche standen umgehend bereit, sorgten für Verpflegung, Beschäftigung und Betreuung. „Wir mussten einen festen Stundenplan machen, weil es so viele Angebote für die Bewohner des Zieten-Camps gab.“

Bilder aus der Vereinsjubiläumszeitung zeigen Tanz-Workshops, Bastelkurse, Angebote in der Funsporthalle, Kochabende und immer wieder Fußball. „Es ist ein Klischee, aber es stimmt absolut: Sport verbindet“, sagt Willmann. Bei Wind und Wetter sei gespielt worden mit bunt gemischten Mannschaften über alle Nationalitäten hinweg. Er zeigt auf ein Foto, auf dem Männer auf Socken und im T-Shirt über den verschneiten Platz des SC rennen. „Wir waren verrückt.“

Krieg, Flucht, Trauma

Es seien diese Momente gewesen, in denen die Menschen ihr Schicksal hätten vergessen können. Und das sei nicht selten kaum zu ertragen gewesen – Krieg, Flucht, Traumata, Verlust der Familie. Ein Vater habe ihm beispielsweise auf seinem Handy das Video von der Enthauptung seiner Kinder gezeigt. Ein anderer war Kindersoldat aus dem Südsudan, der seine fast blinde Frau mit den Kindern allein hatte zurücklassen müssen. Geschichten, die Willmann nach eigener Aussage haben demütig werden lassen.

Bei all dem blieben er und sein Team motiviert, viel Energie und Zeit zu investieren. „Ich war in der Anfangszeit sieben Tage die Woche hier. In Spitzenzeiten waren es 100 Stunden.“ Das wurde auch nicht weniger, als die Einrichtung auf dem Vereinsgelände im März 2016 geschlossen wurde. Denn die gute Zusammenarbeit mit dem DRK setzte sich nahtlos in der neu geschaffenen Unterkunft an der Siekhöhe fort.

Kreativität als Stärke

Die Unterbringung von Flüchtlingen in einer umgebauten Lagerhalle erntete bis zu ihrer Schließung viel Kritik. Willmann sieht rückblickend allerdings lieber das Positive. „Unsere Stärke war die Kreativität. Die brauchten wir aber auch, um mit der räumlichen Situation umzugehen.“ Wurde die fehlende Privatsphäre und der große gemeinsame Aufenthaltsbereich oft als unhaltbarer Zustand beschrieben, bezeichnet er die Situation lieber als „eine Chance auf Integration“.

Ein kleiner Junge kommt an den Tisch, fragt, ob er sich die Spielzeugautos ausleihen darf. Er bekommt sofort Willmanns vollständige Aufmerksamkeit, fünf Autos und ein paar Regeln mit auf den Weg. Der Betreuer kennt wie selbstverständlich jeden Namen der rund 30 Kinder. Sein Blick schweift kurz über das Gelände. Dann dreht er sich wieder um und erzählt von den Freunden, die er durch seine Arbeit gefunden hat.

Auf seinem Handy sind Nachrichten von Menschen, denen er eine Wohnung oder einen Job vermitteln konnte. Kürzlich schickte ein junger Mann das Foto seines Ausbildungsvertrages mit einem großgeschriebenen Dankeschön. Ein anderer rief kürzlich nach fast fünf Jahren an, um sich zu erkundigen, ob es ihm gut geht. „Es gab so viele schöne Momente.“ Doch es gibt auch die negativen. So wurde ein junger Afrikaner, der bereits gut integriert war, im Verein Fußball spielte, vor seinen Augen abgeschoben – an dem Tag, an dem er ihm einen Job besorgt hatte. „Aber wir haben noch Kontakt. Es geht ihm gut.“

Was sind für ihn die wichtigsten Erkenntnisse der letzten fünf Jahre? Gelungene Integration könne nur ganzheitlich und nur mit einem guten Netzwerk funktionieren. Und auch wenn viele Institutionen mittlerweile verschwunden seien und das öffentliche Interesse zurückgehe, sei sie eben nach fünf Jahren noch nicht vorbei, fügt er schließlich an. Die Kinder auf dem Gelände des SC Hainberg wirken wie ein Beleg seiner Aussage.


Freiwilligenarbeit

Freiwilligenarbeit ist das Grundgerüst, das unsere Vereinsarbeit ermöglicht. Obwohl es sehr viel Freude und Spaß macht, sich zusammen für eine gute Sache zu engagieren, wird es immer schwieriger, weitere Interessierte für die Freiwilligenarbeit zu gewinnen. Das ist sehr schade, denn …

„Betrachtet man die Lage des Vereins, das Einzugsgebiet und die räumlichen Möglichkeiten im Vereinsheim, so wären ergänzende Angebote im Bereich Frauenfitness, Kinderturnen, Mädchentanz und Gesundheit durchaus sinnvoll“ erläuterte Roman Müller. Das alles seien Angebote, die man früher schon einmal im Programm hatte, die aber nach Ausscheiden der Übungsleiterinnen leider weggefallen sind. „Trotz intensiver Suche nach Nachfolgerinnen baut die Gewinnung ehrenamtlicher Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in diesen Bereichen derzeit noch eher auf das Prinzip Zufall.

Um das zu verbessern, gibt seit der Mitgliederversammlung zwei neue Aufgabenfelder beim SC Hainberg. Andre Pfitzner, Hännes Essers und Christian Westensee kümmern sich ab sofort um den Bereich Freiwilligendienste. „Vor dem Hintergrund der Änderungen bei Wehr- und Zivildienst ist biete dieser Bereich für Vereine große Chancen, Mitarbeiter zu gewinnen“, erklärte Andre Pfitzner. Und die benötigt auch der Hainberger Jugendfußball. Durch den enormen Zulauf in der G- und F-Jugend suchen die Blau-Schwarzen hier derzeit nach engagierten und qualifizierten Jugendtrainern. Auch im Bereich Mädchenfußball besteht aufgrund zahlreicher Anfragen Handlungsbedarf, die freie Mädchengruppe als festes Angebot fortzuführen.

Andrea Lohse übernimmt den Bereich der vereinsinternen Ehrenamtspflege. „Die Wertschätzung der geleisteten Arbeit ist für einen Verein von großer Bedeutung“ machte Martin Burkert denn auch als Vorsitzender deutlich.

Erste Erfolge hatten wir 2011/2012 bereits zu verzeichnen: So hatten wir neben James Forward als FSJ-ler (für die Funsporthalle) auch Laura Schierholz als BFD-lerin (in Kooperation mit der BBS 1 Arnoldi-Schule) gewonnen können. Beiden machte die Arbeit richtig viel Spaß und gemeinsam entwickelten sie (unter der Leitung von Laura) Ergänzungsangebote für die Funsporthalle.

Für das Jahr 2013/2014 sind mit Niklas Krüger und in Zusammenarbeit mit der BBS 1 Arnoldi-Schule Franziska Schellenberg und Mehmet Kaciran drei FSJler für den SC hainberg tätig.

Ansprechpartner:
Roman Müller
Andre Pfitzner

freiwilligendienste@sc-hainberg.de

10 Jahre Freiwilligendienste im Sport in Niedersachsen

und der Hainberg immer aktiv dabei