13.09.2026

DAUERMEISTER SC HAINBERG III ERKLÄRT SEINE NEUE SITUATION

Warum wieder nur 3. Kreisklasse?

Quantität x Qualität - der Kader von Hainberg 3 von Trainer Kevin Prosser (mitte ganz rechts) und teammanager Bruno Kassenbrock (hinten, 2.v.l.)

In der vergangenen Saison wurde die 3. Mannschaft des SC Hainberg zum wiederholten Male Meister in ihrer Staffel der 3.Kreisklasse. Dennoch verzichtete das Team auf den Aufstieg. Das stieß in der Fußballszene gelegentlich auf Unverständnis. Grund genug, die Teamverantwortlichen nach dem Gründen zu fragen. Wir erhielten Antwort in ausführlicher Form:

„Die vergangenen Jahre waren für unsere 3. Mannschaft sportlich äußerst erfolgreich. Mehrfach konnten wir die Meisterschaft feiern. Dennoch entscheiden wir uns regelmäßig dafür, das Aufstiegsrecht nicht anzunehmen.

Von außen betrachtet, kann der Eindruck entstehen, dass wir uns nicht aus unserer „Komfortzone“ bewegen wollten. Hierzu ist klarzustellen, dass wir Jahr für Jahr rege Diskussionen innerhalb unseres Teams hatten und uns am Ende gemeinsam für diesen Weg entschieden.

Der Grund dafür lag nicht in fehlenden sportlichen Ambitionen, sondern zum einen darin, dass wir eine Altherrenmannschaft sind, die lediglich am Spielbetrieb der 3. Kreisklasse teilnimmt, da es im Kreis Göttingen keine eigene Altherren-Liga gibt. Zum anderen spielte die Entwicklung unseres Kaders eine entscheidende Rolle. In den vergangenen Jahren kamen nur noch wenige neue Spieler hinzu, sodass sich das ohnehin schon deutlich höhere Durchschnittsalter weiter nach oben entwickelt hat. Gleichzeitig wurde insbesondere in den letzten ein bis zwei Jahren die Zahl der Spieler, die regelmäßig am Trainings- und Spielbetrieb teilnehmen konnten, immer kleiner. Das zeigte sich zuletzt auch ganz konkret: In der vergangenen Saison mussten wir mehrfach auf Spieler aus unseren anderen Herrenmannschaften sowie aus der A-Jugend zurückgreifen, um überhaupt genügend Spieler für den Spielbetrieb zur Verfügung zu haben. Auch ein regelmäßiger Trainingsbetrieb war kaum noch möglich; teilweise konnten wir nur noch einmal im Monat gemeinsam trainieren.

Unter diesen Voraussetzungen haben wir uns trotz des sportlichen Erfolges bewusst gegen den Aufstieg entschieden. Die Entscheidung war vor allem der Frage geschuldet, ob wir die notwendige Kaderbreite und Verlässlichkeit für eine höhere Spielklasse gewährleisten können.

Auch in diesem Jahr musste die grundsätzliche Entscheidung über einen möglichen Aufstieg bereits bis Mitte Juni getroffen werden. Zu diesem Zeitpunkt stand die spätere Neuaufstellung im Umfeld der Mannschaft noch nicht fest. Die Entscheidung wurde daher unter den damaligen Rahmenbedingungen getroffen.

Mitte Juni wurde das Organisationsteam rund um die 3. Mannschaft neu aufgestellt. Durch die neuen Impulse ist eine Dynamik entstanden, die für uns in dieser Form vorher nicht absehbar war und mit der wir ehrlich gesagt selbst nicht gerechnet hätten.

Inzwischen haben sich mehrere neue Spieler und Rückkehrer der Mannschaft angeschlossen, sodass sich die personelle Situation deutlich verbessert hat und wieder eine ganz neue Energie innerhalb des Teams entstanden ist.

Nach Ablauf der Frist und nach den ersten deutlichen Veränderungen des Kaders wurde dennoch versucht, den Aufstieg in die 2. Kreisklasse nachträglich noch zu ermöglichen. Dies war zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht mehr möglich.

Bruno Kassenbrock

Damit haben sich auch die Voraussetzungen für die kommende Saison grundlegend verändert. Unser Ziel ist deshalb diesmal klar: Wir wollen um die Meisterschaft spielen und den möglichen Aufstieg dann am Ende auch wahrnehmen.

Dabei geht es nicht darum, andere Mannschaften zu unterschätzen oder die Meisterschaft/den Aufstieg als Selbstverständlichkeit zu sehen. Wir wissen, dass uns eine anspruchsvolle Saison erwartet und wir uns Woche für Woche beweisen müssen.

Wir freuen uns auf eine spannende Saison, viele gute Spiele und vor allem darauf, wieder gemeinsam auf dem Platz zu stehen.“

Man darf gespannt sein, ob das Team der Favoritenrolle gerecht wird.

 

10.09.2026

U12 (D1) überzeugt mit dominanten Auftritten zum Saisonauftakt

Erfolge gegen die SVG Göttingen und die SG Werratal

Die D1 der Hainberger freuen sich über ihren "soliden" Saisonstart

vorne: von links nach rechts: Vico Uhlemann, Lasse Hitzing, Max Bauerschmitz, Leonard Beutner, Wolfgang Hell, Kristoffer Wagner, Henry Büchler;

hinten: von links nach rechts: Trainer Michael Maier, Mattis Stöber, Junis Diederich, Elias Benaissa, Joschua Thormann, Enrik Jensen

(MM) Die D1-Junioren starten mit zwei soliden Siegen in die 1. Kreisklasse 2026/27. Am 22.08.2026 wurde die SVG Göttingen mit 4:0 besiegt. Eine Woche später reichte eine hervorragende 1. Halbzeit des 2015er-Jahrgangs zum 5:1 gegen die SG Werratal aus Hann. Münden. Die Neuzugänge Elias Benaissa, Henry Büchler, Joschua Thormann, Junis Diederich und Max Bauerschmitz wachsen dabei immer mehr in die Mannschaft hinein.

Für den 1. Spieltag gegen die SVG Göttingen hat sich die U12 professionell vorbereitet. In den Räumlichkeiten des SC Hainberg wurden am Vormittag zunächst die Verhaltensregeln des Teams wiederholt und eine Aktivierungseinheit auf dem Platz absolviert. Anschließend haben die Jungs zu Mittag gegessen und das Spiel der D3 gegen Radolfshausen (Endstand: 7:0) aufmerksam beobachtet und analysiert. Nach einer Taktikbesprechung stand schließlich das 1. Heimspiel der Saison 2026/27 an.

In den ersten Minuten des Spiels zeigte sich die Defensive der Hainberger relativ ungeordnet, weshalb der Gegner immer wieder in das letzte Drittel der U12 kommen konnte. Vor dem Tor der Gastgeber wurde es jedoch nur einmal gefährlich, als ein tiefer Ball hinter die aufgerückte Kette der Hainberger gespielt wurde. Joschua Thormann konnte die Aktion durch entschlossenes Herauslaufen schließlich entschärfen. Der Neuzugang der D1 stand in seinem ersten Pflichtspiel für den SC Hainberg ausgerechnet gegen seinen ehemaligen Verein im Tor.

Auf der anderen Seite erspielten sich die Hainberger viele aussichtsreiche Chancen, die durch ungenaue Steckpässe oder Abschlüsse zunächst ungenutzt blieben. Erst in der 21. Minute erzielte Lasse Hitzing mit einem flachen Schuss aus dem Rückraum in die kurze Ecke das 1:0.

Die 2. Halbzeit begann mit einem technisch sauberen und unhaltbaren Winkelschuss von Kristoffer Wagner aus halbrechter Position. Mit dem 2:0 im Rücken zeigte die U12 nach der Pause ein intensives Pressing im gegnerischen Strafraum und wurde mit einem indirekten Freistoß in der 42. Minute belohnt. Enrik Jensen schaltete schnell und spielte zu Leighton Forsythe, der wenige Meter vor dem Tor zum 3:0 verwandeln konnte. Den Schlusspunkt setzte Kristoffer Wagner mit seinem zweiten Treffer: Ein Distanzschuss des Angreifers rutschte durch die Hände des SVG-Torwarts und überquerte die Torlinie. Somit standen die ersten drei Punkte der Saison fest.

Am 2. Spieltag spielten die D1-Junioren auswärts gegen die SG Werratal und erwischten direkt einen guten Start in die Partie. In der ersten Minute provozierte Mattis Stöber einen Ballverlust in der Hintermannschaft der Gastgeber, wodurch Kristoffer Wagner früh das 1:0 erzielen konnte.

Nach dem Treffer zeigten die Hainberger eine hohe spielerische Dominanz und kombinierten sich mehrmals wunderschön vor das gegnerische Tor. Einen Angriff konnte Mattis Stöber mit einem wuchtigen Abschluss zum 2:0 veredeln. Eine Minute später wurde eine Unaufmerksamkeit der Hainberger zum Anschlusstreffer der SG Werratal genutzt: In Überzahl stürmten die Angreifer auf das Tor der D1 und konnten den Abstauber nach einem gehaltenen Schuss von Joschua Thormann schließlich zum 1:2 verwandeln.

Die jungen Kicker von den Zietenterrassen mussten sich daraufhin erst neu sortieren und kamen zehn Minuten später mit der passenden Antwort auf den Gegentreffer. Mattis Stöber war durch einen Volley ins lange Eck erfolgreich, Kristoffer Wagner traf mit einem unangenehmen Distanzschuss zu seinem 4. Saisontreffer im erst zweiten Spiel und Henry Büchler konnte sein erstes Tor für die U12 zum 5:1-Endstand erzielen.

In der zweiten Hälfte blieben die Hainberger bemüht, doch ein weiterer Treffer gelang nicht. Darüber hinaus konnten sich viele Spieler auf neuen Positionen zeigen und wertvolle Erfahrungen für die nächsten Spiele sammeln.

 

Michael Maier

30.08.2026

Nachbarschaftsfest Zietenterassen

Am Sonntag den 30.08 findet das Nachbarschaftsfest Zietenterassen bei uns am Hainberg statt. Euch erwartet ein buntes Programm für Jung und Alt was zum Mitmachen, Ausprobieren und geselligem Beisamensein einlädt.

 

Wir freuen uns, euch von 11-17 Uhr gemeinsam mit euren Familien, Freunden und Nachbarn begrüßen zu können.

 

20.08.2026

Gelungener Auftakt für die U12 im Kreispokal

Mit 5:1 gegen Bovenden in die nächste Runde

Bleiben auch als U12 erfolgreich - Hainbergs D1-Junioren

Der 2015er-Jahrgang des SC Hainberg bestritt am Samstag, den 15.08.2026, die 1. Runde des Kreispokals erfolgreich mit 5:1 gegen den Bovender SV. Bereits in der 1. Halbzeit konnten die Kicker von den Zietenterrassen das Ergebnis mit einer hohen Laufbereitschaft, Intensität und Zielstrebigkeit deutlich gestalten.

Das Spiel begann zunächst ausgeglichen, doch nach 10 Minuten übernahm die U12 durch schnelles Gegenpressing und Umschalten nach Ballgewinn zunehmend das Spiel. Die Verteidigung um Lasse Hitzing, Maksim Ryazanov und Vico Uhlemann konnten die zahlreichen langen Bälle der Bovender sicher abfangen und Angriffe über Kristoffer Wagner und die Schienenspieler Leonard Beutner und Elias Benaissa einleiten. Die Tiefenlaufwege von Mattis Stöber und Enrik Jensen sorgten immer wieder für Gefahr im gegnerischen Strafraum. Mit einer hohen Entschlossenheit in Richtung Tor konnte der Zwischenstand innerhalb von 12 Minuten auf 4:0 gestellt werden. Hervorzuheben ist das zweite Tor der Hainberger: Nach einer Flanke von rechts und einer Ablage von Mattis Stöber vollendete der U12-Neuzugang Elias Benaissa den Angriff mit dem 2:0.

 

Aufgrund der intensiven 1. Halbzeit fehlte in der frühen Phase der Saison die Kraft, um in den zweiten 30 Minuten die Ruhe am Ball beizubehalten. Nichtsdestotrotz konnte sich die U12 noch 2-3 aussichtsreiche Tormöglichkeiten herausspielen und blieb auch nach dem Gegentreffer hinten stabil. Den Endstand zum 5:1 markierte schließlich Enrik Jensen mit einer Direktabnahme aus zentraler Position in den linken, oberen Torwinkel.

Wie schon vergangene Saison wartet im Kreispokal nun der Kreisligist 1. SC Göttingen 05 U13 auf die Hainberger. Damals wurde das Pokalspiel der 1. Runde nach abwechslungsreichen und sehenswerten 60 Minuten mit insgesamt 8 Toren erst im Elfmeterschießen entschieden. Trotz einer Aufholjagd von 0:4 auf 4:4 stand am Ende das Ausscheiden fest. In diesem Jahr wollen die Jungs deshalb unbedingt gewinnen und in das Viertelfinale einziehen.

Jetzt möchte sich die U12 aber erstmal mit zwei Trainingseinheiten und einem Testspiel am Donnerstag gegen JFV West auf den 1. Spieltag am 22.08.2026 in der 1. Kreisklasse gegen SVG Göttingen vorbereiten.

Torschützen:

1:0 13‘ Mattis Stöber

2:0 15‘ Elias Benaissa

3:0 20‘ Mattis Stöber

4:0 25’ Mattis Stöber

5:1 45’ Enrik Jensen

 

Kader:

Wolfgang Hell (TW)

Joschua Thormann (TW)

Elias Benaissa

Enrik Jensen

Henry Büchler

Kristoffer Wagner

Lasse Hitzing

Leonard Beutner

Maksim Ryazanov

Mattis Stöber

Max Bauerschmitz

Vico Uhlemann

 

Michael Maier

 

09.07.2026

Ein Göttinger Hainberger in Mexiko

Moritz Kurz startet unter dem Künstlernamen Yucalemán eine Popmusikkarriere in Nordamerika

Jung und erfolgreich, der Musiker und Ex-Hainberger Moritz Kurz (Foto: Peter Krüher-Lenz)

Bis vor vier Jahren spielte er noch für den SC Hainberg Fußball, war als Keeper und Feldspieler einsetzbar. Jetzt macht er mit seiner Musik Karriere.

GT vom 09. Juli 2026 - von Peter Krüger-Lenz

Der Göttinger Moritz Kurz hat schon einige Erfolge als Popmusiker vorzuweisen. In der Casting-Show „Kika - Dein Song“ erreichte er 2022 das Finale der besten Acht. In seiner Schule, dem Theodor-Heuss-Gymnasium, gewann er den jährlichen Musikwettbewerb. Und in Mexiko startet der 20-Jährige gerade durch.

„Ich mache eigentlich schon immer Musik“, sagt Kurz. Einige Auftritte in Göttingen hatte er als Teenager unter anderem bei der Nacht der Kultur und dem Galaabend des jährlich in der Lokhalle stattfindenden internationalen Fußball-Turniers, meist organisiert von seinem Gitarrenlehrer Thomas Danneboom. Sein erstes mediales Auftreten habe ihm seine Teilnahme an der Castingsshow „Kika - dein Song” für junge Liedermacherinnen und Liedermacher im ZDF eingebracht.

2018 wollte Kurz dann mit einem Rotary-Stipendium ein Auslandsjahr absolvieren. Australien oder Neuseeland, etwas anderes sei nicht infrage gekommen, erzählt er. Beim Auswahlgespräch in Magdeburg habe man ihm zu verstehen gegeben, dass das nicht möglich sei. „Mexiko oder gar nichts.“ Auf der Rückfahrt nach Göttingen habe er geheult - doch Mexiko habe sich als „die beste Wahl meines Lebens herausgestellt“.

Schulstart in Mexiko: umgehend ausgebremst

Ende August startete er in sein Abenteuer in Mérida/Mexiko - und wurde umgehend ausgebremst. Beim Basketball brach er sich nach einer Woche den Mittelfußknochen, eine Verletzung, mit der er bis Weihnachten zu tun hatte.

Die Schule konnte er zu Beginn nicht besuchen, weil er mit dem Rollstuhl die oben gelegenen Klassenräume nicht erreichen konnte.. Also beschäftigte er sich in seinem Zimmer im Haus seiner Gastfamilie mit Musik.

Nach einem halben Jahr stand dann der obligatorische Wechsel in eine weitere Gastfamilie an, wieder ein Glücksfall. „Sie hatten bessere Connections“, berichtet Kurz. Zu seinem 17. Geburtstag organisierten sie ihm ein Konzert am Strand - „und ich habe angefangen, meine Lieder auf Spanisch zu schreiben“.

Tropische Hauptstadt Mérida

Nach einem Jahr zurück in Deutschland beendete Kurz die Schule, fand ein Management, unterschrieb einen Vertrag und lernte einen Produzenten kennen. Und für zwei Monate ging es nach dem Abitur zurück nach Mérida, die tropische Hauptstadt des Bundesstaates Yucatán. Dort lernte er schnell Juan Carlos kennen, einen Musikvideo-Profi.

Zurück in Deutschland versuchte Kurz, an der Popakademie in Mannheim angenommen zu werden. Er wurde zum Vorspielen eingeladen, aber nicht angenommen. Dennoch probierte er, dort Kontakte zu knüpfen. „Ich saß in der Mensa und notierte Telefonnummern.“ Dann riet ihm sein Management: „Geh nach Mexiko.“ Als Deutscher spanische Popmusik mit spanischen Texten zu schreiben ist ein Alleinstellungsmerkmal.

Gesagt, getan. Im April ging es zurück - zu seiner Gastfamilie. „Ich kann dort immer wohnen”, sagt Kurz und strahlt. Schnell drehte er mit einem Profi zwei Musikvideos. In Mexico City hatte er ein Treffen mit dem Chef von Sony, der Sessions mit mexikanischen Singer/Songwritern in Aussicht stellte. Seine hartnäckige Gastmutter, die dabei war, überzeugte den Manager davon, dass es schnell gehen sollte, also gleich am nächsten Tag.

Einladung der Regierung

In Mérida spielte er ein paar Auftritte und lud Musikvideos auf TikTok hoch, inzwischen unter dem Künstlernamen Yucalemán, eine Mischung aus Yucatán und Alemán, Deutscher. „Die Leute auf der Straße erkannten mich und sprachen mich an“, sagt Kurz.

Auch die Regierung des Bundestaates sei auf ihn aufmerksam geworden und habe ihn eingeladen, Yucatán auf einer Messe zu vertreten. „Ich singe viel über die Kultur des Landes“, sagt er. Und natürlich über die Liebe. Eine Woche lang tingelte Kurz auf Promotour noch durch regionale Radio- und TV-Redaktionen.

Und wie soll es jetzt weitergehen für den eloquenten und fröhlichen Twen? In wenigen Wochen will er wieder nach Mexiko fliegen und „möglichst viel spielen“. In allen Kommunen Yucatáns will er auftreten und hat sich dafür ein möglichst kleines Equipment gekauft. Geld könne er für die kleinen Konzerte nicht nehmen, zu gering sei der Durchschnittsverdienst in dem nordamerikanischen Land. Aber die Leute sollen ihn kennenlernen. Auch in Deutschland öffnen sich weitere Türen. Sein deutscher Manager habe ihm eine Session in einem Berliner Studio mit Greg Soler vermittelt, dem Bruder von Álvaro Soler. Auch mit dem deutlich bekannteren Bruder hätte es klappen können, doch der sei auf Tournee unterwegs und deswegen verhindert, berichtet Kurz.

Spanisch spricht Kurz nahezu fehlerfrei mit leichtem, aber regionalem Akzent. „Es ist doch charmant zu sagen, es ist nicht ganz perfekt”, meint er. Unterschiede zwischen den Nationen bemerke er vor allem, wenn er in eines der beiden Länder zurückkommt. „Warum haben sie hier alle einen Stock im Hintern?“, frage er sich in Deutschland. Und in Mexiko falle das schlechter organisierte Gesundheitssystem auf. Sein Resümee nach dem anfänglichen Ärger über die Länderwahl: „Ich fühle mich in Mexiko super wohl, es ist wie ein Traum.“



Quellenangabe: Göttinger Tageblatt vom 09.07.2026, Seite 10