Denkanstoß eines Jugendtrainers
Meine Wahrnehmung: die gegebenen Trainingsmöglichkeiten reichen nicht aus, um aus der sportlich letztlich belanglosen, da gerade für jüngere Spieler perspektivarmen Grauzone des Kreisklassen- und Bezirksligafussballs (wobei hier der bloße Kampf um den Klassenerhalt die Regel ist) herauszukommen. Allen möglichen Kritikern (und die gibt es bei uns ja genug – ich gehöre ja selbst dazu) möchte ich gleich klar machen, dass es mir nicht um Aufstiege in irgendwelche anonymen Oberklassen geht, die letztlich nur Geld „fressen“, aber Identität nicht schaffen oder erhalten können. Darum geht es überhaupt nicht.
Vielmehr geht es natürlich zunächst um die Sicherung des Erreichten, denn das, was die Verantwortlichen des Vereins in den letzten Jahren aufgebaut haben, ist schon sehr bemerkenswert. Aber darüber hinaus muss es nach meiner Meinung auch um die Steigerung der Qualität, die Erarbeitung einer Idee, die nach außen darstellt, dass der SC Hainberg soziale, verantwortungsbewusste und – oder aber auch gerade – qualitativ gute Fussballausbildung in allen Bereichen leistet, gehen – zumindest wenn man über Perspektiven oder auch nur die Sinnhaftigkeit seiner Trainerarbeit nachdenkt.
Was stört mich denn? Wer hindert mich an „qualitativ guter“ Trainingsarbeit? Soll das alles „Mist“ sein, was unsere Trainer machen?
Tatsache ist, dass wir nicht „gut“ trainieren können. Wir machen alle gute und engagierte Arbeit. Aber das war es auch schon. Mich hat es gestört, dass ich in der Endphase der Schulferien und in der unmittelbaren Vorbereitungsphase der Saison keinen Fußballplatz hatte. “Trainingsspiel? Gern, aber ich habe leider keinen Platz“. Kritik am Zustand wurde unter Hinweis, dass die Ruhepause für den Platz ja letztlich nur uns zugute käme, nicht akzeptiert.
An dieser Stelle mal ein Einschub: Unmittelbar vor den Ferien wurde der Platz gesperrt. Daran soll dann in der Folgezeit gearbeitet worden sein. Als ich das Ergebnis Ende Juli/ Anfang August gesehen habe, äußerte ich in der mir vielleicht eigenen Art, dass „das nix“ sei. Natürlich war es in den acht Wochen gelungen die Wüste Gobi teilweise zu bepflanzen, aber ein dichter Rasen, der den Eindruck einer Strapazierfähigkeit machte, war keinesfalls hergestellt worden. „Drei Wochen und der sieht aus wie vorher“.
Hätte man meinen können, wenn denn darauf trainiert worden wäre. Wurde aber nicht. Der „große Regen“ kam und alle Mannschaften wichen freiwillig auf andere Flächen aus. Meine – ketzerische - Meinung ist, dass der Platz keinen Deut besser gepflegt wird als in den letzten Jahren, wir es dem Platzwart nur leichter machen , den Eindruck einer Rasenfläche zu erhalten, weil wir den Platz nicht nutzen. Das „ Norbert macht schon alles was er kann“ kann ich nicht mehr hören. Selbst auf die Idee, den Platz bei Regen durch das Aufstellen eines Schildes auch an Nachmittagen für die Öffentlichkeit zu sperren, sind wir gekommen – nicht der Platzwart.
Zurück zum Thema: Wer in den letzten Jahren beim SC Hainberg als Jugendlicher am Trainingsbetrieb teilgenommen hat, musste folgendes erleben: spätestens in der Rückrunde sind an den Wochentagen regelmäßig Nachholspiele oder „englische Wochen“. Training auf einem kleinen Kunstrasenplatz wenn man Glück hat und dort nicht schon eine andere Mannschaft trainiert; oder Training auf einer Brachfläche, die als „Ruhezone“ zur wachsenden Bebauung vorgesehen ist (und realistisch keine Option mehr darstellt, wenn die Bauherren in Kürze eingezogen sind); oder Training zwischen drei Ahornbäumen, Tennisplatz und Kunstrasen; oder Training auf einer Wiese hinter der Halle (Graslänge 10 – 15 cm). Vereinzelte Engpässe? Nehmen wir jetzt das letzte Vierteljahr, so sind die dargestellten Möglichkeiten nicht die Ausnahme, sondern die Regel.
Seien wir ehrlich: wenn wir irgendwo zum Spiel gefahren sind und auf einen Drecksacker kamen, hatten wir auch schon keine große Lust mehr. In Südharz haben wir einen Boykott des Platzes in Erwägung gezogen. Und als ich Hainberger wurde und im Winter auf dem Hartplatz trainieren musste, kamen einige Spieler erst im Frühjahr wieder, die haben gar nicht daran gedacht, auf einem solch beschissenen Platz zu trainieren.
Bei solchen Trainingsbedingungen motivieren wir doch niemanden. Eltern, die ihre Kinder zum Training bringen, fragen sich doch auch, ob Fussball nicht normalerweise auf einem Fussballplatz und nicht auf irgendeiner Grünfläche gespielt wird. Oder will sich der SC Hainberg als legitimer Nachfolger der Kickerszene in den Schillerwiesen präsentieren?
Meine Idee vom Fussball und insbesondere vom Jugendtraning ist nicht die, dass man doch eigentlich überall so ein bisschen trainieren kann. Sprints, Dauerlauf, Liegestütz usw. kann man natürlich auch mal neben dem Platz machen. Aber es ist doch heute nicht mehr so, dass die Jungs nach der Schule auf den „Bolzer“ gehen und dort stundenlang kicken. Teilweise spielen die nur in den Trainingszeiten Fussball, sonst nicht. Wir müssen Fussball spielen, d.h. Pass spielen üben, Ballannahme üben, Ballmitnahme üben, Tricks, Schießen, Zweikampf usw. Von (gruppen- und mannschafts-) taktischem Verhalten wollen wir gar nicht sprechen. Die Viererkette auf dem 20 m breiten Kunstrasen? Das Spiel über die Außenbahn zwischen zwei Bäumen am Tennisplatzzaun entlang? Wir haben uns mit den Gegebenheiten arrangiert. Wir machen alle verlässlich unsere Arbeit. Aber mit welchem Ziel?
Ich möchte hiermit den Anstoß dazu geben, dass wir – die Verantwortlichen des Vereins, ungeachtet irgendwelcher Ämter – uns zusammensetzen und Zielvorstellungen für die künftige Trainingsarbeit formulieren. Wir werden uns dabei mit der Platzproblematik befassen müssen.
Es kann nicht sein, dass es nur resignierend heißt: „Wir können das eben nicht ändern“. Ich kann und will das jedenfalls nicht akzeptieren. Was wäre denn, wenn ich – oder Olli Gräbel als Trainer unserer Herrenmannschaft – erklären würde, dass unsere Spieler zwar schlecht spielen, ich als Trainer es aber eben nicht ändern kann?! Dann ist es eben so und Ende der Diskussion ?! Wohl kaum, von uns erwartet man – in erster Linie unsere Spieler – zu Recht, dass wir Verbesserungen erreichen. Das will ich auch. Lasst uns die Sache angehen. Um sachdienliche Hinweise wird gebeten.
Olli Hille
B-Jugend SC Hainberg
Hinfallen ist nicht schlimm und wieder aufstehen nicht schwer!
Bezirksligist Hainberg mit wichtigem Sieg im Eichsfeld.
Das Spiel schien schon zur Halbzeit verloren, doch mit drei Kopfball-Toren rissen die Hainberger das Spiel noch aus dem Feuer. „Dass der Seulinger Theele mit dem Pausenpfiff die rote Karte sah, kam uns entgegen“, liefert SCH-Spartenleiter Jörg Lohse eine Erklärung für den Gäste-Aufschwung nach dem Wiederanpfiff. Dabei waren die Göttinger sogar mit dem letzten Aufgebot ins Eichsfeld gereist. In der Viererkette verteidigte mit dem 40-jährigen Lutz Wegener ein Stammspieler der vierten Mannschaft.
Trainer Oliver Graebel wechselte sich nach einer Stunde selbst ein und hatte mit seiner tollen Flanke auf Schulte, Schütze des entscheidenden Treffers, großen Anteil am Sieg.
Quelle Gt vom 10.10.10 http://www.goettinger-tageblatt.de
Tore: 1:0 Böning (12.), 2:0 Jung (42.), 2:1/2:2 Rieck (59./75.), 2:3 Schulte(87.).
Hainberg III gewinnt ohne Glanz durch zwei Tore von Schiller<b/>(VIDEO!!!!)
Im Detail:
Hainberg III dominierte von der ersten Spielminute ohne großartig zu glänzen. Man erarbeitete sich gute Chancen, die man traditionell nicht verwertete. So dauerte es bis zur 25. Min. bis Martin Schiller nach einem Freistoß (getreten von Sven Sange) in Vahid Hashemian Manier einköpfte. Nach dem Führungstreffer machte die Dritte weiterhin Druck. Folgerichtig fiel das 2:0. Der Torschütze hieß wieder Martin Schiller (5 Tor im 4 Spiel). Nachdem er zuerst im Abseits stand, ließ er Weltklasse den Ball zu Ronnie Schön durch, der sich stark im eins-gegen-eins durchsetzte, aber jedoch am Torwart scheiterte, staubte Martin Schiller ab. Nachdem 2:0 schaltete Hainberg einen Gang zurück und ging so in die Halbzeitpause.
Für die zweite Halbzeit wechselte Trainer „Spaghetti“ Martin Schwalm und Eugen Martel für Sven Sange (Schlag aufs Bein bekommen) und Florian „Pittbul“ Gotthardt ein.
Das Spiel verflachte in der zweiten Halbzeit. Hainberg III wollte nicht mehr und Bühren/Scheden konnte nicht mehr. Hainberg hatte jedoch die Chance 3 oder 4:0 zuerhöhen. Die beste Chance hatte Martin Schwalm, der jedoch kläglich fünf Meter vor dem Tor versagte. Der angeschlagen Sven Sange (wurde wieder eingewechselt) setzte sich bärenstark gegen zwei der Gäste durch und legte clever auf Martin Schwalm ab, der den Ball jedoch wie erwähnt nicht versenkte. So kamen die Gäste aus Bühren/Scheden noch zum Anschlusstreffer. Jedoch konnten sie danach die Abwehr nicht gefährlich in Bedrängnis bringen. So plätscherte das Spiel vor sich hin, bis der Schiedsrichter rechtzeitig nach 90 Min. abpfiff.
Fazit:
Kein Glanzvoller Sieg, aber jedoch hoch verdient. Wieder haben wir uns gute Chancen erarbeitet, aber wie ein roter Faden, der sich in dieser Saison bei uns lang zieht, wollte das Runde nicht ins Eckige. So langsam kommen wir in Fahrt. Heute hatte wir Grund zur doppelten Freude, da wir durch die Patzer der Spitzengruppe der Liga wieder den Anschluss gefunden haben. Hätte wir den Saisonstart nicht so vergeigt, dann wären wir schon längst auf einem Aufstiegsplatz. Bei einem Spiel weniger beträgt der Rückstand auf einem Aufstiegsplatz sieben Punkte. Jedem bei uns muss klar sein, dass wir uns bis zur Winterpause keinen Patzer mehr leisten können, da wir noch gegen die Mannschaften der Spitzengruppe antreten müssen. Zu den Spielen müssen wir uns auch noch steigern. Denn z.B. gegen den Tabellenführer Sieboldshausen können wir mit dieser Leistung nicht bestehen. Nächste Woche geht es zum VFL Sichenstein. Natürlich muss dieses Spiel auch gewonnen werden.
ARYAN ANSARI!
A-Team auch im 11. Spiel kampflos Sieger!!!
Die ärgerliche Information erreicht den Trainer bereits am Freitagabend. Da am kommenden Samstag aufgrund der Schulferien kein Spieltag angesetzt wurde, wird sich das Team mit einem kurzfristigen Testspiel gegen einen noch unbekannten Gegner fit sowie auf Kurs halten.
Am Samstag in 2 Wochen kommt dann die JSG Pferdeberg auf die Zietenterassen. Mit einem weiteren 3er kann man da die klare Tabellenführung/ Spitzenposition behaupten.
SPAGHETTI



