Willkommen beim SC Hainberg 1980 e.V.

Der andere Verein in Göttingen!

Wir freuen uns, dass Du dich für den SC Hainberg interessierst. ”Sport spricht alle Sprachen und führt die Menschen zusammen”, das ist die Philosophie des Vereins auf den Göttinger Terrassen. Auf unserer Homepage findest Du alles Wissenswerte über unsere Angebote, unsere Location und die Menschen, die den SC Hainberg lebendig machen. 

Vorstand des SC Hainberg 1980 e.V.
© SC Hainberg 1980 e.V.

Vereinsdialog mit besonderer Fotolocation: Hainbergs Gastgeber und die Gäste vom NFV

Oben v.l. Thore Hachfeld, Thomas Hellmich, Stefan Voth, Jan Baßler, Andre Pfitzner, Lars Willmann, Ralph-Uwe Schaffert

Vorn v.l.: Roman Müller, Richard Jankowiak, Dieter Seliger, Gustav Bode, Ole Fröhlich

24.11.2022

NFV in Bestbesetzung beim SC Hainberg zum Vereinsdialog

Austausch über Maßnahmen des DFB-Masterplanes und Wünsche des SC Hainberg

(rm) Der Schmerz der 1:2-Niederlage der deutschen Fußballnationalmannschaft war noch ganz frisch, da trafen sich am Mittwoch Vertreter des Niedersächsischen Fußballverbandes und des SC Hainberg zu einem Meinungsaustausch über den Fußball an der Basis. Unter dem Titel „Vereinsdialog“ sucht der NFV seit fünf Jahren den Kontakt mit den Vereinen vor Ort. Jetzt kam er auch in Göttingen vorbei.

Und der NFV trat in Bestbesetzung an: Angeführt vom im Frühjahr neu gewählten Präsidenten Ralph-Uwe Schaffert waren vom NFV Vize-Präsident Stefan Voth, Direktor Jan Baßler, der Koordinator Masterplan Thore Hachfeld und Manfred Finger (Leiter Kommunikation und Marketing) dabei. Dieter Seliger (Kreisvorsitzender) und Thomas Hellmich als Beauftragter für Qualifizierung im Fußballkreis Göttingen-Osterode komplettierten das NFV-Team. Gesprächspartner auf Hainberger Seite waren Gustav Bode, Andre Pfitzner und Roman Müller vom Vorstand sowie Lars Willmann (Gemeinwesenarbeit Zietenterrassen), Richard Jankowiak (Ehrenvorsitzender), Ole Fröhlich, Jugendtrainer und Lukas Lukas, Spieler und Auszubildender. Hainbergs Vorsitzender Jörg Lohse schaltete sich per Videoschalte von einer Verbandstagung in Frankfurt zu Beginn dazu.

Über zwei Stunden dauerte das Treffen zwischen den NFV-Vertretern und Akteuren des SC Hainberg. „Der Austausch mit Euch lief anders als sonst und das war auch gut so!“ zog NFV-Direktor Jan Baßler ein Fazit am Ende des Treffens. „Normalerweise geht es um die typischen Probleme des Fußballs an der Basis: Mangel an Trainer und Schiedsrichtern und Mitgliederschwund. Hier ging vor allem auch mal andere Themen!“ Die Gäste zeigten sich dabei beeindruckt, von den baulichen Möglichkeiten, die sich der SC Hainberg in den letzten Jahrzehnten mit viel Eigenarbeit, aber auch mit starken Partnern erbaut hat.

„Wir sind unabhängig vom Fußball. Ohne Fußball ginge es uns finanziell besser, aber wir wollen ihn natürlich, denn er ist unsere Vereinswurzel!“ sagte Andre Pfitzner, der beim SCH für Vereinsentwicklung zuständig ist.

Thore Hachfeld machte deutlich, was der NFV in den letzten Jahren an Programmen zur Unterstützung seiner Mitglieder im Rahmen des DFB-Masterplans aufgelegt hat. Der Masterplan ist ein ganzes Maßnahmenpaket, das bis 2024 die Vereinsqualität verbessern und den Vereinsfußball an der Basis stärken soll, unter anderem durch eine gezielte Ergänzung der bisherigen Verbandsangebote für Vereine. Übergeordnetes Ziel ist es, das weltweit einzigartige, bundesweit flächendeckende Netz von Fußballvereinen und Klubs mit Fußballangeboten in Deutschland zu erhalten und zu stärken. Die Ausbildungen zum Juniorcoach und, Refuge-Coach, das Projekt „Anpfiff für’s Lesen“ und  der „Nachhaltigkeitspreis“ sind nur vier von über 48 Einzelmaßnahmen.

Der SC Hainberg hat diese Angebote in den letzten Jahren regelmäßig genutzt und mitgestaltet. So findet Ende November ein neuer Refuge-Coach-Lehrgang am Hainberg statt. "Da haben wir schon von profitiert" gestand Lars Willmann, nachdem der NFV vorher einige Kritik hatte einstecken müssen. Willmann ist beim SC Hainberg u.a. für die NFV-Projekte wie für den Refugee-Lehrgang verantwortlich.

Zu den Einzelmaßnahmen zählen auch die Vermarktungsmaßnahmen wie z.B. die der Spielergebnisse. „Dafür benötigen wir die Meldung des Ergebnisses innerhalb von 60 Minuten nach Spielschluss“ erläuterte Jan Baßler und schaffte dabei bei Ole Fröhlich ein neues Verständnis für den Zeitdruck, „Nur knapp ein Zehntel des NFV-Etats wird von den Mitgliedsbeiträgen der Vereine und Gebühren gedeckt. Der Rest muss über Vermarktungserlöse und Zuschüsse des DFB finanziert werden“ erklärte Ralph-Uwe Schaffert. Da spiele das Abschneiden der Nationalmannschaft natürlich eine sehr große Rolle. „Wenn hier Erlöse wegfallen, müssen wir sparen oder die Ansätze für die Vereine erhöhen“ skizzierte der NFV-Präsident ein Szenario, das sich natürlich keiner Wünsche.

Unter den Wünschen des SC Hainberg ganz oben stand die politische Lobbyarbeit des Verbandes für das Ehrenamt und den Schutz der infrastrukturellen Rahmenbedingungen im Rahmen des Baurechts. „Vereinsarbeit ist Gesellschaftsarbeit und sollte auch als solche gewürdigt und vor Einzelinteressen geschützt werden“ so Richard Jankowiak, der den SC Hainberg 1979 mit aus der Taufe gehoben hatte.

Für neue Ideen aus Reihen der Vereine wie Unterstützung der Präventionsarbeit und Projekten zu Stärkung der personellen Nachhaltigkeit im Jugendbereich zeige sich der NFV jederzeit offen. "Eine direkte Unterstützung von als flächendeckende Förderung für alle der über 2600 Vereine, z.B. bei FSJ-Stellen, sei allerdings nicht möglich.

"Erfolge werden von Menschen gemacht" und deshalb waren sich beide Seiten am Ende vor dem gemeinsamen Rundgang durch die Vereinsräume und die Funsporthalle einig, dass das persönliche Kennenlernen der handelnden Akteure an diesem Abend für die nachhaltige Zusammenarbeit besonders wichtig war. Die Niederlage der DFB-Elf war zu diesem Zeitpunkt kein Thema mehr.

 

 

DFB-Masterplan

24.11.2022

REWE-Juniorcup: Termine der Vorrundenspiele stehen fest

A des JFV 37 schon am Donnerstag dreimal gefordert

Die A des JFV 37 spielt in der Vorrunde zu folgenden Zeiten. Die ersten vier der Hanseatic-Gruppe erreichen die Zwischenrunde am Sonntagvormittag.

Do., 05.01. – 17:45 Uhr – JSG Uslar/ Solling

Do., 05.01. – 18:15 Uhr – FC Brügge

Do., 05.01. - 18:45 Uhr - FC Gleichen

Fr., 06.01. – 16:00 Uhr – JSG Nörten

Sa. 07.01. – 12:45 Uhr – Schalke 04

Sa., 07.01. – 18:18 Uhr – Eintracht Braunschweig

Zum REWE-Juniorcup

Marco Schnyder (2.v.l.) und sein Team bei der Eröffnung der Rolli-Base in der Funsporthalle

Foto: R. Müller

21.11.2022

„Rolli-Base“ beim SC Hainberg eröffnet

Der SC Hainberg bietet Rollstuhltraining an – dafür stehen 14 Rollstühle zur Verfügung

GT vom 21.11.22 - Von Mailin Matthies

 Hinter einem bunten Graffiti an einer Wand der Funsporthalle des SC Hainberg auf den Zietenterrassen versteckt sich die „Rolli-Base“ des SC Hainberg. 14 Rollstühle verschiedener Typen stehen dort seit der Eröffnung am Sonnabend zur Verfügung, um Menschen zu helfen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Hier können Menschen, die neu auf einen Rollstuhl angewiesen sind, lernen, damit umzugehen und sich mit dem „Rolli“ zu bewegen. Durch die neue Rolli-Base gibt es außerdem seit Kurzem die Möglichkeit, auch verschiedene Rollstühle auszuprobieren.

Der Kopf hinter diesem Projekt ist Marco Schnyder. Er sitzt selbst im Rollstuhl und hat seit 2019 das Rollstuhltraining beim SC Hainberg etabliert. Er und sein Team versorgen Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, mit Informationen und Unterstützung. Gebaut wurde die Rolli-Base ehrenamtlich von Adrian Körner aus dem Verein. Das Material wurde von der Aktion Mensch finanziert.

Bei der Eröffnung in der Funsporthalle haben die Gäste auch die Möglichkeit, sich selbst am Rollstuhl-Parcours zu versuchen – und zu erleben, welche scheinbar kleinen Hindernisse im Rollstuhl schnell ohne fremde Hilfe nahezu unüberwindbar werden. Bundestagsabgeordneter Andreas Philippi (SPD) ist ebenfalls zu Gast. Er habe für seinen Zivildienst bereits einmal Rollstuhltraining bekommen, erzählt er, und schnappt sich gleich einen der Rollstühle. Nachdem er einige der Rampen erfolgreich gemeistert hat, muss aber auch er feststellen: Schon eine kleine Stufe – jeder Bordstein ist höher – ist nur mit viel Mühe und einigen Balancierkünsten zu bewältigen.

„Überall sind Barrieren“, sagt Schnyder in seiner Eröffnungsrede – in Geschäften, Arztpraxen, ÖPNV, auf der Straße, in der Gastronomie, an so vielen verschiedenen Orten – und in den Köpfen. „Mir wurde der Rollstuhl einfach hingestellt und gesagt: Mach mal“, erzählt er. Niemand habe ihm zeigen können, wie er sich mit dem Rollstuhl bewege. Deswegen macht er das jetzt für andere. Als „Experten in eigener Sache“, wie er es nennt, haben er und sein Team inzwischen viele Erfahrungen sammeln können, die sie weitergeben können. Auch einen Lehrgang zum Rollstuhltraining hat er besucht.

Geschäfte bekommen Klapprampen geschenkt

„Wir arbeiten an der Überflüssigkeit unserer Arbeit“, umreißt Schnyder seine Motivation. Dazu hat er ein weiteres Projekt ins Leben gerufen: Als „Barriere-Scouts“ beraten sein Team und er Unternehmen und Institutionen in der Region, wie sie Barrieren abbauen können – und was diese Barrieren überhaupt alles sind. Viele praktische Kleinigkeiten seien das oft, so Schnyder. Einen Mülleimer auf die andere Seite stellen, beispielsweise. Aber auch behindertengerechte Toiletten und Eingänge seien natürlich ein großes Thema.

Um gleich Lösungen zu bieten, kooperiert Schnyder dabei mit dem Verein „Wege zur Inklusion“. Dieser sammelt Geld für Klapprampen aus Metall, die helfen können, ein bis zwei Stufen an Eingängen zu überwinden, und verteilt die Rampen zum Beispiel an Geschäfte, Restaurants oder öffentliche Gebäude. „Es ist eine Krücke, um in einen Laden reinzukommen“, sagt Damian Friedl, Mitgründer des Vereins. Je nach Höhe der Stufen seien die Rampen trotz allem meist zu steil, damit Rollstuhlfahrer aus eigener Kraft hinaufgelangen könnten, es brauche also noch jemanden, der hilft. Aber: Damit seien die Räume zumindest überhaupt zugänglich für Rollstuhlfahrer. In Göttingen haben beispielsweise das Weststadtzentrum, das Inti oder das Kartoffelhaus bereits Rampen im Wert von 80 bis 180 Euro geschenkt bekommen.

Interessierte Unternehmen oder Geschäfte, die eine Rampe bei sich haben möchten, können sich an Marco Schnyder wenden, per E-Mail an rollitraining@sc-hainberg.de oder unter Telefon 05 51 / 63 41 65 55. Wer einen Rollstuhl oder Rollstuhltraining braucht, kann sich so ebenfalls bei Schnyder melden.