Sparta Göttingen ringt dem SC Hainberg im Spitzenspiel einen Punkt ab
Torloses Remis im Spitzenspiel am Greitweg

Im Spitzenspiel der Bezirksliga gab es viele enge Duelle wie hier zwischen Spartas Richmond Sam und Hainbergs Vanja Gligoric
GT, Göttingen. 14.09., von Emma Seifert
Auf vier Siege am Stück folgte ein torloses Unentschieden: Das Spitzenspiel der Fußball-Bezirksliga zwischen Sparta Göttingen und dem SC Hainberg endete 0:0. Sowohl Sparta als auch die Hainberger feierten zuletzt vier Erfolge in Serie. Durch das Unentschieden bleibt Sparta im siebten Spiel in Folge unbezwungen, der SCH ist in der Bezirksliga sogar noch gänzlich ungeschlagen. Dennoch mussten die Hainberger einen Rückschlag in der Tabelle hinnehmen.
■ Sparta Göttingen – SC Hainberg 0:0. Die guten Leistungen von Sparta und den Hainbergern aus den letzten Wochen hatten auf beiden Seiten scheinbar für Aufsehen gesorgt. „Wir haben von Beginn an gemerkt, dass jeder Respekt vor dem anderen hatte“, sagte SCH-Trainer Oliver Hille. Der SCH tat sich als Spitzenreiter in der Anfangsphase der Partie schwer. Sparta schien sich einiges vorgenommen zu haben und begann deutlich druckvoller. Nennenswerte Torchancen gab es in der ersten Viertelstunde allerdings auf beiden Seiten nicht.
In der 16. Minute kam Sparta-Spieler Alfred Yeboah zu einem ersten Torschuss. Doch dieser war zu unpräzise, um SCH-Torwart Cederic Heußinger ernsthaft zu gefährden. Kurz darauf sorgte ein eigentlich harmloser Schuss von Spartas Torjäger Richmond Sam für Gefahr, der von der Hainberger Abwehr im Vorfeld nicht konsequent geklärt wurde (22.). Beinahe hätten die Gastgeber zum 1:0 einschieben können, verpassten aber die Chance.
Nach einer halben Stunde zeigten sich erstmals die Gäste in der Offensive. SCH-Spieler Boris Munyurwa lief von links auf das Tor zu und schloss ab (32.). Der Schuss stellte Sparta-Torwart Moumen Naksh vor keine größeren Probleme. Kurz vor der Halbzeit fand Spartas Marvin Winkler per Freistoß Yeboah vor dem Tor, der jedoch an SCH-Torwart Heußinger scheiterte (45.+3). „In der ersten Halbzeit hatten wir ein kleines Chancenplus und zwei, drei Möglichkeiten gehabt, um in Führung zu gehen“, sagte Sparta-Trainer Esmir Muratovic. Doch der Tabellendritte ließ auf dem heimischen Kunstrasen die letzte Konsequenz vermissen.
Sparta hatte auch nach dem Seitenwechsel die Offensive der Hainberger weitgehend im Griff. Allerdings konnten sich die Gastgeber nicht entscheidend nach vorne durchsetzen. In der 58. Minute hatten die Hausherren schließlich die beste Chance des Spiels. Bezeichnend, dass diese Möglichkeit aus einem Standard entstand: Nach einer Ecke kam Sam zum Kopfball. Doch der Stürmer konnte den Ball nicht entscheidend drücken und setzte das Leder wenige Zentimeter über das Tor. Anschließend drehten die Gäste etwas auf – und der Ball lag plötzlich im Tor von Sparta. Hainbergs Sekou Sylla legte sich den Ball zurecht und schlenzte ihn nach einer Ecke ins Tor (62.). Doch der Treffer zählte nicht, da der Unparteiische auf Stürmerfoul entschied. „Der Schiedsrichter hatte heute einiges zu tun. Vor allem im Mittelfeld gab es viele Zweikämpfe“, bilanzierte Hainberg-Trainer Hille.
Trotz des aberkannten Treffers kamen die Gäste etwas besser ins Spiel. Kurz darauf dribbelte sich Munyurwa durch die Abwehr von Sparta. Der Stürmer verpasste allerdings den Moment für den Abschluss und zog am Ende aus einem ungünstigen Winkel ab. Der Ball ging am Tor vorbei (68.). Kurz vor Ende der Partie sah Hainbergs Sylla nach einem Foul die Gelb-Rote Karte (85.). „In Überzahl haben wir das Spiel dann dominiert. Aber es ist uns nicht gelungen, die Partie auf unsere Seite zu ziehen“, sagte Sparta-Trainer Muratovic.
Zunächst versuchte es Erdem Kazan mit einem Schuss aus der Distanz. Doch der Ball ging knapp am Tor der Hainberger vorbei (88.). Kurz vor dem Abpfiff hatte Sparta dann die Chance auf den späten Siegtreffer. Alfred Yeboah kam frei stehend zum Abschluss, doch er verpasste seinen dritten Saisontreffer (90.). Somit blieb es schlussendlich beim leistungsgerechten Unentschieden. „Wir sind froh, dass wir das Spiel nicht noch verloren haben, als wir in Unterzahl waren. Am Ende geht das Unentschieden in Ordnung“, sagte SCH-Trainer Hille.
Auch Muratovic konnte mit dem einen Punkt im Spitzenspiel leben. „Die Mannschaft hat alles reingehauen und der Siegeswille war da. Wir freuen uns, dass wir seit so vielen Spielen ungeschlagen sind. Wir wollen oben mitspielen und das ist uns heute gelungen“, sagte der Sparta-Trainer.
Durch den verpassten Auswärtssieg musste der SC Hainberg auch die Tabellenführung abgeben. Denn im Parallelspiel setzte sich der TSV Landolfshausen/Seulingen auf eigener Anlage deutlich mit 5:0 gegen den RSV Geismar durch. Drei Tore steuerte Rolf-Hendrik Ziegner bei. Der Stürmer traf mit dem linken Fuß zum zwischenzeitlichen 2:0. Das 3:0 erzielte Ziegner mit dem rechten Fuß und seinen dritten Treffer erzielte der TSV-Stürmer mit dem Kopf. Somit führt La/Seu die Tabelle mit zwei Punkten Vorsprung auf den SCH an, doch die Hainberger haben noch ein Nachholspiel.
Furioses Pokalspiel!
Hainberg dreht in der zweiten Hälfte auf!

Es war das Spitzenspiel der Bezirksligateams in der 3. Runde des Bezirkspokals am Tag der Deutschen Einheit. Der in der Liga Erstplatzierte SC Hainberg empfing den Zweitplatzierten, den TSV Landolfshausen/ Seulingen. Dieser fand auch den besseren Start Partei. Bereits in der 7. Minute klingelte es im Hainberger-Kasten. Nach einer Flanke von TSV-Kapitän Krellmann verwertete Ex-Hainberger Ziegner per Direktabnahme zum 0:1. Knapp 20 Minuten später erhöhte Lino Häger per Kopf ebenfalls nach Hereingabe von Krellmann zum 0:2. Insgesamt waren die Hainberger in der ersten Hälfte oftmals zu spät in den Zweikämpfen und in der Offensive nicht zwingend genug, während LaSeu seine Chancen effektiv nutzte und es zwischenzeitlich verpasste, sogar auf 0:3 zu stellen. Somit blieb der Elf von den Zietenterrassen die Möglichkeit, sich in der Pause neu zu sortieren und einen Comebackplan auszutüfteln. Und dieser war kein schlechter: In der 58. Minute war es Kapitän Paavo Gundlach, der einen Freistoß zum 1:2-Anschlusstreffer verwandelte. Keine Minute später hob Boris Munyurwa mit einem technisch höchst anspruchsvollen Lupfer den Ball über TSV-Keeper Schencke zum 2:2 – das Momentum hatte sich gedreht. Landolfshausen hatte kaum noch Offensivakzente, während Hainberg das Spiel komplett drehen wollte. In der 83. Minute erlöste ausgerechnet Alex Tjivera, welcher zu Beginn der Woche sein Trainingscomeback nach knapp zwei Monaten gab, seine Mannschaft. Ein satter Distanzschuss aus über 20 Metern schlug genau unter der Latte ein, ließ Schenke keine Chance und löste euphorischen Jubel bei Spielern und Fans aus. Danach wirkte das Team von Trainerduo Olli Hille und Timm Wünsch wie entfesselt: In der 84. Minute erzwang Munyurwa ein Eigentor des TSV-Verteidigers Pohl, zwei Minuten später verwandelte Gundlach einen Foulelfmeter, ehe Luis Gräve in der 90. Minute den 6:2-Endstand herstellte. Eine tolle Teamleistung mit der perfekten Antwort auf eine schwierige erste Hälfte.
Der Achtelfinalgegner der Hainberger wird Sieger der Partie zwischen dem Bovender SV und dem 1. SC Göttingen 05. Diese ist für den 21. oder 22. Oktober geplant. Siegt Bovenden, soll das Achtelfinale am 31. Oktober stattfinden – sollte sich die Elf vom Maschpark durchsetzen, wird das Achtelfinale ins neue Jahr verlegt, da am Reformationstag bereits das Göttinger Derby zwischen SVG und 05 angesetzt ist.
Die Kapitäne gehen voran
SC Hainberg übernimmt Tabellenführung

(GT) Durch einen Auswärtssieg im Nachholspiel bei der SG Denkershausen/Lagershausen haben die Fußballer des SC Hainberg die Tabellenführung in der Bezirksliga übernommen. Die Hainberger sicherten sich erst durch späte Treffer den Sieg. Dabei standen gleich mehrere Spieler im Mittelpunkt.
Rückkehr an die Spitze: Durch einen 2:0-Erfolg bei der abstiegsbedrohten SG Denkershausen/Lagershausen haben die Fußballer des SC Hainberg wieder die Tabellenführung in der Bezirksliga übernommen. Durch den fünften Sieg im sechsten Saisonspiel setzten sich die Hainberger nach dem vierten Spieltag erneut an die Spitzenposition. „Das Spiel hat uns gezeigt, dass wir Woche für Woche hart arbeiten müssen, damit wir guten Fußball spielen und gewinnen", sagte Hainbergs Trainer Timm Wünsch nach dem Spiel.
Gundlach feiert Comeback und hat direkt Anteil am Sieg: Erst in der Schlussphase brach Kapitän Lukas Lukas den Bann. Mit seinem ersten Saisontreffer brachte der Mittelfeldspieler die Gäste mit 1:0 in Führung (80.). Die Vorlage lieferte der eingewechselte Paavo-Maximilian Gundlach. Der etatmäßige Kapitän feierte nach sechswöchiger Verletzungspause seine Rückkehr auf den Platz. „Es war ein ausgeglichenes Spiel, in dem wir durch einen individuellen Fehler des Gegners das erste Tor erzielen", sagte Wünsch.
Kurz darauf stand Joker Gundlach, der sich vor dem ersten Ligaspiel gegen den SV Rotenberg verletzt hatte und beim starken Saisonstart nicht mitwirken konnte, erneut im Mittelpunkt. Der Spielmacher sorgte mit dem entscheidenden zweiten Treffer für die Entscheidung im Spiel und sicherte seiner Mannschaft die Tabellenführung (87.). „Wir nehmen drei hart erarbeitete Punkte mit. Die Stimmung in der Mannschaft ist klasse", lobte Wünsch.
SCH-Stammspieler mit vorerst letztem Auftritt: Nach dem Sieg beim Tabellenvorletzten aus dem Kreis Northeim steht am kommenden Sonntag der nächste Abstiegskandidat für den neuen Spitzenreiter auf dem Spielplan. Denn dann sind die Hainberger beim bisher sieglosen VfR Dostluk Osterode zu Gast. Mit einem weiteren Erfolg will der SCH seine Spitzenposition in der Bezirksliga untermauern. „Auch am Sonntag müssen wir erstmal Gas geben. Wir müssen immer wieder unseren Spielprinzipien folgen, den Ball laufen lassen und alles in die Waagschale werfen", sagte Wünsch. Dabei muss das Trainerteam um Wünsch und Oliver Hille auf einen wichtigen Spieler verzichten - und das auf unbestimmte Zeit. Denn Carl Frieder Behrendt lief beim Gastspiel in Denkershausen vorerst das letzte Mal für die Hainberger auf. Er wird studienbedingt Göttingen verlassen. Behrendt stand in allen sechs Saisonspielen des SCH in der Startelf und erzielte beim 2:0-Sieg gegen die SG Lenglern kurz vor Schluss den spielentscheidenden Treffer.
Im Anschluss warten dann vermeintlich schwerere Aufgaben. In der Liga geht es gegen die SG Werratal und Landesliga-Absteiger SSV Nörten-Hardenberg. Dazu empfangen die Hainberger in der dritten Runde des Wittinger-Bezirkspokals den Vorjahres-Finalisten TSV Landolfshausen/Seulingen. „Wir freuen uns auf diese Spiele", sagte Wünsch.
Quellenangabe: Göttinger Tageblatt vom 18.09.2025



