Punkteteilung nach zwei verschossenen Elfmetern
Fußball-Bezirksliga: SC Hainberg und RSV Geismar trennen sich 2:2

Damian Pampos (l), hier im Zweikampf mit Hainbergs Lukas Lukas
Foto: Niklas Richter (GT)
GT/ Eric Baumann: Der Spitzenreiter der Fußball-Bezirksliga, TSV Landolfshausen/Seulingen, musste am Wochenende zum zweiten Mal in Folge aufgrund der Platzverhältnisse pausieren. Dadurch bot sich dem SC Hainberg die große Chance, die Tabellenführung zu übernehmen. Durch das 2:2 beim RSV Geismar, das gleiche Ergebnis wie im Hinspiel, gelang dies auch, richtige Zufriedenheit machte sich aber nicht breit.
„Nachdem wir das 2:2 kassiert hatten, hätte ich eigentlich erwartet, dass wir die letzten zehn Minuten noch einmal richtig aufdrehen und das Spiel ziehen. Aber wir konnten leider nicht mehr wirklich Druck aufbauen“, sagte der Hainberger Coach Oliver Hille kurz nach dem Spiel. Auch mit der Anfangsphase des Spiels konnte er nicht zufrieden sein, denn in der ersten Viertelstunde zeigten sich nur die Gastgeber in der Offensive.
Geismars Einwurfstärke führt zur frühen Führung
In der neunten Minute sorgte ein weiter Einwurf von Lennart Daube für die Führung. Der Rechtsverteidiger wuchtete das Spielgerät von der linken Außenseite bis tief in den Strafraum. Der Ball segelte gefühlte drei Sekunden durch die Luft. Trotzdem verschätzten sich alle Verteidiger des SCH. Damian Esteban Pachon Campos hatte noch Zeit, den Ball anzunehmen und überlegt einzuschieben.
Kurz darauf sorgte ein weiterer Einwurf von Daube für Gefahr im Sechzehner der Gäste. Der Abschluss von Daniel Jühne wurde aber ins Toraus abgefälscht. „Wir wissen, dass Lennarts Einwürfe eine Waffe für uns sind. So haben wir in dieser Saison schon einige Tore erzielt“, sagte Geismars Trainer Lasse Ahl, der sich nach zwei weiteren vergebenen Chancen von Campos (15.) und Johannes-Bernard-Friedrich Buschermöhle (16.) aber auch über die Chancenverwertung ärgerte. „Wenn wir direkt nachlegen, kann das Spiel einen anderen Verlauf nehmen.“
Traumtor zum Ausgleich
So arbeitete sich der SCH zurück ins Spiel. Durch ein Missverständnis in der RSV-Abwehrkette tauchte Finn Zapkau plötzlich vor dem Tor von Geismar auf. Der herauseilende Darius Rohleder bekam aber noch eine Hand an den Ball. Wenig später war er dann machtlos: Alexander Donnelly Tjivera traf per Traumtor zum 1:1. Er schlenzte den Ball aus rund 20 Metern perfekt in den Winkel. „Ich war nicht überrascht, dass ihm so ein Treffer gelingt. Alex ist einfach ein astreiner Fußballer, der in dieser Saison schon einige Tore aus dieser Kategorie erzielt hat“, lobte ihn sein Trainer.
Elfmeter gleich zweimal vergeben
Anschließend entwickelte sich ein offenes Spiel mit vielen Großchancen auf beiden Seiten. Zehn Minuten vor der Pause bekamen die Hainberger die beste Gelegenheit zur Führung. Nach einer RSV-Ecke eroberten die Gäste den Ball und schalteten blitzschnell. Tjivera leitete den Konter ein und holte auf der anderen Seite des Feldes einen Elfmeter heraus – ein Fall für Paavo-Maximilian Gundlach.
Der SCH-Kapitän setzte den Ball in die untere linke Ecke. Dorthin tauchte auch Rohleder ab und hielt. Die Freude aufseiten der Hausherren währte jedoch nur kurz. Der Strafstoß musste wiederholt werden, weil sich der RSV-Keeper zu früh von der Linie gelöst hatte. Den zweiten Versuch setzte Gundlach am linken Pfosten vorbei. „Ich glaube, er hat die ganze Saison noch keinen Elfer verschossen, und heute gleich zwei. Aber manchmal hat man eben solche Tage, das kann passieren“, sagte Hille.
Torhüter muss nach zu vielen Sprints raus
So ging es mit einem 1:1 in die Kabinen. Zum Wiederanpfiff gab es eine Überraschung auf der Torwartposition bei Geismar. Der bis dahin stark spielende Rohleder blieb draußen. Durch ihn hatten vor allem die langgeschlagenen Bälle der schnellen Hainberger nicht zum Erfolg geführt. Der Torhüter hatte mehrfach in Manuel-Neuer-Manier seinen Sechzehner verlassen und war den gegnerischen Stürmern zuvorgekommen. „Er war vorher schon leicht angeschlagen. Durch die vielen Sprints hat die Wade dann irgendwann zugemacht“, erklärte Ahl den Wechsel.
Sein Ersatz Felix Leon Steppack lieferte ebenfalls ein ordentliches Spiel ab. Beim zweiten Tor des SCH traf ihn keine Schuld. Erneut liefen seine Vordermänner nach eigener Ecke in einen Konter. Tjivera schickte Bela Noe per Außenristpass auf die Reise. Dieser behauptete im Strafraum den Ball und legte auf den heraneilenden Leighton Ceinwen Mc Galty, der nur noch den Fuß hinhalten musste (63.).
Die Gastgeber gaben sich aber nicht auf und wurden selbst immer wieder gefährlich – vor allem durch ihre langen Einwürfe. Nachdem Daube einmal mehr einen Ball aus 30 Metern in den Strafraum bugsiert hatte, landete der Schuss von Torben Frederik Lemmer am Arm von Edward Obilici. Der Schiedsrichter entschied sofort auf Strafstoß. Anders als auf der Gegenseite ließ Geismar sich die Chance nicht entgehen. Niclas Pfeifenschneider verwandelte zum Ausgleich.
„Wir haben niemanden im Team, der so werfen kann. Deswegen können wir solche Situationen auch nicht simulieren und wirken dabei oft ungeordnet“, erklärte Hille, der in der letzten Minute der Nachspielzeit noch einmal tief durchatmen musste. Nachdem Noe in eigener Hälfte einen falschen Einwurf ausführte, landete der Ball wieder in Daubes Händen. Diesmal konnte SCH-Keeper Justus Mühlhausen den Ball aber herunterpflücken. Es war die letzte Aktion des Spiels.
Quellenangabe: Göttinger Tageblatt vom 10.03.2026, Seite 23
Derby zum Rückrunden-Auftakt: Hainberg empfängt Niedernjesa
Sonntag, 15:30 Uhr Jahnstadion: Hainberg aktuell trifft auf Hainberg-Ex

Christian Dreher trifft morgen auf seinen Ex-Verein mit seinen Freunden aus gemeinsamen A-Jugend-Zeiten Klaus Kolb (Mitte), Betreuer der Ersten, und deren Coach Olli Hille
(rm) Der Fußball in der Bezirksliga rollt wieder an, auch beim SC Hainberg. Gut 10 Tag nach der großen Schneeschmelze präsentiert sich der Rasenplatz auf den Zietenterrassen schon in erstem zartem grün. Gespielt wird aber am morgigen Sonntag (ab 15:30 Uhr) auf dem dunkelgrünen Kunstrasenplatz im Göttinger Jahnstadion.
Dabei kommt es zu einer interessanten Begegnung. Die Hainberger empfangen den Lokal-Nachbarn aus Niedernjesa. Zweiter gegen Dreizehnter heißt die sportliche Seite. Hainberg möchte den Abstand auf den Tabellenführer Landolfshausen/ Seulingen verkürzen, Niedernjesa den Abstand zum ersten Abstiegsplatz vergrößern.
Noch interessanter ist die personelle Konstellation der Partie: Bei den „Kanarios“ spielen eine Reihe von Spielern mit Hainberger Vergangenheit: Niclas Becker, Marvin Oetzel, Pourya Hosseinjani, Maciej Mundkowski, Niklas Pfitzner, Max Walter, Drilon Berisha, Roberto Schipper und Eike Linne spielten alle mal beim Zietenclub.
Dazu kommt seit zwei Wochen das Trainer-Comeback von Christian „Spagetti“ Dreher, der nach dem Rauswurf von Björn Nolte übergangsweise wieder an der Seitenlinie steht. Die Reaktivierung des Erfolgscoaches, der Niedernjesa von der 1. KK in die Bezirksliga führte, bringt ihn morgen mit seinem langjährigen Trainerpartner der Hainberger A-Jugend, Oliver Hille zusammen. Vier Jahre lang entwickelten sie von 2011 bis 2015 zusammen den ältesten Jugendjahrgang. Insgesamt war Dreher elf Jahre lang Jugendtrainer beim SCH. Hille ist in seinem 15. Jahr (den JFV 37 eingerechnet) als Juniorcoach tätig.
Dass so viele Ex-Hainberger in Niedernjesa spielen, ist sicher der Verdienst von „Spagetti“ und seinem langjährigen Co-Trainer Martin Schiller (natürlich auch Ex-Hainberger).
Mit welchem Kader Dreher morgen in Göttingen antritt war aktuell nicht zu erfahren. Trainer Hille und sein Partner Timm Wünsch können zwar nicht aus dem Vollen schöpfen, werden aber „ein gutes Team zusammenhaben“ so Olli Hille.
Einmal Hainberg - immer Hainberg!
Ehemalige Hainberger Jugendspieler treffen sich zum Weihnachtskick!

(rm) Einmal Hainberg – immer Hainberg, auch wenn es sie zwischenzeitlich an die verschiedensten Orte in Deutschland verschlagen hat! Das Weihnachtsfest bringt sie wieder zusammen, wenn ehemalige Hainberger Jugendkicker die Festtage unter dem Familientannenbaum verbringen.
So trafen sich Fynn Stahlhut (Freiburg), Jaron Herbst (Bremen), Paavo Gundlach, Miran Hamza, Luca Uhlendorf (SCW) und Aalan Sanganna (hintere Reihe von links) sowie Jona Willms (Leipzig), Phillip von Wallmoden (Jena), Max Hobrecht (Leipzig) und Jasper Jungnitz (v..v.l.), alles Kicker der Jahrgänge 2000-2003 kurz vor den Festtagen zum gemeinsamen Kick auf den Hainberger Kunstrasenplätzen.



