04.05.2026

Weender beißen sich am SCH-Bollwerk die Zähne aus!

Fußball-Bezirksliga: Hainberg gewinnt Spitzenspiel beim SCW mit 3:0 / Carlos Klingebiel schwer verletzt

Statistisch gesehen macht Weendes Torjäger Ingmar Peters (li) 1,32 Tore pro Spiel. Gegen das Defensiv-Bollwerk der Hainberger um Carlos Klingebiel blieb er aber torlos. Foto: Peter Heller

GT vom 04.05. - von Eric Baumann

Wenn der beste Angriff der Bezirksliga auf die beste Verteidigung trifft, entscheidet oft die Effizienz. So ist es auch im Spiel zwischen den Fußballern des SCW Göttingen (76 Tore) und des SC Hainberg (23 Gegentore) gewesen. Der SCH entschied das Verfolgerduell mit 3:0 für sich.

„Wir verlieren hier ein Spiel, in dem der Gegner seine erste richtige Torchance in der 94. Minute hatte“, ärgerte sich der Weender Coach Steffen Claaßen nach dem Abpfiff. „Aber am Ende sind wir nun einmal selbst schuld.“ Sein Team, das im Durchschnitt drei Tore pro Spiel erzielt, fand kaum ein Mittel gegen die gut organisierte Defensive der Gäste.

Abseits oder nicht?

Das Spiel begann direkt mit einem Aufreger. Nach einem halbhoch in den Strafraum getretenen Freistoß des Hainbergers Carlos Klingebiel kam sein Kapitän Paavo-Maximilian Gundlach auf Höhe des Elfmeterpunkts frei zum Abschluss und brachte den Ball zur frühen Führung im Tor unter (4.). SCW-Keeper Enno-Bendix Behrens war bei dem präzisen Abschluss machtlos – oder doch nicht?

Statt den Ball aus dem Netz zu holen, lief er schnurstracks zum Schiedsrichter. Der Grund: Der Hainberger Boris Munyurwa soll passiv im Abseits gestanden und ihm die Sicht verdeckt haben. „Ich konnte doch gar nichts sehen“, beschwerte er sich mehrfach beim Unparteiischen, der sich darauf noch einmal mit seinem Linienrichter beriet. Kurze Zeit später fasste sich Behrens mit beiden Handschuhen fassungslos an den Kopf – es blieb beim 1:0 für den SCH.

Ob es nun Abseits war oder nicht, löst sich vielleicht in wenigen Tagen auf Tiktok oder Instagram auf. Dort lädt der Weender Schlussmann unter dem Namen enno_gk mit einer im Netz aufgehängten Kamera Highlights aus seinen Spielen hoch.

In der Folge übernahmen die Gastgeber zunehmend die Initiative und investierten mehr ins Spielgeschehen. Wirklich zwingend wurden sie jedoch erst nach rund 20 Minuten. Nach einer missglückten Kopfballabwehr von Klingebiel senkte sich der Ball in hohem Bogen auf den Kopf von Ingmar Peters. Der SCW-Angreifer, der mit beeindruckenden 33 Treffern die Torjägerliste der Bezirksliga anführt, zog gegen den glänzend parierenden Jakob Troje aber den Kürzeren.

Bis zur Halbzeitpause blieb das Spiel weitgehend ereignisarm. Lediglich ein weiterer Abschluss von Peters sorgte noch einmal für Gefahr, doch erneut behielt Troje die Oberhand.

Was einmal klappt...

Der zweite Durchgang begann ähnlich wie der erste. Standard Hainberg – Hereingabe von Klingebiel – Tor für die Gäste. Nach einer Ecke stieg diesmal Routinier Lukas Pampe am höchsten und köpfte das Leder ohne große Bedrängnis in den Kasten (57.). Von da an wurde es immer schwieriger für die Hausherren. Hainberg konzentrierte sich auf das, was es am besten kann: verteidigen. Peters setzte zwar immer wieder offensive Nadelstiche (61., 75.), viel mehr brachten die Weender aber nicht zustande. „Wir waren heute einfach nicht gierig genug“, sagte Claaßen.

Verletzung trübt Hainberger Sieg

Auch der verletzungsbedingte Ausfall von Carlos Klingebiel in der 77. Minute brachte den SC Hainberg nicht aus dem Rhythmus. Der Linksverteidiger – einer der stärksten Akteure auf dem Platz – hatte nach einer Rettungstat sofort signalisiert, dass etwas nicht stimmt. Er musste unter Tränen lange am Spielfeldrand behandelt werden.

„Es ist gut möglich, dass er sich einen Kreuzbandriss zugezogen hat“, erklärte SCH-Trainer Oliver Hille im Anschluss besorgt. Dann traf Finn Zapkau nach einem Konter in der vierten Minute der Nachspielzeit zum 3:0-Endstand. „Am Ende waren wir das effizientere Team“, sagte Hille.

Quellenangabe: Göttinger Tageblatt vom 04.05.2026, Seite 24

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Liveticker vom Pokalderby in 12.000 km Entfernung

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(rm) Knappe 12.000 km entfernt im namibischen Swakopmund verfolgte Tom Brille per Liveticker das Pokal-Derby. „Ich bin immer noch in der Gruppe der Ersten und habe richtig mitgefiebert“ sagt der 20-jährige am Telefon. Seit Oktober weilt der Hainberger im südlichen Afrika und absolviert dort an einer Grundschule und beim FC Swakopmund, dem Heimatverein von Leighton Mc Galty, sein FSJ.

Hier stieß er durch Zufall auf Ensley Gariseb, der von 2023 bis 2024 beim Hainberg ein Freiwilliges Auslandsjahr absolvierte. „Bei einem Spiel sprach er mich auf mein Hainberg-Shirt an und nahm mich dann mal mit zum Training seines Teams, das in der 3. Namibischen Liga spielt. Jetzt spiele ich als Achter und Ensley wie beim Hainberg  vorn“. erzählt Tom. Zusammen verfolgen sie nun am aus der Ferne Hainbergs aktuelle Entwicklung. "Der Erfolg am Sonntag hat uns riesig gefreut!"

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Ein Tag der besonderen Art - Hainbergs Poklareise geht weiter!

Tolle Atmosphäre beim Pokalerfolg gegen den SC Göttingen 05

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Hainbergs Pokalreise geht weiter. Nach dem Elfmeterkrimi gegen die SG Sülbeck/ Immensen in Runde 1, dem Freilos in Runde 2 und dem 6:2-Heimspielerfolg gegen den Aufstiegskontrahenten Landolfshausen/ Seulingen zog der SC Hainberg durch das 3:1 im Stadtderby gegen den Landesligisten SC Göttingen 05 in das Viertelfinale ein.

Es war einer dieser Tage, die lange im Hainberger Gedächtnis bleiben werden. Herrliches Frühlingswetter, ein gut präparierter Heimspielrasen am Hainberg und knapp 500 Zuschauer bildeten einen perfekten Rahmen für den Pokalerfolg.

Hainbergs Trainer Timm Wünsch und Oliver Hille schwärmten von eine unvergleichlichen Kulisse und waren mächtig stolz auf ihre Jungs, die nach einer kleinen Schwächephase in der Bezirksliga Anfang März mit zwei Unentschieden rechtzeitig mit drei Siegen wieder in Schwung gekommen waren.

Viel Unterstützung gab es dabei von den Rängen. Den 05-Supporters bot vor allem die D-Jugend von Michael Maier und Tobias Wagner mächtig Parole. Der verdiente Lohn war die Aufnahme in den Spielerkreis und das gemeinsame Siegestänzchen „Derbysieger“.

„Das bindet die Jungs an Hainberger Vorbilder“ freute sich Jugendkoordinator Pepe Huenges, der gleichzeitig für die Verkaufslogistik zuständig war und rekordverdächtige Umsätze bei Getränken, Pommes und Bratwurst vermeldete. Jörg Lohse und Markus Kohlrautz hatten dafür zahlreiche Helfer für Verkauf, Eintritt und als Ordner akquiriert. Für die meldete Andre Pfitzner „alles friedlich“. Einige 05-Fans fühlten sich trotz der Niederlage ziemlich wohl in der Nachmittagssonne auf den vielen Sitzgelegenheiten vor dem Hainberger Treff. Auch 05-Trainer Jelle Brinkwerth fand noch Zeit für ein Pläuschchen mit seinem ehemaligen Sparta-Weggefährten Roman Müller.

Für den nächsten Pokalerfolg müssen alle Hainberger Fans allerdings nach Braunschweig zu den Freien Turnern reisen, der die Göttinger zum Viertelfinale empfängt.