Unsere Jugendteams 2025/2026

A-Jugend

A-Jugend

Trainer: Lukas Klein

Tel.: +49 151 57529422

D-Jugend

D1-Jugend

Trainer: Ole Fröhlich

Tel.: +49 151 40000494

D2-Jugend

Trainer: Markus Kohlrautz

Tel.: 49 171 5360818

D3-Jugend

Trainer: Tobias Wagner

Tel.: +49 176 30512033

D4-Jugend

Trainer: Gabor Gyetvai

Tel.: +49 151 18855481

D5-Jugend

Trainerin: Maco Hermes-Gardlo

Tel.: +49 0179 4679 286 

E-Jugend

E1-Jugend

Trainer: Sebastian Gutermuth

Tel.: +49 151 43224512

E2-Jugend

Trainer: Nina Nolte

Tel.: +49 176 84718 438 

F-Jugend

F1/2-Jugend

Trainer: Matthias Huck

Tel.: +49 157 79723126

F3/4-Jugend

Trainer: Tomás Canelo

Tel.: 0176-32315685 

 

F5-Jugend

Trainer: Aryan Pouresmaeil
Tel.: 0162 2543021

G-Jugend

G1/2-Jugend

Trainer: Peer Jansen

Tel.: 01512-5208586 

 


10.09.2026

U12 (D1) überzeugt mit dominanten Auftritten zum Saisonauftakt

Erfolge gegen die SVG Göttingen und die SG Werratal

Die D1 der Hainberger freuen sich über ihren "soliden" Saisonstart

vorne: von links nach rechts: Vico Uhlemann, Lasse Hitzing, Max Bauerschmitz, Leonard Beutner, Wolfgang Hell, Kristoffer Wagner, Henry Büchler;

hinten: von links nach rechts: Trainer Michael Maier, Mattis Stöber, Junis Diederich, Elias Benaissa, Joschua Thormann, Enrik Jensen

(MM) Die D1-Junioren starten mit zwei soliden Siegen in die 1. Kreisklasse 2026/27. Am 22.08.2026 wurde die SVG Göttingen mit 4:0 besiegt. Eine Woche später reichte eine hervorragende 1. Halbzeit des 2015er-Jahrgangs zum 5:1 gegen die SG Werratal aus Hann. Münden. Die Neuzugänge Elias Benaissa, Henry Büchler, Joschua Thormann, Junis Diederich und Max Bauerschmitz wachsen dabei immer mehr in die Mannschaft hinein.

Für den 1. Spieltag gegen die SVG Göttingen hat sich die U12 professionell vorbereitet. In den Räumlichkeiten des SC Hainberg wurden am Vormittag zunächst die Verhaltensregeln des Teams wiederholt und eine Aktivierungseinheit auf dem Platz absolviert. Anschließend haben die Jungs zu Mittag gegessen und das Spiel der D3 gegen Radolfshausen (Endstand: 7:0) aufmerksam beobachtet und analysiert. Nach einer Taktikbesprechung stand schließlich das 1. Heimspiel der Saison 2026/27 an.

In den ersten Minuten des Spiels zeigte sich die Defensive der Hainberger relativ ungeordnet, weshalb der Gegner immer wieder in das letzte Drittel der U12 kommen konnte. Vor dem Tor der Gastgeber wurde es jedoch nur einmal gefährlich, als ein tiefer Ball hinter die aufgerückte Kette der Hainberger gespielt wurde. Joschua Thormann konnte die Aktion durch entschlossenes Herauslaufen schließlich entschärfen. Der Neuzugang der D1 stand in seinem ersten Pflichtspiel für den SC Hainberg ausgerechnet gegen seinen ehemaligen Verein im Tor.

Auf der anderen Seite erspielten sich die Hainberger viele aussichtsreiche Chancen, die durch ungenaue Steckpässe oder Abschlüsse zunächst ungenutzt blieben. Erst in der 21. Minute erzielte Lasse Hitzing mit einem flachen Schuss aus dem Rückraum in die kurze Ecke das 1:0.

Die 2. Halbzeit begann mit einem technisch sauberen und unhaltbaren Winkelschuss von Kristoffer Wagner aus halbrechter Position. Mit dem 2:0 im Rücken zeigte die U12 nach der Pause ein intensives Pressing im gegnerischen Strafraum und wurde mit einem indirekten Freistoß in der 42. Minute belohnt. Enrik Jensen schaltete schnell und spielte zu Leighton Forsythe, der wenige Meter vor dem Tor zum 3:0 verwandeln konnte. Den Schlusspunkt setzte Kristoffer Wagner mit seinem zweiten Treffer: Ein Distanzschuss des Angreifers rutschte durch die Hände des SVG-Torwarts und überquerte die Torlinie. Somit standen die ersten drei Punkte der Saison fest.

Am 2. Spieltag spielten die D1-Junioren auswärts gegen die SG Werratal und erwischten direkt einen guten Start in die Partie. In der ersten Minute provozierte Mattis Stöber einen Ballverlust in der Hintermannschaft der Gastgeber, wodurch Kristoffer Wagner früh das 1:0 erzielen konnte.

Nach dem Treffer zeigten die Hainberger eine hohe spielerische Dominanz und kombinierten sich mehrmals wunderschön vor das gegnerische Tor. Einen Angriff konnte Mattis Stöber mit einem wuchtigen Abschluss zum 2:0 veredeln. Eine Minute später wurde eine Unaufmerksamkeit der Hainberger zum Anschlusstreffer der SG Werratal genutzt: In Überzahl stürmten die Angreifer auf das Tor der D1 und konnten den Abstauber nach einem gehaltenen Schuss von Joschua Thormann schließlich zum 1:2 verwandeln.

Die jungen Kicker von den Zietenterrassen mussten sich daraufhin erst neu sortieren und kamen zehn Minuten später mit der passenden Antwort auf den Gegentreffer. Mattis Stöber war durch einen Volley ins lange Eck erfolgreich, Kristoffer Wagner traf mit einem unangenehmen Distanzschuss zu seinem 4. Saisontreffer im erst zweiten Spiel und Henry Büchler konnte sein erstes Tor für die U12 zum 5:1-Endstand erzielen.

In der zweiten Hälfte blieben die Hainberger bemüht, doch ein weiterer Treffer gelang nicht. Darüber hinaus konnten sich viele Spieler auf neuen Positionen zeigen und wertvolle Erfahrungen für die nächsten Spiele sammeln.

 

Michael Maier

20.08.2026

Gelungener Auftakt für die U12 im Kreispokal

Mit 5:1 gegen Bovenden in die nächste Runde

Bleiben auch als U12 erfolgreich - Hainbergs D1-Junioren

Der 2015er-Jahrgang des SC Hainberg bestritt am Samstag, den 15.08.2026, die 1. Runde des Kreispokals erfolgreich mit 5:1 gegen den Bovender SV. Bereits in der 1. Halbzeit konnten die Kicker von den Zietenterrassen das Ergebnis mit einer hohen Laufbereitschaft, Intensität und Zielstrebigkeit deutlich gestalten.

Das Spiel begann zunächst ausgeglichen, doch nach 10 Minuten übernahm die U12 durch schnelles Gegenpressing und Umschalten nach Ballgewinn zunehmend das Spiel. Die Verteidigung um Lasse Hitzing, Maksim Ryazanov und Vico Uhlemann konnten die zahlreichen langen Bälle der Bovender sicher abfangen und Angriffe über Kristoffer Wagner und die Schienenspieler Leonard Beutner und Elias Benaissa einleiten. Die Tiefenlaufwege von Mattis Stöber und Enrik Jensen sorgten immer wieder für Gefahr im gegnerischen Strafraum. Mit einer hohen Entschlossenheit in Richtung Tor konnte der Zwischenstand innerhalb von 12 Minuten auf 4:0 gestellt werden. Hervorzuheben ist das zweite Tor der Hainberger: Nach einer Flanke von rechts und einer Ablage von Mattis Stöber vollendete der U12-Neuzugang Elias Benaissa den Angriff mit dem 2:0.

 

Aufgrund der intensiven 1. Halbzeit fehlte in der frühen Phase der Saison die Kraft, um in den zweiten 30 Minuten die Ruhe am Ball beizubehalten. Nichtsdestotrotz konnte sich die U12 noch 2-3 aussichtsreiche Tormöglichkeiten herausspielen und blieb auch nach dem Gegentreffer hinten stabil. Den Endstand zum 5:1 markierte schließlich Enrik Jensen mit einer Direktabnahme aus zentraler Position in den linken, oberen Torwinkel.

Wie schon vergangene Saison wartet im Kreispokal nun der Kreisligist 1. SC Göttingen 05 U13 auf die Hainberger. Damals wurde das Pokalspiel der 1. Runde nach abwechslungsreichen und sehenswerten 60 Minuten mit insgesamt 8 Toren erst im Elfmeterschießen entschieden. Trotz einer Aufholjagd von 0:4 auf 4:4 stand am Ende das Ausscheiden fest. In diesem Jahr wollen die Jungs deshalb unbedingt gewinnen und in das Viertelfinale einziehen.

Jetzt möchte sich die U12 aber erstmal mit zwei Trainingseinheiten und einem Testspiel am Donnerstag gegen JFV West auf den 1. Spieltag am 22.08.2026 in der 1. Kreisklasse gegen SVG Göttingen vorbereiten.

Torschützen:

1:0 13‘ Mattis Stöber

2:0 15‘ Elias Benaissa

3:0 20‘ Mattis Stöber

4:0 25’ Mattis Stöber

5:1 45’ Enrik Jensen

 

Kader:

Wolfgang Hell (TW)

Joschua Thormann (TW)

Elias Benaissa

Enrik Jensen

Henry Büchler

Kristoffer Wagner

Lasse Hitzing

Leonard Beutner

Maksim Ryazanov

Mattis Stöber

Max Bauerschmitz

Vico Uhlemann

 

Michael Maier

 

09.07.2026

Ein Göttinger Hainberger in Mexiko

Moritz Kurz startet unter dem Künstlernamen Yucalemán eine Popmusikkarriere in Nordamerika

Jung und erfolgreich, der Musiker und Ex-Hainberger Moritz Kurz (Foto: Peter Krüher-Lenz)

Bis vor vier Jahren spielte er noch für den SC Hainberg Fußball, war als Keeper und Feldspieler einsetzbar. Jetzt macht er mit seiner Musik Karriere.

GT vom 09. Juli 2026 - von Peter Krüger-Lenz

Der Göttinger Moritz Kurz hat schon einige Erfolge als Popmusiker vorzuweisen. In der Casting-Show „Kika - Dein Song“ erreichte er 2022 das Finale der besten Acht. In seiner Schule, dem Theodor-Heuss-Gymnasium, gewann er den jährlichen Musikwettbewerb. Und in Mexiko startet der 20-Jährige gerade durch.

„Ich mache eigentlich schon immer Musik“, sagt Kurz. Einige Auftritte in Göttingen hatte er als Teenager unter anderem bei der Nacht der Kultur und dem Galaabend des jährlich in der Lokhalle stattfindenden internationalen Fußball-Turniers, meist organisiert von seinem Gitarrenlehrer Thomas Danneboom. Sein erstes mediales Auftreten habe ihm seine Teilnahme an der Castingsshow „Kika - dein Song” für junge Liedermacherinnen und Liedermacher im ZDF eingebracht.

2018 wollte Kurz dann mit einem Rotary-Stipendium ein Auslandsjahr absolvieren. Australien oder Neuseeland, etwas anderes sei nicht infrage gekommen, erzählt er. Beim Auswahlgespräch in Magdeburg habe man ihm zu verstehen gegeben, dass das nicht möglich sei. „Mexiko oder gar nichts.“ Auf der Rückfahrt nach Göttingen habe er geheult - doch Mexiko habe sich als „die beste Wahl meines Lebens herausgestellt“.

Schulstart in Mexiko: umgehend ausgebremst

Ende August startete er in sein Abenteuer in Mérida/Mexiko - und wurde umgehend ausgebremst. Beim Basketball brach er sich nach einer Woche den Mittelfußknochen, eine Verletzung, mit der er bis Weihnachten zu tun hatte.

Die Schule konnte er zu Beginn nicht besuchen, weil er mit dem Rollstuhl die oben gelegenen Klassenräume nicht erreichen konnte.. Also beschäftigte er sich in seinem Zimmer im Haus seiner Gastfamilie mit Musik.

Nach einem halben Jahr stand dann der obligatorische Wechsel in eine weitere Gastfamilie an, wieder ein Glücksfall. „Sie hatten bessere Connections“, berichtet Kurz. Zu seinem 17. Geburtstag organisierten sie ihm ein Konzert am Strand - „und ich habe angefangen, meine Lieder auf Spanisch zu schreiben“.

Tropische Hauptstadt Mérida

Nach einem Jahr zurück in Deutschland beendete Kurz die Schule, fand ein Management, unterschrieb einen Vertrag und lernte einen Produzenten kennen. Und für zwei Monate ging es nach dem Abitur zurück nach Mérida, die tropische Hauptstadt des Bundesstaates Yucatán. Dort lernte er schnell Juan Carlos kennen, einen Musikvideo-Profi.

Zurück in Deutschland versuchte Kurz, an der Popakademie in Mannheim angenommen zu werden. Er wurde zum Vorspielen eingeladen, aber nicht angenommen. Dennoch probierte er, dort Kontakte zu knüpfen. „Ich saß in der Mensa und notierte Telefonnummern.“ Dann riet ihm sein Management: „Geh nach Mexiko.“ Als Deutscher spanische Popmusik mit spanischen Texten zu schreiben ist ein Alleinstellungsmerkmal.

Gesagt, getan. Im April ging es zurück - zu seiner Gastfamilie. „Ich kann dort immer wohnen”, sagt Kurz und strahlt. Schnell drehte er mit einem Profi zwei Musikvideos. In Mexico City hatte er ein Treffen mit dem Chef von Sony, der Sessions mit mexikanischen Singer/Songwritern in Aussicht stellte. Seine hartnäckige Gastmutter, die dabei war, überzeugte den Manager davon, dass es schnell gehen sollte, also gleich am nächsten Tag.

Einladung der Regierung

In Mérida spielte er ein paar Auftritte und lud Musikvideos auf TikTok hoch, inzwischen unter dem Künstlernamen Yucalemán, eine Mischung aus Yucatán und Alemán, Deutscher. „Die Leute auf der Straße erkannten mich und sprachen mich an“, sagt Kurz.

Auch die Regierung des Bundestaates sei auf ihn aufmerksam geworden und habe ihn eingeladen, Yucatán auf einer Messe zu vertreten. „Ich singe viel über die Kultur des Landes“, sagt er. Und natürlich über die Liebe. Eine Woche lang tingelte Kurz auf Promotour noch durch regionale Radio- und TV-Redaktionen.

Und wie soll es jetzt weitergehen für den eloquenten und fröhlichen Twen? In wenigen Wochen will er wieder nach Mexiko fliegen und „möglichst viel spielen“. In allen Kommunen Yucatáns will er auftreten und hat sich dafür ein möglichst kleines Equipment gekauft. Geld könne er für die kleinen Konzerte nicht nehmen, zu gering sei der Durchschnittsverdienst in dem nordamerikanischen Land. Aber die Leute sollen ihn kennenlernen. Auch in Deutschland öffnen sich weitere Türen. Sein deutscher Manager habe ihm eine Session in einem Berliner Studio mit Greg Soler vermittelt, dem Bruder von Álvaro Soler. Auch mit dem deutlich bekannteren Bruder hätte es klappen können, doch der sei auf Tournee unterwegs und deswegen verhindert, berichtet Kurz.

Spanisch spricht Kurz nahezu fehlerfrei mit leichtem, aber regionalem Akzent. „Es ist doch charmant zu sagen, es ist nicht ganz perfekt”, meint er. Unterschiede zwischen den Nationen bemerke er vor allem, wenn er in eines der beiden Länder zurückkommt. „Warum haben sie hier alle einen Stock im Hintern?“, frage er sich in Deutschland. Und in Mexiko falle das schlechter organisierte Gesundheitssystem auf. Sein Resümee nach dem anfänglichen Ärger über die Länderwahl: „Ich fühle mich in Mexiko super wohl, es ist wie ein Traum.“



Quellenangabe: Göttinger Tageblatt vom 09.07.2026, Seite 10

09.07.2026

Tom Hobrecht wird bei Hannover 96 zum Profi

Göttinger Fußballtalent mit Hainberger Vergangenheit unterschreibt Profivertrag beim Zweitligisten

Tom Hobrecht: vom Hainberger F-Junior 2014 zum Profi bei Hannover 96 im Jahr 2026

Sechs Jahre lang hat Tom Hobrecht von der G bis zur C beim SC Hainberg gespielt.  Nun hat er den Sprung zum Profi geschafft.

Das Göttinger Tageblatt berichtete am 27.06.2026

Der nächste Göttinger im Profifußball: Tom Hobrecht hat seinen ersten Profivertrag beim Zweitligisten Hannover 96 unterschrieben. „Ich freue mich riesig, meinen ersten Profivertrag unterschreiben zu dürfen. Gerade als Spieler aus Göttingen, von einem Partnerverein, der diesen Weg im Leistungsfußball erst seit zwei Jahren geht, bin ich unglaublich stolz darauf. Ich freue mich sehr auf die Aufgabe und werde jeden Tag hart dafür arbeiten, dass ich eines Tages hier in diesem großartigen Stadion für Hannover 96 auflaufen darf“, sagt der 19-Jährige.

Mit Hobrechts Dreijahresvertrag macht Hannover 96 deutlich, auch in Zukunft auf junge Spieler zu setzen, sie an den Profibereich heranzuführen und den Talenten eine langfristige Perspektive aufzuzeigen. „Tom hat in der Akademie eine tolle Entwicklung genommen. Gerade wenn man auf seine Statistiken aus der Rückrunde der vergangenen Saison schaut, sprechen die Werte für sich“, sagt 96-Sportdirektor Ralf Becker: „Jetzt soll er sich ins Profiteam einfinden und dort konsequent weiter an sich arbeiten. Dann trauen wir ihm zu, hier bei uns einen richtig guten Weg zu gehen.“

Hobrecht bringt sich in der Regionalliga in Stellung

Mit starken Leistungen bei der U23 der Hannoveraner in der Regionalliga hatte der 19-jährige Göttinger auf sich aufmerksam gemacht. 16 Treffer in 32 Begegnungen erzielte der Stürmer in der 4. Liga, davon zwölf in den letzten zwölf Partien der Spielzeit.

Im Saisonendspurt gingen 96-Cheftrainer Christian Titz mit den Ausfällen der Stürmer Benedikt Pichler und Havard Nielsen die Optionen in der Offensive aus, und so rückte Hobrecht beim letzten Saisonspiel der 96er gegen den 1. FC Nürnberg in den Kader. Zum Einsatz kam der Göttinger beim 3:3 aber nicht.

Mit seinen starken Leistungen verhalf Hobrecht der U23 von Hannover 96 zum Klassenerhalt in der Regionalliga. Dabei ist der Göttinger kein klassischer Stürmer. Vor allem seine Körperlänge passt nicht wirklich ins Raster, nach dem viele Klubs sortieren, denn der 19-Jährige ist kein kopfballstarker Riese, sondern ein filigraner Flitzer. „Tom ist vielleicht der Spieler mit den meisten tiefen Läufen der Liga. Da ist es im modernen Fußball egal, ob du 2,10 Meter oder 1,70 Meter groß bist“, sagte unlängst Hannovers ehemaliger U23-Co-Trainer Timo Struckmeier.

Hobrecht überzeugt mit Schnelligkeit und eben diesen Läufen. Das blieb auch dem 96-Cheftrainer nicht verborgen. „Als Trainer freust du dich, wenn du verschiedene Facetten bedienen kannst“, betont Christian Titz: „Tom ist ein komplett anderes Profil, kommt mit seinem Antritt und seiner Geschwindigkeit aus der Spitze oder aus der hängenden Position. Er ist ein Spieler, der in die Tiefe und die Läufe reingeht, der einen guten ersten Kontakt und einen guten Abschluss hat. Aber wir werden da keinen Druck machen.“

Der 19-Jährige sei aber natürlich ein „sehr spannender Spieler“, schwärmt Titz. „Wir wollen ihm die Möglichkeit geben, mit uns zu trainieren, in die Spielidee reinzufinden und sich zu entwickeln. Er zeigt da gute Ansätze.“

Den Stürmerinstinkt brachte Hobrecht aus Göttingen mit nach Hannover. 39 Tore hatte der Stürmer in der Fußballsaison 2023/24 für den 1. SC Göttingen 05 in der U19-Niedersachsenliga erzielt. Anschließend wechselte er zu Hannover 96. Jan Steiger, Jugendleiter und ehemaliger Trainer von Hobrecht beim 1. SC Göttingen 05, sprach bereits in der Niedersachsenliga in den höchsten Tönen vom Stürmer. Dass Hobrecht nun den Sprung zu den Profis geschafft hat, freut ihn ungemein. „Der Profivertrag für Tom ist für Göttingen 05 etwas ganz Besonderes. Er hat außergewöhnliche Fähigkeiten, aber er ist vor allem bereit, immer alles zu geben“, sagt Steiger.

Seit mehreren Jahren besteht im Jugendbereich eine Kooperation zwischen Hannover 96 und dem 1. SC Göttingen 05. Bis zu seinem Wechsel 2024 spielte Hobrecht weiter bei den 05ern und trainierte nur einmal die Woche in der Jugendmannschaft von Hannover 96 mit. Diese Zusammenarbeit trägt nun Früchte. „Auf dem Weg zum Profi braucht es auch Leute, die das Talent und die Einstellung schätzen und den Spieler unterstützen. Das hat er bei uns gehabt, und in Hannover hat er sich den Stellenwert erarbeitet. Der Vertrag ist als Lohn dafür folgerichtig, doch jetzt geht die Arbeit los“, sagt Steiger.

Für Hobrecht geht ein Traum in Erfüllung, und Hannover 96 baut bewusst auf den Nachwuchs. Das Göttinger Talent ist bereits der dritte Spieler, der in diesem Sommer seinen ersten Profivertrag unterschreibt. Mit Alexander Vogel und Eymen Demir hatten zuletzt zwei weitere Toptalente ein neues Arbeitspapier in der niedersächsischen Landeshauptstadt unterschrieben.

In der kommenden Saison hat der Göttinger damit die nächste Chance auf ein Duell mit einem weiteren Fußballprofi aus der Universitätsstadt. Adriano Grimaldi steht weiterhin bei den Nürnbergern unter Vertrag. Im DFB-Pokal könnte ein Duell mit dem Göttinger Ansgar Knauff von Eintracht Frankfurt winken, sofern 96 und die Frankfurter in die zweite Runde einziehen und die Auslosung das Duell ermöglicht.

Sollte Hobrecht in der nächsten Saison in der 2. Bundesliga sein Debüt feiern, dürfte das auch Jubelstürme bei seinem Jugendverein auslösen. Von der C-Jugend bis zur A-Jugend kickte Hobrecht beim 1. SC Göttingen 05. Im Sommer 2024 wechselte Hobrecht dann in den Nachwuchs von Hannover 96.

Gemäß der Regularien der Deutschen Fußball Liga (DFL) werden Jugendvereine späterer Profis im Rahmen der Ausbildungsvergütung am Erfolg der Spieler beteiligt. Von der Ausbildungshonorierung profitieren Amateurvereine, die Debütanten in der Bundesliga und 2. Bundesliga ausgebildet haben. Im Fall von Hobrecht wären das 27.000 Euro, die auf dem Konto von Göttingen 05 eingehen würden – 6750 Euro für jede der vier Spielzeiten.

Auch der SC Hainberg könnte an einem Profieinsatz von Hobrecht mitverdienen. Der Stürmer begann als Fünfjähriger das Fußballspielen beim SCH, wo er von 2011 bis zu seinem Wechsel 2020 zu Göttingen 05 aktiv war. Damit dürfte der SC Hainberg nach einem Profidebüt von Hobrecht mindestens 18.750 Euro erhalten.



Quellenangabe: Göttinger Tageblatt vom 27.06.2026, Seite 30