09.07.2026

Ein Göttinger Hainberger in Mexiko

Moritz Kurz startet unter dem Künstlernamen Yucalemán eine Popmusikkarriere in Nordamerika

Jung und erfolgreich, der Musiker und Ex-Hainberger Moritz Kurz (Foto: Peter Krüher-Lenz)

Bis vor vier Jahren spielte er noch für den SC Hainberg Fußball, war als Keeper und Feldspieler einsetzbar. Jetzt macht er mit seiner Musik Karriere.

GT vom 09. Juli 2026 - von Peter Krüger-Lenz

Der Göttinger Moritz Kurz hat schon einige Erfolge als Popmusiker vorzuweisen. In der Casting-Show „Kika - Dein Song“ erreichte er 2022 das Finale der besten Acht. In seiner Schule, dem Theodor-Heuss-Gymnasium, gewann er den jährlichen Musikwettbewerb. Und in Mexiko startet der 20-Jährige gerade durch.

„Ich mache eigentlich schon immer Musik“, sagt Kurz. Einige Auftritte in Göttingen hatte er als Teenager unter anderem bei der Nacht der Kultur und dem Galaabend des jährlich in der Lokhalle stattfindenden internationalen Fußball-Turniers, meist organisiert von seinem Gitarrenlehrer Thomas Danneboom. Sein erstes mediales Auftreten habe ihm seine Teilnahme an der Castingsshow „Kika - dein Song” für junge Liedermacherinnen und Liedermacher im ZDF eingebracht.

2018 wollte Kurz dann mit einem Rotary-Stipendium ein Auslandsjahr absolvieren. Australien oder Neuseeland, etwas anderes sei nicht infrage gekommen, erzählt er. Beim Auswahlgespräch in Magdeburg habe man ihm zu verstehen gegeben, dass das nicht möglich sei. „Mexiko oder gar nichts.“ Auf der Rückfahrt nach Göttingen habe er geheult - doch Mexiko habe sich als „die beste Wahl meines Lebens herausgestellt“.

Schulstart in Mexiko: umgehend ausgebremst

Ende August startete er in sein Abenteuer in Mérida/Mexiko - und wurde umgehend ausgebremst. Beim Basketball brach er sich nach einer Woche den Mittelfußknochen, eine Verletzung, mit der er bis Weihnachten zu tun hatte.

Die Schule konnte er zu Beginn nicht besuchen, weil er mit dem Rollstuhl die oben gelegenen Klassenräume nicht erreichen konnte.. Also beschäftigte er sich in seinem Zimmer im Haus seiner Gastfamilie mit Musik.

Nach einem halben Jahr stand dann der obligatorische Wechsel in eine weitere Gastfamilie an, wieder ein Glücksfall. „Sie hatten bessere Connections“, berichtet Kurz. Zu seinem 17. Geburtstag organisierten sie ihm ein Konzert am Strand - „und ich habe angefangen, meine Lieder auf Spanisch zu schreiben“.

Tropische Hauptstadt Mérida

Nach einem Jahr zurück in Deutschland beendete Kurz die Schule, fand ein Management, unterschrieb einen Vertrag und lernte einen Produzenten kennen. Und für zwei Monate ging es nach dem Abitur zurück nach Mérida, die tropische Hauptstadt des Bundesstaates Yucatán. Dort lernte er schnell Juan Carlos kennen, einen Musikvideo-Profi.

Zurück in Deutschland versuchte Kurz, an der Popakademie in Mannheim angenommen zu werden. Er wurde zum Vorspielen eingeladen, aber nicht angenommen. Dennoch probierte er, dort Kontakte zu knüpfen. „Ich saß in der Mensa und notierte Telefonnummern.“ Dann riet ihm sein Management: „Geh nach Mexiko.“ Als Deutscher spanische Popmusik mit spanischen Texten zu schreiben ist ein Alleinstellungsmerkmal.

Gesagt, getan. Im April ging es zurück - zu seiner Gastfamilie. „Ich kann dort immer wohnen”, sagt Kurz und strahlt. Schnell drehte er mit einem Profi zwei Musikvideos. In Mexico City hatte er ein Treffen mit dem Chef von Sony, der Sessions mit mexikanischen Singer/Songwritern in Aussicht stellte. Seine hartnäckige Gastmutter, die dabei war, überzeugte den Manager davon, dass es schnell gehen sollte, also gleich am nächsten Tag.

Einladung der Regierung

In Mérida spielte er ein paar Auftritte und lud Musikvideos auf TikTok hoch, inzwischen unter dem Künstlernamen Yucalemán, eine Mischung aus Yucatán und Alemán, Deutscher. „Die Leute auf der Straße erkannten mich und sprachen mich an“, sagt Kurz.

Auch die Regierung des Bundestaates sei auf ihn aufmerksam geworden und habe ihn eingeladen, Yucatán auf einer Messe zu vertreten. „Ich singe viel über die Kultur des Landes“, sagt er. Und natürlich über die Liebe. Eine Woche lang tingelte Kurz auf Promotour noch durch regionale Radio- und TV-Redaktionen.

Und wie soll es jetzt weitergehen für den eloquenten und fröhlichen Twen? In wenigen Wochen will er wieder nach Mexiko fliegen und „möglichst viel spielen“. In allen Kommunen Yucatáns will er auftreten und hat sich dafür ein möglichst kleines Equipment gekauft. Geld könne er für die kleinen Konzerte nicht nehmen, zu gering sei der Durchschnittsverdienst in dem nordamerikanischen Land. Aber die Leute sollen ihn kennenlernen. Auch in Deutschland öffnen sich weitere Türen. Sein deutscher Manager habe ihm eine Session in einem Berliner Studio mit Greg Soler vermittelt, dem Bruder von Álvaro Soler. Auch mit dem deutlich bekannteren Bruder hätte es klappen können, doch der sei auf Tournee unterwegs und deswegen verhindert, berichtet Kurz.

Spanisch spricht Kurz nahezu fehlerfrei mit leichtem, aber regionalem Akzent. „Es ist doch charmant zu sagen, es ist nicht ganz perfekt”, meint er. Unterschiede zwischen den Nationen bemerke er vor allem, wenn er in eines der beiden Länder zurückkommt. „Warum haben sie hier alle einen Stock im Hintern?“, frage er sich in Deutschland. Und in Mexiko falle das schlechter organisierte Gesundheitssystem auf. Sein Resümee nach dem anfänglichen Ärger über die Länderwahl: „Ich fühle mich in Mexiko super wohl, es ist wie ein Traum.“



Quellenangabe: Göttinger Tageblatt vom 09.07.2026, Seite 10

09.07.2026

Tom Hobrecht wird bei Hannover 96 zum Profi

Göttinger Fußballtalent mit Hainberger Vergangenheit unterschreibt Profivertrag beim Zweitligisten

Tom Hobrecht: vom Hainberger F-Junior 2014 zum Profi bei Hannover 96 im Jahr 2026

Sechs Jahre lang hat Tom Hobrecht von der G bis zur C beim SC Hainberg gespielt.  Nun hat er den Sprung zum Profi geschafft.

Das Göttinger Tageblatt berichtete am 27.06.2026

Der nächste Göttinger im Profifußball: Tom Hobrecht hat seinen ersten Profivertrag beim Zweitligisten Hannover 96 unterschrieben. „Ich freue mich riesig, meinen ersten Profivertrag unterschreiben zu dürfen. Gerade als Spieler aus Göttingen, von einem Partnerverein, der diesen Weg im Leistungsfußball erst seit zwei Jahren geht, bin ich unglaublich stolz darauf. Ich freue mich sehr auf die Aufgabe und werde jeden Tag hart dafür arbeiten, dass ich eines Tages hier in diesem großartigen Stadion für Hannover 96 auflaufen darf“, sagt der 19-Jährige.

Mit Hobrechts Dreijahresvertrag macht Hannover 96 deutlich, auch in Zukunft auf junge Spieler zu setzen, sie an den Profibereich heranzuführen und den Talenten eine langfristige Perspektive aufzuzeigen. „Tom hat in der Akademie eine tolle Entwicklung genommen. Gerade wenn man auf seine Statistiken aus der Rückrunde der vergangenen Saison schaut, sprechen die Werte für sich“, sagt 96-Sportdirektor Ralf Becker: „Jetzt soll er sich ins Profiteam einfinden und dort konsequent weiter an sich arbeiten. Dann trauen wir ihm zu, hier bei uns einen richtig guten Weg zu gehen.“

Hobrecht bringt sich in der Regionalliga in Stellung

Mit starken Leistungen bei der U23 der Hannoveraner in der Regionalliga hatte der 19-jährige Göttinger auf sich aufmerksam gemacht. 16 Treffer in 32 Begegnungen erzielte der Stürmer in der 4. Liga, davon zwölf in den letzten zwölf Partien der Spielzeit.

Im Saisonendspurt gingen 96-Cheftrainer Christian Titz mit den Ausfällen der Stürmer Benedikt Pichler und Havard Nielsen die Optionen in der Offensive aus, und so rückte Hobrecht beim letzten Saisonspiel der 96er gegen den 1. FC Nürnberg in den Kader. Zum Einsatz kam der Göttinger beim 3:3 aber nicht.

Mit seinen starken Leistungen verhalf Hobrecht der U23 von Hannover 96 zum Klassenerhalt in der Regionalliga. Dabei ist der Göttinger kein klassischer Stürmer. Vor allem seine Körperlänge passt nicht wirklich ins Raster, nach dem viele Klubs sortieren, denn der 19-Jährige ist kein kopfballstarker Riese, sondern ein filigraner Flitzer. „Tom ist vielleicht der Spieler mit den meisten tiefen Läufen der Liga. Da ist es im modernen Fußball egal, ob du 2,10 Meter oder 1,70 Meter groß bist“, sagte unlängst Hannovers ehemaliger U23-Co-Trainer Timo Struckmeier.

Hobrecht überzeugt mit Schnelligkeit und eben diesen Läufen. Das blieb auch dem 96-Cheftrainer nicht verborgen. „Als Trainer freust du dich, wenn du verschiedene Facetten bedienen kannst“, betont Christian Titz: „Tom ist ein komplett anderes Profil, kommt mit seinem Antritt und seiner Geschwindigkeit aus der Spitze oder aus der hängenden Position. Er ist ein Spieler, der in die Tiefe und die Läufe reingeht, der einen guten ersten Kontakt und einen guten Abschluss hat. Aber wir werden da keinen Druck machen.“

Der 19-Jährige sei aber natürlich ein „sehr spannender Spieler“, schwärmt Titz. „Wir wollen ihm die Möglichkeit geben, mit uns zu trainieren, in die Spielidee reinzufinden und sich zu entwickeln. Er zeigt da gute Ansätze.“

Den Stürmerinstinkt brachte Hobrecht aus Göttingen mit nach Hannover. 39 Tore hatte der Stürmer in der Fußballsaison 2023/24 für den 1. SC Göttingen 05 in der U19-Niedersachsenliga erzielt. Anschließend wechselte er zu Hannover 96. Jan Steiger, Jugendleiter und ehemaliger Trainer von Hobrecht beim 1. SC Göttingen 05, sprach bereits in der Niedersachsenliga in den höchsten Tönen vom Stürmer. Dass Hobrecht nun den Sprung zu den Profis geschafft hat, freut ihn ungemein. „Der Profivertrag für Tom ist für Göttingen 05 etwas ganz Besonderes. Er hat außergewöhnliche Fähigkeiten, aber er ist vor allem bereit, immer alles zu geben“, sagt Steiger.

Seit mehreren Jahren besteht im Jugendbereich eine Kooperation zwischen Hannover 96 und dem 1. SC Göttingen 05. Bis zu seinem Wechsel 2024 spielte Hobrecht weiter bei den 05ern und trainierte nur einmal die Woche in der Jugendmannschaft von Hannover 96 mit. Diese Zusammenarbeit trägt nun Früchte. „Auf dem Weg zum Profi braucht es auch Leute, die das Talent und die Einstellung schätzen und den Spieler unterstützen. Das hat er bei uns gehabt, und in Hannover hat er sich den Stellenwert erarbeitet. Der Vertrag ist als Lohn dafür folgerichtig, doch jetzt geht die Arbeit los“, sagt Steiger.

Für Hobrecht geht ein Traum in Erfüllung, und Hannover 96 baut bewusst auf den Nachwuchs. Das Göttinger Talent ist bereits der dritte Spieler, der in diesem Sommer seinen ersten Profivertrag unterschreibt. Mit Alexander Vogel und Eymen Demir hatten zuletzt zwei weitere Toptalente ein neues Arbeitspapier in der niedersächsischen Landeshauptstadt unterschrieben.

In der kommenden Saison hat der Göttinger damit die nächste Chance auf ein Duell mit einem weiteren Fußballprofi aus der Universitätsstadt. Adriano Grimaldi steht weiterhin bei den Nürnbergern unter Vertrag. Im DFB-Pokal könnte ein Duell mit dem Göttinger Ansgar Knauff von Eintracht Frankfurt winken, sofern 96 und die Frankfurter in die zweite Runde einziehen und die Auslosung das Duell ermöglicht.

Sollte Hobrecht in der nächsten Saison in der 2. Bundesliga sein Debüt feiern, dürfte das auch Jubelstürme bei seinem Jugendverein auslösen. Von der C-Jugend bis zur A-Jugend kickte Hobrecht beim 1. SC Göttingen 05. Im Sommer 2024 wechselte Hobrecht dann in den Nachwuchs von Hannover 96.

Gemäß der Regularien der Deutschen Fußball Liga (DFL) werden Jugendvereine späterer Profis im Rahmen der Ausbildungsvergütung am Erfolg der Spieler beteiligt. Von der Ausbildungshonorierung profitieren Amateurvereine, die Debütanten in der Bundesliga und 2. Bundesliga ausgebildet haben. Im Fall von Hobrecht wären das 27.000 Euro, die auf dem Konto von Göttingen 05 eingehen würden – 6750 Euro für jede der vier Spielzeiten.

Auch der SC Hainberg könnte an einem Profieinsatz von Hobrecht mitverdienen. Der Stürmer begann als Fünfjähriger das Fußballspielen beim SCH, wo er von 2011 bis zu seinem Wechsel 2020 zu Göttingen 05 aktiv war. Damit dürfte der SC Hainberg nach einem Profidebüt von Hobrecht mindestens 18.750 Euro erhalten.



Quellenangabe: Göttinger Tageblatt vom 27.06.2026, Seite 30

25.06.2026

Abenteuer Fußball Camps 2026

Wir freuen uns jetzt schon sehr auf die Abendteuer Fußball Camps im Sommer und Herbst.

Anmeldung erfolgt über den Link: https://forms.gle/wP4GDfmTfm2teArt5

Tolles, abwechslungsreiches Programm mit Sport und Spaß bei uns am Hainberg.

Bei Rückfragen sehr gerne bei uns melden.

pepe.huenges@sc-hainberg.de

24.06.2026

Sockenbestellung im SC Hainberg-Look

Liebe Hainberger*innen,   
Verein bedeutet Gemeinschaft! Deshalb möchten wir allen Vereinsmitgliedern, Freund*innen und Fans die Möglichkeit geben, coole Socken im SC Hainberg-Look zu bestellen. Mit dem Kauf der Socken unterstützt ihr gleichzeitig die sozialen Projekte unseres Vereins.💙    

Die Bestellung erfolgt ausschließlich über das Bestellformular und gilt erst als abgeschlossen, wenn der Zahlungsbetrag eingegangen ist. Bestellung: https://forms.gle/rUb9xmjLwYnokHy69  

Die Bestellung läuft bis Sonntag den 05.07.2026 um 24 Uhr!    

Ausgabe der Socken erfolgt dann am Ende bzw. nach den Ferien☀️