22.11.2013

Manni Heyde sagt "Tschüss"

Von Rupert Fabig- Eine ganze Generation Göttinger Fußballer hat schon unter Manfred Heyde in der Kreisauswahl trainiert und gespielt. Spätere Profis wie Torwart Timo Ochs sind in die Schule des 72-Jährigen gegangen, der das Amt als Auswahltrainer der regionalen E-Junioren seit mittlerweile 18 Jahren ausübt. In diesem Winter wird der Göttinger aber letztmalig die von ihm gesichteten Nachwuchsakteure von der Seitenlinie aus betreuen. „Als die Fusion der Fußballkreise Göttingen und Osterode kam, ist mir aufgefallen, dass ich in dem Alter bin, in dem ich langsam mal aufhören könnte“, sagt Heyde.

Als er 1995 gefragt wurde, die Nachfolge von Arno Plumbohm als Kreisauswahltrainer anzutreten, sei für ihn gar nicht absehbar gewesen, welche überregional bekannten Akteure durch seine Hände gehen, so Heyde. Auch Eintracht Braunschweigs Jan Washausen wurde vom gebürtigen Berliner, der in Bremen aufwuchs, einst gesichtet. „Dabei war Jan gar nicht so talentiert, dafür aber klar im Kopf“, erinnert sich der zweifache Vater. Zwei weiteren Göttinger Kickern traut er ebenso den Sprung ins Profi-Lager zu: Mattis Daube und Manuel Mbom, die beide inzwischen ans Fußball-Internat zu Heydes Lieblingsklub Werder Bremen gewechselt sind. Dass er das Duo zuvor unter seinen Fittichen hatte, erklärt sich von selbst. In guter Erinnerung geblieben sind dem studierten Sozialwissenschaftler aber auch einige regionale Größen wie Björn Nolte, Spielertrainer und Torjäger des FC Lindenberg-Adelebsen, der damals noch als Rechtsverteidiger auflief, der Bovender Andreas Dellemann oder das SVG-Trio Florian Evers, Erdem Kazan und Nicola Grimaldi.

Bei den überregionalen Sichtungsturnieren hat sich Heyde über die Jahre mit seinen E-Junioren einen bösen Ruf erarbeitet: „Nämlich den, dass meine Mannschaften immer vorne dabei sind.“ Jahr ein, Jahr aus sichtete Heyde zunächst knapp 70 der besten Spieler aus den Regionen Göttingen, Hann. Münden und Duderstadt. „Es hat mir richtig Spaß gemacht, die Allerbesten raus zu suchen und daraus ein funktionierendes Team zu formen“, sagt der Fußballnarr, der in höchsten Tönen über die von ihm trainierten Spieler spricht. „Ich war immer sehr überrascht, wie gut das technische und taktische Grundgerüst der Jungs war. Über Passspiel und Ballannahme konnte ich häufig nur staunen.“

Von 1975 an ist Heyde bereits Coach im Herrenbereich gewesen, trainierte unter anderem Eintracht Northeim und stieg mit dem SC Hainberg von der Kreisliga in die Bezirksklasse auf, um nur eine Saison später den Durchmarsch in die Bezirksliga zu vollenden. In derart vielen Jahren hat Heyde ein besonderes Gespür für vermeintlich schwächere Spieler entwickelt. „Deshalb habe ich den schüchternen Auswahl-Spielern immer besonders viel Vertrauen geschenkt. Und oft haben die dann ihr Potenzial entfaltet, als das Selbstvertrauen durchkam“, betont der Rentner. Überhaupt schlug Heyde stets die ruhigeren Töne an. „Ich habe in all den Jahren nie geschimpft. Musste ich auch gar nicht, weil die Spieler ja auch von sich besser werden wollten.“

Seinem Nachfolger Daniel Otto traut der angesehene Trainer zu, seine Arbeit erfolgreiche fortzuführen. „Da bin ich zuversichtlich“, so Heyde. Zumal Otto mit Lars Kreitz ein Ex-Auswahlspieler Heydes als Co-Trainer zur Verfügung steht. Einen Assistenten benötigte Heyde übrigens nie. Sichtungen, Training und Turnierorganisation meisterte er mühelos im Alleingang. Der Grund seiner guten Organisation ist im Privaten zu finden: Während seine Frau tagsüber arbeitete, blieb er als Hausmann daheim, hütete Kinder und Haus. „Und wenn meine Frau abends kam, ging es los zum Fußball.“ Demnächst geht es für Heyde vor allem nachmittags los zum Fußball. Die interessanten Spiele im Nachwuchsbereich will er nicht verpassen. Solche Termine seien für ihn ebenso wichtig, wie jeden Sonnabend Bundesliga zu schauen.

Hainberg siegt beim Brauhaus-Cup

Last-Minute-Sieg gegen Landesligisten SC Göttingen 05

Hainbergs Kapitän Paavo Gundlach ging voran (hier eine Szene vom Vorrundensieg gegen Gleichen

GT vom 21. JULI

Bittere Finalniederlage für den Favoriten 1. SC Göttingen 05: Der Fußball-Landesligist unterlag dem Bezirksligisten SC Hainberg im Finale des Einbecker-Lager-Cups mit 0:1. Die Schwarz-Gelben dominierten das Spiel, vergaben aber zu viele Chancen. Hainberg feierte den dritten Sieg in Folge gegen 05.

Göttingen 05 trat in Bestbesetzung beim Vorbereitungsturnier in Grone an. Mit dabei waren Neuzugang und Bezirksliga-Toptorjäger der vergangenen Saison Ingmar Peters, Kapitän Jannis Wenzel sowie die meisten Stammspieler.

Die ersten Akzente des Spiels setzte Hainberg. Boris Munyurwa nutzte seinen Geschwindigkeitsvorteil gegenüber Richard Hehn vor dem Tor aus, schoss den Ball jedoch rechts daneben (22.). Neuzugang Peters zeigte sich erstmals in der 26. Minute, als er zentral den Ball ins Tor hämmerte. Der Treffer zählte aufgrund einer Abseitsposition jedoch nicht.

Fortan bestimmten die 05er das Spiel, schafften es jedoch nicht, den Ball im Tor unterzubringen. „Wir hatten 80 Prozent Ballbesitz in der ersten Halbzeit und sechs hochkarätige Chancen. Daraus müssen wir mehr machen“, sagte 05-Trainer Jan Baruschka.

Göttingen 05 vergibt zu viele Chancen

In der 30. Minute schickte Linus Nolte eine sehenswerte Flanke auf Maximilian Herwig, der jedoch nur Hainberg-Torwart Justus Mühlhausen anköpfte. Kurz darauf kam Nolte erneut an den Ball, setzte ihn aber an den Pfosten (35.).

„05 war die bessere Mannschaft, hatte aber vor allem die vielen Chancen in der ersten Halbzeit nicht genutzt“, sagte Hainberg-Trainer Oliver Hille. Im zweiten Spielabschnitt änderte sich daran wenig. Zu viele Schüsse des Landesligisten gingen direkt in die Arme von Mühlhausen, wie in der 54. Minute, als Laurin Böll die Kugel zu zentral platzierte. Dazu kamen einige Ballverluste in der zweiten Halbzeit.

Allerdings taten sich auch die Blau-Weißen schwer und wirkten offensiv ideenlos. Gegen Ende der Partie nahm die spielerische Qualität immer weiter ab.

Als schon alles nach Elfmeterschießen aussah, gelang dem Bezirksligisten der Lucky Punch. In der letzten regulären Spielminute stand 05-Torwart Fabian Sündram weit vor seinem Tor. Die Hainberger schalteten schnell um, der eingewechselte Mohamed Camara sah das leere Tor und schob zum 1:0-Siegtreffer ein (90.).

„Wir haben auf Konter gewartet. Die Innenverteidiger von 05 sind nicht draufgegangen, so ist Mohamed der Treffer gelungen“, sagte Hille. Für den Erfolg seiner Mannschaft sieht er vor allem einen Grund. „Wenn alle da sind, können wir gut spielen. Wir sind aber eine Studententruppe, da klappt das nicht immer.“

05-Trainer Baruschka war der Frust nach der Partie anzusehen. „So ein Spiel darf man nicht verlieren. Hainberg macht aus zwei Chancen ein Tor. Da werden die Jungs noch etwas daran zu knabbern haben, wenn man als Landesligist gegen einen Bezirksligisten verliert“, sagte er.

In der jüngsten Vergangenheit ärgerte der SCH die Schwarz-Gelben gleich zweimal. Das erste Mal in der Vorbereitung für die vergangene Spielzeit. Beim Cup der Kreis-Sparkasse Northeim setzte sich Hainberg im Halbfinale mit 3:1 nach Elfmeterschießen gegen 05 durch.

Im weiteren Verlauf der Saison trafen sich der SCH und 05 dann erneut – dieses Mal in einem Pflichtspiel. Im Achtelfinale des Bezirkspokals war Göttingen 05 erneut der Favorit und erneut triumphierte der Bezirksligist. Hainberg schlug die Schwarz-Gelben auf eigener Anlage auf den Zietenterrassen mit 3:1.

Hand-&Fingergymnastik

Montags: 13:45-14:30 Uhr
Start: 02.03.2026

Starten Sie mit am 02.03.2026-immer Montags von 13:45-14:30 Uhr-und stärken Sie gezielt Beweglichkeit, Geschicklichkeit und Kraft Ihrer Hände beim                   SC Hainberg.

Gezielte Übungen stärken Ihre Hände, verbessern die Feinmotorik und beugen Schmerzen vor. Ideal bei einseitiger Belastung durch Computerarbeit, im Alter, nach Verletzungen oder zur allgemeinen Prävention.

Samstag, 24.01.26 Roch'n'RollStuhl / Wir sind die Nacht im Exil (Musik Club Göttingen).
Wir möchten die Hürden für Menschen mit Behinderung abbauen und deshalb gibt es an dem Abend einen kostenfreien Fahrdienst (siehe Flyder) für Rollstuhlfahrer zum Exil und wieder nach Hause.
Des weiteren haben Rollstuhlfahrer und eine Begleitperson an dem Abend freien Eintritt. 

Flyer in groß unter: MEHR SPORT / Rollstuhltraining