08.12.2006

Weltmeister im Wartestand...

Fabio Cannavaro jubelt. Konfettiregen. Italiens Kapitän streckt den WM-Pokal in den Berliner Abendhimmel. Dieses Bild vom grandiosen WM-Triumph hat sich den italienischen Tifosi tief ins Gedächtnis eingebrannt und wird in den Gazetten und den TV-Sendungen immer wieder zelebriert, wenn die Rede von der unerwarteten Fußballgroßtat ist. Die andere Seite der Ruhmesmedaille ist, dass die WM-Prämien der Squadra Azzurra für diesen epochalen Sieg noch immer nicht ausgezahlt werden konnten. In Bella Italia muss man sich in Geduld üben - großverdienende Fußballprofis inklusive.


Dass die famosen Weltmeister von den WM-Prämien noch immer keinen Cent gesehen haben, liegt an dem unbekannten, 1999 verstorbenen Schülerspieler Emanuele Riva. Es war der 17. November 1999: Der 14-jährige Abwehrspieler und Kapitän des lombardischen Clubs Viscontini bricht zwei Minuten vor Schluss im Spiel gegen Vigevano zusammen und verliert das Bewusstsein. Er stirbt auf der Fahrt ins Krankenhaus. Die Obduktion ergibt, dass Emanuele an einer angeborenen Herzschwäche gestorben ist.


Daraufhin verklagen Emanueles Eltern den Arzt, der seine Eignung für den Fußballsport attestiert hatte. Der Sportmediziner hatte den Jungen untersucht und für sporttauglich befunden. Außerdem verklagen die Eltern den italienischen Fußballverband, der für die Aufsicht und die Kontrollen der Gesundheit seiner Athleten zuständig ist. Es dauert sechs Jahre, bis das Gericht von Vigevano den Arzt zu einer Haftstrafe von vier Monaten auf Bewährung und den italienischen Fußballverband zu einer Schadenersatzsumme von 750.000 Euro verurteilt. Doch der Fußballverband reagiert nicht.


Eine Odyssee beginnt für die Familie, die ihr Recht auch bekommen will. Der Verband schaltet auf stur. Er behauptet, ihm sei nicht einmal eine Kopie des Urteils zugestellt worden. Also keine Zahlung. Im Mai 2006 beschließt der Anwalt der Familie Riva, die Konten des Verbandes bei der "Banca Nazionale del La Voro" zu pfänden. Aber da gibt es nichts zu pfänden: Die Konten sind leer. Der Verband sei gleichsam mittellos, heißt es. Dann kommt dem findigen Advokaten die zündende Idee. Er lässt die WM-Prämien der Sponsoren pfänden, damit der Verband zur Zahlung des zustehenden Schadenersatzes gezwungen wird.


Das Gericht stimmt dem Antrag zu. Es handelt sich um die vertraglich vereinbarten 12,2 Millionen Euro, die der deutsche Sportartikelausrüster Puma jährlich dem italienischen Verband ausschüttet. Dazu kommen noch weitere vier Millionen Euro Sonderprämie für den WM-Sieg. Am 15. Oktober hätte das Zivilgericht von Vigevano über den Pfändungsantrag der WM-Prämien befinden müssen. Dieser Termin wurde erneut verschoben. Neu verhandelt wird im kommenden Januar.


Bis dann müssen die italienischen Weltmeister auf den finanziellen Zuschlag verzichten. Andererseits ist der Verband bemüht, einen verhängnisvollen Präzedenzfall zu vermeiden und prozessiert weiter. Keine gute Aussichten also für die Prämienanliegen der Weltmeister, wenn man bedenkt, dass Zivilgerichtsklagen in Italien gewöhnlich Jahrzehnte dauern.

07.12.2006

F1 überraschend ausgeschieden!

Das erste Spiel ging knapp mit 0:1 gegen den späteren Tabellenersten verloren, wir dachten es wird zweistellig. Das 2. Spiel gewannen die Kinder mit 5:0 gegen Geismar. Auch die weiteren Spiele wurden nur knapp verloren. Kinder - habt ihr echt super gemacht.

Bei der F-1 versagten jedoch die Nerven. Dies war ein rabenschwarzer Tag fast aller Kinder. Man brauchte aus 4 Spielen nur 4 Punkte um in die nächste Runde einzuziehen, aber selbst das gelang nicht. Die Kinder haben an diesem Samstag das Fußballspielen vergessen oder verlernt. Jason war der einzige, der seine Normalform zeigte. Somit rutschten wir vom 3. auf den 5. Tabellenplatz ab. Damit hatte keiner gerechnet . . .

Für die F-3 spielten: Allesia, Lilith, Johannes, Luca M. und Konstantin (Toni)
Für die F-1 spielten: Omar, Jannes, Jason, Jonte, Henry, Julian M. und Bastian

29.11.2006

Über Hillerse zum nationalen Titel !!

HILLERSE. Ein Großereignis steht am 12. Mai 2007 in Hillerse an. Der TSV richtet in der MBÖ-Arena die Endrunde der Fußball-Niedersachenmeisterschaft für Altliga-Mannschaften (Ü40) aus – als erster Verein im Bezirk Braunschweig.


"Wir haben nächstes Jahr das Highlight in Hillerse", freut sich mit sichtlichem Stolz Uwe Grützmacher, Vorsitzender der Fußballsparte beim TSV Hillerse. Und dies nicht zu Unrecht.


Denn: "Für so einen kleinen Verein ist eine Veranstaltung in dieser Größe nicht üblich", unterstreicht Friedel Gehrke, zuständiger Spielleiter im Altherrenbereich für Ü32- und Ü40-Mannschaften beim Niedersächsischen Fußball-Verband.


Zusammen mit Kurt Schmidt (SV Alfeld), Helmut Königstein und Klaus Oehlers hat Friedel Gehrke (alle TSV Achim) nun die Sportanlage in Hillerse inspiziert – und ist beeindruckt. "Es gibt hier beste Voraussetzungen. Alles bettet sich wunderbar ein", lobt der NFV-Funktionär.


Vor rund zwei Jahren hat sich der TSV Hillerse für dieses Event beworben und überraschend den Zuschlag bekommen. "Wir honorieren damit die Verdienste des TSV, der 2005 sein 100-Jähriges feierte", begründet Friedel Gehrke. Dass diese Veranstaltung nun in Hillerse stattfindet, ist auch an einem Namen festzumachen. Fritz Höfermann, ehemaliger Vorsitzender des Verbandsspielausschusses des NFV, hat sich besonders stark gemacht für den Verein aus dem Gifhorner Landkreis.


Von rund 100 teilnehmenden Mannschaften haben sich 14 Vereine sportlich für die Endrunde des größten niedersächsischen Turniers in dieser Altersklasse qualifiziert. Dazu kommen der TSV Havelse als Titelverteidiger sowie der TSV Hillerse als Ausrichter. Glücksfee bei der Auslosung im Vereinsheim spielte Anke Dürkop, Spielerin bei den zweiten Damen des TSV Hillerse. Gespielt wird am 12. Mai 2007 zunächst in vier Gruppen.


Gruppe A: TSV Hillerse, GW Mühlen, TV Jahn Schneverdingen, TSV Pattensen.


Gruppe B: VfL Löningen, Sachsenross Hannover, TSV Auetal, VfL Wolfsburg.


Gruppe C: RW Damme, SC Hainberg, TSV Drangstedt, SV Olympia Braunschweig.


Gruppe D: TSV Havelse (Titelverteidiger), TuS Heeslingen, TV Bunde, GW Elliehausen.


Übrigens darf sich der Gesamtsieger bei der Endrunde voraussichtlich nicht nur über seinen niedersächsischen Titel freuen. Gleichzeitig kann der erste Platz die Qualifikation für ein Turnier auf Bundesebene bedeuten. "Der DFB beabsichtigt, 2007 zum ersten Mal eine deutsche Meisterschaft für Altliga-Mannschaften dieser Altersklasse auszuspielen", verriet Friedel Gehrke.

20.11.2006

Wieder nur Unentschieden...

GT Bericht: VfB Bad Sachsa – SC Hainberg 1:1 (0:1). Der SCH hatte im ersten Abschnitt mehr vom Spiel. Schweiger und Lohse hätten schon vor der Pause für eine Vorentscheidung sorgen können. Diese beiden Spieler waren es auch, die nach Wiederanpfiff weitere Möglichkeiten gegen das Schlusslicht vergaben. „Wir hätten einen Auswärtssieg gut gebrauchen können. Aber mit dem einen Punkt können wir auch leben. Wir sind eben die Remis-Könige der Liga“, sagte SCH-Spieler Jörg Lohse nicht ohne Selbstironie nach dem Spiel. SC: Wolany – Suhr, Förster, Pfitzner – Thiele, Kapelle, Jansen, Schweiger, Lüdecke – Steinmetz, Lohse (65. Schwalm). – Tore: 0:1 Lohse (43.), 1:1 ET (70.).

13.11.2006

SC Hainberg – TSV Holtensen 1:3 (1:0).

Dem 1:1 sei ein Handspiel des Holtensers Enrico Weiß vorangegangen, während der Handelfmeter beim 1:2 völlig ungerechtfertigt gewesen sei. „Holtensen hatte sicher mehr vom Spiel, aber unsere Abwehr stand sehr gut. Weiß und Stanko bekamen kaum einen Stich“, so Lohse. „Wir können mit dem Ergebnis leben, aber es wäre mehr drin gewesen.

SC: Wolany – Kapelle, Suhr, Pfitzner – Förster, Lüdecke, Steinmetz, Thiele – Schwelm (55. Hosseinzadeh), Schweiger (80. Manns). – TSV: Juric – Hottenrott, Knipper, Tadic – Ercan Beyazit, Erkan, Özkan Beyazit, Ghökan Beyazit, Rieck – Weiß, Stanko 85. Grimme). – Tore: 1:0 Steinmetz (41.), 1:1 Özkan Beyazit (47.), 1:2/1:3 Ercan Beyazit (56.; HE/75.)).