08.07.2020

Neue Juniorcoaches am Hainberg

Ole Fröhlich führt junges Trainerteam bei den F-Junioren

Frieder, Till, Perri, Mahjar und Ole (v.l.) bilden künftig das Trainerteam für den Jahrgang 2013

(jl) Mit einem jungen Trainerteam geht die Trainingsgruppe von Ole Fröhlich in die neue Saison. Als Teammanager und Mentor führt er die Spieler des Jahrgangs 2013 mit Perrin Willmann (15), Mahjar Nekuenia (15), Frieder Behrendt (15) und Till Krieft (11) in die neue Altersklasse der F-Junioren.

Während Till (aus der neuen D2) sowie Perrin (B1) schon über ein halbes Jahr dabei sind, sind Mahjar  und Frieder in den letzten Wochen neu eingestiegen. „Angesichts des großen Kaders von fast 20 Spielern kommt die Unterstützung gerade recht. Die Jungs sind von den Youngstern begeistert und können viel von ihnen lernen“ berichtet Ole von den ersten gemeinsamen Einheiten unter Corona-Bedingungen.

Eingefädelt wurde der Trainer-Deal von Jugendkoordinator Roman Müller, der von dem Interesse von Stützpunktspieler Mahjar und Mittelfeldstratege Frieder gehört hatte. Zusammen mit Perrin haben sie in der abgebrochenen Saison mit den C1-Junioren den Aufstieg in die Landesliga nur knapp verpasst. Jetzt möchten sie zusammen in der B1 oben mitspielen. Das Trainerdasein finden alle klasse und auch menschlich befinden sich die fünf auf einer Wellenlänge.

Für ihn ist das Trainerteam fast eine Blaupause für andere Mannschaften im Basis Bereich. „Die Situation in der F2/ F3 ist nahezu perfekt“ so Roman Müller. "Junge Talente aus dem eigenen Verein werden von einem älteren, erfahreneren Trainer gecoacht und verantwortlich eingebunden. Wenn sie jetzt auch noch zeitnah ihren Trainer-C-Schein machen, wäre das Glück perfekt!"

Dafür, dass so etwas auch über mehrere Spielzeiten gut funktioniert, gab es in den letzten Jahren schon einige Vorbilder. So arbeitet das Trio Max Hobrecht, Luc Dettmar und Benni Krieft (als Teammanager) schon seit drei Jahren erfolgreich zusammen und sind als 2009er-Team mit vier Auswahlspielern mittlerweile in der D angekommen. Gleiches gilt seit 2 Spielzeiten für Miran Hamza, Thorben Linne und Steffen Schulze in der neuen F1 (2012er). Im Jahrgang 2008 (D3/ D4) gelang diese Entwicklungsarbeit Andre Kaufmann mit Mathis und Luis Schneider sowie Marcel Klapproth und Simon Voigt als Juniorcoaches. In der neuen E 1 profitiert Youngster Aucan Vöhringer von der Zusammenarbeit mit Tobias Stange und Mohammed Mabrouk, in der E2 Giovanni Noriega von der Unterstützung durch Eduard Hecht.

„Mit unseren Spielervätern haben wir genau die richtigen Typen gefunden, die ihren Juniorcoaches Freiraum lassen, aber in entscheidenden Momenten auch die notwendigen Tipps und Korrekturen geben können und ihnen organisatorisch den Rücken frei halten können.“ So Roman Müller, dessen Dank auch den Trainer wie Lars Willmann und Helmut Hobrecht gilt, die solche Talente in den letzten Jahren entwickelt haben.

10.06.2020

MTB-Einsteiger-Workshop

Start am Sonntag, 14. Juni um 10:00 Uhr vor der Funsporthalle

Organisator Hajo Rosenbrock und MTB-Trainer Carl Leffers

(rm) Der Hainberg entdeckt das Zweirad wieder. Nach dem E-Lastenfahrrad kommen jetzt auch die Mountainbiker ins Rollen.

Am kommenden Sonntag, 14. Juni findet der erste Einsteiger-Workshop. Start ist um 10:00 Uhr vor der Funsporthalle. Eingeplant sind ca. 3 Std. Organsiert wird das Angebot von Hajo Rosenbrock, der auch die Anmeldungen unter 0176-80137554  entgegennimmt.

Geleitet wird der Einstieg in Fahrtechnik und Sicherheit mit Trailerkundungen im nahen Stadtwald von Carl Leffers.

Das Mindestalter beträgt 13 Jahre. Mitzubringen ist ein eigener Helm. Handschuhe, Trinkflasche und eigene Verpflegung werden empfohlen. Die TN ist kostenlos. Für Einsteiger stehen 5 leihräder zur Verfügung (Nachfrage bei Anmeldung!)

 

07.06.2020

Training to go

D1 startet effektives Hometraining mit guter Ausstattung

Trainingspakete für die D1

(fh) Nach einem erfolgreichen aufnehmen des Trainingsbetriebs wieder ein derber Rückschlag. Der Trainingsbetrieb muss für weitere 14 Tage unterbrochen werden.

Doch die Trainer der D1 lassen sich nicht unterkriegen. Nach einem kurzen Planungsgespräch machten sie sich am Nachmittag des 6. Juni auf große Fahrt;) und fuhren jeden Spieler ihrer Mannschaft ab. Die Fahrt ging bis nach Scheden und Dransfeld, alles mit dem Hintergedanken: Nur das Beste für die Spieler! Mit kleinen vorbereiteten Trainingspaketen die Springseile, Tennisbälle, kleine Fußbälle und viele andere Trainingsmaterialien umfassten, wollen sie ihren Spielern die nächsten zwei Wochen Hometraining erleichtern. Mit Anleitungen über Online-Konferenzen oder Erklärvideos soll das Training in Zukunft wieder reibungslos ablaufen.

Laut Trainer Johann und Florian könne man das Hometraining jetzt noch effizienter und professioneller aufziehen, durch die vom Trainerteam finanzierten Trainingsmaterialien.

Das wichtigste ist, dass die Kinder in dieser für uns alle sehr schwierigen Zeit den Spaß am Fußball nicht verlieren und gleichzeitig durch gut geplantes Training vielleicht mit kleinen Fortschritten aus der Hometrainingszeit kommen, erzählt Trainer Florian. Das ist unser Ziel und dafür geben wir Tag täglich alles!

05.06.2020

Bäume als Zeichen der Verbundenheit zwischen dem SC Hainberg und seinen Nachbarn

12 Familien aus der Therese-Huber-Straße stiften zwei Maronen-Bäume

Vier Spaten für ein Hallelujah - Benni Krieft, Andre Pfitzner, Hanns-Christoph Lutz und Jörn Lührs

(rm) Der Hainberg wird um zwei Bäume reicher, genauer gesagt um zwei Maronen. Sie sind das neue, sichtbare Zeichen guter Nachbarschaft zwischen dem SC Hainberg und seinen unmittelbaren Bewohnern in der Therese-Huber-Straße, die oberhalb des Vereinsheimes und Funsporthalle verläuft.

„Der SC Hainberg ist mit seinen Angeboten und seinem gesellschaftlichen Engagement ein toller Nachbar“ erklärte Hanns-Christoph Lutz stellvertretend für die 12 Familien bei der Übergabe der Bäume an die Hainberger. „Unsere Kinder kommen gern hierher, ohne dass meine allerdings bisher Mitglied sind“ so Lutz weiter.

Andre Pfitzner, stv. Vorsitzender beim Zietenclub, freute sich nicht nur über die beiden Maronen sondern auch darüber, dass das Konzept der offenen Sportstätte funktioniere. „Viele haben uns damals davor gewarnt, doch letztlich macht genau das eine gute Gemeinschaft aus, von der wir als Verein und unsere Nachbarn profitieren!“

Jörn Lührs, stv. Geschäftsführer der GöSF, die die Göttinger Sportstätten betreibt, stieß ins gleiche Horn und kündigte gleichzeitig an, dass die geplante Modernisierung der Sportanlage nach den Sommerferien starten soll. Das werde das Gelände auf den Göttinger Terrassen noch einmal aufwerten, so Lührs, der auch die vier Spaten für den Fototermin mitgebracht hatte.

Richtig eingepflanzt werden die beiden Maronen am morgigen Samstag. „Dann rücken wir mit mehr Personal und mit Spitzhacken an“ kündigte Benjamin Krieft an, der mit seiner Familie in Hausnummer 1 die Einwohnerschaft anführt.

30.05.2020

Unerwartete Spende aus Braunschweig für die Hainberger Jugend

wunderbare Zusammenhänge

(pw) Manchmal geschehen Dinge, deren zeitliche Zusammenhänge Größeres vermuten lassen. So geschehen vor kurzem in Corona-Zeiten. Es begann mit einem zufälligen Treffen zwischen Hainbergs Nr. 1, Richard Jankowiak und Jugendkoordinator Roman Müller auf der Treppe des Vereinsheims. Der zweite ging, der erste kam und hatte eine Reihe von Vereinsheften aus früheren Hainberger Jahrzehnten im Gepäck, um sie bei Geschäftsführer Gustav Bode für das Vereinsarchiv abzugeben.

Roman Müller griff einfach mal hinein und zog ein Heft aus dem Jahr 2004 aus Ritchies Beutel. Darin fand er einen Artikel von einem Hallenturnier mit seinen damaligen D-Junioren des Jahrgangs 1991/ 92. Unter dem Titel "Die Leiden des Roman M." hatte der damalige Pressewart Michael Meseke seine Erlebnisse als Zuschauer des Turniers eindrucksvoll festgehalten. Mit dabei ein gewisser Nico Schatzler, damals 12 Jahre alt.

Einen Tag später ploppte genau von diesem Nico Schatzler eine Mail bei Andre Pfitzner und Roman Müller auf. Er möchte die Hainberger Jugend in den schwierigen Zeiten gern mit einer Spende unterstützen stand in den Zeilen von Nico, der mittlerweile in Braunschweig lebt.

Zufall oder höhere Verbindungen? Bemerkenswert war der der zeitliche Zusammenhang in jedem Fall und bemerkenswert war auch die Höhe der Spende im dreistelligen Bereich. "Das sind Momente, in denen du merkst, dass sich dein Einsatz gelohnt hat" freute sich Jugendkoordinator Roman Müller, der das Geld in den Aufbau eines Juniorteams investieren möchte. Aktuell entwickelt er zusammen mit den Juniorcoaches Johann Behrendt, Florian Härtel, Miran Hamza, Max Hobrecht sowie Lars Willmann ein Konzept für den Basisbereich.

30.05.2020

Jeder KM zählt - Hainberger E1 unterstützt den Göttinger Solospendenlauf für das Kinderhaus Göttingen

Mitmachen können alle bis Pfingstmontag

Die Hainberger U 11 unterstützt den ersten Göttinger Sololauf zugunsten des Kinderhauses Göttingen. "Laufen oder Radfahren und gleichzeitig etwas gutes tun" ist das Motto der Aktion vom Sportbündnis "Jedes Training zählt!".

Die E1 von Max Hobrecht, Luc Dettmar und Benjamin Krieft würde sich freuen, wenn weitere Hainberger Teams und deren Eltern ihrem Beispiel folgen.

Weitete Infos findet ihr unter https://goettingersololauf.de/mitlaufen

https://goettingersololauf.de/mitlaufen

12.05.2020

"New Balls" - B startet nach Lockdown in das Training

Möbel Jäger spendet für neue Bälle

Hainbergs B-Junioren - Training mit Abstand und neuen Bällen

(rm) Mit neuen Bällen sind die Hainberger B-Junioren in das erste Training zu Corona-Bedingungen gestartet. Verantwortlich dafür ist das Möbelhaus Jäger mit einer Spende. Hergestellt hatte den Kontakt Bianca Koch, Mutter von Keeper Jonas.

"Liegen gut am Fuß" meinte Kapitän Bela Bahrami bei ersten Praxistest auf dem Kunstrasen im Jahnstadion. "Die Jungs haben die Hygienevorgaben und Abstandsregeln gut befolgt" lobte Trainer Roman Müller seine 11 Spieler. Diese Woche wird in zunächst in zwei Gruppen am Ball trainiert, um zu sehen, wie sich die Vorschriften umsetzen lassen. Die jeweils andere Gruppe bekommt für den Tag  "Hausaufgaben".

"Schon ungewohnt, nur für sich zu dribbeln und Pässe zu spielen. Das Abschlussspiel fehlt schon!" so Miran Hamza, der seine Mitspieler mit Vollbart überraschte, sich aber wie alle anderen freute, die Jungs mal wieder live zu sehen.

09.05.2020

Techniktraining für Groß und Klein von Till

Hainbergs jüngster Juniorcoach organisiert Online - Training

Live aus dem Wohnzimmer - Till Krieft zeigt seinen Kickern Übungen mit dem Ball, Bruder Mats ist konzentriert dabei.

(of) Die G-Jugend des SC Hainberg bleibt trotz gesperrter Trainingsplätze am Ball. Co-Trainer Till leitet das Training über Tablet und bringt die Übungen virtuell in die Kinderzimmer der Spieler. Die begeisterten Kinder entwickeln ihre Technik am Ball weiter, die Eltern bekommen ein Techniktraining in Mediennutzung. 

Bis zu 15 Teilnehmer sind bei den Trainingssessions eingeloggt und trainieren fleißig. Dass noch nicht alles perfekt beherrscht wird, merkt vor allem die Zimmereinrichtung. Da können Volltreffer schon mal teuer werden. 

25.04.2020

Atemschutzmaske und Gutschein zum 70. Geburtstag

Glückwünsche für Gustav Bode nach "Corona-Art"

Glückwünsche mit Abstand und Schutzmaske, Geschenke aus dem Fischernetz von Hainberger Weggefährten der der letzten 25-40 Jahre.

(rm) Besondere Umstände erfordern besondere Maßnahmen. Eigentlich hatte Hainbergs Geschäftsführer Gustav Bode eine größere Feier geplant. Doch C 19 (nicht CR 7) machte ihm einen Strich durch die Rechnung.

Trotzdem gab es für „Gustavo“, der 1981 als Fußballer der 2. Mannschaft zum SC Hainberg kam und seit 1988 die Geschäfte führt, eine kleine Geburtstagsüberraschung. Mit gebotenem Abstand und jeweils gut sitzender Atemschutzmaske gratulierten ihm seine Vorstandskollegen Jörg Lohse, Andre Pfitzner, Roman Müller, Christoph Lehmann sowie Ehrenvorsitzender Richard Jankowiak und sein langjähriger Badminton-Weggefährte Kalle Cremer.

Die Gladbacher Schutzmaske kam sofort zum Einsatz, die Einlösung des Gutscheins für das Gasthaus Lockemann muss dagegen noch etwas warten.

 

24.04.2020

A-Junior Jona Willms: „In dieser Situation gibt es nicht die beste Lösung“

Schüler der IGS Geismar legt unter besonderen Voraussetzungen sein Abitur ab und möchte Jugendtrainer beim Hainberg werden

Jona Willms ist Schüler an der IGS Geismar und plant im Sommer seinen Einstieg ins Trainergeschäft der Hainberger Jugend

GT vom 24.04.2020, von Vicky Schwarze

Das Abitur in der Tasche haben, den Abiball genießen, einfach einmal unbeschwert sein und Zeit haben. Fußball spielen, die C-Lizenz machen, vielleicht sogar eine Mannschaft trainieren – mit solchen Dingen wollte sich der Göttinger Jona Willms nach seiner Schulzeit an der IGS Geismar beschäftigen. Unbeschwert ist der 19-Jährige schon längere Zeit nicht mehr, nämlich seitdem feststeht, dass die Abiturprüfungen alles andere als normal ablaufen werden.

Von einem „großen Schock“ spricht Willms, der beim SC Hainberg in der A-Jugend spielt und dort Kapitän ist („die Saison hat ja auch einen anderen Verlauf genommen, als wir das gedacht haben“), als er davon erfuhr, dass die Schulen geschlossen werden. Freude darüber konnte er im Gegensatz zu einigen anderen nicht empfinden, ganz im Gegenteil. „Man hätte sich gefreut, dass man vor dem Abitur noch zwei Wochen die Regelmäßigkeit des Lernens gehabt hätte. Ich hätte das superwichtig gefunden“, erzählt er, der sein Abitur in Mathe, Chemie und Erdkunde ablegen wird.

Ob er sich freut, dass am 27. April der Unterricht wieder anläuft? „Ich bin da sehr im Zwiespalt. Auf der einen Seite sind es ja freiwillige Termine, die man eigentlich nicht verpassen möchte, auf der anderen Seite setzt man sich auch dem Risiko aus. Denn niemand weiß ja so ganz genau, wie es eigentlich alles ablaufen wird.“

Hände desinfizieren, bei einer mehrstündigen Abiklausur einen Mundschutz tragen, kein Kontakt mit den Mitschülern – für ihn schwer vorstellbar. „Man kann sich nicht einmal abklatschen“, empfindet Willms, der Mitglied in der IGS-Bigband ist („Ich spiele Posaune, nicht besonders gut, aber mit viel Spaß“), die Situation als ausgesprochen belastend.

„Ich habe zwar in meiner Familie niemanden, der zur Risikogruppe gehört. Aber wenn ich mir vorstelle, dass meine Mutter dazu gehören würde, und ich sie anstecken würde, hat das schon etwas sehr Erschreckendes“, verdeutlicht er. Von seinen Großeltern hält er sich weitestgehend fern, geht ihnen aber mit Gefälligkeiten wie Einkaufen zur Hand. „Meinem Großvater habe ich Erde für sein Hochbeet besorgt, damit er sich im Garten beschäftigen kann.“

Über das sogenannte „Durchschnittsabitur“ ist innerhalb seines Jahrgangs auch diskutiert worden. Gerade, als sich die Situation immer mehr zugespitzt hat. „Als ich gesehen habe, dass man in Spanien aus einer Eishalle eine Leichenhalle gemacht hat, da war ich schon sehr schockiert. Natürlich möchte ich gern mein Abitur schreiben, immerhin hat man die ganze Zeit daraufhingearbeitet. Es gibt einfach in dieser Situation keine beste Lösung“, stellt Willms klar.

Was ihn im Vorfeld der Prüfungen mit am allermeisten belastet, ist der Umstand, dass es nicht möglich ist, sich zur Vorbereitung in Lerngruppen zu treffen. „Ich habe beispielsweise für das Vorabi nur in Lerngruppen gelernt. Ich könnte mich gar nicht erinnern, wann ich einmal allein gelernt habe. Wir haben uns gegenseitig motiviert“, erinnert sich Willms.

Nun bemüht er sich mehrere Stunden am Tag, den Stoff zu vertiefen. „Es geht sehr schleppend voran“, gibt er unumwunden zu. Eines weiß er ganz genau: Er muss die negativen Gedanken möglichst schnell aus seinem Kopf bekommen, da sie ihn mehr behindern als ihm nützen. Denn trotz der schwierigen Ausgangslage möchte er ein gutes Abi ablegen und dafür kämpfen.

Sich für etwas einsetzen und dafür kämpfen, diese Eigenschaften schätzt er bei seinem sportlichen Vorbild, Joshua Kimmich vom FC Bayern München. „Der kämpft immer und setzt sich 100 Prozent ein, ist absolut fokussiert. Das macht ihn so sympathisch“, findet Willms, der eigentlich Fan des SV Werder Bremen ist – „läuft im Moment nicht so gut“.

Einen guten Verlauf wünscht Willms sich im Mai, wenn die ersten Prüfungen anstehen, für sich und seine Mit- schüler. Und will versuchen, bis dahin stets fokussiert zu bleiben, wie sein Vorbild.

0:2 in Nörten - Chancen zum Punktgewinn waren vorhanden

Erkner will auf der Einstellung aufbauen

"Nörten hatte nicht mehr Chancen, hat ihre aber besser genutzt als wir." Neu-Trainer Dennis Erkner war mit der Leistung und Einstellung seiner Mannschaft zufrieden.

Nach nur drei Trainingseinheiten, die Erkner mit der Mannschaft zusammen arbeiten konnte, entschied er sich dafür mit Yannick Broscheit einen A-Jugendlichen in der Viererkette zu bringen. Eines vorweg - er machte seine Sache sehr gut. Im Mittelfeld begannen die lange angeschlagenen und verletzten Lüdecke und Sange und "Boller" spielte ganz vorne im Sturmzentrum.

Und Hainberg legte los wie die Feuerwehr. Bissig in den Zweikämpfen und selbstbewusst im Spiel nach vorne erspielte sich die Erkner-Elf die ersten Chancen. Doch weder Gianni Weiß nach einem fulminanten Schuß aus 25 Metern an den Pfosten, noch Boller im Nachschuß hatten das Quentchen Glück auf ihrer Seite (4.). Nach etwas mehr als zwanzig Minuten musste der starke Frederic Pense (er steht auf http://goettingen.sportbuzzer.de/bezirksliga-braunschweig-staffel-4/artikel/wahl-zum-helden-der-woche-14/9337/8 zum Spieler der Woche zur Wahl) dann trotzdem hinter sich greifen. Nach einem Einwurf für Hainberg erkämpften sich die Nörtener den Ball und spielten ihn in ihrer gewohnt schneller Art und Weise zwischen die Viererkette. Thiele bedankte sich und schoss, noch von Erik Parusel abgefälscht, das 1:0 (23.).

Bis zur Pause passierte nicht mehr viel. Keseling schoss noch einen Freistoss aus aussichtsreicher Position in die Mauer. Dann ging es in die Kabine.

Nach dem Wechsel entwickelte sich eine hitzige, aber immer faire Partie. Steven Hühold gab das Comeback für seinen Heimatverein und brachte gleich viel Schwung auf die rechte Mittelfeldseite. Zu richtigen Torchancen reichte es aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Im Gegenteil: nach einem langen Befreiungsschlag der Hausherren war unsere Viererkette einmal nicht sortiert und Julian Keseling, Ex-Oberligaspieler vön Göttingen 05, spekulierte richtig und ließ Pense aus kurzer Distanz keine Chance. 2:0 (58.).

Aber wer jetzt erwartete das die Hainberger auseinander fielen, lag falsch. Immer wieder von draußen angetrieben (Erkner war emotional so engagiert, dass der Schiedsrichter ihn verwarnte) kamen sie nun zu echten Torchancen. Doch Paul Müller (73.) und Weiß (81.) vergaben aus guten Positionen. Und auch der Schiedsrichter spielte wieder einmal nicht mit. Nach einem klaren Foul an "Boller" im Sechzehner entschied der Referee das Spiel weiter laufen zu lassen (84.). Eine, später auch von Nörtener-Seite zugegebene Fehlentscheidung.

Seis drum. "Hainberg kämpft und lebt.", "Warum ihr da unten steht, versteh ich nicht!", "Ihr wart heute echt nicht nicht schlechter." waren nur einige Aussprüche von Nörtenern, Zuschauern und Presse.

Das wir uns davon nichts kaufern können, wissen wir auch. Trotzdem glauben wir noch an uns. Bis zum letzten Spiel, bis zur letzten Sekunde. Denn wir sind???     HAINBERG!!!!!!

 

Forza SCH

Bruno Kassenbrock

Yannick Broscheit aus der A-Jugend bekam von Neu-Trainer Erkner das Vertrauen und spielte über 90 Min eine gute Partie.