09.05.2014

A-Jugend gewinnt 4:0 gegen JFV Rotenberg

Im Bild: Henrik von Richthofen feierte sein Debüt, nach langer Verletzungspause!

Spiele gegen den JFV Rotenberg waren immer etwas Besonderes. Vor zwei Jahren kämpften wir gemeinsam gegen den Abstieg aus der Bezirksliga und in der letzten Saison waren wir Konkurrenten um den Aufstieg. Es waren immer umkämpfte, aber faire Spiele, die letztlich auch dazu geführt hatten, dass sich die Teams und die Verantwortlichen im Umfeld mit gegenseitigem Respekt begegnet sind.
So auch in diesem Jahr. Wir hatten das Pokalspiel in Hilkerode verloren und das Hinspiel auswärts zwar 3:0 gewonnen, hatten dafür aber auch eine starke Leistung abliefern müssen. Wir waren also gewarnt.
Wir brauchten dann auch einige Zeit, um uns Torchancen gegen die junge Mannschaft der Gäste, die aus vielen Spielern des Jahrgangs 96 besteht, zu erspielen. Es war dann im Anschluss an einen Eckstoß Alex Kern, der den Ball in der 31. Minute zum 1:0 ins Tor schoss. Die Rotenberger mussten nun von ihrer defensiven Grundeinstellung etwas abrücken. Insbesondere der Rotenberger Jonathan Schäfer versuchte ein ums andere Mal, die Hainberger Abwehr zu überwinden. Aber alle Bemühungen der Gäste blieben ohne Erfolg.
Als dann erneut Alex Kern noch vor der Halbzeit das 2:0 erzielte, war unser Spiel gesichert. Die Gäste konnten sich keine wesentlichen Spielanteile mehr erarbeiten.
In der zweiten Halbzeit schossen dann Achmed Simsek und Alex Kern noch die Tore zum 4:0 Endstand. Eigentlich lief die Partie auch problemlos und ohne größere Ereignisse ab, wenn sich nicht der Trainer der Gäste einen unrühmlichen und disqualifizierenden Auftritt geleistet hätte.
In einer knappen Situation vor unserem Tor verletzte sich einer der Gästespieler so sehr, dass er zunächst liegenbleiben musste. Der Gästetrainer wollte - allerdings als Einziger - in dieser Situation ein Foul gesehen haben und ging - ohne vom Schiedsrichter aufgefordert worden zu sein - auf den Platz in Richtung des verletzten Spielers. Als ihn der Schiedsrichter des Feldes verwies wandte er sich an Gidion Oware, dessen Eltern aus Afrika stammen, und beleidigte diesen als " Bananenfresser". Aufgebracht durch diese rassistische Beleidigung wurde der Gästetrainer zur Rede gestellt und dabei angestoßen. Er nutzte die Gelegenheit zu einem spektakulären Sturz.
Ein Jugendtrainer, der Jugendspieler rassistisch beleidigt? Eine unglaubliche Aktion. Dann wollte er mit seinem bühnenreifen Sturz auch noch einen Spielabbruch provozieren.
Es ist dem besonnenen Schiedsrichter und der Tatsache, dass alle Spieler, egal ob Hainberger oder Rotenberger, sich von einem solch grotesken Auftritt distanzierten, zu verdanken, dass das Spiel weiter ereignislos zu Ende gespielt wurde.
Was auch immer das Kalkül des Gästetrainers in diesem Moment gewesen war, so hat er in jedem Fall eine Grenze überschritten, die nicht nur im Jugendfussball unverrückbar ist. Eine Vorbildfunktion kann er nicht mehr ernsthaft wahrnehmen.
Schade, aber unserem Respekt gegenüber der Rotenberger Mannschaft hat es keinen Abbruch getan. Bleibt diese junge Mannschaft zusammen, wird sie auch in der kommenden Saison ein guter Gegner sein, wie in der Vergangenheit. Aber hoffentlich mit einem anderen Verantwortlichen an der Seitenlinie.
 
SC Hainberg:

Schumacher, Kuklinski-Jerzyk-Broscheit-Heckmann, von Richthofen-Özcan-Hille- Goran-Kern, Mugammes.

Eingewechselt: Simsek, Rammert, Oware

 

Coaches: Hille/ Kolb/ Dreher



05.05.2014

Mal was Neues: Spielabbruch!

Das Spitzenspiel in der A-Jugend Bezirksliga zwischen Fortuna Lebenstedt und dem SC Hainberg schafft es nicht bis zum regulären Ende. Kurz vor Schluss, sagen wir mal etwa 87. Minute, bricht der Schiri das Spiel ab.

Gewitter? Dunkelheit? Platzsturm? Heuschrecken? Nein, nein, Rudelbildung und für den Schiri nicht mehr zuzuordnende Beleidigungen und Schubsereien sorgen für ein unrühmliches Ende der Partie beim Stand von 1:1.

Schade, denn trotz aller Rivalität und Intensität der Zweikämpfe, war das kein bösartiges, unkontrolliertes oder gar überhartes Spiel. Alle Beteiligten haben - nach unserem Eindruck - auch kühlen Kopf in der brenzligen Situation bewahrt. Na ja, fast alle. Ein, zwei Kandidaten beider Mannschaften ließen sich weder von Trainern noch von Mitspielern beruhigen. Das nun gerade diese Experten am Abend zuvor am Coolnesstraining nicht teilgenommen hatten, belegte einerseits die Effektivität der Veranstaltung, machte aber andererseits auch deutlich, dass die Teilnahme nächstes Mal doch verpflichtend sein sollte. Mal wieder "ein Schlag in die Fresse" der Trainer. Es ist zum Verzweifeln!

Und was nun? Keine Ahnung. Schade, dass Jonas Hilles sehenswerter Treffer zur 1:0 Führung wohl für die Katz war. Aber auch gut, dass der Ausgleichtreffer durch den allzeit gefährlichen Stürmer "Leo" der Fortunen bedeutungslos bleibt.

So was hatte ich auch noch nicht. Ob der Spielabbruch nun wirklich erforderlich war, kann und soll allein der Schiri beurteilen. Wenns denn sein muss fahren wir auch noch einmal nach Salzgitter. Dauert ja nur etwa sechs Stunden der Spaß!

Für alle Spieler (egal ob Hainberger oder Fortune), die das hier lesen: könnt ihr nicht einfach mal eure Schnauze halten und einfach nur Fussball spielen?! Dafür waren wir dahin gefahren. Vielen Dank für das Gespräch.

 

Klaus Kolb und Olli Hille

 

 



04.05.2014

"Coolnesstraining" für Hainberger A-Junioren

Workshop mit der Jugendgerichtshilfe

"Ey, du Sackgesicht!", ruft einer in den Raum. Er hat den kleinen blauen "Drecksauball" in der Hand. Er soll sein Gegenüber provozieren, beleidigen. "Du bist ein echt netter Kerl", erwidert ganz entspannt das "Sackgesicht". Er hat den kleinen roten Ball, den für das Positive, in der Hand.

Was ist los bei der A-Jugend des SC Hainberg? Sind die noch ganz frisch da?

Na ja, diese Frage hatten wir Trainer uns im Laufe der Saison dann doch leider mehrere Male stellen müssen, nachdem wir uns in zwei Pokalspielen mit bemerkenswerten drei Platzverweisen, in einem Freundschaftsspiel in der 89. Minute mit einer weiteren roten Karte und im Übrigen bei  belanglosen Situationen mit weiteren "Beinahe-Rot" Entscheidungen konfrontiert sahen. Unsere Versuche der Einflussnahme ("Also Leute, hört mal zu, so kann das doch nicht weitergehen ... ihr schadet doch euch und der Mannschaft ... wir schwächen uns durch solche Aktionen ... blablabla ...") waren so ergiebig, wie der Versuch Wassermelonen in der Sahara anzubauen. Allerdings ohne Bewässerung.

Die Kontrollverluste und deren Folgen, haben uns ja nicht nur aus sportlicher Sicht geschadet. So wollten wir als SC Hainberg auch nicht wahrgenommen werden. Fairness und Anstand sind zentrale Anliegen unserer Arbeit als Trainer. Eine rote Karte für einen unserer Spieler wegen einer Unsportlichkeit war für uns jedes Mal "ein Schlag in die Fresse", unerträglich.

Wir haben uns Hilfe vom Experten geholt. Herr Schubert von der Jugendgerichtshilfe in Göttingen (und leidenschaftlicher Fußballfan der (kleinen) Borussia aus Dortmund) erklärte sich bereit, eine konzentrierte Fassung eines Aggressionskontrolltrainings mit uns durchzuführen. Was sonst für wiederholt auffällige gewaltbereite Jugendliche in mehreren Sitzungen erarbeitet wird, sollte an einem Nachmittag in kompakter Form verdeutlicht werden. Es ging ja auch nicht darum, Straftäter wieder auf die richtige Spur zu bringen, sondern das Bewusstsein für die Abläufe und Mechanismen, die unkontrolliertes, aggressives Verhalten hervorbringen, zu schärfen. Wie dirigiert mich eigentlich ein anderer durch seine Beleidigung? Wie kann ich auf Beleidigungen, Grenzüberschreitungen eigentlich reagieren, ohne die eigene Kontrolle zu verlieren? Respekt, Aufmerksamkeit und Disziplin als Kernbegriffe für selbstbewusstes und konfliktvermeidendes Verhalten in "Krisensituationen".

Leider waren nicht alle Spieler dabei. Aber die, die da waren, haben viel Interessantes und Hilfreiches gehört und gesehen, haben viel gelacht und sich vielleicht auch ein bisschen besser kennengelernt. Eine sinnvolle Aktion, soviel war am Ende der etwa zweistündigen Sitzung sicher. Herrn Schubert und der Stadt Göttingen, die diese Sache unterstützt hatte, gilt unser Dank für das Engagement.

Gibt es jetzt keine roten Karten mehr? Wenn es doch so einfach wäre. Aber es ist ein weiterer - und wenn auch nur kleiner - Schritt auf dem Weg, den wir verfolgen: der Weg zum fairen, anständigen Sportsmann. Das klingt vielleicht ein bisschen blöd und veraltet, uns ist es aber ein Anliegen.

Und es ist mit Sicherheit was hängengeblieben, denn egal was passiert, so hört man doch einen in den Raum rufen: "Ich find dich schön!"

Vielen Dank an dieser Stelle an die Jugendgerichtshilfe der Stadt Göttingen sowie an herrn Schubert für die interessanten zwei Stunden.

Klaus Kolb, Christian "Spaghetti" Dreher und Olli Hille

 



29.04.2014

Hainberger A-Jugend gewinnt zum "Saisonauftakt" in Goslar !

Hainberger A-Jugend gewinnt zum "Saisonauftakt" in Goslar

 

Also gleich vorweg: natürlich war das kein "Saisonauftakt", aber von einem Spiel Anfang März abgesehen haben wir nun, Ende April, endlich mit unserer Rückrunde begonnen. Dementsprechend holprig war auch der erste Auftritt. Fast so, wie der Untergrund auf dem wir spielten. Aber das war ja auch keine Überraschung. Es konnte ja keiner ernsthaft damit rechnen, dass wir im Stadion des Regionalligisten Goslarer SC spielen würden. Schade!

Die erste Halbzeit war nicht so schön. Natürlich wollten die Jungs aus Goslar uns als erstes Team der Liga besiegen. Und wir hatten nicht gerade die spielerischen Mittel, um uns deutliche Vorteile zu verschaffen. Im Gegenteil, wir machten so viel Fehler im Spielaufbau und beim sogenannten "letzten Pass", dass sich ein munteres Hin- und Hergerenne beider Mannschaften ohne fußballerische Leckerbissen ergab. Mehr gibt es zum ersten Durchgang nicht zu sagen.

Torlos in die zweite Hälfte.

Das Spiel veränderte sich. Nachdem wir durch mehrere Eckstöße unmittelbar nacheinander erheblichen Druck auf das Tor der "Kaiserpfälzer" (so, jetzt ist auch der kulturelle Bezug zu Goslar eingearbeitet, ->Kaiserpfalz) entwickelten, vergurkten wir den rausgeschlagenen Ball in unserer Viererkette und luden den pfeilschnellen Ex-Weender Dogan ein, den Ball zur 1:0 Führung für die Heimmannschaft einzuschieben. Keeper Frédéric Pense ohne Chance.

Egal, wir waren trotzdem auf dem richtigen Weg. Die Goslarer rackerten nun wie die Bergleute (Kultur! ->Rammelsberg), um den Ausgleich zu verhindern. Vergebens! Jonas Hille schnappt sich den Ball, tritt an, Doppelpass mit Achmed Simsek, Ballmitnahme in hohem Tempo, Schuss, Tor! Endlich mal eine gelungene Aktion. Und das war die Wende im Spiel. Wir hatten uns selbst wieder daran erinnert, dass wir besser spielen können. Laith Mugames spielte eine starke zweite Hälfte und leitete einen guten Angriff nach dem anderen ein, setzte die Innenverteidigung der Gastgeber dauerhaft unter Druck.

Dann: Ecke, und der stark agierende Leo Pomper nimmt den Ball  direkt aus der Luft, 2:1 Führung.

Nun gelingt auch, was in der ersten Halbzeit noch weit entfernt schien. Unsere Außenverteidiger Sergej Heckmann, später Konstantin Rammert, und Yannick Broscheit spielen sicher nach vorn. Alex Kern und Leo Pomper, beide tolle Fussballer, stellen die Räume zu und entwickeln dazu immer wieder Ideen nach vorn. Na ja, und dass Baban Goran, Gidion Oware, Jonas Hille und Achmed Simsek immer wieder gefährliche Situationen erspielen können, wussten wir schon aus der Hinrunde.

Durch den Führungstreffer war das Spiel jedenfalls entschieden. Natürlich war noch nicht alles fehlerfrei, wie mir unsere Innenverteidiger Adrian Kuklinski und Manuel Jerzyk als unmittelbare Beobachter bestätigen werden. Aber wir versuchten nun ordentlich zu spielen. Zwei über die Außenbahn eingeleiteten Angriffe schloss Achmed Simsek, der wusste, wo er zu stehen hat, aus kurze Distanz ab, 3:1 und 4:1. das war es.

Ein schweres Spiel gegen einen gut organisierten, kämpferischen und teilweise individuell auch technisch versierten Gegner. Hervorzuheben ist dabei sicherlich der Keeper der Gastgeber, der mit einigen spektakulären Aktionen weitere Treffer verhinderte.

Am Mittwoch nun gegen Fortuna Lebenstedt. Da gibt es erfahrungsgemäß auch nichts geschenkt.

 

SC Hainberg: Fredde Pense, Konstantin Rammert, Manuel Jerzyk, Adrian Kuklinski, Sergej Heckmann, Yannick Broscheit, Alex Kern, Leo Pomper, Jonas Hille, Baban Goran, Achmed Simsek, Gidion Oware und Laith Mugames

 

Trainertrio: Klaus Kolb, Christian "Spaghetti" Dreher und Olli Hille



18.03.2014

Hainberger A-Jugend startet mit 3:0 Sieg in die Rückrunde!

Nun bleib mal locker, Trainer! Da gewinnt man 3:0 gegen den JFV Rhume/Oder und der Trainer springt da draußen am Rand rum und fällt von einer Ohnmacht in die andere. Was will der? 
Der will immer gewinnen. Und dabei guten Fussball sehen. Und keine Fehler dürfen gemacht werden - keine!

War doch alles gut. Baban Goran bringt den SC Hainberg nach sechs Minuten in Führung und mit zunehmender Spieldauer bekommen wir auch mehr Spielanteile. Und als Ugur Özcan, der besonders in der ersten Halbzeit eine gute Partie abgeliefert hat, in der 24. Spielminute auf 2:0 erhöht, kann man eigentlich sicher weiterspielen und zufrieden sein. 

Zufrieden? Das bin ich doch nur, wenn der Ball schnell gespielt wird, der Gegner viel Laufen muss, um überhaupt in den Zweikampf zu kommen, schöne Kombinationen die Torabschlüsse vorbereiten. So war das heute aber nicht. 

Na gut, deswegen machen wir nach der Pause noch ein 3:0 durch Gidion Oware und lassen danach auch keine echte Chance für die Gäste zu. Dass der Schiri dann ein weiteres Tor von Baban Goran, das durch eine herrliche Kombination eingeleitet wurde, wegen angeblicher Abseitsstellung die Anerkennung versagt, ist Pech. War eben eine sehr enge Angelegenheit. Aber egal, wir brauchen die Punkte. Und die haben wir.

Genau, das ist richtig. Wir brauchen die Punkte. Und die haben sich die Jungs erarbeitet. Gegen einen Gegner, den man - trotz einiger Ausfälle von Stammspielern - nicht unterschätzen durfte. Die Gäste hatten schnelle Stürmer, Zweikampfstarke Innenverteidiger und eine engagierte Spielanlage. Und jede Mannschaft, gegen die wir jetzt antreten werden, will nur eins: gegen uns gewinnen, die haben nichts zu verlieren. Wir sind ungeschlagener Tabellenführer. Da kommt jeder Gegner hoch motiviert und will uns zeigen, das er eigentlich besser ist als wir. So ist Fussball. 

Gutes und schlechtes zum Schluss.
Gut: wir haben einen Neuen, Leo Pomper. Leo hatte zuletzt 
bei JFV Göttingen in der B-Jugend gespielt und dann eine Fussballpause gemacht. Jetzt ist er wieder aktiv. Und er ist ein super Fussballer. Wir freuen uns, dass Leo jetzt für den ruhmreichen SC Hainberg spielt.

Und nun " schlecht": Henner von Richthofen und Yannick Broscheit, beide wichtige Stammkräfte, mussten verletzt vom Spielfeld. Henner wegen einer Sprunggelenksverletzung und Yannick nach einem üblen Rempler wegen Schmerzen im Schultergelenk. Wir hoffen, dass beide schnell wieder fit werden und wünschen gute Besserung. 

SC Hainberg : Fredde Pense, Manu Jerzyk, Leo Pomper, Konstantin Rammert, Yannick Broscheit, Khee Ryong Rhee, Adrian Kuklinski, Baban Goran, Jonas Hille, Ugur Özcan, Henner von Richthofen, Alex Kern, Achmed Simsek, Gidion Oware, Laith Mugames, Sören Schumacher 



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