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08.12.2019

SC Hainberg setzt auf Videoanalyse und Bewegungsprofile

Fußball-Landesliga: Lukas Zekas und sein Trainerteam arbeiten mit modernster Technik

Lukas Zekas und Lars Willmann, Trainerteam der Landesliga-Mannschaft vom SC Hainberg


Göttingen - Von Eduard Warda, GT vom 03.12.2019,. Die Technik spielt im Fußball eine immer größere Rolle – und das nicht nur auf dem Platz: Der SC Hainberg gehört zu den ersten Landesligisten, die in Training und Spiel auf Videoanalyse in Verbindung mit GPS-Tracking, also Bewegungsanalyse der Spieler, setzen.

Die GPS-Tracker, deren Signale per Satellit verarbeitet werden, gehören zum Analyse-Zubehör des Unternehmens Tracktics, auf das der SC Hainberg seit Saisonbeginn zurückgreift. Den Spielern ist ein Signalgeber zugeordnet, der vor dem Einsatz per Riemen um den Bauch geschnallt wird. Wenn die App den Platz per Google Maps kartografiert hat, was nur wenige Sekunden dauert, wird das Bewegungsprofil aufgezeichnet und weitere Daten gespeichert.

In der Analyse ergibt sich dann beispielsweise für das Hainberger Landesligaspiel gegen den SC Reislingen-Neuhaus, dass die Spieler zusammengenommen eine Distanz von 104,1 Kilometern zurückgelegt und 176 Sprints absolviert haben, wobei im Landesliga-Modus der App Sprints ab einer Geschwindigkeit von 21,4 km/h als solche gewertet werden. Schnellster Hainberger Spieler ist übrigens Freddy Goddon, die meisten Kilometer spulte zumindest im Reislingen-Spiel Joschka Bettermann ab.

Parallel dazu kommt bei Spielen ein Kamerasystem zum Einsatz, über das die Partie komplett aufgezeichnet wird. An der Kamera stehen dann Co-Trainer Arunas Zekas oder Torwarttrainer Piotr Podolczak. Auch die zwei SCH-Betreuer bringen sich ein. Ligakonkurrent SVG zeichnet ebenfalls seit einiger Zeit die Spiele vollständig auf.

Nach der Partie werden die Tracking-Daten per WLAN an das Tablet von SC-Trainer Lukas Zekas übertragen, von wo aus sie mit den Basisdaten der Tracktics-App zusammengebracht werden. Nun erst wird es spannend – und hilfreich: Weil Co-Trainer Lars Willmann während des Spiels minutengenau Ereignisse wie Tore, Chancen oder Fouls erfasst hat, muss bei der Analyse die entsprechende Szene nicht lange gesucht werden. Lukas Zekas investiert in die Nachbereitung der Spiele ein bis zwei Tage.

Ziel des ganzen Aufwands ist, das Spiel der Mannschaft, aber auch das Leistungsvermögen jedes einzelnen Akteurs zu optimieren. „Wo hat sich der Spieler während der Partie am meisten aufgehalten?“ Die Antworten auf diese und andere Fragen geben Aufschluss über den Trainingsbedarf. „Das Spiel wird taktisch runtergebrochen“, sagt Zekas.

Bisher habe nur ein Spieler einmal darum gebeten, den Gurt ablegen zu dürfen – und das nicht aus Gründen des Datenschutzes, sondern weil er gekratzt habe. Grundsätzlich trage die Datenerhebung laut Willmann zur Motivation bei: „Die Spieler sagen sich: Das nächste Mal mache ich ein paar Meter mehr. Ich möchte derjenige sein, der Vollgas gibt, und mich steigern.“ Ganz wichtig sei aber: „Wir zwingen keinen.“

Zekas und Willmann nutzen für die Analyse die technische Ausstattung des SC Hainberg, unter anderem einen riesigen Touchscreen-Monitor in der oberen Etage des Vereinsheims. Für die Ausrüstung – das Tracktics-Zubehör hat 2500 Euro gekostet, das Kamerasystem noch mal 2750 Euro – wurden vor der Saison Sponsoren gefunden.

Die Bemühungen rund um das Team des SC Hainberg sind groß, zumal auch noch eine Kooperation mit dem Athleticum Junge vereinbart wurde. „Wir zahlen den Spielern kein Geld, versuchen aber, ihnen professionelle Strukturen und Rahmenbedingungen zu bieten“, sagt Willmann über die Beweggründe. „Wir sind als vierköpfiges Trainerteam gut eingespielt, und es macht trotz des ganzen Stresses Spaß“, sagt Zekas. „Wir sind halt Fußballer durch und durch, und uns macht es nichts aus, die Daten zu analysieren. Im Gegenteil“, berichtet Willmann. SCH-Trainer Zekas stellt aber auch klar: „Daten schießen keine Tore“ – und eine Überdosis an Informationen könne auch kontraproduktiv sein. Für die gemeinsame Rückschau auf die Partie plant Zekas maximal 15 bis 20 Minuten ein, wobei die Videosequenzen, die der Trainer nach seiner Analyse vorbereitet hat, um die drei Minuten lang sind. Für die Spieler werden außerdem die Aufzeichnungen der Partien im YouTube-Kanal hochgeladen, jeder erhält seine persönlichen Analysedaten.

Der SCH überwintert auf dem letzten Platz der Tabelle, „und man kann nun sagen: Was bringt das, wenn ihr ganz unten steht?“, sagt Zekas selbstkritisch. „Aber ich bin überzeugt, dass es auf lange Sicht besser wird.“



12.09.2019

Licht und Schatten bei Hainbergs "Zwoten"

Erfolg im Pokal - erste Dämpfer in der Liga

(kk) Nach dem gelungenen Saisonstart mit zwei Siegen in der Liga ging es für die Zwote Ende August im Pokal gegen den FC Seebern.

Durch zwei individuelle Fehler gab es zwei Gegentreffer, die durch Radouane El Qasemy (Elfmeter) und Marten Wendt ausgeglichen werden konnten. Insgesamt fanden wir spielerisch nicht in die Partie, gestört durch früh angreifende Gäste.

Zudem wechselte Trainer Kahl bereits nach 30 Minuten doppelt - zwei Spieler baten lautstark um disziplinarische Maßnahmen…

Im Elfmeterschießen zeigte sich die Truppe dann sehr treffsicher und Keeper Giovanni Noriega Galarza bewies seine Qualität auf der Linie. Am Ende stand es 8:7 nach Elfmeterschießen und somit dürfen wir am 03.10. die nächste Pokalrunde bestreiten. Um 14:30 geht es dann gegen den SSV Neuhof, der sich in der Kreisliga in der Tabellenspitze festgesetzt hat. Eine tolle Aufgabe für unsere Mannschaft, bei der wir sicherlich viel lernen können!

In der Liga gab es dann in der verlegten Partie gegen den Bovender SV einen ordentlichen Dämpfer. Hätte man in Halbzeit 1 nach einer feinen Einzelleistung von Erik Parusel in Führung gehen müssen und in Halbzeit 2 per Elfmeter den Rückstand ausgleichen können, fiel kurz nach dem verschossenen Elfmeter das 2:0 für das Heimteam in schwarz-gelb. Doch damit nicht genug. Ein Spieler ließ sich nach einem Zweikampf zu einer Tätlichkeit hinreißen. Gerade erst eingewechselt, half das der Mannschaft herzlich wenig. So bemühten wir uns zwar redlich weiter nach vorne zu spielen, wurden in Unterzahl am Ende aber vom starken Tabellenführer mit einer 0:5-Niederlage nach Hause geschickt.

Die Partie bei der SG Niedernjesa fünf Tage später endete 0:0. Den Heimweg traten wir so zwar mit einem Punkt, aber auch mit gemischten Gefühlen an. War man auf einem schwer zu bespielenden Kartoffel-Acker in der ersten Halbzeit noch die bessere Mannschaft mit der reiferen Spielanlage, schienen in Durchgang 2 die Kräfte nachzulassen. In den bärenstarken Schlussminuten kam man jedoch noch zu drei hochkarätigen Torchancen inklusive Lattentreffer. So war man sich einig: Irgendwie war mehr drin gewesen…

Allerdings waren wir auch die erste Mannschaft, die diese Saison in Niedernjesa punkten konnte und zudem auch den eigenen Kasten sauber hielt.

Weiter geht es am 15.09. mit einem Heimspiel gegen das Spitzenteam FC Niemetal. Wir freuen uns auf ein gutes, faires Spiel bei bestem Wetter und vor dem einen oder anderen Zuschauer.

Mit freundlichen Grüßen aus Rosdorf

Kevin Kahl



20.08.2019

Premiere: Die „Zwote“ gewinnt 1:1

Man lernt nie aus… Bei einem vermeintlichem Unentschieden trotzdem 3 Punkte mit nach Hause bringen geht nicht? Von wegen….

Auf dem welligen, unebenen und extrem schmalen Fußball-Feld in Diemarden agierte die Hainberger Reserve wie geplant mit vielen diagonalen Bällen, welche gegen die neuformierte Abwehr des FC Gleichen oft zu gefährlichen Situationen führten. Einzig und allein die Konsequenz und Geradlinigkeit im Torabschluss ließ man vermissen. Insgesamt wirkte die Gastmannschaft von den Zietenterrassen aber deutlich reifer in der Spielanlage. Situativ wurde Pressing gespielt, oder auch der einfache kurze Pass in die Zwischenräume gewählt. Das Resultat war eine deutliche Feldüberlegenheit des SC Hainberg und eine Heimmannschaft, die nicht so recht zu wissen schien, wie sie die Spielweise der Gäste verteidigen sollte. Nach etwas mehr als einer halben Stunde dann jedoch die „kalte Dusche“. Nach einem Einwurf kam der Ball ins Zentrum und fiel nach einem Zweikampf Sören Blanke vor die Füße, der aus 20 Metern abzog und den Ball über den Innenpfosten zur 1:0-Führung ins Tor bugsierte.

Die Unzufriedenheit über den Rückstand und die eigene Chancenverwertung nahm nun minütlich zu. Und selbst freistehend vor dem gegnerischen Torwart wollte es Angel Valencia nicht gelingen den höchstverdienten Ausgleich zu erzielen.

In der Halbzeitpause musste Trainer Kahl die Gemüter beruhigen und der Mannschaft den Glauben an die eigene Stärke neu eintrichtern. Entschlossen ging man in die zweite Hälfte und erspielte sich Chance um Chance. Doch entweder fehlte die nötige Präsenz im Strafraum, die Qualität im Torabschluss, oder Keeper Kevin Krüger parierte glänzend. Bis zur 80. Minute musste sich die Elf um den umsichtigen Routinier Elmar Schulte gedulden, bis Mittelstürmer Valencia das 1:1 erzielte. Trotz weiterer Angriffsbemühungen blieb es letztlich beim 1:1. Die entscheidende Szene spielte sich jedoch bereits in der 69. Minute ab. Als Aufsteiger aus der 2. Kreisklasse (dort sind 4 Wechsel erlaubt), hatten sich wohl nicht ausreichend Verantwortliche mit der Ausschreibung der 1. Kreisklasse beschäftigt. Denn seit zwei Spielzeiten sind dort nur noch drei Wechsel erlaubt.

Trotz fairen Hinweis des Hainberger Kapitäns Gerrit Green an seinen Gegenspieler ging der vierte Wechsel über die Bühne und wanderten somit drei weitere Punkte auf das Konto der Gäste. Einigkeit herrschte nach Spielende darüber, dass man die Punkte lieber auf sportlicher Ebene durch einen weiteren Treffer eingefahren hätte. Dennoch war man froh über drei weitere Punkte.

Entsprechend motiviert geht es in eine kurze Trainingswoche, denn bereits am Freitag geht es um 18:30 Uhr im Pokal weiter. Gegner auf den Zietenterrassen ist dann mit dem FC SeeBern ein Spitzenteam aus der Nordstaffel.



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