Der „Dreifache-Krieft“ schießt Hainberg zur Glückseligkeit

Sieg im Endspiel: Hainberg IV ist Meister der 3. Kreisklasse C

die "Meister"

 

Mit einem hochverdienten 3:1 Erfolg im letzten Spiel der Saison eroberte der SC Hainberg dank einer ganz starken Leistung und einem Hattrick von „Börner“ - Benjamin Krieft  - die Tabellenspitze und sicherte sich damit mit einem Punkt Vorsprung die Meisterschaft der 3. Kreisklasse C.

Auf gewohnt emotionale und zugleich fachliche versierte Art stimmte Teamchef Lohse, der sich selbst mit einem geschienten Arm nicht nehmen ließ, seine Mannschaft zu coachen, seine Kicker vor dem Spiel ein und rief zu Konzentration und Geduld auf.

Doch schon bevor es auf dem Platz losging, erreichte der Abend einen ersten emotionalen Höhepunkt, denn die Mannschaft hatte sich für Sven Förster („Förse“) etwas Besonderes ausgedacht, um ihm einerseits für die im Pokalhalbfinalspiel erlittene Verletzung Mut zuzusprechen, ihm gegenüber die Wertschätzung der Mannschaft zum Ausdruck zu bringen und ihn zu vergewissern, dass alle hoffen, schon bald wieder mit ihm gemeinsam auf dem Platz zu stehen. Mit Rührung nahm Förse das Trikot und die guten Genesungswünsche der Mannschaft entgegen (s. Bild).

Ähnlich bewegt ging es dann auch in die Partie. Beide Mannschaften lieferten sich ohne allzu langes Abtasten einen Wettkampf auf  hohem Niveau und die ungefähr 200 Zuschauer dieses Endspiels bekamen den Eindruck, dass jede der beiden Mannschaften hier Entscheidendes herausspielen könnte.

der "Meistermacher"

Hainberg hatte zunächst die besseren Chancen und nach zwei Fehlversuchen der Hainberger, behauptete Boller (Daniel von Werder) nach einem langen Ball von Capitano Wegener den Ball, spielte mit seinen Ballpirouetten seinen Gegenspieler schwindelig und flankte das Leder in den Strafraum. Benni Börner stand goldrichtig, tanzte mit einer Körpertäuschung seinen Gegenspieler aus und schoss den Ball scharf und unhaltbar zum 1:0 ins lange Eck (5. min).

In der 8. Minute dann hätte Hainberg die Führung schon ausbauen können, doch nach der Ecke von Opa (Özgür Bilge) ging der Ball nach einem Schuss von Tobi Wagner nur knapp über die Querlatte.

Sparta versuchte ebenfalls Druck aufzubauen, aber die überaus aufmerksame Hainberg- Abwehr  mit Dennis Steinmetz, Lukas Dannenberg (der als Glücksbringer seine Mutter aus der Ferne eingeladen hatte), Kevin Kahl und Elmar Schulte ließen allerdings nicht viel zu. Und wenn Sparta einmal zu einem Torschuss kam, dann warf sich entweder eines der vielen Abwehrbeine dazwischen oder Frank Wohlany parierte prächtig. In der 29. Minute wurde Boller im Strafraum umgerissen und den fälligen Elfmeter verwandelte Benni „Börner“ souverän zur 2:0 Führung und so mancher ahnte, dass dieser Abend für ihn magisch werden könnte.

"meistgerührt"

Gegen Ende der ersten Halbzeit drängte Sparta zunehmend. Mit Geschick, etwas Glück und einer Glanzparade von Frank Wolany konnte Hainberg den Vorsprung in die Pause  retten.

Teamchef Lohse ordnete an, die Räume eng zu machen und auf Konter zu warten, was sich als geeignetes taktisches Mittel erweisen sollte, da die Sparta Spieler nach der Halbzeit deutlich machten, dass sie sich noch nicht geschlagen geben wollten und den Druck verstärkten. 

Das Mittelfeld und die Abwehr des SC waren hier mit allen Kräften gefragt, sich diesem Ansturm entgegenzusetzen und in dieser Phase wurde ersichtlich, was es bewirken kann, wenn Spieler nicht nur ihre Position bekleiden, sondern sich für die Mannschaft aufreiben. Ole Fröhlich, Capitano Wegener, Özgür Bilge, die zentrale Dreh- und Angelpunktanspielstation im Hainberger Mittelfeld, Aco Pelé(sic), Tobi Wagner und natürlich Boller sowie Benni Börner machten hier allesamt ein überragendes Spiel, in der Gewissheit,  dass sie auf dem Fundament von Abwehrriesen stehen. Und auch die zur Ergänzung eingewechselten Spieler, wie Mario Siegmann, Axel Bachmann, Zeljiko Matic, machten ihre Sache hervorragend und fügten sich nahtlos ein. Und so war es auch verdient, als Benni Börner nach einer unübersichtlichen Situation im Strafraum am schnellsten schaltete und zum 3:0 für Hainberg

der "Meisterschütze" des Abends - unmittelbar nach der Urinprobe

einschob, was mit großer Euphorie bejubelt wurde. 

Sparta kämpfte dennoch weiter und so kamen sie noch zum Anschlusstreffer, bei dem Keeper Wolany machtlos war.

3:1 war dann auch der Endstand, wobei dem ansonsten sehr guten Schiedsrichter Lübbe noch ein Fauxpas unterlief und er nach einer für ihn anscheinend unübersichtlichen Situation völlig zu Unrecht Dennis Steinmetz die Rote Karte zeigte.

Nach dem Schlusspfiff, dann grenzenloser Jubel, die Überreichung der Meisterschale, ein gemeinsames Foto mit der sportlich und fair auftretenden Sparta Auswahl und ein Abend in Glückseligkeit, bei dem man das Spiel, Revue passieren ließ, noch weitere zusätzliche „Meter“ machte und sich so auf das Kreispokalfinale am Sonntag einstimmte.

Die Meister:

Frank Wolany, Kevin Kahl, Elmar Schulte, Lutz Wegener, Olé Fröhlich, Tobias Wagner, Börner - Benni Krieft, Opa - Özgür Bilge),  Boller - Daniel von Werder, Aco Pelé(sic), Axel Bachmann, Andr Kaufmann, Christos Gouloudis, Zeljko Matic, Mario Siegmann, Babba Kloppmann, Ibo Aslin, Marco Küster, Lars Heuermann, Dominik Elges, Muhrat Bayri, Reinhard Penno, Björn Waltemathe, Hermann Fuge, Andreas Broscheit

Betreuer: Wolfgang Thiele, Trainertriumphirat: Marco, Luki, Lutz, Meistertrainer und Chef von das Ganze: Jockel Lohse

7:1 Heimsieg gegen Bovenden III

Zwei Endspiele zum Saisonabschluss innerhalb von vier Tagen

So jubelt nur einer: OPA

Nur zwei Tage nach dem großartigen 3:0 Erfolg im Kreispokal-Halbfinale, macht die vierte Mannschaft des SC Hainberg das zweite Endspiel perfekt. 

Mit einem zu keinem Zeitpunkt gefährdeten 7:1 Erfolg wurde am Freitagabend die Mannschaft des SV Bovenden klar bezwungen und damit die Möglichkeit eröffnet, mit einem Heimsieg gegen den Tabellenführer Sparta III die Meisterschaft perfekt zu machen.

Dabei sah es bei herrlichem Fußballwetter innerhalb der ersten 30 Minuten gar nicht nach einem solch klaren Sieg aus. Teamchef Lohse musste nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Sven Förster, Christos Gouloudis, Aco Pelé(sic) auch auf Capitano Lutz Wegener verzichten und schickte seine stärkste noch verbleibende Elf auf den Rasen. Was zunächst noch nach Sommerfußball des SC Hainberg aussah wandelte sich ab den letzten 10 Minuten vor der Pause in ein spielerisches Feuerwerk des SCH-Angriffs: „Bollerbollerboller-opaoapa-benni-dominik“ könnte die Kurzzusammenfassung dieses Spiels lauten, wobei selbstverständlich neben diesen genannten Abschlusskünstlern  auch die unterstützenden Akteure ihren wesentlichen Beitrag zum Erfolg lieferten. Zum Beispiel Dennis Steinmetz, dessen Zuspiele wahrhaft wie in Stein gemeißelt immer wieder große Lücken in die gegnerische Abwehr riss, Benni Börner, selbst Torschütze, der gefühlt 15 Kilometer lief, Hainberg-Zehner Björn Waltemathe, der auf der rechten Seite seinen perfekten Job erledigte oder Ole Fröhlich, der immer anspielbereit das Spiel nach hinten und vorne steuerte. Aber auch die Abwehr agierte gewohnt souverän. Marko Küster – das doppelte Hainberg-Lottchen (s. Bild) leitete die Bälle geschickt nach vorne, Zjelko Matic, zuverlässig wie eh und je, Axel Bachmann – „the rock“ in der Innenverteidigung in leicht wirkenderlspielerischer Abstimmung mit Luki Dannenberg, der wie immer mit souveränem Spielübersichts„look“ überzeugte und natürlich Frank Wolany, der gegenwärtig anscheinend

Spieler mit gleicher  Qualität - Teamchef Lohse hat die Qual der Wahl

seinen dritten Torwartfrühling feiert. Sie alle arbeiteten als Mannschaft geschlossen gegen Ball und Gegner, dass die Torschützen vom Dienst, Boller (Daniel von Werder) und Opa (Özgür Bilge) final einnetzen konnten. Besondere Freude löste dabei das 5:0 durch Boller aus, der mit einem schönen Kopfballtreffer zugleich das 100. Saisontor der vierten Mannschaft erzielte.

Teamchef Lohse wechselte intensiv durch, Mit Ibo Aslim, Dominik Elges, Reinhard Penno (Außenristexperte) und Babba Kloppmann kamen dann auch alle Auswechselspieler  zum Einsatz, die dann allesamt ihren guten Beitrag leisteten, den Vorsprung noch leicht auszubauen und dann sicher „nach Hause zu fahren“. 

Besondere Freude machte Teamchef Lohse dabei Babba Kloppmann, dem die Ehre zuteil wurde, als Kapitän das Spiel zu Ende zu führen.

Nach dem Spiel wurde der Sieg sogleich auf dem Rasen gefeiert und natürlich auch der Blick auf die beiden anstehenden Finalspiele gerichtet.

„Ein schöner Erfolg der Mannschaft, jetzt gilt es nochmal alle Kräfte zu bündeln und die letzten beiden Spiele konzentriert anzugehen.“, war anschließend der Tenor von Mannschaft und Teamchef Lohse, damit die Mannschaft am Mittwoch und am Sonntag erneut die Arme hochreißen und die gelungene Saison feiern kann.

Frank Wolany,  Reinhard Penno,  Ole Fröhlich, Opa (Özgür Bilge), Boller (Daniel von Werder), Dennis Steinmetz, Lukas Dannenberg, Zeljko Matic, Dominik Elges, Babba Kloppmann, Axel Bachmann, Ibo Aslin, Zjielko Matic, Björn Waltemathe, Benni Krieft, Hermann Fuge, TBetreuer: Wolfgang Thiele, Teamchef: Jockel Lohse

Hainberg IV im Kreispokalfinale der 2./3. Kreisklasse

Hart erkämpfter 3:0 Sieg gegen TSV Bremke / Ischenrode II

Die Pokalhelden und - Finalisten

Nach einem intensiven Schlagabtausch, einem harten Fight und mit viel sehr viel Geduld gewinnt die vierte Mannschaft des SC Hainberg das Halbfinalspiel gegen die höherklassige Mannschaft aus  Bremke/ ischenrode. Aufgrund starken Regens musste das Spiel kurzfristig auf den Kunstrasenplatz im Jahnstadion verlegt werden und wer dachte, dieser gepflegte, ebene und für technisch versierte Mannschaften geeignete Platz würde den Hainbergern einen klaren Vorteil gewähren, sah sich getäuscht. Mit viel Engagement und körperlicher Robustheit, machten die Gäste aus Bremke von Beginn an deutlich, dass auch sie die Hand an den Pokal legen wollten. Es entwickelte sich vor ungefähr 80 Zuschauer in den ersten 35 Minuten ein klassischer Pokalfight, mit leichten Vorteilen für die Hainberger.

Die Gastgeber versuchten zunächst mit ihren technisch hochwertigen Ballstafetten zum Erfolg zu kommen, doch Bremke hielt dem körperliche Präsenz entgegen, wovon sich das Team von Jockel Lohse jedoch nicht einschüchtern ließ.  

Nach ungefähr 35 Minuten gewann Hainberg zunehmend die Oberhand, wurde druckvoller und kam zu guten Einschussgelegenheiten. So prüfte Christos Geouloudis den guten Bremker Fänger mit einem Schuss aus 25 Metern, der mit einer Glanzparade zur Ecke pariert wurde. In der 42. Minute verpasste Benni Börner freistehend vorm Tor den inzwischen fälligen Führungstreffer nur knapp nach einem von Boller (Daniel von Werder) perfekt serviertem Ball. Aber auch Bremke kam gelegentlich gefährlich vor das Hainberger Tor, doch entweder rettete Keeper Wolany brilliant oder die Angriffe verfingen sich im fein gestrickten Hainberger Abwehrnetz. Überaus souverän und sehr gut abgestimmt agierten dabei Luki Dannenberg, Axel Bachmann, Christos Gouloudis und Ole Fröhlich. Im Mittelfeld und

Abgekämpft und zufrieden - Luki Dannenberg

Angriff agierten Aco Pelé(sic), Benni Börner, Tobi Wagner, Özgür Bilge, Dennis Steinmetz und Boller (Daniel von Werder) mit viel Einsatz und Spielwitz. Torlos ging es in die Pause und mit seiner Ansprache dirigierte Teamchef Lohse seine Spieler mit passenden Hinweisen in Richtung Pokalfinale.

Unmittelbar nach dem Wechsel warf Boller in der 47. Minute einen seiner Torpedo-Einwürfe direkt vor die Füße von Tobi Wagner, der scheinbar aus dem Nichts auftauchte und zur verdienten 1:0 Führung einschob. Bremke reagierte mit wütenden Angriffen – Frank Wolany musste mehrfach sein ganzes Können aufbieten um den Ausgleich zu verhindern und das Spiel wurde ruppiger. Insbesondere ein Schubser von hinten und aus vollem Lauf an dem inzwischen für Aco Pelé(sic) eingewechselten Sven Förster sorgte für Aufregung, denn Sven Föster verletzte sich so schwer, dass er unmittelbar ins Krankenhaus gefahren werden musste. Unglaublich in dieser Szene – wie auch unmittelbar danach, als Özgür Bilge von hinten die Beine weggezogen wurden, dass Schiri Georges Mikhail auf Verwarnungen verzichtete. Mit fragwürdigen Entscheidungen tat Mikhail alles dafür, selbst zum Protagonisten des Abends zu werden, und riskierte dabei die Gesundheit der Spieler. Geradezu slapstikartig, dass der eingewechselte Andreas Broscheid für seine Nachfrage, warum er verwarnt worden sei, gleich noch gelb-rot sah und nicht zu toppen, dass Tobi Wagner und sein Bremker Gegenspieler, die nach einem Kopfballduell minutenlang behandelt werden mussten, so dass man sich ernsthaft Sorgen machte, anschließend beide mit gelb verwarnt wurden. Unfassbar und

Ein Fels in der Brandung- Axel Bachmann

unvorstellbar, insbesondere weil das Schiedsrichtergespann extra aus Osterode anreiste und man darauf verzichtete gute heimische Schiedsrichter einzusetzen. Bei dem zunehmenden Druck der Bremker ergaben sich für Hainberg Konterchancen. In der 75. Spielminute dann ein wunderschöner Konter von Hainberg über Özgür Bilge, Boller (Daniel von Werder) und Benni Börner, der den Ball auf Dennis Steinmetz vorlegte und es stand 2:0 – die Vorentscheidung.

In der Folge merkte man Bremke auch körpersprachlich an, dass sie nicht mehr an den Erfolg glaubten und als sich Tobi Wagner in der 84. Minute den Ball sicherte, ihn geschickt hielt und dann doch im genau richtigen Moment abspielte,  sorgte „Knipser“ Ole für Pokalfröhlichkeit beim Gastgeber. 3:0 das war es dann, verdient gewonnen! Hainberg IV. steht am 23. Juni in Pöhlde im Finale um den Kreispokal.

Die Pokalhelden: Frank Wolany, Axel Bachmann, Lukas Dannenberg, Sven Förster, Christos Gouloudis, Dennis Steinmetz, Boller (Daniel von Werder), Ole Fröhlich , Opa (Özgür Bilge), Aco Pelé(sic), Andreas Broscheit, Björn Waltemathe, Benjamin Krieft, Zjelko Matic, Betreuer: Wolfgang Thiele, Teamchef: Jockel Lohse

 

 

 

 

Ole – macht mit Hattrick Hainbergs vierte Mannschaft – Fröhlich

Galavorstellung gegen SVG IV. im denkwürdigen „Drei-Kisten-Spiel“

Drei auf einen Streich - Knipser Ole

Einen  10:0 Kanter-Heimsieg feierte die IV. Mannschaft des SC Hainberg am Samstag gegen einen sichtlich überforderten Gegner. Bei hochsommerlichen Bedingungen legte die von Teamchef  Jockel Lohes auf das Feld geschickte Elf los, als gälte es Größeres zu gewinnen. Von Beginn an erspielten sich die in blau spielenden Gastgeber Chance um Chance und so war es nicht verwunderlich, dass Ole Fröhlich nach einem Torpedo-Einwurf von Boller (Daniel von Werder) schon nach fünf Minuten zum 1:0 vollstreckte. Und auch nach 16 Minuten war dieses Duo erfolgreich. Nach einem Abpraller eines von Boller scharf geschossenen Balles, war Ole Fröhlich erneut zur Stelle und markierte aus kurzer Entfernung das 2:0.  In der 26. Minute verwandelte „Opa“ (Özgür Bilge) einen von Dennis Steinmetz scharf in den Strafraum gespielten Pass zum 3:0 und in der 44. Minute konnte sich Aco Pelé (sic) als Vorlagengeber auszeichnen, seine Vorlage verwertete erneut Ole Fröhlich zum 4:0 Halbzeitstand, machte damit seinen Hattrick perfekt (Glückwunsch) und trug sich zudem in die von Luki Dannenberg geführte Kiste-Liste ein. In der Pause kritisierte Teamchef Lohse lediglich die mangelnde Chancenverwertung und wechselte in der zweiten Halbzeit mehrfach durch,

Dennis und Aco - fröhlich

so dass mit Andreas Broscheit, Ibo Aslim, Hermann Fuge und Mario Siegmann alle zur Verfügung stehenden Akteure zum Einsatz kamen, was dem Hainberger Angriffswirbel jedoch keinen Abbruch tat.

Beim 5:0 von Aco Pelé(sic) zeichnete sich Goalgetter Ole Fröhlich als Vorlagengeber aus,  Boller markierte auf Zuspiel von Aco Pelé(sic) das 6:0 und der inzwischen für Capitano Lutz Wegener die Kapitänsbinde (Kiste Nr. zwei) tragende Andreas Broscheit nutze den Abpraller eines von Boller geschossenen Balles zum 7:0. 

Trotz des starken Drucks, den Hainberg IV. aufbaute, rückten die SVG gelegentlich in die Hainberger Hälfte vor, doch Axel Bachmann, Luki Dannenberg, Sven Förster, Christos Gouloudis und der in der zweiten Halbzeit mehrfach glänzend parierende Frank Wolany ließen einfach nichts anbrennen.

Boller – mit einem Kopfball – (8:0) sowie Opa (Özgür Bilge) auf Vorlage von Boller (9:0) bauten die Führung aus.

Nun wurde es auch für die 30 Zuschauer am Spielfeldrand spannend, denn wer würde sich bereit

Vertragsverhandlungen mit Kevin Kahl

erklären, den finalen 10:0 Treffer zu setzten und sich damit nicht nur in die Toschützenliste, sondern eben auch in Lukas Dannenbergs-Getränke Liste einzufügen.

Nachdem die eine oder andere Chance noch leichtfertig liegengelassen wurde, erbarmte sich Dennis Steinmetz, der in diesem Spiel – auch zur Verwunderung seiner Mannschaftskameraden – noch keinen Treffer verbuchen konnte  und schob den von Boller vorgelegten Ball souverän zum 10:0 Endstand ein (Kiste).

Ein rundum gelungener Nachmittag also, der in geselliger Runde dann beim von Helmut Hobrecht spendierten Geburtstagsbier (Glückwunsch!) seinen (Ole) Fröhlich(en) Ausklang fand.

Das Team: Frank Wolany, Axel Bachmann, Lukas Dannenberg, Sven Förster, Christos Gouloudis, Dennis Steinmetz, Boller (Daniel von Werder), Lutz Wegener, Ole Fröhlich , Opa (Özgür Bilge), Aco Pelé(sic), Andreas Broscheit, Ibo Aslim, Hermann Fuge, Mario Siegmann. 

Betreuer: Wolfgang Thiele, Teamchef: Jockel Lohse

Hainberg IV. mit 6 Punkten nach Doppelspieltag

6:2 und 5:0 Siege gegen Croatia und Harste/Lenglern

Der Mann mit den goldenen Füßen.

Mit zwei klaren Siegen melden sich die Kicker von Hainbergs vierter Mannschaft  zurück im Titelrennen, so dass es anscheinend am letzten Spieltag in wenigen Wochen zum Showdown gegen Sparta kommen kann.

Ganz anders als noch am vorletzten Spieltag, als die Hainberger nach ihrer 0:2 Auswärtsniederlage eine insgesamt müde Vorstellung lieferten, präsentierten sie sich am Sonntag gegen Croatia. Zwar spielten die Gäste zu Beginn der Partie noch gut mit, so dass sie in der ersten Spielhälfte die Führung der Hainberger schnell zum 2:2 ausglichen und dann über längere Zeit mit sehenswerten Kombinationen den in blau spielenden Zöglingen von Teamchef Lohse Paroli  bieten konnten (Torschützen für Hainberg Sven-Förse-Förster und Goal(die)-Lars Heuermann.)

Erst nachdem Özgür Bilge zum 3:2 getroffen hatte, begab sich die Elf von Teamchef Lohse allmählich aber sicher auf die Siegerstraße: Capitano Lutz Wegener (4:2) , Benni Börner und noch einmal Aco Pelé (sic) sorgten für den verdienten 6:2 Endstand, der in der Höhe ein wenig darüber hinwegtäuschte, dass der Weg zum Erfolg ein hartes Stück Arbeit darstellte. Dennoch war dieser Erfolg wichtig, um in Richtung Meisterschaft ein Zeichen zu setzen.

Ganz anders und deutlich flüssiger lief es dann beim zweiten Sieg in dieser englischen Woche. Bei Flüssigem von oben, also bestem Fritz Walter Wetter, präsentierten sich die von Capitano Lutz Wegner und Benni Börner gecoachte Auswahl von Anfang an „heiß auf den nächsten Dreier, was sich von Beginn an im Herausspielen zahlreicher großartiger Chancen zeigte.

Träumt er vom Bier danach?

 

Nach ungefähr 10 Minuten nutzte Dennis Steinmetz einen scharf von Benni Börner in den Strafraum gezogenen Ball zur überfälligen 1:0 Führung. Und auch in der Folge brannten die Gastgeber ein wahres Feuerwerk ab. Eine schöne Flanke von Opa (Özgür Bilge) landete maßgerecht auf der Stirn von Kopfball-Ungeheuer Aco Pelé(sic) und schon stand es 2:0. Das 3:0 besorgten dann die Gäste aus Harste/Lenglern selbst, als sie einen von Benni Börner auf das Tor gezogenen Schuss zu einem wunderschön anzusehenden Eigentor vollendeten. Kurz vor der Pause dann der schönste Spielzug. Nach einer Traumkombination über Sven Förster, Aco Pelé(sic) und Benni Börner trug sich erneut Dennis Steinmetz in die Torschützenliste ein und markierte mit seinem zweiten Treffer an diesem Tag das 4:0. Möglich wurden diese schönen Tore auch, da der Ball sicher durch das Hainberger Mittelfeld – immer wieder angetrieben von Capitano Lutz Wegener und Özgür Bilge - lief, so dass Hainberg das Spiel klar dominierte. Und wenn die Gäste doch mal erfolgversprechend in die Hainberger Spielhälfte kamen, sorgten Axel Bachmann, Lukas Dannenberg, Ole Fröhlich und Sven Förster vor dem aufmerksamen Frank Wolany souverän dafür, dass da nichts anbrannte.

Nach der Pause wurde kräftig durchgewechselt. Mit Ibo Aslin,Goal(die)Lars Heuermann, Muhrat Bayri und Hermann Fuge kamen vier erfahrene Recken ins Spiel und der große Druck der ersten Halbzeit ließ damit – vom Coaching-Duo durchaus beabsichtigt – etwas nach. Somit ging es in der zweiten Halbzeit deutlich ruhiger zur Sache – und genau genommen

Richtige Entscheidungen - Capitano/Cpitano-Gespräch!

ließ es nur einer wirklich richtig krachen, denn umgekehrt proportional zu dem auf dem Spielfeld abnehmenden Druck der Hainberger baute sich beim gut pfeifenden Schiri derselbe unaufhaltsam auf und wurde schließlich so groß, dass der Mann mit der Pfeife in der 65. Minute eine unfreiwillige Spielunterbrechung einlegen musste, um sich ein wenig „Luft“ zu verschaffen. Mit einem gut gemeinten Feixen sowie humorvollen Sprüchen der Spieler, wurde ihm mehrfach auf seinem Weg „gute Reise“ gewünscht, wohl auch, da die meisten Kicker diese Sondereinlage des Schiris als Novum  in ihrer fußballerischen Laufbahn verbuchen konnten. Sichtbar erleichtert gingen dann alle Beteiligten nach einer kurzen Pause für die restlichen 20 Minuten zu Werke. Özgür Bilge krönte seine Leistung mit dem 5:0, was dann zugleich den verdienten Endstand darstellte. 6 Punkte in zwei Spielen, ein schönes Ereignis, was dann mit von Betreuer Wolfgang Thiele (Gentile) spendierten Geburtstagsbieren würdigend gefeiert wurde.

Glückwunsch Hainberg IV – Glückwunsch Gentile.

Die 6-Punkte Spieler:

Frank Wolany, Ibo Aslin,  Benni Börner - Krieft, Dennis Steinmetz, Goaldie-Lars Heuermann, Sven Förster, Ole Fröhlich, Lutz Wegener, Hermann Fuge, Azo Pelé(sic), Daniel von Werder Bremen, Lukas Dannenberg, Axel Bachmann, Dominik Elges, Özgür Bilge, Andreas Broscheit, Murat Bayri, Teamchef: Jockel Lohse, Betreuer: Wolfgang Thiele „Gentile“

 

Teamchefdebut mit neuem Look -

trotz neuem Putz und frischer Rasur kein Glück für Coach Luki Dannenberg – 0:2 Niederlage bei ESV Rot-Weiß

Da hatte er sich noch extra so schön rausgeputzt – noch mal nen akuraten Schnitt verpassen und ebenso korrekt rasieren lassen für sein Premierenspiel als Coach.  Und ähnlich geschliffen und scharf umrissen wie sein „sidecut“ waren die Aspekte, auf die Luki Dannenberg in seiner Ansprache vor dem Spiel hinwies. „Gut vorbereitet“ und „professionell“ nennt man dass normalerweise in Fachkreisen, aber man muss einfach ernüchternd feststellen, dass alle Vorbereitung und noch so ausgetüftelte Taktik nicht von Erfolg gekrönt sein kann, wenn es in der Mannschaft nicht läuft. Problematisch erwies sich zudem, dass – nach Spontanabsage von Feier-Tank „Boller“ - erst ein von Ballvirtuose Aco Pelé(sic) abgesetzte „Not-sms“ vor dem Spiel auf die enge Kaderzusammensetzung aufmerksam machte, so dass sich Ole Fröhlich und Benni Börner noch als Helfer in der Not auf machten, das Team zu unterstützen.

Nominell war die IV. Mannschaft des SC eigentlich gar nicht schlecht aufgestellt, doch da die meisten der von Luki Dannenberg auf den Platz geschickten  Kicker, dass Fußballer-Jungbrunnen-Alter schon spürbar überschritten haben, „ist ein breiter Kader mit guter Qualität auf der Bank unbedingt hilfreich“ resümierte Luki im Anschluss an die Partie, insbesondere, wenn man - wie so oft schon - gegen einen Gegner spielt, bei dem bei der einen oder anderen Zuschauerin warme mütterliche Gefühle aufkommen. 

Die wenigen mitgereisten Hainberger Fans am Spielfeldrand erkannten schon früh, dass dieses Spiel bei bestem Fußballwetter ein schwieriges Unterfangen werden könnte. Rot -Weiß hatte den besseren Beginn und die SC-Abwehr musste sich mehrfach gut aufstellen. Doch wenn der Ball über das Hainberger Mittelfeld mal nach vorne getragen wurde, war entweder das Zuspiel zu ungenau oder das Leder wurde nicht adäquat gehalten und damit viel zu schnell wieder an den Gegner abgegeben. 

So war es nicht verwunderlich, dass Hainberg in der ersten Hälfte zu keiner wirklich nennenswerten Einschussmöglichkeit kam – was in Anbetracht der Tatsache, dass der Sturm normalerweise ein Prunkstück darstellt, verwundert. 0:0 zur Pause und man fragte sich, wie es gelingen sollte, hier Entscheidendes zu kreieren. Nichts wies darauf hin, dass sich da noch was tun könnte.

Etwas mehr Fahrt nahm dann das Angriffsspiel der in blauen Jerseys spielenden Hainberger auf, als Benni Börner zur Pause eingewechselt wurde, doch immer dann, wenn das Mittelfeld schnell überbrückt wurde, fehlte

ein passender Abnehmer für die gut geleistete Vorarbeit und die Angriffe verpufften.

Und so kam es, wie es kommen musste, Luki Dannenberg entschloss sich konsequenterweise nach vorne auszurücken um mehr Druck zu erzeugen, doch damit ging natürlich auch die Gefahr von Kontern einher. Und so kam es dann auch. Zweimal waren die Hainberger nach Kontern gegen die in Überzahl angreifenden Eisenbahner  machtlos, der ansonsten gut parierende Keeper Frank Wohlany war jeweils zweimal machtlos, so dass der 2:0 Heimsieg für die Rot-Weißen insgesamt in Ordnung ging.

Enttäuschte Gesichter bei den SC-Kickern und Coach Dannenberg versuchte in „Steppi-Manier“ seine Jungs wieder aufzurichten: „Kommt Jungs, das Leben geht weiter!“ Recht hat er, denn nun muss die IV. Mannschaft im verbleibenden nun wieder offenen Titelrennen gegen Sparta neues Leben zeigen, auf dass sie zukünftig den Gegnern – zumindest spielerisch wieder eine „Rasur“ verpassen.

Die Spieler: Frank Wolany, Reinhard Penno,  Ibo Aslin, Dennis Steinmetz, Ole Fröhlich, Benni Börner, Lukas Dannenberg (C), Azo Pelesic, Christos Gouloudis, Zjelko Matic, Andreas Broscheit, Murat Bayri, Dominik Elges, Coach: Luki Dannenberg

 

Hainbergs IV. 13 mal im Pech

überaus unglücklicher 13:1 Sieg gegen SV Inter Roy 2

Aufgerieben: Tobi und Sven

 

Einen überaus unglücklichen 13:1 Sieg erlitt die IV. Mannschaft des SC Hainberg in ihrem zweiten Spiel der Rückrunde in der 3. Kreisklasse Staffel C gegen die Mannschaft von SV Inter Roy 2.

Dabei hatte eigentlich alles so gut angefangen – an diesem Sonntagmorgen, denn schon vor dem Spiel zeigte sich insbesondere ein Kicker überaus optimistisch: Stürmer Bollwerk „Boller“ (Daniel von Werder) bot in der mannschaftsinternen Whats-App-Gruppe eine der Motivation dienende Bierkastenwette auf einen zweistelligen Sieg an – mit Angebot zur Gegenwette.

Da musste man sich nicht lange bitten lassen, denn selbstverständlich gab es auch aufgrund des Respekts vor der sportlichen Qualität des Gegners Gegenangebote vom Rest der Mannschaft und damit war für die meisten Hainberger Akteure die Hauptausrichtung für das Spiel - insgeheim - aber dennoch klar determiniert: „Das Runde muss neben das Eckige“. 

Doch jeder, der etwas vom Fußballsport versteht, weiß nur allzu gut: Vornehmen kann man sich fast alles, die Umsetzung muss halt auch stimmen.

Und auch wenn es in der ersten Halbzeit zunächst sehr gute Ansätze gab und das Leder vielfach aus aussichtreicher Position zielgerecht vollendet am Tor vorbeigeschoben, mit Wucht über die Querlatte bugsiert oder dem Inter Roy- Keeper in die Arme geschlenzt wurde, dass man nur so mit der Zunge schnalzen konnte, erwies sich das Vorhaben, das Spielgerät am Gehäuse vorbeizuschießen, dann doch zunehmend als zu anspruchsvoll. 

Und nachdem „Boller“ tatkräftig daran mitarbeitete, seinen Teil zum Gewinn der von ihm angebotenen Wette beizutragen, flatterten 

Aufregend: Bollers 13:1

 

 

seinen von Teamchef Lohse auf den Platz geschickten Mitspielern mehr und mehr die Nerven.  

Und so kam es, wie es kommen musste: ein ums andere Mal landete der Ball, in den Maschen des gegnerischen Tores, so dass der Halbzeitstand von 7:0 Schlimmeres für den SC befürchten ließ.

Insbesondere Benni Börner avancierte in der ersten Halbzeit mit seinen – zugegeben sehenswerten - Treffern zum Pechvogel. Und so war es auch für Teamchef Lohse zum Haare raufen. Nach krachender Halbzeitansprache, in der diese Torausbeute deutlich kritisiert wurde, zog er die Konsequenzen und wechselte vierfach durch. Mit Lars Heuermann, Ibo Aslin, Andreas Broscheit und Björn Walthemate brachte er - in der Hoffnung auf Verlässlichkeit - vier  erfahrene Akteure, die in der Vergangenheit schon häufiger ihre „Treffsicherheit“ unter Beweis gestellt hatten.

Und diese Maßnahme zeigte einmal mehr, was mit zielgerichteten Einwechselungen noch möglich ist, denn die Tormaschinerie des SC kam planmäßig zunehmend ins Stocken, auch wenn sich noch der ein oder andere Fauxpas einschlich. Zunächst wollte Ole Fröhlich, das Spielgerät über den herauseilenden Inter Roy-Keeper heben, doch was als gut gemeinter Versuch geplant war, den Ball krachend über das Tor zu bugsieren, misslang völlig, denn die Kugel senkte sich dann doch etwas verfrüht in die Maschen des Inter-Roy Tores. Auch Özgür Bilge (“Opa“)  hatte nicht mehr Fortune – nachdem er die halbe Inter Roy Hintermannschaft umkurvt hatte, rutsche ihm der Ball unglücklich über den Schlappen und damit zum 9:0 über das Tor. 

Aufgearbeitet: nach dem Spiel

 

 

 

 

Kurz darauf erwies sich Benni „Börner“ als tragischer Held. Sein Schuss aus 25 Meter Entfernung in Richtung Eckfahne misslang völlig, so dass das Leder wie beim Tor des Jahres im Dreieck des Kastens einschlug. Mit diesem, seinem  dritten Treffer an diesem Tag, markierte er nicht nur die 10:0 Führung sondern zugleich einen Eintrag in die „Kiste-Liste“ von Luki Dannenberg. 

Wo solche Situationen in anderen Mannschaften zu heftigen gegenseitigen Vorwürfen führen, waren es Aufmunterungen wie „Kopf hoch“ oder „kann passieren“  die zeigten,  wie intakt das Mannschaftsgefüge von Hainberg IV ist.  

Zudem gab es ja auch Lichtblicke, da nicht alle Spieler derartig die Nerven verloren. Ein glücklicheres „Füßchen“ bewies z.B.  Andreas Broscheit. Zweimal wurde er vom zweifachen Torschützen Tobi Wagner mit erstklassigen Zuspielen vor dem Tor in Bedrängnis gebracht, indem ihm das Kunstleder so aufgelegt wurde, dass er sein ganzes fußballerisches Können aufbringen musste, um den Ball dann doch noch am Kasten vorbeizuschieben. Phänomenal, das hatte Klasse und war zugleich ein Hoffnungsschweif am Horizont, dass es beim nächsten Male schon wieder besser laufen kann. Und darauf könnte man ja schon mal einen Kasten wetten.

Die Unglücksraben:

Frank („Reinhard“) Wolany, Benjamin Krieft, Lars Heuermann, Ibo Aslin, Sven Förster, Björn Waltemathe, Lutz Wegener, Ole Fröhlich, Lukas Dannenberg, Aco Pelé(sic), Daniel von Werder (Bremen), Tobias Wagner, Marco Küster,

Özgür Bilge (Opa), Andreas Broscheit, 

Betreuer: Wolfgang Thiele, Teamchef: Jockel Lohse

4. Herren 2018-2019

Hainberg IV. – mit „konfuzer“ Leistung zur Herbstmeisterschaft

verdienter 6:2 Auswärtssieg bei Bovenden III -
„fei li wu shi, feili wu ting, fei li wu yan, fei li wu dong“

Konfuzius war es, der – wie dem Fußballfreund im allgemeinen bekannt – im zwölften Buch seiner Anakleten seinem Schüler Yan Yuan über das Wesen der Sittlichkeit – aus dem chinesischen übersetzt, der „Schönheit“ erläuterte.

Nun möchte man meinen, dass sich derartige Ausführungen auch in Anbetracht seines von Geschichtsschreibern in die Zeit um 500 v. Chr. datierten Wirkens als bedeutungslose Worte von gestern erweisen, doch in Anbetracht dessen, was die vierte Mannschaft des SC Hainberg in dieser Halbserie der laufenden Saison regelmäßig auf den Platz zaubert, fühlt man sich in die philosophische Welt dieses weisen Mannes zurückversetzt: 

„fei li wu shi, feili wu ting, fei li wu yan, fei li wu dong“, sufliert der  philosophentreue Chinese gerne mal – ins Verständliche übersetzt: „Was nicht dem Gesetz der Schönheit (= angemessenes Verhalten) entspricht, darauf schaue nicht; was nicht dem Gesetz der Schönheit entspricht, darauf höre nicht; was nicht dem Gesetz der Schönheit entspricht, davon rede nicht; was nicht dem Gesetz der Schönheit entspricht, das tue nicht.“, heißt es dort und jeder, der etwas von Fußball versteht, weiß, dass schöner und erfolgreicher Fußballsport nur geboten werden kann, wenn die Philosophie stimmt – und die hieß in der Hinserie der laufenden Saison bei Hainberb IV: „Schönheit“ und „angemessenes fußballerisches Verhalten“. In genau die Richtung ging es und was ihr nicht entsprach, davon wurden ganz im Sinne des großen Meisters alle Energien abgelenkt.

Als Urheber dieser Ausrichtung zeichnet das in diesem Jahr erstmals in dieser Zusammensetzung agierende Trainer- „Trio“-mphirat: Benni Börner, Lutz Wegener und Marko Küster aus, die im Auftrage von Teamchef Lohse als multiprofessionelles Team vor der schwierigen Aufgabe standen, einen ca. 25 Mann großen Kader spielhungriger Akteure in ihren Spielbedürfnissen  zu einem ganzen funktionierenden Team zusammenzubinden, was mit großem Erfolg gelang.

Und wo andere sich in einer solchen verantwortungsvollen Position sprichwörtlich zum Affen machen, agierten sie ganz im Sinne der Weisheit des chinesischen Philosophen: „Schönheit“ war das Ziel und die richtigen Worte bzw. Entscheidungen an der passenden Stelle oder eben Schweigen und Verzicht an anderer der Weg dorthin.

Das ergab Philosophie und Geheimformel zugleich, mit der die „magischen Drei“ in Harmonie ein Team formten, dass im wiederkehrenden Aufeinander feinst abgestimmten Einbezugs von Verlangen, Verzicht und Konzession eine großartige Hinserie hinlegte. Herbstmeister mit acht Siegen und einem Unentschieden, das kann sich nicht nur sehen und hören lassen, darüber kann gerne gesprochen werden, denn dieser Erfolg erweist sich zugleich als großes Versprechen auf die Rückserie. Und wie in den Spielen zuvor agierte das Team der drei spielenden Seitenlinien-Dirigenten im letzten Punktspiel der Hinserie in Bovenden überaus „konfuz“.

Da lief der Ball sicher getragen von Ole Fröhlich (heute mit dem 3:0 nach Aus-Tänzchen mit seinem Gegenspieler), Ibo Aslin, Axel Bachmann (heute mit der Kicker Note: 1), Marco Küster und  Zeijlko Matic (sehr sehr stark heute) durch die Abwehrreihen, da wurde das Mittelfeld und der Gegner über schönst anzusehende Spielzüge von Lutz Wegener, Aco Pel´(sic) – mit dem 1:0 mit dem Kopf nach Vorlage von Opa -  (Özgür Bilge - der zum 5:0 nach Vorlage von Tobi Wagner einschob) und Benni Börner (Elfmetertreffer zum 2:0) überwunden und dann durch Tobi Wagner (knipste heute zum 4:0 und 6:2) nach Vorlage von Andreas Broscheit erfolgreich über das Mal getragen, das es laut Regelwerk dieses wundervollen Mannschaftsspiels zu überschreiten gilt. Ganz hinten drin stand der, der für Ruhe sorgte: Keeper Frank Wolany, mit reflexartigen Paraden.

Im Anschluss an dieses Erfolgserlebnis wurde - wie immer - das Spiel und die Gemeinschaft gefeiert, das Trainer-Dreigespann mit Lob versehen und dank des zur Verfügung stehenden Frischgetränkes ging dem einen oder anderen Spieler auch schon bald die chinesische Glücksformel ganz fließend über die Lippen „fei li wu shi, feili wu ting, fei li wu yan, fei li wu dong“.

Die Mannschaft Frank Wolany, Börner Krieft, Sven – Förse - Förster, Lutz Wegener (C), Ole Fröhlich, Aco Pelesic, Christos Gouloudis, Ibo Aslin, Axel Bachmann, Tobi Wagner, Marco Küster, Babba Kloppmann, Zejlko Matic, Opa (Özgür Bilge), Andreas Broscheit, Betreuer: Wolfgang Thiele

von: Babba Kloppmann

Elfmeter-Killer „Katze Penno“ läuft zu großer Form auf!

Seine sensationelle Präsenz zum richtigen Zeitpunkt, beschert Hainberg den Einzug in die nächste Runde des Kreispokals.

Elfmeter-Töter Reinhard: Hält stolz seinen Spickzettel hoch!

 

Sie waren angereist, um Großes zu bewegen: die die Spieler der 3. Mannschaft des SC Weende zum Kreispokalspiel bei Hainberg IV. Und obwohl der höherklassige Gegner aus dem Norden Göttingens der klare Favorit war, zeigten sie sich konzentriert -entschlossen und wollten nichts dem Zufall überlassen. Schon eine Stunde vor dem Anpfiff starteten sie ein professionelles Aufwärmtraining, mit Parallelläufchen hier und Kurzpasstraining dort und zum Abschluss noch mal einen großen Mannschaftskreis mit heyheyhey Rufen. So zieht man normalerweise in die nächste Runde ein. Doch trotz allem Kreisgebilde lief es für die Nordstädter nicht so rund, wie gewünscht, denn man darf bei all der Folklore natürlich nicht seinen Gegner aus den Augen verlieren und die waren an diesem Tag einfach zu gut – insbesondere einer: Keeper-Katze Reinhard Penno ... aber der Reihe nach. Mit  bedeutenden Worten von Capitano Lutz Wegener: „Habt viel Spaß!“ und „Im Pokal gibt’s keinen Videobeweis!“ gingen die Mannen um das Trainer-Trio gestärkt auf den Platz.

Und nachdem das Spiel bei bestem Altweibersommerwetter gerade einmal 5 Minuten

 

Opa: Einfach "Hair-lich"

 

 

 

gelaufen war, stand es schon 1:0 für die Gastgeber vom SC. Ein hoch gespielter Ball sorgte bei Gäste-Torwart Malte Harff für Verwirrung und der von ihm abgeklatschte Ball fiel Capitano Lutz Wegener vor die Füße, so dass sich dieser dankbar diese Chance nicht entgehen ließ und zur frühen Führung einschob.

Wer nun gedacht hatte, das Spiel wäre ein Selbstläufer hatte sich geirrt, denn trotz spielerischer Überlegenheit und trotz  schönster Mittelfeldspielzüge von Opa (Özgür Bilge), Aco Pelé(sic), Benni Krieft konnten von den SC-Kickern nur wenige zwingende Chancen herausgespielt werden, so dass die Hainberg-Stürmer Boller (Daniel von Werder) uns Torschützenkanonenjäger Dennis Steinmetz anfangs noch zu oft auf sich alleine gestellt blieben. Für den Beobachter am Spielfeldrand war es dabei während der ersten 45 Minuten nur schwer zu erschließen, dass es sich bei den Gästen aus Weende um die höherklassige Mannschaft handelt. Zu sehr zogen sie sich in die eigenen Hälfte zurück, in der trügerischen Hoffnung, die stets  aufmerksame Hainberger Deckung mit Ole Fröhlich, Christos Gouloudis, Marko Küster, Lukas

"Oben ohne" - Kein Skandal!

 

 

 

 

 

Dannenberg durch schnell vorgetragene Konter überwinden zu können. 

Nach dem Wechsel ging es in flottem Tempo hin und her und ab der Mitte der zweiten Spielzeit deutete sich an, dass es ein ganz großer Tag für Hainberg-Keeper Reinhard Penno werden könnte. Zweimal rettete er nach Ballverlusten mit Riesenreflexen. Alle guten Dinge sind drei oder vier, dachten sich die Weender, die unbeirrt bei ihrer taktischen Ausrichtung blieben: auf die Balleroberung warten, um dann blitzschnell vorzustoßen. Und so schlugen sie zweimal eiskalt zu: 1:1 in der 69. Minute und 1:2 in der 73. Minute. 

Hainberg intensivierte seine Bemühungen und nachdem sich Boller wiederholt in den Strafraum durchgetankt hatte und wie so oft nur durch ein Foul gebremst werden konnte, zeigte Ersatz-Schiri Marc-Oliver Janssen auf den Punkt. Özgür Bilge und Tobi Wegner hatten sich bezüglich der Verrichtung dieses Strafstoßes etwas ganz Besonderes ausgedacht. Weckte Opa mit seinem Schuss anfangs noch Hoffnung bei den Gästen, indem er den Ball direkt vom Torwart abwehren ließ, drückte Tobi Wagner im Abstaubermodus die Kugel unter die

Blick nach oben gerichtet. Luki Dannenberg

 

Latte und brachte damit diese kunstvolle Choreographie zum glücklichen 2:2 Abschluss. Alexander Bohn und Zeljko Matic kamen ins Spiel und halfen mit schönen Aktionen, den Spielstand zu halten. 2:2 stand es also noch nach 90 Minuten und das heißt in diesem Wettbewerb, dass die Nerven entscheiden, wer in die nächste Runde einzieht – oder der bessere Torhüter. Was Reinhard Penno im Elfmeterschießen anbot, ließ nicht nur die Hainberg-Fans mit der Zunge schnalzen. Ahnte er beim ersten Elfmeter schon die richtige Ecke, fanden die nächsten Weender Schützen dann aber in ihm ihren Meister. Mit Superreflexen, Geduld auf der Linie und tollen Paraden hielt er dreimal tollkühn und bescherte seiner Hainberger Mannschaft damit den Einzug in die nächste Runde. Eine tolle Leistung, die dann entsprechend von der Mannschaft gefeiert wurde.

Die Pokalsieger: Reinhard Penno, Christos Gouloudis, , Ole Fröhlich, Opa (Özgür Bilge), Aco Pelé(sic), Boller (Daniel von Werder), Dennis Steinmetz, Lukas Dannenberg, Zeljko Matic, Tobias Wagner, Alexander Bohn, Betreuer: Wolfgang Thiele, Frank Wolany, Trainer-Trio: Lutz Wegener, Benni Krift, Marko Küster im Auftrage von Teamchef und Therapeut: Jockel Lohse

 

Hainberg IV gewinnt bei Sparta III in einem sagenumwobenen Spiel mit 4:3

Boller(ix) mit lupenreinem Hattrick

Sowas brauche ich nicht so schnell wieder!“, fasste Kapitän Lukas Dannenberg dieses Ereignis zusammen und Recht hatte er. Was sich am Sonntagvormittag beim Spitzenspiel der 3. Kreisklasse ereignete, das erleben Spieler und Zuschauer nur alle Jubeljahre. Aber der Reihe nach ...

23 Kicker des SC wollten bei diesem Spiel um die Tabellenspitze dabei sein - was für ein Überangebot: Und so hatte das in Vertretung für Teamchef Lohse die Mannschaft aufstellende Trio Lutz Wegener, Marko Küster und Benni Börner nach intensivem Austausch 15 Spieler in den Kader berufen, die ihnen für diese Nominierung sicherlich noch lange Zeit tiefste Dankbarkeit gegenüber hegen werden, so denkwürdig, war dieses Ereignis.

Bei bestem Altweibersom- merwetter ging es gleich mit Volldampf los. Die im Durchschnitt um fast 13 Jahre jüngeren Spieler von Gastgeber Sparta III gaben von Beginn an richtig Gas und erinnerten mit ihrem Auftreten an durch die Gassen von Pamplona getriebene Jungbullen, mit ausgeprägtem Drang, ihre deutlich älteren Gegner auf die Hörner zu nehmen. Ungünstig, dass ihnen zuvor anscheinend niemand mitgegeben hatte, dass sie sich - bei allem angebrachten Ehrgeiz - auch bei einem Fußballwettspiel der dritten Kreisklasse in einem sozialen Kontext bewegen, in dem es außer den fußballspezifischen Regeln auch solche des respektvollen Miteinanders gibt. Unglücklich, dass Schiri Jürgen Bornemann (obwohl mit Karten

ausgestattet – s. Bild) , dem Geschehen reglementierend nichts entgegensetzte, so dass sich die Atmosphäre zwischen den Mannschaften zunehmend aufheizte. Die sich dem Altweiberalter nähernden Hainberger mussten den Sturm- und Drangversuchen der Gastgeber einiges entgegensetzen und zeigten mit zum Teil brillanten Kombinationen, dass sie noch weit von ihrer fußballerischen Menopause entfernt sind. Schon in der 3. Minute konnte der hervorragende Sparta Keeper Tobias Sorge den Ball gerade so noch von der Linie kratzen, im Gegenzug parierte SC-Torwart Frank Wolany mit einem großartigen Reflex. Und so ging es hin und her. Aco Pelé(sic), Boller (Daniel von Werder) Opa (Özgür Bilge), Dennis Steinmetz und Tobi Wagner brachten die Gegner immer wieder in Bedrängnis und so führte in der 19. Minute eine Ecke von Opa (Özgür Bilge) nach Vorlage von Aco Pelé(sic) zum verdienten 1:0 für die Hainberger durch Dennis Steinmetz.

Unglücklicherweise verletzte sich Christos Gouloudis frühzeitig, so dass Capitano-Trainer Wegener umstellen und Ole Fröhlich aus der Abwehrreihe vorziehen musste. 

Nach 28 Minuten erzielte Sparta nach einem Eckball den 1:1 Ausgleich, wobei der Referee ein zuvor eigentlich nicht zu übersehendes Stürmerfoul übersah und selbst Sparta-Coach Jens Schuster sich darüber verwundert die Augen rieb. 

Nach der zwischenzeitlichen 2:1 Führung von Sparta war auf Hainberger Seite ebenfalls Augenreiben angesagt. Nachdem der SC-Sturm die Sparta Hintermannschaft in ihrem Strafraum festgezurrt hatte, rettete ein Verteidiger für seinen Torwart mit dem Arm. Alle hatten es gesehen, nur Schiri Bornemann stand so unglücklich, dass er erneut keinen Blick auf das Geschehen hatte und einigen Betrachtern des Spiels das geflügelte Wort vom „cornflakes sammeln“ in Erinnerung kam. Tumultartige Proteste, Rudelbildung und gegenseitige Vorwürfe beider Mannschaften waren die Folge und schließlich entschied sich der Spielleiter dazu, den betroffenen Akteur zu befragen, der sich seines Vergehen nach längerer Bedenkzeit dann doch erinnerte. Den fälligen Strafstoß schob Aco Pelé(sic) absichtlich neben das Tor, was sich einerseits als Ausdruck des Protests und andererseits als Oskar verdächtiges Fairplay erwies. Hut ab. Sollte der DFB die Lehrvideos zum Thema Fairplay neu auflegen – Aco Pelé(sic) hätte mit dieser Aktion sicher seinen Platz. Aber auch bei den Gastgebern hinterließ diese Schlüsselszene des Spiels nachhaltig Eindruck. Denn nach der Pause  erwies sich diese Aktion von „Schalk Aco“ als geradezu perfekte paradoxe Intervention. Als wären für sie die Fugen der (Fußball-) Welt auseinandergebrochen, als hätten sie für sich die Macht der inneren Reflexion entdeckt, kamen sie nahezu sediert aus der Pause und wurden erst wieder wach, als Boller 

(Daniel von Werder) mit einem 30 Meter-Knaller in den Winkel das 2:2 erzielte. Kurz darauf, tankte er sich erneut auf der rechten Seite durch, ließ seine Gegenspieler abperlen, wie ein Blatt die Wassertropfen und war nur durch ein Foul zu stoppen. Den fälligen Elfmeter nutze Tobi Wagner mit seinem Fehlschuss um sich  einen Eintrag in Lukas Dannenbergs Bierkisten-Liste zu sichern. 

Nachdem Sparta nach einem schön herausgespielten Konter zur 3:2 Führung kam, bäumte sich Hainberg noch einmal auf. Kraftpaket Boller(ix), von dem gemunkelt wird, dass er als Kind in den Zaubertrank des Druiden Miraculix gefallen ist, entzauberte mit seinem 3:3 Sonntagsschuss und dem sich anschließenden 4:3 Siegtreffer alle Sparta-Hoffnungen auf einen sportlichen Erfolg.

Die starke Abwehr mit Marko Küster, Ole Fröhlich, Sven Förster, Guido Hübner und Axel Bachmann ließ danach nichts mehr zu, so dass Schiri Bornemanns Abpfiff diesem denkwürdigen Spiel ein Ende setzte.

Der neue Tabellen-führer:    

Frank Wolany, Guido Hübner, Tobi Wagner, Christos Gouloudis, Jan Ole Fröhlich, Eduard Hecht, Axel Bachmann, Daniel von Werder, Özgür Bilge, Muhidin Pelesic, Lukas Dannenberg, Marco Küster, Dennis Steinmetz, Sebastian Kloppmann, Sven Förster, Trainerteam: Lutz Wegener & Karko Küster

Benni „Börners“ Traumtor wird nicht belohnt

Ernüchternde 2:6 Niederlage bei Bovenden II

„Spielen wie Flasche leer!“, war einer der Hauptvorwürfe, die vor langer Zeit der damalige Bayern-Cheftrainer Giovanni Trapattoni in nach seiner Rage-Rede gegen Strunz & Co in die Mikrophone schmetterte. 

In Bezug auf die Beurteilung der Leistung seiner Mannschaft muss gestern Teamchef Jockel Lohse vermutlich ähnlich gedacht haben, denn „wie eine Flasche leer“, fast träge, ohne wirkliche Durchschlagskraft und bei weitem nicht so konsequent in der Chancenverwertung wie sonst, zeigte sich seine Elf. Nun könnte man versuchen, die Niederlage der Hainberger Kicker mit den hohen Temperaturen zu erklären, die jeden Schritt zum Kraftakt werden ließen, oder man könnte anführen, dass wichtige Leistungsträger wie Lukas Dannenberg und Ole Fröhlich gefehlt haben – oder darauf hinweisen, dass die Mannschaft in dieser Besetzung noch nicht zusammengespielt hat oder die Niederlage damit begründen, dass aufgrund der Verletzung von Guido Hübner kein Auswechselspieler zur Verfügung stand – oder ... oder ... oder ... Möglicherweise alles richtig, aber bei ehrlicher Betrachtung lässt sich feststellen, dass der Gegner an diesem Tag in verschiedenen Belangen einfach besser drauf war.

Dabei gab es einige starke Momente: z.B. als sich Daniel von Werder in der ersten Halbzeit durchtankte, dann aber mit Pech am leeren Tor vorbeischoss. Oder die schnellen Sprints von Dennis Steinmetz, mit denen er ein ums andere Mal großartig Freiräume für seine Mitspieler schaffte. 

Den überragenden Moment im Hainberger Spiel aber kreierte Benni „Börner“. Beim Stand von 1:0 für Bovenden nahm er den Ball 20 Meter vor dem gegnerischen Tor mit rechts an, machte eine schnelle Seitwärtsbewegung ähnlich der Gelben Blechralle beim Balztanz, um dann mit der linken Klebe die Kugel direkt aufs Tor zu zimmern. Das sind die Momente, von denen jeder Fußball träumt. Ein Spieler, der versteht, was er will, der ihn technisch zuerst liebevoll mit den Füßen streichelt, ihn   

dann aber im rechten Moment etwas härter rannimmt. Mit geschätzten 125 Stundenkilometern schlug Bennis-Bombe im Dreieck des gegnerischen Tores ein. Was für ein herrlicher Treffer vom Dauerläufer auf der linken Bahn. Ernüchterung für Bovenden, Hoffnungsschimmer für den SC.

Trotz weiterer Chancen auf beiden Seiten ging es beim Spielstand von 1:1 in die Pause. Teamchef Lohse wählte bei 29°C zurecht ein schattiges Plätzchen und an der Ruhe der Mannschaft zum Wechsel war deutlich zu spüren, dass diese Erholung bitter nötig war.

Nach dem Wiederanpfiff gab es dann die kalte - aber leider nicht erfrischende - Dusche für die Hainberger Gäste. Im Erschlappungs-Modus mussten die Hainberger mitansehen, wie sie von den zu diesem Zeitpunkt deutlich kraftvolleren Bovender Spielern förmlich überrollt wurden. In nicht einmal 12 „schwarzen“ Minuten kassierten sie 4 Tore und damit war die Partie auch schon frühzeitig entschieden.

Was dann noch lief, war bestenfalls der Schweiß, für ein Aufbäumen fehlte einfach Kraft und Motivation. Und so plätscherte das Spiel vor ungefähr 30 Zuschauern unspektakulär vor sich hin. Bei Hainberg ging nicht mehr viel, Bovenden wollte nicht mehr viel und so klang, trotz des 2:6 Treffers von Daniel von Werder zwei Minuten vor Schluss,  der Abpfiff des Schiedsrichters wie ein Konzert der Elbphilharmoniker in den Ohren aller beteiligten Kicker. Und der eine oder andere dachte nur erleichtert: Zum Glück habe ich fertig.

... dachte sich auch der Verfasser Babba K.

Die Hitze-Helden vom SC:

Frank Wolany, Ibo Aslin, Benni Krift, Dennis Steinmetz, Lutz Wegener (C), Daniel von Werder, Guido Hübner, Christos Goeuloudis, Aco Pelé(sic), Eduard Hecht, Harry, Axel Bachmann, Teamchef: Jockel Lohse

 

Hainbergs IV. startet Siegesserie

Gelungenes (Asistenz-)Trainerdebut von Marko Küster beim 4:2 Auswärtssieg gegen SG EllershausenII / Grone II

Zeigt an, wo es lang geht: Marko Küster

 

Danach schielen die Großen der Branche ein ganzes Trainerleben lang: drei Punkte im Schnitt. Was Vielen jedoch vergönnt bleibt, kann Trainer-Youngster Marko Küster für sich beanspruchen. Ein Spiel als Coach, drei Punkte im Durchschnitt. Welch eine Bilanz.

Dabei musste er sich diesen Erfolg am Sonntag bei bestem Fußballwetter redlich verdienen. Zunächst bedurfte es einer passgenauen Aufstellung gegen die spielerisch starken Gastgeber. Und weil er vorausgesehen hatte, dass in der Rückwärtsbewegung auch mal gegenhalten werden musste, setzte er in der Startelf auf „Crash-Waltemathe“, und konnte  so auf Nummer sicher gehen,  dass „Blech-Björn“ den direkten Kontakt nicht scheut. Kaum war die Partie angepfiffen, stand es auch schon 1:0 für SG EllershausenII / Grone II. Ein sehr schön herausgespielter Treffer, der Coach Küster zum handeln zwang. Einige kurze Anregungen von der Seitenlinie und schon kam die Hainberger

Beste Haltungsnoten: Luki Dannenberg

 

Angriffsmaschinerie zum Laufen. Aus der Abwehr wurde das Spiel besonnen und mit Übersicht von Ole Fröhlich und Luki Dannenberg aufgebaut. Sie konnten sich immer wieder nach vorne mit einschalten, da mit Axel Bachmann und Guido Hübner zwei zuverlässige Größen für die notwendige Absicherung sorgten. Im Hainberger Mittelfeld tummelte sich wie gewohnt ein Ensemble von Filigranisten, die mit zunehmender Spieldauer mit ihrer Klasse die Zuschauer zum Staunen brachten. In der  12. Minute spitzelte Benni Börner den Ball schnittstellengerecht auf Dennis Steinmetz, der drei Abwehrspieler und den Keeper umkurvte und dessen aus spitzem Winkel geschossener Ball kurz vor Überschreiten der Linie noch abgewehrt wurde. Der sich daran anschließende Eckball wurde von Capitano Lutz Wegener hoch und weit  auf den Kopf von Aco(Pelé)sic geflankt und der beste Kopfballspieler im Bezirk nickte unhaltbar zum 1:1 Ausgleich ein. Benni Börner nahm dann für

Slalomspezialist: Aco Pelé(sic)

 

seine Vorarbeit, die zum Eckball führte, auch gleich einen Asist-Asist-Asist-Punkt für sich in Anspruch. Recht so, Ehre, wem Ehre gebürt.

In der Folge kamen die Gäste immer wieder mal zu Einschussmöglichkeiten, aber Fänger Sven Förster verlieh dem SC mit seinen Paraden die notwendige Sicherheit.

In der 32. Minute nutzte dann Stürmerfuchs Dennis Steinmetz eine Unachtsamkeit im Strafraum der Heimmannschaft. Einen vom Torwart verstolperten Ball schob er seelenruhig zur 2:1 Halbzeitführung ein.

Nach der Pause forcierte Ellershausen / Grone noch mal den Druck, doch Abwehrbollwerk Christos Gouloudis fing nahezu jeden Angriff ab. Ein Wunder dabei, dass die Angreifer überhaupt noch versuchen, mit dem Ball an ihm vorbeizukommen. Nach einem von Capitano Wegener getretenen Freistoß (Asist-Asist), schraubte sich wieder einmal Aco(Pelé)sic am höchsten (Asist), den vom Fänger gerade so noch abgewehrte Ball brachte Dennis

Verdienter Schluck auf den Erfolg

 

Steinmetz unter Kontrolle und anschließend im Netz des Tores der Heimmannschaft unter, so dass Hainbergs IV. nun allmählich final auf die Siegerstraße einbog. Daran änderte auch der kurzzeitige 2:3 Anschluss nicht mehr viel, denn erneut spielte  Aco(Pelé)sic groß auf. Nach einem tollen Slalomsolo durch die halbe Ellershäuser Hintermannschaft und kurzem tiki taka  mit Benni Börner  schob er zum verdienten 4:2 Endstand ein und bescherte damit Trainerdebutant Marko Küster eine lupenreine Bilanz, um die ihn viele andere beneiden.

 

Die Sieger vom SC Hainberg: Sven Förster, Guido Hübner, Olé Fröhlich, Lukas Dannenberg, Axel Bachmann, Christos Geouloudis, Björn Waltemathe, Benjamin Krieft, Dennis Steinmetz, Aco(Pelé)sic, Lutz Wegener, Lasse Sager, Ibrahim Aslin, Hermann Fuge, Michael Klapproth.

Zwei verschossene Elfmeter beim 3:2 Auswärtssieg von Hainberg IV. beim SC Weende

Hainbeger Spieler stehen gestärkt wieder auf

Seit gestern muss man sie in einem Atemzug mit Michael Kutzop, Diego Maradonna, Christiano Ronaldo, Lothar Matthäus und Uli Höneß nennen: Boller“ (Daniel von Werder) und „Capitano“ Lutz Wegener von Hainbergs IV. Mannschaft ... aber der Reihe nach.

Sie sind angetreten und als Helden - wahrhaft gestärkt - kehren sie zurück. Damit sind die Spieler von Hainbergs IV. Mannschaft gemeint, die in einem sagenumwobenen Auswärtsspiel die dritte Mannschaft des SC Wende mit 3:2 niederrangen. Aber damit sind auch zwei besondere Spieler gemeint: „Boller“ (Daniel von Werder) und „Capitano“ Lutz Wegener. Denn ihnen ist etwas gelungen, woran schon die Größten der Branche kläglich gescheitert sind: Sie haben im Spiel beide einen Elfmeter versemmelt, doch anders als viele andere sind sie daran nicht zerbrochen. Alle Achtung.

Eigentlich sind es nur elf Meter. Elf Meter, die zwischen Glück und in manchen Fällen ewiger Verdammnis liegen. Ein schmaler Grad und manchmal auch das ganz dünne Eis, das zu brechen droht. 

Dabei sieht es so einfach aus: Ball zurecht legen, Anlauf nehmen, schießen, abdrehen. Das kann jeder und manchem ist es gar peinlich für eine derart banale sportliche Leistung Glückwünsche entgegen zu nehmen.

Doch all zu häufig hat das Scheitern vom Punkt erhebliche negative Auswirkungen auf das weitere Leben – im sportlichen, aber vor allem im Privaten. Denken wir z.B. an Diego Maradona der im WM Viertelfinale 1990 gegen Jugoslawien scheitere. Er ließ nach seiner Karriere fast keine Untiefe des gesellschaftlichen Lebens aus: Kokain, Rindfleisch, Zigarren, Alkohol im Übermaß sowie hohe Steuerschulden waren der Preis, den der ehemaligen Ballkünstler zahlte und der ihn zu einem Getriebenen werden ließ. Getriebenheit in einem anderen Sinne war das Los eines anderen Fehlschützen: Lothar Matthäus im Pokalfinale 1984 gegen die Bayern, zu denen er nach diesem Endspiel wechseln sollte. Er ballerte das Leder mit Schmackes über das Bayern-Tor und stürzte seine Mannschaftskameraden, aber vielmehr sich selbst, in dunkelste Träume. Als Mittel dieses Trauma zu bewältigen zeigte er sich als einer Urheber der #meToo-Bewegung, verfiel der Polygenie (Vielweiberei) in einem Maße, dass selbst der Postillon jüngst nicht umhinkam, die Geburt seiner im Jahre 2035 achtzehn Jahre alten siebten Ehefrau freudig zu feiern. 

Christiano Ronaldo scheiterte schon etliche Maße vom Punkt und welch tiefen Riss diese Ereignisse in seiner Psyche hinterlassen haben, konnte man sich vor einiger Zeit im Championsleague-Finale gegen Atletico Madrid gewahr werden. Bei einer sicheren 3:1 Führung in der letzten Minute der Verlängerung trat der Pfau zum 

Elfmeter an und traf zum aus seiner Sicht wohl entscheidenden 4:1. Normalerweise treibt es jedem  Amateurfußballer die Schamesröte ins Gesicht, sich für einen verwandelten Elfmeter feiern zu lassen. Nicht so Christiano Ronaldo. Der fernsehzugeschalteten Welt, zeigte er nach euphorisch zur Eckfahne hingelegtem Sprint sogar noch seinen inzwischen vom Trikot befreiten blanken Oberkörper  - aus purer Freude über dieses wichtige 4:1 in letzter Sekunde. Was die Bilder nicht zeigten, war, dass er da alleine lag, so sehr hatte er sich mit seiner Selbstdarstellung in die Einsamkeit manövriert. „Augen auf bei der Berufswahl“, möchte man da talentierten Jugendfußballern zurufen. 

Das aus deutscher Sicht tragischste Beispiel dieser Ahnengalerie der Elfmeter-Gescheiterten aber bietet der Bayer Uli Höneß, der im finalen Shootout der Europameisterschaft 1976 den Ball in den Belgrader Sternenhimmel jagte.

Ihn ereilten gleich mehrere furchtbare Schicksalsschläge: nach Wurstfabrikation und FCB-Präsidentschaft trieb es ihn über die Spekulationssucht in den Steuerhinterzug, was dann in einem Einzelzimmer in der Justizvollzugsanstalt Landsberg sein Ende fand.

Nach Beendigung dieser von ihm als ungerecht empfundenen Konsequenz zeigte er sich bar jeglicher Selbstreflexion und damit als ein lebenslang Bestrafter. Das ist der Stoff der zum Mitleiden einlädt. Diese Geschichte sollte verpflichtend ins schulische Curriculum der Werteerziehung aufgenommen werden.

Zurück zum SC Hainberg und zu unseren Helden, Boller und Capitano Lutz. Sie scheiterten am Donnerstag Abend zwar mit sensationell schwach geschossenen Elfmetern, allerdings kehrten sie nach mehreren Kaltschalen und etlichen Sprüchen ihrer Mannschaftskameraden unbeschadet in das gesellschaftliche Leben zurück, so wie es wie in dem neuen WM-Song „Kasatschok auf einem Bein“ von Babbas Projekt anklingt: „Und wenn wir mal fallen, das nehm(en) wir in Kauf, stehen wir – gestärkt wieder auf.“ Was für eine Leistung – Hut ab.

Ach ja, da war doch noch was anderes: 2 Tore von Dennis Steinmetz, eins von Boller und eine Mannschaft, in der alte Fußballergrundsatz „11 Freunde müsst ihr sein“  Lebendigkeit erfährt.

Die Zeitzeugen dieses Spektakels:

Reinhard Penno, Ibo Aslin, Benjamin Krieft, Dennis Steinmetz, Lars Heuermann, Sven Förster, Lutz Wegener, Ole Fröhlich, Hermann Fuge, Lukas Dannenberg. Azo Pelé(sic), Christos Gouloudis,  Boller - Daniel von Werder, Marko Küster – Teamchef: Jockel Lohse

Aus mehr als elf Metern Entfernung:

Babba Kloppmann

Teamchef Lohse schickt seine Mannschaft zum Eiersuchen

Teambuilding beim SC Hainberg am Ostersonntag

Wo andere Mannschaften sich auf glühenden Scherben die blutenden Füße verbrennen, sich beim „Dinner in the Dark“ den Rotwein über die Hose kippen oder oder dem Temkameraden beim Bubble Football so „ganz aus Versehen“ mal richtig einen mitgeben und das ganze dann sogar noch medienwirksam als heilsame und teambildende Maßnahme zugleich verkauft wird, hat sich SC Hainberg Präsident und Teamchef der vierten Mannschaft, Jockel Lohse, wieder mal was ganz Besonderes einfallen lassen: Passend zum Osterfest und damit zum jahrezeitlichen Brauch hat er seine Kicker zum Eiersuchen auf den Platz geschickt.

Was war das heute Morgen am Ostersonntag für eine Überraschung, als seine Mannschaft auf den Zeitenterrassen erschien. Anstatt des gewohnten Trainingsanzugs mit den Initialen „JL“ hatte sich Teamchef Lohse feierlich in Schale geworfen und begrüßte sein Team im Original-Mümmelmann-Kostüm. 

Und ehe sich seine Spieler besannen, drückte Hainbergs Chef-Meister Lampe seinen Schützlingen auch schon ein Körbchen in die Hand und lud sie so zum fröhlichen Eiersuchen ein. Zudem hatte Teamchef Lohse sogar noch an die passende musikalische Untermalung gedacht, denn aus allen Lautsprechern erklank der Stimmungsevergreen von Klaus und Klaus: „Klingelingeling ... hier kommt der Eiermann“

Und wer hätte das gedacht: Wie eine Horde in die Freiheit entlassener Karnickel hoppelten die Hainberger Spieler begeistert los und machten sich mit ihren Körbchen auf die Eiersuche. Lohse zeigte sich dabei zunächst selbst positiv überrascht, wie sehr sich seine Spieler auf diese durchaus gewagte Initiative einließen, doch schon bald war klar: mal wieder ein voller Erfolg, was sich der „Theraput“ von Hainbergs IV. hier hat einfallen lassen. Wenn einer das kleine Trainer-Einmaleins beherrscht, dann er. Da weiß einer, wie der Hase läuft!

Auf die Frage, was er sich dabei gedacht habe, antwortete Lohse gewohnt vielschichtig: „Nun ja, wir wissen ja alle, dass unsere Vorfahren noch Jäger und Sammler waren und wie man hier gerade sehen kann, steckt dieser Urtrieb auch noch in meinen Spielern. Außerdem haben sie so die Gelegenheit, mal wieder das Kind im Manne zu entdecken (überlegt).

Mal ehrlich, in der heutigen Zeit haben Männer doch eine ganz andere – deutlich vielschichtigere und anspruchsvollere Rolle als früher. Sie sollen Vorbild sein, stark sein, zugleich aber auch sensibel. Sie sollen Gefühle zeigen und sich auch mal fallen lassen können, aber trotzdem kein Softie sein. Es wird erwartet, dass sie eigene Bedürfnisse zurückstellen und dennoch immer im Blick haben, wo es lang geht ...dürfen aber dabei bloß nicht nach Achselschweiß riechen.  

Männer sollen eine Meinung haben und sie auch äußern ... (macht eine kurze Pause), allerdings nur, wenn man sie danach fragt. Sie sollen ihr Bier genießen dürfen

und und trotzdem ein Sixpack haben (lacht) ... (guckt nachdenklich). Von allen Seiten wird an ihnen gezogen. Wenn das nicht paradox ist! Diesen Irrsinn steckt selbst der stärkste Kerl auf die Dauer nicht unbeschadet weg, das verlangt geradezu nach Karthasis und wenn die Gesellschaft da versagt, dann hat ein Fußballverein heutzutage eine besondere Verpflichtung. Wenn sie hier nicht in ihren Bedürfnissen gesehen werden – wo denn sonst? Und das ist der Grund dafür, dass meine Kicker hier und heute Eier suchen und sie dann auch noch stolz vergleichen (lacht).

Zudem steht das Ei ja auch als Symbol für Erneuerung und für Fruchtbarkeit und wer im österlichen Sinne keinen Zugang dazu haben sollte, kann es kann ja auch mit Wilhelm Busch nehmen, wenn der sagt: Das weiß ein jeder, wer's auch sei, gesund und stärkend ist das Ei. In diesem Sinne wünsche ich allen Hainbergern: Frohe Ostern!“

Mit dabei bei der Eiersuche: Babba Kloppmann (am Ostersonntag, 1.4.2018)

Hainberg IV. mit besonderem Klangerlebnis

1:4 Niederlage gegen SVG III

Frühlingshaft bestens gelaunt zeigte sich an diesem Sonntagvormittag die Sonne, die frühen Vögel zwitscherten harmonisch und stimmten so bei angenehmen Temperaturen die zahlreich erschienenen Zuschauer auf das Heimspiel von Hainbergs IV. Mannschaft gegen die SVG III ein.

Bis zum Ende der Hinserie noch als Hainbergs V. in der 3. Kreisklasse am Start, in der Winterpause jedoch aufgrund interner Veränderungen in die 2. Kreisklasse „aufgestiegen“, war es also für diese SC Mannschaft ein Auftaktspiel in der nächst höheren Klasse. Und als wollten sich die Hainberger Kicker ganz der aufblühenden Natur anpassen, zeigten sie sich von Beginn an äußerst kraftvoll und kamen in den ersten Minuten zu zahlreichen Chancen. Zunächst war es ein von „Boller“ (Daniel von Werder) nach zwei Minuten geschossener Ball, der vom Pfosten  zurück ins Spielfeld prallte und unmittelbar darauf scheiterte „Boller“ erneut. Sein Erfolg versprechender Schuss verfehlte das Tor nur knapp. Da war wirklich Musik drin und so ging es in den ersten Minuten weiter. Hainberg IV. spielte sich eine Chance nach der anderen heraus, einzig der Ball entschied sich nicht zur verdienten Führung ins gegnerische Gehäuse zu springen. Ganz anders geschah es dann vor dem Tor der Hainberger. Ein einziger Konter der SVG reichte, das Spielgeschehen nach 10 Minuten auf den Kopf zu stellen. Nach einem schön in die Spitze gespielten Ball, reichte ein Tick mit der Fußspitze, den aus dem Tor eilenden SC-Fänger Reinhard Penno zu überwinden. 1:0 für die SVG nach 10 Minuten.

Auch wenn das so gar nicht zum   bisherigen Spielverlauf passte, ließen sich die SC-Kicker davon jedoch nicht allzu sehr irritieren. Es wurde weiter nach vorne gespielt. Der trendbärtige Lukas Dannenberg eröffnete das Spielgeschehen aus der Abwehr heraus,

Co-Capitano Benni Börner tankte sich mehrfach auf der linken Seite durch, Fußball-Filligrant Christos Gouloudis dirigierte im Mittelfeld, Dennis Steinmetz und Lasse Bahnsen wirbelten die SVG- Abwehr durcheinander, doch es war wie verhext, vor dem Tor ging die notwendige Konzentration verloren. Und so manch einer der Betrachter des Spiels fragte sich, wie es möglich war, dass bei einer derartigen Überlegenheit nichts Zählbares heraussprang.

Einige Zuschauer am Rand vermuteten, dass die Hainberger Einschussirritation durch die seltsam schrill klingenden Rufe vom Spielfeldrand verursacht wurden. Und tatsächlich, in regelmäßigen Anständen - kaum überhörbar - erklang es, als würde ein in der Not rufendes aus dem Nest gefallenes Vögelchen um Hilfe schreien. Anfangs mit einem dem Kleiber ähnlichen tiü-tiü-tiü, wiwiwiwi, twitt, zit, zit, dann von einem der Elster ähnlichen tschek-tschäk-tschäk und im Abschluss wie ein Gartenbaumläufer mit ti-ti-ti-terit sri sri. Wahrhaft laut und noch mehr schrill. Doch all denen, die ihre Blicke suchend in die Baumwipfel umstehender Vegetation am Leineufer richteten, wurde schnell wurde klar, es handelte sich bei diesem seltsam erklingenden Gesang nicht um den Hilfeschrei eines Jungvogels, sondern um lautstarke Anfeuerungsrufe von Seiten der SVG-Bank.

Was möglicherweise als Steuerungsimpuls der eigenen Mannschaft intendiert war, erwies sich als geeignetes Mittel, die Hainberger Stürmer so zu irritieren wie einst Odysseus die Rufe der Sirenen, sodass sie einfach nicht mehr verorten konnten, wo sich das gegnerische Tor befand. Ein wahrhaft geschickter Schachzug der Gäste, die dann – auf diese Art angefeuert – kurz vor der Pause mit ihrer zweiten Chance zum 2:0 kamen. „Hier in der 2. Kreisklasse wird halt mit anderen Mitteln gearbeitet“, witzelte danach ein Zuschauer am Rande.

Nach dem Wechsel dauerte es gerade einmal 30 Sekunden, bis Hainberg durch Dennis Steinmetz nach schöner Vorarbeit von Mario Siegmann auf 2:1 verkürzte, so dass noch einmal Hoffnung aufkeimte. Doch kurz darauf gelang es der SVG erneut, eine Unaufmerksamkeit in der Hainberger Abwehr auszunutzen, so dass der zwei Tore Vorsprung wieder hergestellt werden konnte.

Dem hatte die Mannschaft von Teamchef Lohse nicht mehr viel entgegenzusetzen, da weitere herausgespielte Chancen erneut nicht genutzt werden konnten, so dass die SVG dann nach einem scharf geschossenen Eckball zum 4:1 Endstand-Treffer kam.

„Wir haben einfach in der zweiten Halbzeit zu ungenau gespielt, die Bälle zu schnell verloren und vielleicht hat am Ende auch ein wenig die Kraft gefehlt“, resümierte anschließend Dauerläufer Christos Gouloudis treffend.

Und Lukas Dannenberg ergänzte augenzwinkernd: „Mir klirren immer noch die Lauscher. Das nächste Mal spielen wir halt mit Ohrstöpseln“, so dass trotz dieser 1:4 Niederlage schnell wieder die SC typische heitere Grundstimmung einkehrte und weitere Vorfreude auf die den Frühling einleitenden Klänge aufkam.

Das Team des SC:

Reinhard Penno, Benjamin Mecke, Benni Börner, Guido Hübner, Konstantin Heppner, Christos Goeuloudis, Lasse bahnsen, Benjamin Krieft, Dennis Steinmetz, Lukas Dannenberg, Daniel von Werder, Ibrahim Aslim, Bastian Zitzscher, Eduard Hecht, Mario Siegmann, Betreuer: Wolfgang Thiele, Teamchef; Jockel Lohse

Vom Spielfeldrand: SK

 

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