D4-Jugend

Saison 2016 / 2017

13.08.2016

Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive Meisterschaften

Als wir am 13.08.2016 unser erstes Punktspiel auf dem für uns neuem 9er Feld antraten, konnte man wohl kaum mit den Veränderungen rechnen, die sich in dem letzten halben Jahr ergeben haben
Durch einige Absagen wie Omas 70er, über Nacht krank geworden und Namenstag des Meerschweinchens standen wir am Samstag Mittag dann also mit 9 Spielern da, ohne Wechselspieler und ohne echten Keeper. Erster Gedanke: klasse, volle Spielzeit für jeden. Auf einem größeren Feld als gewohnt und bei gefühlten 38 Grad im Schatten dann aber doch eine eher erschreckende Vorstellung, genau wie unser Abwehrverhalten beim (zum Glück einzigen ) Gegentor des Tages. Dank einer grandiosen Offensive konnte man das Spiel dennoch für die Farben des SC Hainbergs entscheiden.
Jetzt, ein halbes Jahr später, ein ganz anderes Bild:
Bei den zurückliegenden Trainingseinheiten zwischen 16 und 20 Spielerinnen und Spieler, bei Turnieren und Spielen konnte man ebenfalls aus dem Vollen schöpfen, sodass für die Hallenkreismeisterschaft sogar zwei Teams gemeldet wurden konnten.
In der Liga stellt man mit aktuell nur 3 (!) Gegentoren die beste Defensive, die maßgeblich daran Anteil hat, dass man abgesehen von einer Punkteteilung mit dem aktuellen Tabellenführer, alle Spiele für sich entscheiden konnte. Das Ziel ist definitiv aufbauend auf dieser guten Defensive, die kommenden Spiele fußballerisch zu kontrollieren und sich im Torabschluss weiter zu verbessern, um den Tabellenführer dann doch noch hinter sich zu lassen.
Ganz nach dem Motto "Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive Meisterschaften" eben.

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22.11.2013

Manni Heyde sagt "Tschüss"

Von Rupert Fabig- Eine ganze Generation Göttinger Fußballer hat schon unter Manfred Heyde in der Kreisauswahl trainiert und gespielt. Spätere Profis wie Torwart Timo Ochs sind in die Schule des 72-Jährigen gegangen, der das Amt als Auswahltrainer der regionalen E-Junioren seit mittlerweile 18 Jahren ausübt. In diesem Winter wird der Göttinger aber letztmalig die von ihm gesichteten Nachwuchsakteure von der Seitenlinie aus betreuen. „Als die Fusion der Fußballkreise Göttingen und Osterode kam, ist mir aufgefallen, dass ich in dem Alter bin, in dem ich langsam mal aufhören könnte“, sagt Heyde.

Als er 1995 gefragt wurde, die Nachfolge von Arno Plumbohm als Kreisauswahltrainer anzutreten, sei für ihn gar nicht absehbar gewesen, welche überregional bekannten Akteure durch seine Hände gehen, so Heyde. Auch Eintracht Braunschweigs Jan Washausen wurde vom gebürtigen Berliner, der in Bremen aufwuchs, einst gesichtet. „Dabei war Jan gar nicht so talentiert, dafür aber klar im Kopf“, erinnert sich der zweifache Vater. Zwei weiteren Göttinger Kickern traut er ebenso den Sprung ins Profi-Lager zu: Mattis Daube und Manuel Mbom, die beide inzwischen ans Fußball-Internat zu Heydes Lieblingsklub Werder Bremen gewechselt sind. Dass er das Duo zuvor unter seinen Fittichen hatte, erklärt sich von selbst. In guter Erinnerung geblieben sind dem studierten Sozialwissenschaftler aber auch einige regionale Größen wie Björn Nolte, Spielertrainer und Torjäger des FC Lindenberg-Adelebsen, der damals noch als Rechtsverteidiger auflief, der Bovender Andreas Dellemann oder das SVG-Trio Florian Evers, Erdem Kazan und Nicola Grimaldi.

Bei den überregionalen Sichtungsturnieren hat sich Heyde über die Jahre mit seinen E-Junioren einen bösen Ruf erarbeitet: „Nämlich den, dass meine Mannschaften immer vorne dabei sind.“ Jahr ein, Jahr aus sichtete Heyde zunächst knapp 70 der besten Spieler aus den Regionen Göttingen, Hann. Münden und Duderstadt. „Es hat mir richtig Spaß gemacht, die Allerbesten raus zu suchen und daraus ein funktionierendes Team zu formen“, sagt der Fußballnarr, der in höchsten Tönen über die von ihm trainierten Spieler spricht. „Ich war immer sehr überrascht, wie gut das technische und taktische Grundgerüst der Jungs war. Über Passspiel und Ballannahme konnte ich häufig nur staunen.“

Von 1975 an ist Heyde bereits Coach im Herrenbereich gewesen, trainierte unter anderem Eintracht Northeim und stieg mit dem SC Hainberg von der Kreisliga in die Bezirksklasse auf, um nur eine Saison später den Durchmarsch in die Bezirksliga zu vollenden. In derart vielen Jahren hat Heyde ein besonderes Gespür für vermeintlich schwächere Spieler entwickelt. „Deshalb habe ich den schüchternen Auswahl-Spielern immer besonders viel Vertrauen geschenkt. Und oft haben die dann ihr Potenzial entfaltet, als das Selbstvertrauen durchkam“, betont der Rentner. Überhaupt schlug Heyde stets die ruhigeren Töne an. „Ich habe in all den Jahren nie geschimpft. Musste ich auch gar nicht, weil die Spieler ja auch von sich besser werden wollten.“

Seinem Nachfolger Daniel Otto traut der angesehene Trainer zu, seine Arbeit erfolgreiche fortzuführen. „Da bin ich zuversichtlich“, so Heyde. Zumal Otto mit Lars Kreitz ein Ex-Auswahlspieler Heydes als Co-Trainer zur Verfügung steht. Einen Assistenten benötigte Heyde übrigens nie. Sichtungen, Training und Turnierorganisation meisterte er mühelos im Alleingang. Der Grund seiner guten Organisation ist im Privaten zu finden: Während seine Frau tagsüber arbeitete, blieb er als Hausmann daheim, hütete Kinder und Haus. „Und wenn meine Frau abends kam, ging es los zum Fußball.“ Demnächst geht es für Heyde vor allem nachmittags los zum Fußball. Die interessanten Spiele im Nachwuchsbereich will er nicht verpassen. Solche Termine seien für ihn ebenso wichtig, wie jeden Sonnabend Bundesliga zu schauen.