21.12.2018

A-Jugend peilt die Zwischenrunde an

Viele Vorbereitungsturniere und intensives Training für den Sparkasse & VGH-Cup 2019

16 regionale Teams gehen beim bekannten Hallenfußballturnier um den Sparkasse & VGH- Cup 2019 vom 10. bis 13. Januar in der Göttinger Lokhalle an den Start. Wir stellen die Mannschaften vor. Heute: der SC Hainberg aus der Kreisliga.

Historie: Der SC Hainberg nimmt zum zehnten Mal beim Turnier teil. 2004 feierte das Team von den Zietenterassen seine Premiere unter dem Lokhallendach. Mit dem Einzug in die Zwischenrunde 2011 feierte der SC H den bisher größten Erfolg.

Aussichten: In der Rewe-Gruppe erscheinen die regionalen Teilnehmer ziemlich auf Augenhöhe. Zwei Kreisligateams (Hainberg und Einbeck) und zwei Bezirksligisten (HöhBernSee und Rhume-Oder) spielen um Platz vier der Gruppe. Nach starken Ergebnissen in den Vorbereitungsturnieren sollten die Hainberger allerdings gute Chancen auf ein Weiterkommen haben. Mit dem FC Fulham, 1. FSV Mainz 05 und Fortuna Düsseldorf gehen zudem drei Profiteams in der Gruppe an den Start. Wer sich für die Zwischenrunde am Sonntag qualifiziert, könnte durchaus bis zum letzten Spiel spannend sein. Sicherlich wird der akribisch arbeitende Trainer Yannick Broscheit seine Mannschaft bestmöglich vorbereiten.

Das sagt der Trainer Yannick

Broscheit: „Ich sehe Einbeck auf Augenhöhe, da sie die Kreisliga in Northeim dominieren. Die beiden Bezirksligateams müssten wir eigentlich schlagen. Zuletzt beim Vorbereitungsturnier haben wir gegen Rhume-Oder mit 6:0 gewonnen. Dennoch dürfen wir als Kreisliga-Team keinen Gegner unterschätzen“, sagt Broscheit. Sein Team trainiert dreimal in der Woche und absolviert zusätzlich diverse Fitnesseinheiten an den Wochenenden. „Wir spielen auch fünf oder sechs Turniere – so können wir uns zum einen einspielen, zum anderen kann sich jeder Spieler aus dem großen Kader auch beweisen“, so Broscheit. Als Schlüsselspieler sieht der Coach Philipp-Thedel von Wallmoden, der im Sommer vom Niedersachsenligist 1. SC Göttingen 05 zu den Hainbergern kam. „Er hilft dem Team nicht nur sportlich, sondern durch seinen starken Charakter weiter“, lobt der Coach. Die Chancen auf die Teilnahme an der Zwischenrunde sieht Broscheit bei 80 Prozent. „Unser Ziel ist die Zwischenrunde – was danach kommt, ist Bonus“, macht er deutlich. Seine Spieler freuen sich besonders auf das Duell mit dem Fulham FC. „Wenn man gut verteidigt, hat man in der Halle gegen jedes Team eine Chance“, gibt sich Broscheit selbstbewusst.

Das sagt die Redaktion:
Dem Kreisligisten ist ein starkes Turnier zuzutrauen. Wenn sie die Leistungen aus den Vorbereitungsturnieren bestätigen und nicht zu selbstsicher an die Sache herangehen, winkt der Broscheit-Elf die Zwischenrunde am Sonntag.

GT, 20. Dez, von Von Jan-Philipp Brömsen.

02.12.2018

Fynn Stahlhut beschert seinem Team mit ruhiger Hand ein gutes Los

In der REWE-Gruppe warten Fulham, Mainz, Düsseldorf, Rhume/ Oder, Einbeck und HöhBernSee

Fynn Stahlhut (links) bei der Auslosung mit Turnierorganisator Lutz Renneberg (rechts) und einem REWE-Vertreter

(rm) Mit einem ruhigen Händchen hat Kapitän Fynn Stahlhut sein Team in die REWE-Gruppe des Sparkasse-VGH-Cups 2019 gelost und damit ein Aufeinandertreffen mit den beiden spielstärksten regionalen Teams aus Northeim und vom I. SC 05 Göttingen in der Vorrunde vermieden.

Am ersten Turniertag Donnerstag haben die Hainberger gleich drei Spiele. Nach der Tagesschau geht es um 20:15 Uhr gegen den Bezirksliga-Neuling JSG HöhBernSee um einen guten Turnierauftakt.

Gleich 30 Minuten später wartet mit dem FC Fulham der erste Proficlub, bevor um 22:15 Uhr gegen den JFV Rhume/ Oder (Bezirksliga) die Option Zwischenrunde erhalten werden soll.

Am Freitag geht es gegen dnr Bundesliga-Nachwuchs des FSV Mainz 05 (19:15 Uhr), bevor am Samstag nach der Partie gegen Fortuna Düsseldorf (10:45 Uhr) gegen die Bezirksliga-Elf der SVG Einbeck (13:15 Uhr) das Zwischenrunden-Ticket gelöst werden soll.

Das Team von Yannick Broscheit und Ralf Djuren befindet sich mittlerweile in der Vorbereitung und hat bei der Hallenkreismeisterschaft mit beiden Teams die nächste Runde erreicht.

29.10.2018

Hainberger A-Jugend beim Sparkasse-VGH-Cup 2018 dabei

Gruppenauslosung am Montag, 26. November

Hainbergs A-Junioren freuen sich auf attraktive Duelle mit dem Nachwuchs der Profiteams

(GT, 29.10.18). Die Regios für die kommende 30. Auflage des Sparkasse & VGH CUPS vom 10. bis 13. Januar in der Lokhalle Göttingen stehen fest. Der Veranstalter Fest GmbH hat am Sonnabendmorgen die Namen der 16 Mannschaften aus der Region, die sich beim größten europäischen Hallenfußballturnier Europas für A-Junioren mit dem Profi-Nachwuchs messen, veröffentlicht.

Die A-Junioren des 1. SC Göttingen 05 und von Eintracht Northeim standen sich nicht nur am Sonnabend auf dem Kunstrasenplatz im Maschpark gegenüber (05 schlug Northeim mit 2:0), sie führen als Niedersachsenligisten auch das regionale Teilnehmerfeld an. Aus dem Göttinger Raum sind neben den 05ern außerdem der FC Grone, der SC Hainberg, der JFV West Göttingen, der FC Gleichen (alle Kreisliga-Vertreter) sowie die SVG Göttingen (Bezirksliga) bei der kommenden Auflage in der Lokhalle dabei.

Aus dem nördlichen Südniedersachsen nehmen neben Northeim außerdem die JSG Weper und die JSG Uslar/Solling (beide Bezirksliga) am internationalen Hallenfußballturnier 2019 teil. Das Eichsfeld ist bei der 30. Auflage des U19-Turniers so stark vertreten wie noch nie: Gleich vier Teams aus dem Eichsfeld dürfen sich auf die Teilnahme im Januar freuen. Der JFV Rhume-Oder, der JFV Eichsfeld, die JSG Eintracht HöhBernSee und der Turnierneuling JFV Eichsfeld Mitte aus der Verbandsliga Thüringen werden versuchen, die Zwischenrunde zu erreichen.

„Wir haben damit geliebäugelt, noch mehr Eichsfelder Teams zu nehmen“, berichtete Lutz Renneberg, zusammen mit Holger Jortzik Geschäftsführer des Sparkasse & VGH CUP’s. Der Grund: Die Eichsfelder Teams seien „in einer ganz guten Konstellation unterwegs“ – sie entsprechen in jeder Hinsicht den Kriterien des Veranstalters. So hätte man auch gern den SV Rotenberg dabeigehabt, aber letztlich musste man sich dagegen entscheiden. Erneut nicht dabei ist das Landesligateam von Sparta Göttingen, das momentan allerdings auch in unruhigem Fahrwasser unterwegs zu sein scheint. Immerhin ist die einst starke Mannschaft als JSG Sparta-Weende-Göttingen in der laufenden Saison bereits zweimal nicht angetreten, hat die Auswärtspartie beim BVG Wolfenbüttel mit sage und schreibe 0:19 verloren und ist nach acht Spielen mit 0 Punkten und 3:60 Toren Schlusslicht.

„Wir haben uns mit dem Vorsitzenden Patrick Humke und der Jugendleiterin getroffen und mit ihnen über die Richtlinien der Bewerbung gesprochen“, sagte Renneberg auf Tageblatt-Nachfrage. „Die Spielklasse spielt nicht immer eine Rolle.“ Darüber hinaus habe er sich eine Partie der JSG angesehen. Sein Fazit: „Das war kein schöner Anblick.“

Tuspo Petershütte (Bezirksliga), die SVG Einbeck (Kreisliga/Turnierneuling) und die JSG Schwarz-Gelb aus der Landesliga (Turnierneuling) komplettieren das Teilnehmerfeld 2019. Die JSG Schwarz-Gelb hat sich das Ticket über die Wildcard-Aktion gesichert, die erstmals durchgeführt wurde und eine Kooperation des Sparkasse & VGH CUPs mit dem SPORTBUZZER Göttingen war.

„Die schwerste Aufgabe für das Turnier haben wir nun hinter uns – die Auswahl der regionalen Mannschaften“, werden in einer Mitteilung Renneberg und sein Kompagnon Jortzik zitiert.Die Gruppen für die 30. Auflage des Sparkasse & VGH CUPs werden am Montag, 26. November, ausgelost.

02.03.2017

Sparkasse & VGH Cup

Beim diesjährigen Sparkasse & VGH Cup, einem der größten A Jugend Turniere in Europa, ist unsere A Jugend bereits in der Vorrunde ausgeschieden.

Erstmal als JSG Hainberg/Grone angetreten, waren die Erwartungen an unsere Jungs wohl zu hoch.
Aber der Reihe nach… Aus 24 mach 5!

Ja, genau… Aus 24 Spielern aus dem Hinrundenkader sollte man die richtigen fünf Spieler für dieses Turnier finden. Zu schwer? Dann streichen wir einfach erstmal 6 Spieler, denn mehr als 18 Spieler darf man eh nicht einsetzen.

Auch schwer? Oh Mann, nach welchen Kriterien sollen wir entscheiden?
Leistung, Teamfähigkeit, Trainingsbeteiligung, Form, Potential, jüngerer/älterer Jahrgang oder gar Länge der Vereinszugehörigkeit…?

Der Kader hätte ganz verschieden aussehen können, aber eins wäre sicher, man hätte es nicht richtig gemacht. Genug geklagt, es gab auch schöne Nachrichten. Die Auslosung zum Beispiel.
Wir hatten Donnerstags Training am Jahnstadion, während in der Soccer-Arena in Weende unsere Gegner gezogen werden sollte.
Kurz vorm Ende des Trainings, gegen 19:45, wage ich einen Blick auf mein Handy.
„Geil!“ „Hammer!“ „Die Insel-Affen haut ihr weg!“ Whatts-App in Verbindung mit meinem Freundeskreis kann so schön sein. Es war also Fakt. Auftakt gegen Manchester United am Donnerstag den 5.1.17 um 20:45 Uhr. Dazu noch Mainz und den HSV. Wir waren ehrlich zueinander, dass dies nur unsere Bonus-Spiele werden sollten.
Die regionalen Gegner waren aber keine Unbekannten.
Die JSG Nieste/Staufenberg aus der Kreisliga Kassel wurde letztes Jahr knapp mit 1:0 bezwungen, die JSG Weper hatten wir erst vor kurzem in unserer Liga (2:0) geschlagen und auch bei einem Vorbereitungsturnier in Uslar waren wir gegen sie ungeschlagen geblieben (4:1 und 1:1).
Die härteste Nuss sollte wohl Sparta Göttingen werden, die eine Liga über uns in der Landesliga spielen.
So ging es dann in die Vorbereitung auf das Turnier. Zunächst auf den kleinen Kunstrasenplätzen auf dem Hainberg und dann, als selbst diese Plätze vom Frost unbespielbar waren, in die Soccerhalle nach Weende.

Hier trainierten wir täglich 1,5 Stunden, sprachen über Abläufe, einfache Dinge wie das Umschaltspiel und forderten immer wieder den Teamgedanken ein, denn aus Trainersicht war nur so ein erfolgreiches Turnier möglich.

Gott sei Dank blieben wir von größeren Verletzungen verschont und so gaben wir am am Montag vor dem Turnierstart unsere Nominierungen für den Donnerstag (Manchester, Weper, Sparta), den Freitag (HSV, Nieste) und den Samstag (Mainz) bekannt.
Natürlich gab es hier einige Härtefalle, aber im Großen und Ganzen nahm es die Mannschaft an und konzentrierte sich auf die Generalprobe: Das Abschlusstraining in der Lokhalle!
Hier war sofort zu erkennen, dass man noch so oft in der Soccer-Arena trainieren kann. Der Unterschied zur Lokhalle war immens. Größe, Platzbelag, Tribünen, man musste darauf achten, dass die Jungs nicht zu hochdrehen oder übermotiviert agieren. Nach 90 Minuten hatten wir es geschafft. Einen Tag Pause und dann sollte es losgehen.
Am Donnerstag trafen wir uns bereits am Nachmittag im Vereinshaus bei Steffi und Kerstin, die uns Spaghetti Bolognese vom Allerfeinsten servierten.
Gestärkt fuhren wir also zur Soccer Arena, um uns beim lockeren Fünf gegen Fünf Warmzumachen und Anzuschwitzen. Dies war den Jungs und uns Trainern sehr wichtig, da wir nicht wollten, dass sie ihren ersten Ballkontakt an diesem Tag auf dem Hallenboden gegen Manchester United haben.
Als es dann in die Halle ging, war der Fokus nur auf dieses Spiel gegen die „Red Devils“. Umziehen, Ansprache (die Jungs hatten eh alles vergessen, als sie die volle Halle und den Gegner sahen) und hinter den Tribünen warmmachen.

Dann ging es auf den Platz und dan 12 Sekunden stand es 0:1. Ein 16-jähriger Holländer mit einem Marktwert von 1 Million Euro sprintete in unser Aufbauspiel und erzielte mit einem Schlenzer in den Winkel die Führung. In den nächsten Minuten fanden wir besser in die Partie und verkauften uns sehr gut. Es gab sogar ab und an Abschlüsse von uns und es stand nach sechs Minuten immer noch nur 0:1.
In den nächsten sieben Minuten bekamen wir noch fünf Gegentore, zwei davon in der letzten Minute, sodass am Ende ein 0:6 stand, was aber gefühlt wie ein 1:4 wirkte. Auch die Jungs gingen allesamt positiv mit dem Erlebnis und auch mit dem Ergebnis um, denn die entscheidenden Spiele sollten noch an diesem Abend kommen.

Die JSG Weper war unser nächster Gegner. Eine Pflichtaufgabe, da machten wir uns nichts vor. Wir spielten schlecht. Die Dinge, die uns gegen Manchester stark machten, wie mannschaftliche Geschlossenheit und gemeinsames Verteidigen, vernachlässigten wir gegen Weper so sehr, dass wir knapp an einem Remis vorbeischrammten. Am Ende gewannen wir 4:3 und hatten gegen Sparta die Chance einen wichtigen Schritt in Richtung Zwischenrunde zu machen.
Klar war, dass wir mit der Leistung gegen Weper keine Chance haben würden. Eigentlich waren wir auch alle davon überzeugt Sparta schlagen zu können. Zu intensiv war unsere Vorbereitung, zu stark unsere Mannschaft.

Leider brachten wir es einmal mehr nicht auf den Platz. Nach dem frühen 0:1 schafften wir es nicht uns Chancen heraus zu spielen. Zu oft wurden unnötigen eins gegen eins Situation im Offensivspiel forciert. Dabei kam leider nichts rum.
Am Ende verloren wir verdient mit 1:3 und standen somit, sollte kein Wunder passieren, vor dem Aus.
Und dieses Wunder passierte nicht. Am Freitag verloren wir sang- und klanglos gegen den HSV mit 0:7 und blamierten uns spät am Abend (Gott die Dank war hier die Halle schon fast leer) gegen die JSG Niestetal/Staufenberg mit 2:5.

Gerade das zweite Spiel war sehr ernüchternd und beschäftigte uns Trainer noch bis tief in die Nacht.
Was wir hier alles falsch machten war nicht in Worte zu fassen. Auch die Mannschaft merkte, dass es so nicht gehen kann und zeigte am Samstag eine Reaktion.
Gegen Mainz 05 führten wir nämlich nach 5 Minuten mit 1:0 und hatten zwei 100%ige Chancen zum 2:0. Leider konnten wir diese nicht nutzen und verloren am Ende dann wieder deutlich mit 1:6. Trotzdem war diese Spiel für uns kein Muster ohne Wert.

Die Jungs haben gezeigt, dass sie es eigentlich können. Natürlich hat man gegen Mannschaften wie den HSV, Mainz oder Manchester auch dann keine Chance, aber die regionalen Vertreter, wie Sparta hätte man mit der Einstellung gegen die Bundesligisten ärgern können.
Auch für uns Trainer war es ein Lernprozess. Man kann bei diesen vielen Entscheidungen, die man treffen muss, denke ich, nicht immer richtig liegen.

Manche Dinge hätte ich beim nächsten Mal ganz anders gemacht, manche Dinge genauso.
Wichtig ist uns jetzt, dass wir in der Rückrunde im „Tagesgeschäft“ an die Leistungen der letzten Monate anknüpfen. Dann ist nämlich auch hier einiges drin.
Einfach immer vorstellen, dass der Gegner eine Million Euro wert ist, dann klappt das schon…;-)
Bruno Kassenbrock

Trainer der JSG Hainberg/Grone

12.06.2016

A-Jugend verwandelt Matchball mit großem Willen

2:1-Sieg beim JFV Eichsfeld sichert die Bezirksliga

Hainbergs A-Junioren freuen sich über den Klassenerhalt in der Bezirksliga

Als der Schiedsrichter Ismael Pelitli nach 7 Minuten Nachspielzeit endlich abpfiff, kannte der Hainberger Jubel keine Grenzen. Mit einem 2:1-Sieg beim JFV Eichsfeld hatten sich die Jungs erst im letzten Spiel den Klassenerhalt in der Bezirksliga gesichert. Ein Unentschieden hätte den Abstieg bedeutet, denn Kontrahent Rammelsberg, das extra einen Beobachter zum Spiel entsandt hatte, hatte sein letztes Spiel gewonnen.

Es war ein Kraftakt und in der zweiten Halbzeit ein Sieg des Willens. Schön war der Sieg nicht, aber er zeigte, wie sehr das Hainberger Trainerteam Nils Lengemann und Roman Müller die Jungs seit Jahresbeginn wieder zu einem Team geformt hat. „Eigentlich schade, dass jetzt Schluss ist, denn die Jungs sind mir ans Herz gewachsen“ meinte Roman Müller bei der kleinen Feier vor dem Hainberger Clubhaus, zu der Clubhauswirt Frank Jäger das Grillgut, einige Eltern Salate und der Verein die Getränke beisteuerte.

Dabei begann das Spiel so wie es sich keiner gewünscht hatte. Gleich mit dem ersten Angriff gelang den anstoßenden Eichsfeldern durch Urs Majchrzak die Führung, als sich Hainbergs Abwehr noch im Tiefschlaf befand. Keine 60 Sekunden waren gespielt. „Vielleicht hatten die Jungs die emotionale Ansprache von Nils noch im Kopf“ meinte Semih Sass, der auch beim Saisonfinale verletzt zuschauen musste. Nach 10 Minuten hatten sich die Gäste dann ins Spiel hineingearbeitet. Allen voran Torjäger Habat Onal, dem man zunächst am deutlichsten anmerkte, dass er nach dem tragischen Abstieg im letzten Jahr nicht noch ein zweites Mal am finalen Spieltag absteigen wollte. Er narrte seine Gegenspieler mehrfach, verzog erst knapp aus 16 m, traf dann aus gleicher Distanz den Pfosten und nach 20 Minuten vom Elfmeterpunkt ins Tor. Amir Quoraishi war zuvor im Strafraum gefoult worden. Für Habat war es der 24. Treffer im 20. Einsatz.

Da die Defensive nun gut stand, kamen die Gastgeber auf dem Platz in Gerblingerode nur noch selten gefährlich vor das Tor von Luca Ternedde. Nach der Pause erwies sich Kutaiba Kassar erneut als Türöffner für den Tagessieg. Eigentlich wollte der junge Syrer aufgrund seines Fastens nicht spielen. Zur Freude seiner Trainer hatte er seine Fußballsachen aber dann doch dabei und ließ sich zur 2. Hälfte einwechseln. Ganze 10 Minuten brauchte Kutaiba um zu zeigen, dass er in solchen Spielen den Unterschied ausmachen kann. Sofort hatte Habat Unterstützung in der zentralen Offensive und als er in der 55. Minute halb links im Strafraum den Ball bekam, sich die Abwehrbewegungen seiner Gegenspieler ausguckte, er nach dreimaligem Verzögern endlich von halb rechts mit rechts abzog und der Ball unten links einschlug, da hatte er den Grundstein für den Erfolg gelegt. Der 7. Saisontreffer des 19-jährigen gab seinem Team noch einmal einen Energieschub. „Wenn Kutaiba dabei ist, fühle ich mich gleich sicherer“ gestand hinterher Nelson Joseph, der sich in der zweiten Halbzeit so wie seine gesamten Mitspieler steigerte.

Die Mehrzahl der Zweikämpfe ging nun an die Hainberger, die bis zur 85. Minute mehrfach den berühmten Sack eigentlich hätten zumachen können. Da aber sowohl Kutaiba, Habat als auch Nima Waraghai ihre Chancen vergaben, begann am Ende dann noch einmal das große Zittern, auch für Trainer Nils Lengemann  „Wenn ich noch Haare gehabt hätte, hätte ich sie in den letzten 10 Minuten wahrscheinlich noch verloren“. Gleich dreimal schien der Ausgleich der Gastgeber unausweichlich, doch irgendwie bekamen die Blau-Weißen gegen die Blau-Roten immer noch ein Bein oder eine Hand von Keeper Luca dazwischen und brachten den Sieg am Ende als Mannschaft nach Hause.

Folgende Spieler waren bei dem Erfolg dabei: Luca Ternedde – Jasper Krebs, Lasse Sager, Wilken Lockemann, Nima Waraghai – Felix Iber, Mazlum Onal – Nelson Joseph, Maciej Mundkowski, Amir Quoraishi – Habat Onal; eingewechselt Felipe Sanchez, Kutaiba Kassar, Ali Gholam, Toni Heppner; im Aufgebot: Alex Korbzadeh, Nick Fiedler; verletzt am Spielfeldrand Semih Sass, Yadullah Sarwari, Ali Kassar. Zum Kader der Rückrunde gehörten auch Tom Greger, Lukas Klasen und Jannes Bokeloh.