17.05.2019

Hainberg unterliegt TSV Landolfshausen/Seulingen mit 0:3

Gastgeber rutschen tiefer in den Abstiegskampf, Gäste fast gerettet

 

Torhüter Phillip Blank war bester Hainberger

 

GT, Von Eduard Warda von 18.05.:

Jetzt wird es ganz schwer für den SC Hainberg im Abstiegskampf: Im Derby der Fußball-Landesliga unterlag der SC am Donnerstagabend auf dem heimischen Sportplatz dem TSV Landolfshausen/Seulingen verdientermaßen mit 0:3 (0:2).

Kurz nach Spielbeginn hatte der nachmittägliche Dauerregen aufgehört, doch das Geläuf war extrem rutschig – und ein gutes Landesligaspiel damit nur bedingt möglich. Trotzdem entwickelte sich vor rund 100 Zuschauern eine flotte Partie, aber immerhin ging es ja auch um was.

Die Gäste präsentierten sich von Beginn an als die aggressivere Mannschaft: Der TSV warf sich voll in die Partie und wurde bereits in der 6. Minute dafür belohnt. Bruno Weidenbach leitete einen Angriff durch die Mitte ein, Patrick Kraus kam ans Leder und stocherte sich durch die SCH-Hintermannschaft – im Nachschuss schob er zur Führung ein.

Doch auch in der Folge änderte sich nicht viel: Mit einer ansehnlichen Spielverlagerung sicherte sich der TSV viel Ballbesitz, und bei einem Steilpass über die Abwehr gab es lautstarken Protest, weil der Assistent ein Foul erkannt hatte – Glück für Hainberg (21.).

Einige Minuten später war es dann aber so weit: Kraus wurde auf links angespielt, gab direkt herein, und in der Mitte war Celik schneller als sein Gegenspieler – keine Abwehrchance für Blank zwischen den Pfosten des SCH (29.). Selbst die Zwei-Tore-Führung war nicht unverdient für den TSV, und das sorgte bei den Hainberger Verantwortlichen für Sorgenfalten.

Wie giftig der TSV zur Sache ging, zeigte eine Szene in der 31. Minute: Kraus schoss Celik an, und den direkten Gegenzug unterband Hainberg durch konsequentes Pressing. Die Folge: lautstarkes gegenseitiges Anfeuern der Landolfshäuser. Der SC Hainberg kam demgegenüber erst Ende der ersten Hälfte etwas auf, und wenn Pfitzner selbst geschossen und nicht den freien Mitspieler gesucht hätte, wäre den Hausherren vielleicht noch vor der Pause der Anschlusstreffer geglückt (37.).

Nach der Pause das gleiche Bild: Blank parierte eine Volley-Abnahme von Kraus (57.), und auch Krellmann scheiterte am SCH-Keeper (62.). Dann nahm Co-Trainer Lukas Zekas sich selbst herein (später kam auch noch Maretschke), und fortan lief es bei Hainberg zumindest vorn besser.

Zekas selbst per Flugkopfball (glänzender Reflex von Hagemann) und aus dem Gewühl (67.) stand zweimal kurz vor dem Anschluss, auf der anderen Seite gingen die Gäste fahrlässig mit mehreren glasklaren Möglichkeiten um. Ein Aufreger: Handspiel Hagemann (75.) – außerhalb des Strafraums oder innerhalb (75.)? Dann die 83. Minute: Bujara foulte Münter, und Celik besorgte per Strafstoß das 3:0 für den TSV – die Entscheidung.

09.05.2019

2:2 im Landesliga-Derby zwischen Hainberg und dem SC Göttingen 05

300 Zuschauer beim Göttinger Derby auf den Zietenterrassen

Von Eduard Warda (GT, 09.Mai)

 Es war ein Unentschieden, das im Abstiegskampf keinem richtig nutzte: Der SC Hainberg und der I. SC 05 trennten sich am Mittwochabend im Göttinger Derby der Fußball-Landesliga mit 2:2 (1:0).

Der SC Hainberg legte gut los und war über weite Strecken der ersten Hälfte die bessere Mannschaft. Der Gastgeber wusste vor der stattlichen Kulisse von 300 Zuschauern mit einer guten Spielanlage zu gefallen, gewann die entscheidenden Zweikämpfe und brachte mit schönen Diagonalverlagerungen auf die linke Angriffsseite die 05er ein ums andere Mal dazu, den Rückwärtsgang einzulegen.

So fiel auch der Hainberger Führungstreffer, als der SC einen Ballverlust im 05-Mittelfeld ausnutzte, um über Boness einen schnellen Vorstoß zu fahren. Nutznießer war Oetzel, der aus fünf Metern einschieben konnte (6.). Die Gäste, bei denen der gesperrte Spielertrainer Gerbi Kaplan schmerzlich vermisst wurde, ergingen sich im gefälligen Kurzpassspiel, kamen damit aber nur bis zum Hainberger Strafraum – hier war Schluss mit der 05-Herrlichkeit. Auf der anderen Seite wirkte die schwarz-gelbe Abwehr hin und wieder anfällig. Sie wackelte, fiel bis zur Pause aber nicht noch einmal.

Dann, wie aus dem Nichts, sahen die Zuschauer einen 05-Treffer: Einen Stellungsfehler von Oetzel nutzte der Gast über Förtsch und Digklis aus, Sieghan zog ab, aber der Treffer zählte nicht, weil Pampe, im Abseits stehend, noch einen Schritt in Richtung Spielgerät machte (30.).

Bruns, der nach einer halben Stunde für Hillebrecht eingewechselt wurde, hatte die nächste gute 05-Chance – einen Freistoß gab er nicht als Flanke herein, sondern er zirkelte den Ball rechts an der Mauer vorbei, doch Stankovic war auf dem Posten (36.). Schließlich machte Daniel Washausen mit einer Direktabnahme klar, dass hier und heute mit 05 zu rechnen war (37.). Eine Schrecksekunde gab es, als Eike Linne und Washausen mit den Köpfen zusammenrasselten, nach kurzer Behandlung aber weitermachen konnten.

Mitte der zweiten Hälfte brachen die hektischen Minuten auf den Zietenterrassen an, und nach einem Foul von Washausen an Oetzel, der bereits in der ersten Hälfte für viel Betrieb im 05-Strafraum gesorgt hatte, zeigte der Unparteiische zu Recht auf den Punkt. Pfitzner ließ sich die Chance nicht nehmen und traf zum vermeintlich vorentscheidenden 2:0 (62.).

Nur eine Minute später war 05 aber wieder im Spiel: Sieghan drosch das Spielgerät per Sonntagsschuss zum 1:2 aus 05-Sicht ins Dreieck (63.). Hatte der SCH bis dato mit langen Bällen und dem insgesamt gefährlicheren Spiel überzeugt, schien 05 nun im einsetzenden strömenden Regen noch mehr im Tank zu haben.

In der Folge markierte Bartels nach Flanke von Sieghan das 2:2, als er nach einer schönen 05-Kombination die Hereingabe volley verwandelte (81.). Fortan war 05 am Drücker, und der Gastgeber schien mit seinen Kräften am Ende zu sein.

In einer turbulenten Schlussphase hätte Paramarajah für 05 das Siegtor machen müssen, als er aus acht Metern volley links vorbeischoss, auf der anderen Seite hatte SCH-Kapitän Weiss den Derbysieg auf dem Fuß. Letztlich blieb es beim 2:2, dass sich 05 aufgrund der zweiten Hälfte auch redlich verdient hatte. – Tore: 1:0 Oetzel (6.), 2:0 Pfitzner (62./FE), 2:1 Sieghan (63.), 2:2 Bartels (81.).

08.05.2019

Derby-Zeit auf dem Hainberg

Fußball-Landesliga: SCH empfängt I. SC Göttingen 05

Hinten dicht machen und vorne treffen - Kapitän Gianni Weiß freut sich auf das Derby! Foto hs

Von Eduard Warda (GT vom 08.05.2019)

So eng ist es wohl noch nie im Tabellenkeller der Fußball-Landesliga zugegangen. In dieser Situation treffen am Mittwoch der SC Hainberg und der I. SC Göttingen 05 im Derby aufeinander. Anstoß ist um 18.30 Uhr auf dem Sportplatz Zietenterrassen.

Den Tabellensiebten SV Reislingen-Neuhaus trennen vom TSV Hillerse, der auf dem ersten Abstiegsrang, dem 13. Platz, rangiert, gerade einmal vier Punkte. Dazwischen liegen fünf Teams, unter anderem der SC Hainberg, der mit 35 Punkten Neunter ist, und der I. SC 05, der mit 34 Zählern Zwölfter ist. Ein Erfolg im Derby, und 05, das ein Spiel mehr absolviert hat, ist am SCH vorbei.

„Wir wollen auf jeden Fall gewinnen, weil wir noch wenigstens zwei Siege brauchen“, sagt SCH-Kapitän Gianni Weiß vor der Partie. „Bis auf Lebenstedt haben noch alle Teams eine Chance, in der Klasse zu bleiben, und wir haben gerade einmal einen Vier-Punkte-Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Es ist ziemlich eng, und wir sind voll mit drin, denn in sieben Spielen kann man eine Menge gewinnen, aber auch eine Menge verlieren.“

Das Rückspiel steht bereits in zwei Wochen an, und dann geht es für den SCH auch noch zweimal gegen den TSV Landolfshausen/Seulingen. „Wenn wir wenigstens zwei Spiele gewinnen, sollte es am Ende reichen“, sagt Weiß. Ziegner fällt verletzt aus. 05-Kapitän Patric Förtsch weiß ebenfalls um die Bedeutung des Spiels: „Ich denke, es geht für beide um sehr viel, das Derby wird wegentscheidend sein“, sagt „P“. „Wir sind jetzt in einer guten Ausgangssituation, und mit zwei Siegen in den direkten Spielen gegen Hainberg sollten wir es schaffen.“

Bei 05 fehlt allerdings Spielertrainer Kaplan mit der fünften Gelben Karte, Podolczak fehlt laut Förtsch mit Knorpelschaden im Knie wahrscheinlich für die gesamte restliche Saison. Dass sich die Derbys für die Göttinger Vereine am Saisonende ballen, empfindet „P“ eher als positiv: „Derbys bei schönem Wetter vor vielen Zuschauern machen doch viel mehr Spaß“, sagt er.

„Ich schätze, das Spiel wird größtenteils über den Kampf kommen“, sagt Weiß, „das wird körperlich ’ne andere Nummer als sonst.“ Denn immerhin kenne man sich untereinander, „und am nächsten Tag will man nicht durch die Stadt laufen und sich blöde Sprüche anhören“.