30.05.2020

Jeder KM zählt - Hainberger E1 unterstützt den Göttinger Solospendenlauf für das Kinderhaus Göttingen

Mitmachen können alle bis Pfingstmontag

Die Hainberger U 11 unterstützt den ersten Göttinger Sololauf zugunsten des Kinderhauses Göttingen. "Laufen oder Radfahren und gleichzeitig etwas gutes tun" ist das Motto der Aktion vom Sportbündnis "Jedes Training zählt!".

Die E1 von Max Hobrecht, Luc Dettmar und Benjamin Krieft würde sich freuen, wenn weitere Hainberger Teams und deren Eltern ihrem Beispiel folgen.

Weitete Infos findet ihr unter https://goettingersololauf.de/mitlaufen

https://goettingersololauf.de/mitlaufen

25.04.2020

Atemschutzmaske und Gutschein zum 70. Geburtstag

Glückwünsche für Gustav Bode nach "Corona-Art"

Glückwünsche mit Abstand und Schutzmaske, Geschenke aus dem Fischernetz von Hainberger Weggefährten der der letzten 25-40 Jahre.

(rm) Besondere Umstände erfordern besondere Maßnahmen. Eigentlich hatte Hainbergs Geschäftsführer Gustav Bode eine größere Feier geplant. Doch C 19 (nicht CR 7) machte ihm einen Strich durch die Rechnung.

Trotzdem gab es für „Gustavo“, der 1981 als Fußballer der 2. Mannschaft zum SC Hainberg kam und seit 1988 die Geschäfte führt, eine kleine Geburtstagsüberraschung. Mit gebotenem Abstand und jeweils gut sitzender Atemschutzmaske gratulierten ihm seine Vorstandskollegen Jörg Lohse, Andre Pfitzner, Roman Müller, Christoph Lehmann sowie Ehrenvorsitzender Richard Jankowiak und sein langjähriger Badminton-Weggefährte Kalle Cremer.

Die Gladbacher Schutzmaske kam sofort zum Einsatz, die Einlösung des Gutscheins für das Gasthaus Lockemann muss dagegen noch etwas warten.

 

24.04.2020

A-Junior Jona Willms: „In dieser Situation gibt es nicht die beste Lösung“

Schüler der IGS Geismar legt unter besonderen Voraussetzungen sein Abitur ab und möchte Jugendtrainer beim Hainberg werden

Jona Willms ist Schüler an der IGS Geismar und plant im Sommer seinen Einstieg ins Trainergeschäft der Hainberger Jugend

GT vom 24.04.2020, von Vicky Schwarze

Das Abitur in der Tasche haben, den Abiball genießen, einfach einmal unbeschwert sein und Zeit haben. Fußball spielen, die C-Lizenz machen, vielleicht sogar eine Mannschaft trainieren – mit solchen Dingen wollte sich der Göttinger Jona Willms nach seiner Schulzeit an der IGS Geismar beschäftigen. Unbeschwert ist der 19-Jährige schon längere Zeit nicht mehr, nämlich seitdem feststeht, dass die Abiturprüfungen alles andere als normal ablaufen werden.

Von einem „großen Schock“ spricht Willms, der beim SC Hainberg in der A-Jugend spielt und dort Kapitän ist („die Saison hat ja auch einen anderen Verlauf genommen, als wir das gedacht haben“), als er davon erfuhr, dass die Schulen geschlossen werden. Freude darüber konnte er im Gegensatz zu einigen anderen nicht empfinden, ganz im Gegenteil. „Man hätte sich gefreut, dass man vor dem Abitur noch zwei Wochen die Regelmäßigkeit des Lernens gehabt hätte. Ich hätte das superwichtig gefunden“, erzählt er, der sein Abitur in Mathe, Chemie und Erdkunde ablegen wird.

Ob er sich freut, dass am 27. April der Unterricht wieder anläuft? „Ich bin da sehr im Zwiespalt. Auf der einen Seite sind es ja freiwillige Termine, die man eigentlich nicht verpassen möchte, auf der anderen Seite setzt man sich auch dem Risiko aus. Denn niemand weiß ja so ganz genau, wie es eigentlich alles ablaufen wird.“

Hände desinfizieren, bei einer mehrstündigen Abiklausur einen Mundschutz tragen, kein Kontakt mit den Mitschülern – für ihn schwer vorstellbar. „Man kann sich nicht einmal abklatschen“, empfindet Willms, der Mitglied in der IGS-Bigband ist („Ich spiele Posaune, nicht besonders gut, aber mit viel Spaß“), die Situation als ausgesprochen belastend.

„Ich habe zwar in meiner Familie niemanden, der zur Risikogruppe gehört. Aber wenn ich mir vorstelle, dass meine Mutter dazu gehören würde, und ich sie anstecken würde, hat das schon etwas sehr Erschreckendes“, verdeutlicht er. Von seinen Großeltern hält er sich weitestgehend fern, geht ihnen aber mit Gefälligkeiten wie Einkaufen zur Hand. „Meinem Großvater habe ich Erde für sein Hochbeet besorgt, damit er sich im Garten beschäftigen kann.“

Über das sogenannte „Durchschnittsabitur“ ist innerhalb seines Jahrgangs auch diskutiert worden. Gerade, als sich die Situation immer mehr zugespitzt hat. „Als ich gesehen habe, dass man in Spanien aus einer Eishalle eine Leichenhalle gemacht hat, da war ich schon sehr schockiert. Natürlich möchte ich gern mein Abitur schreiben, immerhin hat man die ganze Zeit daraufhingearbeitet. Es gibt einfach in dieser Situation keine beste Lösung“, stellt Willms klar.

Was ihn im Vorfeld der Prüfungen mit am allermeisten belastet, ist der Umstand, dass es nicht möglich ist, sich zur Vorbereitung in Lerngruppen zu treffen. „Ich habe beispielsweise für das Vorabi nur in Lerngruppen gelernt. Ich könnte mich gar nicht erinnern, wann ich einmal allein gelernt habe. Wir haben uns gegenseitig motiviert“, erinnert sich Willms.

Nun bemüht er sich mehrere Stunden am Tag, den Stoff zu vertiefen. „Es geht sehr schleppend voran“, gibt er unumwunden zu. Eines weiß er ganz genau: Er muss die negativen Gedanken möglichst schnell aus seinem Kopf bekommen, da sie ihn mehr behindern als ihm nützen. Denn trotz der schwierigen Ausgangslage möchte er ein gutes Abi ablegen und dafür kämpfen.

Sich für etwas einsetzen und dafür kämpfen, diese Eigenschaften schätzt er bei seinem sportlichen Vorbild, Joshua Kimmich vom FC Bayern München. „Der kämpft immer und setzt sich 100 Prozent ein, ist absolut fokussiert. Das macht ihn so sympathisch“, findet Willms, der eigentlich Fan des SV Werder Bremen ist – „läuft im Moment nicht so gut“.

Einen guten Verlauf wünscht Willms sich im Mai, wenn die ersten Prüfungen anstehen, für sich und seine Mit- schüler. Und will versuchen, bis dahin stets fokussiert zu bleiben, wie sein Vorbild.