A-Jugend SC Hainberg 1980 e.V.

Spielklasse: Bezirksliga Braunschweig - Süd

Bruno Kassenbrock: 0176 629 68 532

Seit dem Sommer 2016 spielt unsere A Jugend in einer Spielgemeinschaft mit dem FC Grone als JSG Hainberg/Grone in der Bezirksliga.

Joshua Busching, mit 21 Jahren noch sehr jung, trainiert das Team mit mir, Bruno Kassenbrock. Joshua hat in der Jugend mehrere Jahre beim VFL Wolfsburg gespielt und wurde mit Mitspielern wie Maximilian Arnold und Paul Seguin sogar A-Jugend Deutscher Meister.

Er wechselte dann zur U23 des FC Augsburg und spielte in der Regionalliga Bayern. Leider brach sich Joshua nicht nur einmal das Schlüsselbein und bekam keinen Anschlussvertrag, sodass er zurück in seine Heimat Ebergötzen zog.

Ein bisschen kicken wollte er aber doch noch und so spielt er in der Landesliga beim FC Grone und ist, wie eingangs erwähnt, Teil des Trainerteams unserer JSG.

Zu Beginn der Vorbereitung mussten wir uns erst einmal alle kennenlernen.

13 Hainberger, 8 Groner und 9 Neuzugänge versammelten sich drei-bis viermal die Woche zum Training und um die Kaderplätze zu kämpfen.

Leider verletzten sich Julijan Grbavac und Ivan Vukovic so schwer, dass sie in der Hinrunde kaum zum Einsatz kommen konnten (Ivan wird auch die Rückrunde fehlen). Anderen Spielern gaben wir klar zu verstehen, dass es diese Saison schwer werden würde Spielzeit zu bekommen. Zwei Spieler verließen den Verein, der Großteil aber wollte einfach gerne weiter mittrainieren ohne Ansprüche zu stellen.

Wir wollten in dieser Saison versuchen oben mitzuspielen, also ein wenig in Richtung „Leistungsfussball“ zu tendieren. Allerdings ist uns auch der soziale Aspekt nicht unwichtig und so fanden wir folgende Lösung:

Training Montag für alle: Hier kicken auch mal die Trainer mit, es gibt Fussballtennis und vor allem um den Spaß.

Training Dienstag für den vorläufigen Kader: Hier werden maximal 18 Spieler eingeladen. 15-17 davon kommen für das Donnerstags-Training und das darauffolgende Spiel in Frage.

Training Donnerstag: Hier trainiert der Kader für den kommenden Samstag! Abschlusstraining!

Uns war klar, dass wir es nicht allen in jeder Woche Recht machen können, aber es war die aus unserer Sicht beste Lösung.

Übrigens war von unserem Leistungsgedanken zu Beginn der Saison wenig zu sehen.

Das erste Spiel verloren wir bei der JSG Schwarz-Gelb (Bovenden und 05) mit 1:4. Justin Taubert erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich für uns. Justin wechselte vor der Saison von Hannover 96 nach Grone.

In Hannover bekam er für die A-Jugend keinen Vertrag. Bei ihm sah man von Anfang an, dass er fussballerisch den Unterschied machen kann. Ich persönlich, habe mir noch mehr erwartet, aber er hat ja in der Rückrunde noch Zeit dieses Bild zu verbessern.

Im ersten Heimspiel gegen die JFV Eichsfeld gewann wir durch drei Tore von Justin und einen Treffer von Amir Qoraishi mit 4:1. Wir hatten also den Fehlstart gefühlt hinter uns.

 Denkste.

Im darauffolgenden Spiel bei der JSG Weper spielten wir 0:0. Ich habe noch nie ein Mannschaft gesehen die mit Libero hinter zwei Viererketten spielt.

Vielleicht habe ich es aber auch einfach falsch wahrgenommen. Wir schafften es jedenfalls nicht uns vernünftige Chancen herauszuspielen, somit hatte Weper alles richtig gemacht und feierte den Punktgewinn gehörig.

Ende September fuhren wir dann zum damaligen Spitzenreiter Union Salzgitter.

Wir hatten uns viel vorgenommen, mit einem Sieg hätten wir den Anschluss nach oben geschafft. Die traurige Wahrheit sah anders aus. 0:5 gingen wir unter, wobei wir zur Pause schon 0:4 zurücklagen.

An diesem Spiel hatten Mannschaft und Trainer zu knabbern. So eine Pleite hatten wir nicht für möglich gehalten. Ganz schön arrogant hört sich das an, vielleicht war das unser Fehler.

Am Mittwoch darauf konnten wir das Auftreten wieder gut machen und fuhren zur JFV Rhume/Oder.

In einem umkämpften Spiel kämpften die Jungs bis zum Umfallen. Spielerisch war es immer noch mangelhaft, aber die Eichsfelder ließen auch niemanden auf den Beinen der mehr als drei Mal den Ball berührte.

Habat Onal traf zum 1:1 und wir bedankten uns bei unserem Torwart Karim Cirdaev, der kurz vor Schluß einen Elfmeter parieren konnte.

Nun waren wir aus dem Gröbsten raus. Das Training wurde besser und die Spiel ansehnlicher. Beim 3:1 in Sülbeck trafen Justin (zweimal) und Habat (per Freistoß) zum verdienten Sieg.

Tabellarisch waren wir irgendwo im Tabellenmittelfeld und fuhren zum 3. TUSPO Weser Gimte.

Dies war das einzige Spiel in dem ich den Jungs keinen großen Vorwurf machen konnte, obwohl wir ohen Punktgewinn nachhause fahren mussten.

Einer, vielleicht zwei klare Elfmeter wurden uns verwehrt, und in der 80.Minute griff Karim erstmals diese Saison bei einer Flanke daneben. 0:1. Keinen Vorwurf! Solche Spiele gibt es immer wieder.

Die JSG Bärenkopf (das liegt irgendwo bei Salzgitter) wurde dafür bestraft. 6:2 gewann wir dort und gerade Habat schoss sich mit vier Toren den Frust von der Seele. Außerdem trafen Tobias Egbert und Alan Hussein. Die beiden Gegentore waren ärgerlich, noch ärgerlicher war aber auf der Rückfahrt die 1:3 Heimniederlage des SV Werder gegen des SC Freiburg bei NDR2 zu hören.

Das nächste Heimspiel gegen den Tabellenletzten JSG Friedland/Bremke war ein Beweis dafür, dass wir noch längst nicht so weit sind, wie wir dachten.

1:1 endete es, nachdem wir vier, fünf 100%er beim Stand von 1:0 nicht verwerten konnten. Alan hatte die Führung erzielt. Ein Spieler aus Grone, der dem jüngeren Jahrgang angehört und sich im Laufe der Hinrunde toll entwickelte.

3:0 bei der JFV Eichsfeld und 6:1 gegen die JSG Schwarz/Gelb waren die ersten beiden Rückrunden Ergebnisse. Sie stimmen uns positiv. Vielleicht ist ja noch was drin in der Rückrunde, in denen die Heimspiel in Grone ausgetragen werden.

Derzeit stehen wir dem dritten Platz und haben fünf Punkte Rückstand auf BV Germania Wolfenbüttel. Gegen diesen Gegner spielen wir noch zweimal.

Hier die Übersicht der Rückrundenspiele:

11.3.      14:00 Heim vs. BV Germania Wolfenbüttel

25.3.      14:00 Heim vs. JFV Rhume/Oder

1.4.        16:00 Auswärts vs. BV Germania Wolfenbüttel

22.4.      17:00 Heim vs. SC Union Salzgitter

29.4.      17:00 Heim vs. JSG Sülbeck

6.5.        17:00 Heim vs. TUSPO Weser Gimte

13.5.      17:00 Heim vs. JSG Bärenkopf

10.6.      14:00 Auswärts vs. JSG Friedland/Bremke

 

Für die JSG spielten in der Hinrunde:

Luca Ternedde

Karim Cirdaev

Semih Sas C

Maciej Mundkowski

Alan Hussein

Nima Waraghai-Sharg

Habat Onal

Amir Qoraishi

Justin Taubert

Toni Heppner

Ali Kassar

Niklas Hagemann

Felix Iber

Wilken Lockemann

Julijan Grbavac

Tobias Egbert

Jasper Krebs

Ali Gholam Haidary

Alex Rezai

Jamal Jafaar

Tobias Gomille

Florian Haliti

Aus der B Jugend geschnuppert haben:

Luc Dettmar

Oskar Pachura

Ibrahim Hussein

 

Wir würden uns über den ein oder anderen Zuschauer in der Rückrunde freuen.

Das Trainerteam

02.03.2017

Sparkasse & VGH Cup

Beim diesjährigen Sparkasse & VGH Cup, einem der größten A Jugend Turniere in Europa, ist unsere A Jugend bereits in der Vorrunde ausgeschieden.

Erstmal als JSG Hainberg/Grone angetreten, waren die Erwartungen an unsere Jungs wohl zu hoch.
Aber der Reihe nach… Aus 24 mach 5!

Ja, genau… Aus 24 Spielern aus dem Hinrundenkader sollte man die richtigen fünf Spieler für dieses Turnier finden. Zu schwer? Dann streichen wir einfach erstmal 6 Spieler, denn mehr als 18 Spieler darf man eh nicht einsetzen.

Auch schwer? Oh Mann, nach welchen Kriterien sollen wir entscheiden?
Leistung, Teamfähigkeit, Trainingsbeteiligung, Form, Potential, jüngerer/älterer Jahrgang oder gar Länge der Vereinszugehörigkeit…?

Der Kader hätte ganz verschieden aussehen können, aber eins wäre sicher, man hätte es nicht richtig gemacht. Genug geklagt, es gab auch schöne Nachrichten. Die Auslosung zum Beispiel.
Wir hatten Donnerstags Training am Jahnstadion, während in der Soccer-Arena in Weende unsere Gegner gezogen werden sollte.
Kurz vorm Ende des Trainings, gegen 19:45, wage ich einen Blick auf mein Handy.
„Geil!“ „Hammer!“ „Die Insel-Affen haut ihr weg!“ Whatts-App in Verbindung mit meinem Freundeskreis kann so schön sein. Es war also Fakt. Auftakt gegen Manchester United am Donnerstag den 5.1.17 um 20:45 Uhr. Dazu noch Mainz und den HSV. Wir waren ehrlich zueinander, dass dies nur unsere Bonus-Spiele werden sollten.
Die regionalen Gegner waren aber keine Unbekannten.
Die JSG Nieste/Staufenberg aus der Kreisliga Kassel wurde letztes Jahr knapp mit 1:0 bezwungen, die JSG Weper hatten wir erst vor kurzem in unserer Liga (2:0) geschlagen und auch bei einem Vorbereitungsturnier in Uslar waren wir gegen sie ungeschlagen geblieben (4:1 und 1:1).
Die härteste Nuss sollte wohl Sparta Göttingen werden, die eine Liga über uns in der Landesliga spielen.
So ging es dann in die Vorbereitung auf das Turnier. Zunächst auf den kleinen Kunstrasenplätzen auf dem Hainberg und dann, als selbst diese Plätze vom Frost unbespielbar waren, in die Soccerhalle nach Weende.

Hier trainierten wir täglich 1,5 Stunden, sprachen über Abläufe, einfache Dinge wie das Umschaltspiel und forderten immer wieder den Teamgedanken ein, denn aus Trainersicht war nur so ein erfolgreiches Turnier möglich.

Gott sei Dank blieben wir von größeren Verletzungen verschont und so gaben wir am am Montag vor dem Turnierstart unsere Nominierungen für den Donnerstag (Manchester, Weper, Sparta), den Freitag (HSV, Nieste) und den Samstag (Mainz) bekannt.
Natürlich gab es hier einige Härtefalle, aber im Großen und Ganzen nahm es die Mannschaft an und konzentrierte sich auf die Generalprobe: Das Abschlusstraining in der Lokhalle!
Hier war sofort zu erkennen, dass man noch so oft in der Soccer-Arena trainieren kann. Der Unterschied zur Lokhalle war immens. Größe, Platzbelag, Tribünen, man musste darauf achten, dass die Jungs nicht zu hochdrehen oder übermotiviert agieren. Nach 90 Minuten hatten wir es geschafft. Einen Tag Pause und dann sollte es losgehen.
Am Donnerstag trafen wir uns bereits am Nachmittag im Vereinshaus bei Steffi und Kerstin, die uns Spaghetti Bolognese vom Allerfeinsten servierten.
Gestärkt fuhren wir also zur Soccer Arena, um uns beim lockeren Fünf gegen Fünf Warmzumachen und Anzuschwitzen. Dies war den Jungs und uns Trainern sehr wichtig, da wir nicht wollten, dass sie ihren ersten Ballkontakt an diesem Tag auf dem Hallenboden gegen Manchester United haben.
Als es dann in die Halle ging, war der Fokus nur auf dieses Spiel gegen die „Red Devils“. Umziehen, Ansprache (die Jungs hatten eh alles vergessen, als sie die volle Halle und den Gegner sahen) und hinter den Tribünen warmmachen.

Dann ging es auf den Platz und dan 12 Sekunden stand es 0:1. Ein 16-jähriger Holländer mit einem Marktwert von 1 Million Euro sprintete in unser Aufbauspiel und erzielte mit einem Schlenzer in den Winkel die Führung. In den nächsten Minuten fanden wir besser in die Partie und verkauften uns sehr gut. Es gab sogar ab und an Abschlüsse von uns und es stand nach sechs Minuten immer noch nur 0:1.
In den nächsten sieben Minuten bekamen wir noch fünf Gegentore, zwei davon in der letzten Minute, sodass am Ende ein 0:6 stand, was aber gefühlt wie ein 1:4 wirkte. Auch die Jungs gingen allesamt positiv mit dem Erlebnis und auch mit dem Ergebnis um, denn die entscheidenden Spiele sollten noch an diesem Abend kommen.

Die JSG Weper war unser nächster Gegner. Eine Pflichtaufgabe, da machten wir uns nichts vor. Wir spielten schlecht. Die Dinge, die uns gegen Manchester stark machten, wie mannschaftliche Geschlossenheit und gemeinsames Verteidigen, vernachlässigten wir gegen Weper so sehr, dass wir knapp an einem Remis vorbeischrammten. Am Ende gewannen wir 4:3 und hatten gegen Sparta die Chance einen wichtigen Schritt in Richtung Zwischenrunde zu machen.
Klar war, dass wir mit der Leistung gegen Weper keine Chance haben würden. Eigentlich waren wir auch alle davon überzeugt Sparta schlagen zu können. Zu intensiv war unsere Vorbereitung, zu stark unsere Mannschaft.

Leider brachten wir es einmal mehr nicht auf den Platz. Nach dem frühen 0:1 schafften wir es nicht uns Chancen heraus zu spielen. Zu oft wurden unnötigen eins gegen eins Situation im Offensivspiel forciert. Dabei kam leider nichts rum.
Am Ende verloren wir verdient mit 1:3 und standen somit, sollte kein Wunder passieren, vor dem Aus.
Und dieses Wunder passierte nicht. Am Freitag verloren wir sang- und klanglos gegen den HSV mit 0:7 und blamierten uns spät am Abend (Gott die Dank war hier die Halle schon fast leer) gegen die JSG Niestetal/Staufenberg mit 2:5.

Gerade das zweite Spiel war sehr ernüchternd und beschäftigte uns Trainer noch bis tief in die Nacht.
Was wir hier alles falsch machten war nicht in Worte zu fassen. Auch die Mannschaft merkte, dass es so nicht gehen kann und zeigte am Samstag eine Reaktion.
Gegen Mainz 05 führten wir nämlich nach 5 Minuten mit 1:0 und hatten zwei 100%ige Chancen zum 2:0. Leider konnten wir diese nicht nutzen und verloren am Ende dann wieder deutlich mit 1:6. Trotzdem war diese Spiel für uns kein Muster ohne Wert.

Die Jungs haben gezeigt, dass sie es eigentlich können. Natürlich hat man gegen Mannschaften wie den HSV, Mainz oder Manchester auch dann keine Chance, aber die regionalen Vertreter, wie Sparta hätte man mit der Einstellung gegen die Bundesligisten ärgern können.
Auch für uns Trainer war es ein Lernprozess. Man kann bei diesen vielen Entscheidungen, die man treffen muss, denke ich, nicht immer richtig liegen.

Manche Dinge hätte ich beim nächsten Mal ganz anders gemacht, manche Dinge genauso.
Wichtig ist uns jetzt, dass wir in der Rückrunde im „Tagesgeschäft“ an die Leistungen der letzten Monate anknüpfen. Dann ist nämlich auch hier einiges drin.
Einfach immer vorstellen, dass der Gegner eine Million Euro wert ist, dann klappt das schon…;-)
Bruno Kassenbrock

Trainer der JSG Hainberg/Grone



12.06.2016

A-Jugend verwandelt Matchball mit großem Willen

2:1-Sieg beim JFV Eichsfeld sichert die Bezirksliga

Hainbergs A-Junioren freuen sich über den Klassenerhalt in der Bezirksliga

Als der Schiedsrichter Ismael Pelitli nach 7 Minuten Nachspielzeit endlich abpfiff, kannte der Hainberger Jubel keine Grenzen. Mit einem 2:1-Sieg beim JFV Eichsfeld hatten sich die Jungs erst im letzten Spiel den Klassenerhalt in der Bezirksliga gesichert. Ein Unentschieden hätte den Abstieg bedeutet, denn Kontrahent Rammelsberg, das extra einen Beobachter zum Spiel entsandt hatte, hatte sein letztes Spiel gewonnen.

Es war ein Kraftakt und in der zweiten Halbzeit ein Sieg des Willens. Schön war der Sieg nicht, aber er zeigte, wie sehr das Hainberger Trainerteam Nils Lengemann und Roman Müller die Jungs seit Jahresbeginn wieder zu einem Team geformt hat. „Eigentlich schade, dass jetzt Schluss ist, denn die Jungs sind mir ans Herz gewachsen“ meinte Roman Müller bei der kleinen Feier vor dem Hainberger Clubhaus, zu der Clubhauswirt Frank Jäger das Grillgut, einige Eltern Salate und der Verein die Getränke beisteuerte.

Dabei begann das Spiel so wie es sich keiner gewünscht hatte. Gleich mit dem ersten Angriff gelang den anstoßenden Eichsfeldern durch Urs Majchrzak die Führung, als sich Hainbergs Abwehr noch im Tiefschlaf befand. Keine 60 Sekunden waren gespielt. „Vielleicht hatten die Jungs die emotionale Ansprache von Nils noch im Kopf“ meinte Semih Sass, der auch beim Saisonfinale verletzt zuschauen musste. Nach 10 Minuten hatten sich die Gäste dann ins Spiel hineingearbeitet. Allen voran Torjäger Habat Onal, dem man zunächst am deutlichsten anmerkte, dass er nach dem tragischen Abstieg im letzten Jahr nicht noch ein zweites Mal am finalen Spieltag absteigen wollte. Er narrte seine Gegenspieler mehrfach, verzog erst knapp aus 16 m, traf dann aus gleicher Distanz den Pfosten und nach 20 Minuten vom Elfmeterpunkt ins Tor. Amir Quoraishi war zuvor im Strafraum gefoult worden. Für Habat war es der 24. Treffer im 20. Einsatz.

Da die Defensive nun gut stand, kamen die Gastgeber auf dem Platz in Gerblingerode nur noch selten gefährlich vor das Tor von Luca Ternedde. Nach der Pause erwies sich Kutaiba Kassar erneut als Türöffner für den Tagessieg. Eigentlich wollte der junge Syrer aufgrund seines Fastens nicht spielen. Zur Freude seiner Trainer hatte er seine Fußballsachen aber dann doch dabei und ließ sich zur 2. Hälfte einwechseln. Ganze 10 Minuten brauchte Kutaiba um zu zeigen, dass er in solchen Spielen den Unterschied ausmachen kann. Sofort hatte Habat Unterstützung in der zentralen Offensive und als er in der 55. Minute halb links im Strafraum den Ball bekam, sich die Abwehrbewegungen seiner Gegenspieler ausguckte, er nach dreimaligem Verzögern endlich von halb rechts mit rechts abzog und der Ball unten links einschlug, da hatte er den Grundstein für den Erfolg gelegt. Der 7. Saisontreffer des 19-jährigen gab seinem Team noch einmal einen Energieschub. „Wenn Kutaiba dabei ist, fühle ich mich gleich sicherer“ gestand hinterher Nelson Joseph, der sich in der zweiten Halbzeit so wie seine gesamten Mitspieler steigerte.

Die Mehrzahl der Zweikämpfe ging nun an die Hainberger, die bis zur 85. Minute mehrfach den berühmten Sack eigentlich hätten zumachen können. Da aber sowohl Kutaiba, Habat als auch Nima Waraghai ihre Chancen vergaben, begann am Ende dann noch einmal das große Zittern, auch für Trainer Nils Lengemann  „Wenn ich noch Haare gehabt hätte, hätte ich sie in den letzten 10 Minuten wahrscheinlich noch verloren“. Gleich dreimal schien der Ausgleich der Gastgeber unausweichlich, doch irgendwie bekamen die Blau-Weißen gegen die Blau-Roten immer noch ein Bein oder eine Hand von Keeper Luca dazwischen und brachten den Sieg am Ende als Mannschaft nach Hause.

Folgende Spieler waren bei dem Erfolg dabei: Luca Ternedde – Jasper Krebs, Lasse Sager, Wilken Lockemann, Nima Waraghai – Felix Iber, Mazlum Onal – Nelson Joseph, Maciej Mundkowski, Amir Quoraishi – Habat Onal; eingewechselt Felipe Sanchez, Kutaiba Kassar, Ali Gholam, Toni Heppner; im Aufgebot: Alex Korbzadeh, Nick Fiedler; verletzt am Spielfeldrand Semih Sass, Yadullah Sarwari, Ali Kassar. Zum Kader der Rückrunde gehörten auch Tom Greger, Lukas Klasen und Jannes Bokeloh.

 



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