Funsporthalle

Die Stadt Göttingen, ASC 46 und SC Hainberg realisieren das Projekt Funsporthalle

Fun, fun, fun in der neuen Trendsporthalle auf den Zietenterrassen

Am 25. Januar hat die neue Funsporthalle auf den Zietenterrassen ihre Pforten eröffnet. Im Winter ist sie ein ideales Domizil für Skater, Blader und BMX-Fahrer. Die Initiatoren sind der ASC 46, der SC Hainberg und die Stadt Göttingen, die mit Hilfe von Sponsoren das Projekt ermöglicht haben.

Freitag um 17.30 Uhr. In der neuen Funsporthalle auf den Zietenterrassen geht die Post ab. Skater, Blader und BMX-Fahrer sausen durch die Gegend und zeigen spektakuläre Tricks. Der 14-jährige Ingo ist Skater. Er trägt eine weite Jeans und seine coole Mütze bis tief in die Stirn gezogen. Kick- und Frontside-Flips und etliche Sliding- und Grinding-Manöver kennzeichnen seine Husarenritte in der Mini-Ramp und über Bumps und Quarters. Ingo sagt: „Die Halle ist cool. Mich stört aber, dass so viele zusammen drin sind. Ein eigener Tag nur für Skater wäre perfekt.“ BMX-Akrobat Malte hat eine andere Ansicht: „Im Grunde stört es nicht, dass hier mehrere Gruppen parallel fahren. Wichtig ist nur die gegenseitige Rücksichtnahme. Damit haben die Jüngeren aber etwas Probleme. Da fehlt oft der nötige Respekt.“

Mega-Spins und Hang Five
Der 24-jährige ist Flatlandfahrer, d.h. er braucht nur eine ebene Fläche, um Tricks wie Mega-Spins, Peg-Wheelies oder Hang Five zu demonstrieren. Sein Kollege Alex ist viel am Experimentieren. Daher kracht das Bike oft zu Boden und er hinterher. Doch er steht jedes Mal sofort wieder auf und weiter geht´s. Johannes Hartdegen vom Stadtsportbund hat jeden Freitag Aufsicht. Er berichtet: „Bisher ist noch nichts passiert. Das Wildeste war eine leichte Bänderdehnung. Doch der hat das gekühlt, mit Panzerband getaped und dann ist er wieder los.“

Bis unter die Decke
Noch mehr beeindruckt war Hartdegen von BMX-Cracks aus Braunschweig und Kassel: „Die sind bis unter die Decke gesprungen.“ Die Profis an diesem Tag heißen Jan (BMX) und Simon (Skateboard). Beide beherrschen die Mini-Ramp nach Belieben. Der 23 Jahre alte Medizinstudent Simon hat Spaß und unterstreicht stellvertretend für viele andere: „Wir sind sehr zufrieden mit der Halle. Es ist toll, dass eine weitere Option für unseren Sport hinzugekommen ist.“ Zu verdanken ist die Halle der Stadt Göttingen, dem ASC 46 und dem SC Hainberg. Der ASC ist Hauptträger der Funsporthalle und der SC Hainberg Kooperationspartner vor Ort. Das Gebäude gehört der Stadt. „Wir haben“, sagt Alexander Frey vom Fachdienst Sport der Stadt Göttingen, „gemeinsam ein Konzept für die Funsporthalle entwickelt.“ Von der Stadt flossen 38.000 Euro in das Projekt.

Politik ins Boot geholt
ASC-Geschäftsführer Jörg Schnitzer-ling und der Hainberger André Pfitzner haben die Bezuschussung durch Dritte angekurbelt. Sie haben die Politik aufmerksam gemacht. So wurde bei der „go sports tour 2001" auf den Zietenterrassen der damalige niedersächsische Ministerpräsident Sigmar Gabriel gezielt auf die Funsporthalle angesprochen. Er zeigte sich begeistert und versprach Unterstützung – genauso wie der damalige Wissenschaftsminister Thomas Oppermann. Die Unterstützung kam. Den höchsten Beitrag spendete die Klosterkammer Hannover. Die Präsidentin Marta Jansen überreichte einen Scheck in Höhe von 80.000 Euro. Die insgesamt benötigten 200.000 Euro wurden erreicht. Frey sagt: „Wir haben für die ganz kleine Kasse viel erreicht. Das ist eine gigantische Leistung und macht uns sehr zufrieden." Doch er will sich nicht ausruhen: „Unser Job ist es, weiter an der Halle zu basteln, die Schließanlage zu wechseln, die Umkleidekabinen auszubauen, die Wände zu streichen und die Sportgeräte zu ergänzen.“

Matthias Mödl (Sportissimo, SSB Göttingen)

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